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BlueSharky

D'Appolito vs. Zeitrichtigkeit? Wer gewinnt?

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LETZTE BEARBEITUNG AM 14-Okt-2001 UM 21:02 (GMT)[p]Hai!

 

Ich habe ein Problemchen. :) (Wie immer)

 

Und zwar könnte ich einerseits ein D'Appolito System mit 2x20-ern und dem Vifa XT300 (Also nicht gerade die optimale Abstimmung, was den Abstand der ak. Zentren angeht) unverstetzt bauen, oder (da die Bässe resonanzfrei Auslaufen) ein Zeitrichtiges System, mit nur einem Bass und dem HT drüber. :)

 

Welches liefert die beste Räumlichkeit/Gruppenlaufzeit?

Habe hier Momentan eine -6dbWeichen Abstimmung, die sich sehr gut anhört. :) Etwas tweaken mit dem Gehäuse und der Füllung ist noch drin. (Ist übrigens ein geschlossenes Gehäuse)

 

Warum ich überhaupt frage ist - meine jetzigen Boxen sind nur testweise und auch nur einzelnd vorhanden. :) Und da ich keine Knete habe, D'Appolito und Zeitrichtigkeit und womöglich eine Combo zu testen, möchte ich auf euren unglaublichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. :)

 

Multo Gracie!

BlueSharky

 

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Hallo!

 

2-Weg mit zurückversetztem Hochtöner ist besser!

D´Appolito mit 2 20ern kannste für PA o.ä. nutzen...

Das bündelt viel zu stark und kommt nicht im Geringsten an die Forderungen heran.

Für eine optimale Sprungantwort sollte das Filter für den TT minimalistisch sein, z.B. nur eine Spule in Reihe. Sogar ein RC-Glied parallel zum TT versaut Dir die Flanke. Es geht auch mit mehreren Sperrkreisen in Reihe zum TT, nix Besonderes.

Es ist je nach Kombination der Chassis etwas knifflig, die Chassis mit gleicher Phasenlage zu einem linearen Frequenzgang zu trimmen...

Die "optimale" Sprungantwort gibt es nur an einer Stelle/Hörzone, unterhalb des HT...

 

Grüsse

 

Ernesto

 

 

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Hallo,

wenn du einen festen Hörplatz hast, solltest du eine 2Weg Kombi aufbauen.

Lieber eine super Sprungantwort mit 2Wegen, als eine D'Appolito Anordnung die nicht alle Anforderungen unter einen Hut bringt.

 

Bei einem festem Hörplatz sind die D'Appolito Vorteile eh hinfällig.

 

Zu zeitrichtigen Boxen schau mal unter (OHNE WWW):

 

http://home.t-online.de/home/Fr.Rohde/

 

 

Dieses ganze geseihere über Lautsprecher geht mir eh meistens auf den Senkel, da nur die wenigsten auf zeitrichtige Wiedergabe achten.

 

Zu den Fundamenten im Lautsprecherbau gehört halt nicht nur die tonale Ausgelichenheit, sondern auch das zeitrichtige Zusammenspiel der Chassis. Leider werfen viele die Perlen vor die Säue. Teuerste und beste Chassis aber kein zeitrichtiges Zusammenspiel.

 

WER INTELLIGENT BAUT, BAUT ZEITRICHTIG.

 

Ciao

IMP

 

 

 

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Hi,

 

ich finde, Du vergleichst jenes Gemüse.

 

D´Appolito kann die Räumlichkeitsdarstellung einer Box durch entsprechend bessere Abstrahlung fördern - bei kritischen Hörsituationen. Sonst aber auch nichts.

 

Zeitrichtige Wiedergabe ist hingegen der Durchbruch Richtung "echter" Musikwiedergabe - das timing, des rhythmische Element der Musik zieht ein und erhebt die Wiedergabe aus dem Reich der toten Boxen.

 

Das erstere wirkt physikalisch-meßbar - der Techniker applaudiert, das Letztere (entscheidene!) eher psychoakustisch und von den meisten "tauben" Technikern unerkannt im Hirn.

