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HiFi Heimkino Forum

Philipp

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Everything posted by Philipp

  1. Hallo Klaus, die gemessenen Werte kommen dann ja schon eher an das heran, was ich bisher von einerm Verstärker erwartet habe. Ich kann deiner Aussage, wenige % K2 und K3 sind eher verschönernd, nicht einsehen. Wie schon geschrieben, die mit dem K2 und K3 einhergehenden IM Verzerrungen sind ganz sicher nicht mehr verschönernd, sondern störend. Hast du mal Thel o.ä. im direkten AB-Vergeleich mit einer Aleph gehört? Grüsse, P. Strobel
  2. Hallo Ony und Witte und alle anderen, ich habe mal auf der PASS Seite die Aleph Serie angeschaut und bin über die Verzerrungswerte gestolpert. Über die klangliche Relevanz von Verzerrungen kann man sicher diskutieren, aber wenn ich sehe, dass die Aleph's ein THD von 1% haben, andere aber um den Faktor 100 bis 1000 weniger, frage ich mich, ob ich nicht auch besser ein Modell nehme mit so erheblich weniger Verzerrungen. Immerhin verzerrt so ein Aleph genau so viel wie ein durchschnittlicher Lautsprecher im Mittel-Hochtonbereich (normale Lautstärken), bei sehr guten Boxen soger mehr. Das kann's doch nicht sein, oder übersehe ich irgend etwas? Das Argument, nicht auf das THD käme es an, sondern auf die Verteilung, ist doch so auch nicht haltbar. Die aus einem hohen THD resultierenden IM Verzerrungen klingen sicher nicht mehr warm oder klangfarbenstark etc, sondern störend. Andererseits sind die PASS Verstärker immer wieder als besonders gut klingend im Gespräch, so viele Ohren können ja nun auch nicht irren. Wer hilft mir mit meinem Konflikt technischer Sachverstand vs. geballte positive Hörermeinung weiter? Danke und Grüsse aus München, P. Strobel
  3. Hallo Frank, du schreibst, es gäbe hauptsächlich Mischformen. Da sehe ich die Problematik, dass solche Aufnahmen zu keinem der oben genannten Lautsprecherkonzepte richtig passt. Du schreibst weiter von den halligen Chesky-Aufnahmen. Hier wird meines Wissens nach mit im Raum verteilten Mikros, und nicht mit Direktabnahme gearbeitet. Somit sind doch diese Aufnahmen eine Ausnahme zur oben genannten Mischform und damit wenigstens auf den bündelnden Systemen naturgetreu. Meine letzte Frage war falsch formuliert: Wenn große Abhörlautsprecher (empfohlenerweise) bündeln, was macht man dann mit den Direktaufnahmen? Aber die wurde von dir ebenfalls beantwortet: man benutzt Hallgeräte und verhallt nachträglich. Wenn nun aber die allermeisten Aufnahmen große Mengen an Hall enthalten, sind dann nicht solche Aufnahmen wie die von Chesky die ehrlicheren und damit für High-End die geeigneteren? Grüsse aus Freising, Philipp
  4. Hallo zusammen, wenn es folgende zwei grundlegenden Ansätze zur Hi-Fi Wiedergabe für Lautsprecher/Hörraum gibt: 1. Starke Bündelung/wenig frühe Reflexionen 2. Breit strahlend/viele starke Reflexionen müsste es auch folgende zwei verschiedene Grundsätze für das Aufnahmeverfahren gebe: 1. Deutliche Aufnahme der Rauminformationen 2. Direktabnahme, sehr nahe Mikrofonierung Wird eine so deutliche Trennung gemacht? Bedenkt man dabei die Lautsprecher im Hörraum? Warum sind die großen Abbhörlautsprecher in Studios (empfohlenerweise) bündelnd? Freue mich auf die Antworten. Grüsse aus Freising, Philipp
  5. Hallo Michael, worauf ich eigentlich hinaus wollte: Von deinem krassen Beispiel abgesehen, wo durch clipping der Hochtöner ernsthaft zu leiden droht, ist es womöglich egal, ob das Material clippt, da Aufnahmequalität, Programm und Abspielgeräte in der grossen Mehrzahl der Fälle das clipping verdecken. Es ist den Konsumenten wurst (ich wiederhole mich), da es nicht gehört oder als Stilmittel angesehen wird. Wenn ich mich mal auf ein hohes Ross setzen darf, es fehlt an Musikkultur. Wer einen auch nur leicht besseren Geschmack (oh ja, über den kann man streiten) als die Masse hat, hat automatisch den Grundstock für das Interesse an höherwertigen Hifi-Geräten in sich, so habe ich es jedenfalls öfters erlebt. Grüsse aus München, Philipp
  6. Hallo Michael, sehr amüsant, dein Posting, der Grund leider weniger. Ich habe nicht mitbekommen, um welche CD es sich handelt, schreib das bitte noch mal. In der Elektor hat mal einer mehrere CD's "angeschaut" und ähnliche Ergebnisse bei Majorlabeln gefunden. Auch wenn das die Ausnahmen sind, ein so dämlicher, leicht zu sehender (hörender vielleicht nicht immer) Fehler ist unverzeihlich, wenn man über (vermeintliche) Profis spricht. Aber ich denke, dass ist symptomatisch für die ganze Situation, in der Hifi/High-End steckt. Den allermeisten ist es Wurst, wie es klingt. Ganz davon abgesehen, dass der grosse Teil der konsumierten Musik selbst auf der gedachten idealen Anlage für unsereins besch***n klingt. Selbst wenn Leute merken würden, dass eine hochwertige Anlage deutlich besser klingt, mit deren Musikgeschmack lässt sich das nicht annähernd erleben, es fehlt der Reiz, etwas mehr auszugeben. Von den wenigen, denen das nicht Wurst ist, leben die Hersteller hochwertiger Geräte. Vielleicht auch von denen, die die Anlage als Statussymbol betrachten, wenn es diese noch gibt. Ich bin vom Thema abgekommne und habe offene Türen eingerannt, verzeiht mir. Grüsse, Philipp
  7. Hallo Stefan, ich betrachte z. B. einen Wadia als Grenze des Machbaren, weil der getriebene Aufwand enorm ist. Das besagt aber leider nichts über den Klang. Insofern ist ein Vergleich zwischen dem Wadia und dem 500.- Player meiner Meinung nach kein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen sondern die Legitimation für den getriebenen Aufwand. Sollten beide Player sich im Doppeltblindtest nicht eindeutig trennen lassen, ist der Aufwand unsinnig. Ich habe einen Grundig CD12 mit Philips-Laufwerk, welches ich nach dem Stereoplay-Artikel an Seilen schwebend aufgehängt habe. Die CD wird durch ein Loch im Deckel aufgelegt. Eine klangliche Verbesserung ist nicht mal mit Autosuggestion hörbar, dafür ist der Player optisch für alle nicht-Hifi-Freaks ein echtes High-End-Gerät:-) Immerhin. Tunen möchte ich dieses Teil nicht mehr, vielmehr denke ich an eine Eigenkonstruktion. Welches Laufwerk hälst du denn für am Besten? Teac VRDS oder Philips PRO oder ... Welches Wandlerkonzept? Delta Sigma Wandler oder klassisch multibit Vielen Dank für die Einladung, sollte ich mal in der Nähe sein, komme ich gerne darauf zurück. Grüsse, Philipp
  8. Hallo Stefan, du scheinst ein Tuning-Fachmann zu sein und deshalb habe ich folgende Frage (bitte keinesfalls rethorisch verstehen): Hast du mal einen getunten und nicht-getunten CD-Player im Vergleich gehört und waren die Testbedingungen halbwegs ABX. Wenn ja, würde ich mir eine kleine Beschreibung der Veränderungen wünschen, und wie stark diese hörbar waren. Oder hat sonst jemand hier schon mal einen CD-Player der 500.- Klasse mit einem Player der Wadia-Liga unter oben genannten Bedingungen verglichen? Ich würde mich sehr über einen kleinen Bericht freuen. Grüsse aus Freising, Philipp