 

Daher meine Erfahrung: stelle Deine Hörplatz sinnvoll auf und baue Dir Zeitrichtige Boxen. Was Du an MUSIK erleben wirst, ist der Durchbruch. Denn: über Verfärbungen usw. kann das Hirn hinweghören, über einen Zeitversatz nicht.

 

Zeitrichtigen Gruß

 

Klaus

 

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Hallo!

 

Dem stimme ich vollkommen zu...

Nur eine Warnung! Aufnahmen mit "künstlicher" Räumlichkeit werden schonungslos dargestellt. Zudem kann unter Umständen die durch Phasenverschiebung üblicher Weichen "erzeugte" Räumlichkeit fehlen!!? Höre Dir die Schar der handelsüblichen 3-Weg Fertigboxen an...

 

Grüsse

 

Ernesto

 

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Hai!

 

Erstmal vielen Dank für die bisherigen Antworten. :)

 

Eine ganz banale Frage: Wie ermittel ich die Trennfrequenz

eines Systems? :) Mein HT hört bei 4,8kHz mit -6db auf, der Bass wird bei 900Hz mit -6db ausgeblendet. (Deswegen so hoch/niedrig, da der Bass eine Resoanz bis 2,5kHz hat, die mit 6db/octave ansteigt)

 

Ist die Trennfrequenz jetzt 900, 4800 oder der -3db Punkt der beiden Lautsprecher? Das brauch ich ja für den mechanischen Zeitversatz. :)

 

Wenn ich die Front um 15° (oder mehr) neige, muss ich dann die Schallbündelung fürchten, die mir dann den F-Gang versaut? :)

 

Und wie schaut es mit Interferenzen wegen überstehender Teile aus (mir persönlich würde eine Kombination aus Schräge und zurückgesetzem HT gefallen)? Sind die gravierend?

(Ich könnte die Kanten ja abrunden usw) :)

 

Vielen Dank!

BlueSharky

 

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Hallo Bluesharky,

 

wenn dein Bass bei 2.5 kHz einen peak erzeugt, wird die Übergangsfreqenz bei 3 - 3.5 kHz liegen.

 

Die Frage nach der Bündelung erübrigt sich, da Du z.Zt. voll in den Detail-Tücken einer "zeitrichtigen" Abstimmung steckst.

Wer sich für flache Filter entscheidet, muß mit Imperfektionen bez. Frequenzgang, Abstrahlverhalten/Interferenzen und geringerem max.Pegel leben (wg. HT-Belastung).

 

Du merkst, ich kann die uneingeschränkte Begeisterung von Ernesto, Imp und Witte nicht teilen...

 

Klaus Wittes Tip mit dem Sperrkreis/-en vor dem TT ist gut (s.a. frühere Threads), benötigt aber Meßtechnik um richtig wirken zu können.

Du solltest beide Boxen aufbauen und die Netzwerke draussen lassen, sodaß per Hörtest und ggfs. Meßtechnik das Optimum gefunden werden kann. Wenns gut klingt, ists gut...

 

Ansonsten:

"Zeitrichtige" Konzepte -- genauer "allpass-freie" -- werden selten bis nie realisiert, da die Anforderungen an Chassis, Entwickler-Erfahrung und Meßtechnik eher noch größer als bei konventionellen LS sind,

und das mit den o.g. prinzipbedingten Nachteilen.

Imp´s Spruch ("Wer intelligent baut, baut zeitrichtig") finde ich überheblich.

 

Auch wenn der derzeitige Zustand der HiFi-Branche es kaum glauben lässt...,

die Hörbarkeit von Allpassverzerrungen ist intensiv untersucht worden (1.Tests schon im 19.Jhdt. !).

Mit dem Ergebnis einer Hörschwelle von mind. 1 - 2 ms.

Konventionelle 2 Weg-Konzepte (D´Apollito oder nicht) mit 2 - 3 kHz Übergang erzeugen kaum mehr als 1/10 dessen.

Die klanglichen Besonderheiten können daher nur Folge der breiten Überlappung/Interferenz der Einzelchassis sein, evtl. Klirr des Ht´s.

 

Ich will hier die Bemühungen keinesfalls torpedieren. Wie gesagt, wenns gut klingt ist es auch gut, aber nicht wegen der "Zeitrichtigkeit".

 

Gruß,

Michael

 

 

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Genau, die -3db Frequenz liegt bei 3kHz - zumindest mach neinen Aufzeichnungen. :)

 

Die Chassis scheinen gut dafür geeignet zu sein, der Bass fällt nach dem Peak mit -18db/oct ab (wenn ich das alles richtig gemacht habe mit den F-Gängen hier) und der Vifa hält 150W Sinus aus.

Fs ist 500Hz, und getrennt wird er bei 4kHz, das sollte kein Problem sein. (Oder?) :D

 

Breitbänder sind auch zeitrichtig - warum sind die dann die

"Ortbarkeitskönige"?

 

Viele Grüße,

BlueSharky

 

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Hi,

habe (auser Michael) die gleichen Erfahrungen wie die Vorredner gemacht. Von 4-Wege-Telefonzellen mit 24 dB bis Breitband durchprobiert.

Mein Favorit 2-Wege/6dB. Das gesparte Geld für Frequenzweichenbauteilegräber kannst Du in die Chassis stecken, denn ohne sehr gute, allürenfreie Chassis gehts in die Hose.

(Ich denke die wahre Kunst eines Industrie-LS-Entwicklers besteht darin, mit billigen Chassis und Weichenbauteilen ein brauchbares Gesamtergebniss zu kreieren. Davon sollte man sich nicht unbedingt inspirieren lassen.)

Da bei geschlossenen Design - wegen der Wirkungsgradanpassung des HT - der R2 des Spannungsteilers rel. klein ausfällt, hält sich die Impedanzschwankung in Grenzen und die Weiche wirkt auch in der Nähe der Fres vernüftig. Ein guter HT kann das ab (außer Partypegel).

Impedanzlinearisierung ist ein nettes Instrument wenn´s um den schönsten Frequenzgangschrieb geht (vielleicht auch bei Problemchassis sinnvoll), klanglich wirken diese wie Valium.

Grußony

 

 

 

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Hallo,

 

hier noch ein paar Worte zu deinem Text.

 

>Genau, die -3db Frequenz liegt bei

>3kHz - zumindest mach neinen

>Aufzeichnungen. :)

>

>Die Chassis scheinen gut dafür geeignet

>zu sein, der Bass fällt

>nach dem Peak mit -18db/oct

>ab

 

Die Trennung sollte in den Arbeitsbereich des Chassis fallen.

Da der Bass sich innerhalb des Arbeitsbereiches mit einem Peak verabschiedet, scheint er mir auf den ersten Blick nicht geeignet.

 

(wenn ich das alles

>richtig gemacht habe mit den

>F-Gängen hier) und der Vifa

>hält 150W Sinus aus.

>Fs ist 500Hz, und getrennt wird

>er bei 4kHz, das sollte

>kein Problem sein. (Oder?)

 

Hört sich gut an. Vielleicht solltest du ihn schon bei ca 3000Hz trennen. Die Wellenlänge ist grösser und das Zusammenspiel unproblematischer. Beim fs von 500Hz sollte es kein Problem sein.

 

Eine Sache ist mir aufgefallen. Du schreibst weiter oben, du benötigst, um den mechanischen Versatz zu bestimmen, die Trennfrequenz.

Bei einer Trennung innerhalb der Arbeitsbereiche, gibt es normalerweise ein Ideal-Abstand, den du durch Ausrauschen bestimmen kannst.(beide Chassis an Rauschsignal und HT Abstand ändern.)

 

>

>

>Breitbänder sind auch zeitrichtig - warum

>sind die dann die

>"Ortbarkeitskönige"?

 

Kommt darauf an wie man es betrachtet.

Durch das zeitrichtige Verhalten, wird in der räumlichen Tiefe der Aufnahme nix verschoben (nur bei guten Aufnahmen zu Hören)

Dadurch kann man die Tiefenstaffelung der Instrumente perfekt orten.)