  9. Hallo Ukal, wie fast immer bei solchen Fragen wird dir hier keiner, mich eingeschlossen, wirklich helfen können. Dem technisch versierten sind die Verbesserungen bekannt und vermutliche Einflüsse auf den Klang auch, aber das einzig wahre Urteil ist nur nach einem professionellen Hörvergleich (ABX etc.) zu bilden, und den haben hier die wenigsten gemacht, wenn überhaupt. Bleibt auch mir nur der Hinweis auf verbesserte Wandlerlinearität und verbesserte Bauteile der Analogsektion. Wieviel besser das ist, wirst du vermutlich nur selbst durch einen solchen Hörvergleich wirklich klären können. Man stolpert in diesen Foren immer wieder über interessante Diskussionen über technische Zusammenhänge, mit großem Fachwissen untermauert. Allein die Antwort auf die Frage, wieviel besser es denn klanglich sei, bleibt fast immer aus. Und das ist nur die logische Konsequenz aus der Tatsache, dass ein sinnvoller Vergleich mit, für Hobbyisten, enormem Aufwand verbunden ist. Grüsse aus Freising, Philipp
  10. Hallo Stefan, wie sieht so ein "coil/resistor I/V interface" eigentlich schaltungstechnisch aus? Grüsse, Philipp
  11. Philipp

    URPS

    Hallo Weide, deine Homepage ist super geworden, eine echte Bereicherung. Die vielen Bilder und die gute Gleiderung machen das Lesen zum Vergnügen. Webbi hat ganz sicher nichts gegen deine kleine Werbung, du hast dem Forum den vielleicht größten Dienst überhaupt erwiesen: mit einem Link auf deine Page hören ein für alle mal die leidigen Diskussionen pro/kontra urps auf. DANKE DANKE DANKE Grüsse, Philipp
  12. Hallo battle, ich weigere mich zwar auch weiterhin hartnäckig, ein Gebilde in dem sich keine Resonanzen bilden können und sollen als Resonator zu bezeichnen (auch wenn es dafür genutzt werden kann), aber wir wissen, was gemeint ist :-). Ich sehe das vorgelagerte Volumen nicht als Problem: man kann doch den Wellensumpf so groß machen und das Dämpfungsmaterial so anbringen, dass das entstandene Volumen für den Treiber nutzbar ist. Im Mittelhochtonbereich ist das Volumen doch ohnehin nicht nötig. Aber wahrscheinlich ist das Prinzip mit dem Kugelvolumen wie bei der Nautilus besser. Sie schreiben ja auch sinngemäß: es war eine weitere Herausforderung, dass Volumen resonanzfrei zu gestalten. Das Volumen haben sie also nicht aus Langeweile eingebaut, es scheint Vorteile zu besitzen -> wieder Rms??? Grüsse, Philipp
  13. Hallo Marc, >Die Lambda/4 beziehen sich ja wieder >auf die Grundresonanz, die man >ja eigentlich vermeiden wollte. Sinn und Zweck dieser ganzen Schose ist doch, rückwärtige Schallenergie nicht nach aussen dringen zu lassen. Sei es durch Reflexionen oder durch Resonanzen. Die Reflexionen könnte man, wie du es vorgeschlagen hast, mit Dämmkegeln wie im Messraum (nur eben kleiner) verhindern (bei 500 Hz müssen die Kegel ca. 17 cm hoch sein, lambda/4 eben). Die Resonanzen verhindert man dadurch von selbst. >Rein >aeusserlich sieht es auch eher >aus wie ein rundes Gehaeuse >mit Resonator Ankopplung. Offensichtlich ist das runde Gehäuse das Volumen, auf den der Treiber arbeitet. An selbiges angekoppelt ist aber kein Resonator , sondern der Wellensumpf. Wie sollte man Reflexionen/Resonanzen mit einem Resonator bekämpfen? Für mich ist das ein drittes Problem. >In der Fachliteratur kommt man mit >der Gehaeuseform "Helmholz" wohl weiter. Willst du mit einem internen Helmholtzresonator die Stehende Welle bedämpfen? Auch das wäre möglich, bringt uns aber nur wenig weiter zum obigen Ziel. >Hier wird genau eine geschlossene >TML behandelt, die mir die >Nautilus, zumindest im Bass, zu >sein scheint. >Was heist scheint? Es ist ein >Helmholzrohr. Nun glaube mir doch mal, dass es sich nicht um einen angekoppelten Resonator handelt. Das wäre wie Autowaschen mit der Stahlbürste. Ein Wellesumpf kann kein Resonator sein! >Nur eben anders bedaempft. Ja, so stark nämlich, dass keine Resonanz entsteht und es sich somit nicht um einen Resonator wie die TML handelt. Grüsse, Philipp