>

>Viele Grüße,

 

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Nachdem ich meine ersten zeitrichtigen Boxen fertig hatte, verschwanden ca 80% meiner CD´s in der Versenkung.

 

 

 

 

Aber der Rest ist jetzt so geil...................

 

 

 

IMP

 

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Guest wolf

Hallo an Alle,

 

durch den Tread neugierig auf zeitrichtige Boxen geworden habe ich schon im Internet versucht, den einen oder anderen Bauplan zu finden. Doch leider Fehlanzeige! Nur immer Hersteller von Fertigboxen für eine ganze Menge Kohle.

Wo gibt es die Pläne?!?!

 

Danke für Eure Bemühungen,

Wolf

 

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und vergessen den Phasenversatz zwischen den Lautsprechern.

 

Das nächste was mir auffallt ist das einige versuchen eine HT-Kalotte mit einem (bzw zwei) verhältnissmäßig grossen Lautsprechern zu verbinden.

 

Das was eine D`Appo ausmacht wirste erst erreichen wenn die Verhältnisse zwischen den HT-Bereich und dem MTT-Bereich auch stimmen. Es macht (in meinen Augen) keinen Sinn eine 25mm Kalotte mit zwei 16cm (oder gar 20ern) MT-Tönern zu verbauen.

 

 

cu Baerlin

 

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Hy Leute, Shark

 

Das Eine muss das Andere ja nicht ausschliessen.

Die Plaene die ich dem Christopher habe zukommen lassen verwirklichen beides, aehnlich der Audiodata Sculpture.

Bei einer Trennung mit 18dB bleibt ein minimaler Versatz der Sprungantwort weit unter der Hoerschwelle uebrig.

Der Vorteil der d´Appolito Anordnung ist das perfekte Rundstrahlverhalten auf das man nicht verzichten muss.

Zusaetzlich sollte erwaehnt sein das bei dieser Anordnung der XT fast ohne Widerstand auskommt (0,5 Ohm), waerend bei einer 2Chassis Version um 6dB gedaempft werden muss was dem Hochtoener jeden Vorteil nimmt. Die D´Appolito Version hat naemlich 92dB Wirkungsgrad. Wirkungsgrad verleiht einer Box immer mehr Lebendigkeit als die Zeitkorrektur (Klipsch vs. 84dB zeitkorr. Box?).

 

Gruesse boxworld

 

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Mahlzeit,

 

auch ich rede von zeitrichtig und vergesse dabei sicher nicht den Phasenversatz.

 

Eigentlich ist alles ganz einfach.

 

Wenn die Sprungantwort einer kompletten Box so aussieht wie die Sprungantwort eines einzelnen Chassis (idealerweise eine steile Flanke am Beginn und danach ausschwingen auf Null), dann spielen alle Chassis gleichzeitig und in eine Richtung.

 

http://home.t-online.de/home/Fr.Rohde/asse...ges/fenster.jpg

 

Was man bei 99% aller Boxen bekommt hat mit diesem Ideal nix zu tun.

 

Mit der Grösse der Chassis muss ich die Recht geben.

Es mag ein paar 16er oder 17er geben die mit einer 25 Kalotte gut spielen. Bei den 20er Bässen ist die Luft dann aber raus.

 

Ciao IMP

 

 

 

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Hi,

 

ohne jetzt im Detail auf alle hier angesprochenen Punkte eingehen zu koennen und zu wollen,

nur mal eine kleine Anmerkung zu der beruehmten Zeitrichtigkeit:

 

einen inhaltsleereren Begriff haben die HighEnten wohl selten auf den Markt geworfen und es wundert mich doch etwas, dass gerade an dieser Stelle hier nicht etwas offensiver rational argumentiert wird... ;-)

 

Als zarter Hinweis auf die nonsinnige Ebene dieser Diskussion:

Die am meisten (und auch hier) ignorierte elementare

(nicht die groesste! nur die am wenigsten beachtete!) Schwaeche praktisch aller Lautsprecher ist die Modulationsverzerrung, die unmittelbar auf Geschwindigkeits- und damit Zeiteinfluesse zurueckfuehrt.

Warum, zum beruehmten Geier, laesst sich einfach die Information nicht durchsetzen, dass die raeumlich korrekte Darstellung komplexer Signale durch ein Lautsprechersystem bei nahezu ALLEN Frequenzen auch dadurch leidet, wenn eher flache Filter und womoeglich breitbandige Systeme mit zu geringer Memranflaeche eingesetzt werden.

Hier liegen ebenso Gefahren, wie in Mehrwegeanordnungen mit der gesamten Problematik weit verteilter Schallzentren, Spruengen im jeweilligen Uebergangsbereich, unsyymetrischer Abstrahlkeulen ebendort, zu geringer und ungleichmaessiger Bundelung etc. etc.

Bei den Breitbaendern ist wiederum das Modulationsverhalten auf ueblem und das Rundstrahlverhalten auf uebelstem Niveau, definitiv keine Anspielung Michael ;-) , was aber in diesem Fall im Hoereindruck besonders effektiv durch ein konstantes akustisches Zentrum kompensiert wird. Bei groesseren BB kommt dazu der phantastische Dynamikbereich aller hoheren Frequenzen dazu.

ERGO: Es gibt alle moeglichen Einfluesse in den Bereichen Abstrahlcharakteristik, Modulationsverzerrungen, Gruppenlaufzeit, Dynamikfaehigkeit, Lokalitaet des akustischen Zentrums usw. die je nach Auspraegung zum Eindruck einer raeumlich korrekten Darstellung und der Empfindung eines "natuerlichen" Schallereignisses beitragen oder dieses auch empfindlich stoeren koennen und es liesse sich nur von vollkommen ueberheblichen Ignoranten (die hier ja nun wirklich nicht zu vermuten sind) behaupten, hier koennten nicht auch Kompensationen eintreten.

Ein guter 20-cm-BB hat eine fiese Buendelung mindestens zwischen 1 und 3 kHz und oberhalb 10 kHz und kann solange man richtig sitzt trotzdem eine ganz tolle Darstellung und ein beeindruckend natuerliches Klangbild liefern, dass insbesondere sehr stabil und unkomprimiert wirkt. (sehr kleines und konstantes akustisches Zentrum und grosser Dynamikumfang bei hoeheren Frequenzen)

Eine d´Appolito-Anordnung liefert wenigstens ebenso stabile Verhaeltnisse der Lokalität des akustischen Zentrums (ebenfalls breitbandig, im Unterschied zu allen anderen Mehrwegesystemen!)

hat vertikal kein schlechteres Abstrahlverhalten als der BB, horizontal bei richtiger Dimensionieren der Chassis und Trennfrequenzen ein geeigneteres und kompensiert das schlechtere Dynamikverhalten bezogen auf das isoliert betrachtete Hochtonsignal durch geringere Modulationen. Bei entsprechender Auswahl eher groesserer Mittel- und Hochtoener kann dabei der Dynamikbereich weit ueber das Nivaeu ueblicher 2-Wege-Kombis erhoben werden. Der "Nachteil" einer notwendigen stabilen Abhoerposition ergibt sich bei genauerer Betrachtung aus unterschiedlichen Gruenden bei allen Lautsprechern. (Bei Rundumstrahlern in der ja besonders haeufigen Freifeldaufstellung bei Abhoeren von echten stereophon mikrofonierten Aufnahmen noch am wenigsten, viel Spass auf der Weide *gggggg*)

Gut gemachte klassische 2-Wege-Kombinationen (17er-20er + 25-28mm-Tweeter) mit eher flachen Filtern profitieren von der zum einen "weichen" und damit subtileren und zum anderen meist geringeren vertikalen Verschiebung des akustischen Zentrums gegenueber ueblichen 3+4-Wegerichen und von dem relativ hohen Dynamik-Potential im Praesenzbereich, was der Raeumlichkeit nicht gerade schadet, ebenso wie vom noch guten und potentiell gleichmaessigen horizontalen Abstrahlen bis unter die Brillanz. Perfekte Ergebnisse lassen sich hier aber wegen der Modulation der Praesenz durch die Baesse und der Modulation der Brillanz durch die Praesenz auch nicht erzielen.

Unbestritten ist, dass es leichter ist mit diesen Konzepten zu einem guten Ergebnis zu kommen als mit den anderen...und dass es deshalb auch oefter gelingt.

Daraus abzuleiten, es ginge deshalb auch absolut besser, bedeutet nichts anderes, als auf dieser Ebene Quantitaet mit Qualitaet zu verwechseln.

Allen anderen als den hier hervorgehobenen Konzepten kann man in den Bereichen Raeumlichkeit und Natuerlichkeit des Empfindens konzeptionelle Nachteile nachweisen, was jemandem der nach aussergewoehnlichen oder vielleicht auch nur aussergewoehnlich realistischen Maximalpegeln, besonderer Exaktheit in der Tonalitaet oder besonders grosser gleichmaessiger Raumausleuchtung sucht, auch schon wieder sch....egal sein kann!

Wie waere es also mit Lautsprechertechnik in diesem speziellen Sinne an Stelle von Glaubenssaetzen???? :P

 

Mit undogmatischen Gruessen,

Th. Guenther, Entwicklungsleiter Akustik, (AKUSTIK nicht Messtechnik), MONACOR International

 

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Nein, so einfach ist es eben nicht - auch wenn Herr M. und der freundliche HH-Redakteur das so oder aehnlich immer mal wieder von sich geben :o .

S. auch oben: Das komplexe Verhalten breitbandiger Systeme insbesondere im Bereich der Modulation bei gleichzeitiger Abstrahlung unterschiedlicher Frequenzen wird hierbei nicht adaequat erfasst. Diese Verzerrungen spielen aber unbestreitbar sowohl zeitlich als auch tonal (Herr Doppler laesst gruessen) eine unterschaetzte Rolle.

Die Staerken von d`Appolito-Anordnungen (inbesondere mit groesseren Tweetern!!!) gerade in diesen Bereichen erklaeren fuer mich persoenlich deren Erfolge viel besser, als die sonst in dem Zusammenhang oft beschworenen Vorteile.

 

Mit lautsprechertechnischen Gruessen,

Th. Guenther

 

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Hallo, "Herr Entwicklungsleiter",

 

Dein Beitrag ist so exemplarisch - für Technikerarroganz und Verschränktheit, prächtig!

 

Ein LS bzw. eine LS-Box ist ein hochkomplexes Gebilde. Alle Deine Erklärungen sind richtig und interssant. Schade nur, daß sich der "Entwicklungsleiter" einer LS-Schmiede nicht bereiterklärt, mal ganzheitlich zu denken. Ein Teil des Ganzen LS ist nun mal der Zeitversatz zwischen z.B. TT und HT im Zeitbereich - um es mal banal auf den Punkt zu bringen. So kannst noch so viel und noch so überheblich schreiben, diesen Teil kannst auch Du nicht wegreden! Und dann von "Dogmafreiheit" zu sprechen...

 

Im Bereich technischer Produktentwicklung ist eines üblich und hilfreich: benchmarking (für Dich vorsichtshalber übersetzt: Fremdproduktanalyse). Höre Dir doch bitte mal eine "Zeitrichtige Box" an. Verstehe, was Musik mit ausmacht und was 99% aller Boxen völlig fehlt - leider auch jeglichen Monacor-LS-Produkten. Mit Benchmarking definiert man Ziele - vielleicht täte Dir dieser Schritt einer "Horizonterweiterung" sehr, sehr gut!

 

Aber es war ja leichter, auf high-ender herabzugucken. Rufe doch mal Deine Ebenbilder bei Myro, Audiodata, Thiel usw. an - vielleicht erteilen sie Dir Könner ja eine Weiterbildungsmaßnahme... Gelächter!

 

Entwickle man schööön weiter zeitfalschen Scheiß!

 

Wer alle testet ist dogma-frei, Gruß

 

Klaus

 

 

 

 

 

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Myro? Gibt's die überhaupt noch?

Waren das nicht die, die ein 17er Chassis als Bandpaß im TT-Bereich eingebaut haben? Hat das geblubbert, au weja....

 

Zeitrichtig? *lol*

 

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Na bitte,

da ist er ja wieder!

Kritik wird am besten dadurch entkraeftet, dass man den Vorwurf exakt einfach zurueckgibt - die Lektion hast Du ja super gelernt.

Leider habe ich das schon zu oft erlebt und bin heute nicht so gut gelaunt, diesen Schwachfug so durchlaufen zu lassen.

 

Faellt Dir eigentlich auf, dass du mir fehlende ganzheitliche Betrachtungen ganz genau an der Stelle unterstellst, an der ich nichts anderes getan habe, als darauf hinzuweisen, dass die nahezu vollstaendige Konzentration auf einen moeglichst geringen Zeitversatz zwischen verschiedenen Chasiis als zu eingeschraenkte Betrachtungsgrundlage zu bewerten ist.

 

Hallo, wach?!

 

Lies mein Posting noch mal durch und zaehle mal nach, wie viele Kategorien lautsprechertechnischer Betrachtung da Deinem inhaltlich ungefuellten aber dafuer schoen monotonen Geschwafel entgegenstehen.

Wenn Also Deinem Ganzheitlichkeitsbegriff keine esotherische Verneinung der Multidimensionalitaet von Zusammenhaengen zugrundeliegt :P (Bei Bedarf fragen Sie den freundlichen Erkenntnistheoretiker von nebenan!) , muesstest Du eigentlich merken, dass ich genau Deine Forderung eher erfuelle als Du selbst...

Ich habe z. B. auch nicht ein Wort GEGEN die Notwendigkeit moeglichst gleichzeitiger Schallereignisse geschrieben!

Ich habe nur argumentiert, dass das alleine auch nicht reicht.

 

Willst Du also nur ein bissl streiten oder lebst Du hier die Kompensation Deiner Minderwertigkeitskomplexe aus? (önglish kann ausser Dir ja auch keiner!)

Wieviele Boxen hat "benchmarking" denn schon entwickelt, an denen andere Menschen Freude haben - ach das ist ja egal, ausser Dir koennen ja eh alle nicht hoeren, und zumindest solange man nicht Deine ganz speziellen Kreationen oder von Dir ansonsten geschaetzte Boxen im Vergleich hatte, darf man sich eh kein Urteil ueber Klang erlauben - stimmts? x(

 

Schoenes Leben noch,

 

Thorsten Guenther

 

P.S. Selbstverstaendlich sind bei uns nicht nur 99% der Produkte Muell sondern 110%, nur zur Sicherheit... }>

 

 

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Hi,

sehe gerade, dass ich in meinem gerechten Zorn *ggg* die Antwort falsch plaziert hab.

Das richtet sich natuerlich an "witte", der mit Klaus unterschreibt und nicht an holli.

 

 

 

 

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ich baue alle meine Lautsprecher nurnoch mit Versatz und es ist schon erstaunlich was das für Auswirkungen hat. Ist das erste mal das ich das jetzt auch mal graphisch gesehen habe. >danke<

 

Aufjedenfall ist es hörbar.

 

Ein weitere Punkt (gleich werdeich wieder zerfleischt) ist das bei mehradrigen Kabeln (Litze) ein konfuseres Klangbild entsteht als bei Einleiterkabeln.

 

Billiger Test an die die das mal ausprobieren wollen:

 

Bauhaus 5m Unterputz 3-Leiterflachbandkupferkabel für 7.- kaufen und das mal versuchen!

 

 

cu Baerlin

 

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Hallo Thorsten,

Treffer!

 

>Faellt Dir eigentlich auf, dass du

>mir fehlende ganzheitliche Betrachtungen ganz

>genau an der Stelle unterstellst,

>an der ich nichts anderes

>getan habe, als darauf hinzuweisen,

>dass die nahezu vollstaendige Konzentration

>auf einen moeglichst geringen Zeitversatz

>zwischen verschiedenen Chassis als zu

>eingeschraenkte Betrachtungsgrundlage zu bewerten ist.

---- Dein Ausführungen in der Originalmail klangen leider etwas anders! Ich laß es (sicher auch andere) polarisiert so: Zeitrichtigkeit ist so ziemlich egal, also high-end-blabla. Keiner - außer Dir - weiß um die wahren Probleme von LS-Entwicklung. Respektiere bitte, daß andere Menschen andere Erfahrungen machen: ohne gute Zeitrichtigkeit kann ein LS nicht gut klingen. Das wollen sehr viele Techniker nicht wahrhaben. Auf diese Schiene hast Du Dich selbst gesetzt. Jetzt klingt das von Dir ja schon sehr viel relativer.

>

>Lies mein Posting noch mal durch

>und zaehle mal nach, wie

>viele Kategorien lautsprechertechnischer Betrachtung da

>Deinem inhaltlich ungefuellten aber dafuer

>schoen monotonen Geschwafel entgegenstehen.

--- was nützt es, wenn Du eine der wesentlichsten Forderungen in Abrede gestellt hast?

 

>Wenn Also Deinem Ganzheitlichkeitsbegriff keine esotherische

>Verneinung der Multidimensionalitaet von Zusammenhaengen

>zugrundeliegt :P (Bei Bedarf

>fragen Sie den freundlichen Erkenntnistheoretiker

>von nebenan!) , muesstest

>Du eigentlich merken, dass ich

>genau Deine Forderung eher erfuelle

>als Du selbst...

---- Du solltest Bücher schreiben, toll! Hattest Du Deutsch-LK?

 

>Ich habe z. B. auch nicht

>ein Wort GEGEN die Notwendigkeit

>moeglichst gleichzeitiger Schallereignisse geschrieben!

>Ich habe nur argumentiert, dass das

>alleine auch nicht reicht.

----- schreibe doch mal Worte FÜR die Notwendigkeit, dann bin ich voll zufrieden. Niemand hat (hoffentlich) geglaubt, das „nur Zeitrichtigkeit“ ausreicht, um eine gute Box zu bauen.

 

>Willst Du also nur ein bissl

>streiten oder lebst Du hier

>die Kompensation Deiner Minderwertigkeitskomplexe aus?

>(önglish kann ausser Dir ja

>auch keiner!)

----- ich werde mal drüber nachdenken. Über den Techniker mit Bart. Und meine Minderwertigkeit, weil ich manche Produkte nur als Kunde beurteile und nicht auch entwickeln darf, wie DU.

 

>Wieviele Boxen hat "benchmarking" denn schon

>entwickelt, an denen andere Menschen

>Freude haben - ach das

>ist ja egal, ausser Dir

>koennen ja eh alle nicht

>hoeren, und zumindest solange man

>nicht Deine ganz speziellen Kreationen

>oder von Dir ansonsten geschaetzte

>Boxen im Vergleich hatte, darf

>man sich eh kein Urteil

>ueber Klang erlauben - stimmts?

----- Wie kommt der ganze Dunstkreis-Zauber um „Zeitrichtige Boxen“ – gerade bei Orchestermusikern - zustande? Ach, aber das sind ja alle high-end-Spinner, die haben ja keine Ahnung von der richtigen Technik, gelle! Eine bessere Benchmark-Aussage als diesen Zauber gibt es wohl nicht. Es stimmt, wenn mehr Selbstbauer sich mal - frei im Kopf - „Zeitrichtige LS“ anhörten, lernten viele (endlich) erst mal „den Effekt“ kennen – natürlich nur bei LS, die auch sonstige technische Forderungen – von Dir sehr kompetent beschrieben - hinreichend erfüllen. Für wie wichtig hältst Du die Zeitrichtigkeit relativ zu sonstigen Forderungen?

>

>Schoenes Leben noch,

---- Rotwein, zeitrichtig wiedergegeber Jazz. Mache Dir um mich keine Sorgen!

 

Versöhnliche Grüße

 

Klaus

 

 

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