  14. Hallo Marc, >Ich meinte die Grundresonanz die sich >aus Hornlaenge und Hornmund ergibt. Es gibt Hörner ohne Resonanzen. >Ok, eine offene Schallwand die unendlich >breit und hoch ist, und >draussen steht, am besten rueckseitig >richtung Weltall. Nein, es reicht eine Schallwand mit der benötigten unteren Grenzfrequenz zu bauen. Ich meine hier bei der ganzen Diskussion übrigens nur den Mittelhochtonbereich, im Bassbereich sind diese Maßnahmen aufgrund des ohnehin langen Nachhalls wohl hinfällig. Eine solche Schallwand mit fg=200 Hz und ca. 60 x 60 cm (grob) passt in jedes Wohnzimmer. Weltall ist ideal, regnet aber rein. >Das Gehaeuse der Nautilus verfolgt >einen ganz anderen Sinn. Nein, der Sinn ist der gleiche, der Weg ist anders. >Eine >unbedaempfte Kammer hinter dem Chassis >ist dringend erforderlich weil es >sonst vollkommen ueberbedaempft ist (Impulsverhalten). Benötigte Volumina sind sicher ein weiterer Aspekt. >Um zu verhindern das Schall >auf die Membran zurueckgeworfen wird >reicht es, die Reflektionsflaeche so >klein wie moeglich zu gestalten. >In den schalltoten Raeumen dieser >Welt funktioniert das doch wunderbar. Kein schlechter Ansatz, klappt wohl aber erst ab 500 Hz damit die Kegel noch in die Box passen (lambda/4 sind nötig); >An den Waenden der Nautilus wird >natuerlich auch Schall reflektiert, der >aber am Ende auf eine >Flaeche trifft die keine Reflektion >ermoeglicht. Ich sag ja,Wellensumpf. >Den Schall durch ein gedrehtes Horn >zu beschleunigen funktioniert auch nicht >weil die Daemmung den Schall >wieder bremst. Das stimmt nicht, ein mit Dämmmaterial gefülltes Horn (wenig natürlich) verrichtet seine Aufgabe genauso. Die Dämmung, und das ist der Vorteil, braucht ja nur im Bereich maximaler Geschwindigkeit angebracht werden. >Das Prinzip besteht >eher darin, die Schallausbreitungsgeschwindigkeit so >zu verlangsamen das die Grundresonanz >sinkt. Damit erreicht man das >die Resonanzfrequenz weiter aus dem >nutzbaren Bereich eines Chassis faellt. Zwar wird die Resonanzfrequenz (des Gehäuses) durch die Bedämpfung verringert, aber niemals so stark, dass sie unter 20 Hz rutscht. Übrigens entstehen im Gehäuse keine Längsresonanzen, wenn der Wellensumpf ausreichend funktioniert. >So einfach ist das leider nicht. Hier stimme ich dir uneingeschränkt zu. Ich bezweifel ja selbst, dass sich der Aufwand mit dem Horn lohnt, das Nautilusprinzip ist möglicherweise absolut ausreichend. Aber wie gesagt, wir sollten den Rms nicht ganz vergessen. Und ein echtes Nautilusgehäuse baut man auch nicht an einem Wochenende. Grüsse, Philipp
  15. Hallo battle, eine lange Kiste mit kontinuierlich zunehmender Dämpfung, wobei dieser Dämpfungsverlauf wenigstens grob simuliert werden müsste, ist bestimmt ein guter Ansatz, zumal relativ leicht zu bauen. Ich denke aber, die bessere Lösung ist ein umgekehrtes Horn, welches die Teilchengeschwindigkeit hoch transformiert und im Bereich maximaler Geschwindigkeit mit sehr viel weniger Dämfungsmaterial den gleichen Effekt erzielt. An boxworld: >ein Horn ist auch ein Resonator Ein Horn ist ein Strahlungswiderstand-Anpassglied und hat nichts mit einem Resnator zu tun. Die Resonanzen im Hornmund schlechter Konstruktionen sind hier als negative Nebenwirkungen zu verstehen. >Nautilus und Schallwand sind nicht vergleichbar Im hier betrachteten Zusammenhang, Verhinderung rückwärtiger Reflexionen, sind Schallwand und Nautilus sogar direkt vergleichbar: bei beiden Prinzipien dringt idealerweise keine Energie des rüchwärtig abgestrahlten Schalls durch die Membran zurück zum Ohr (bis dann natürlich irgendwann frühe Reflexionen auftreten, aber die treten ohnenhin auf). Ich stimme dir zu, es würde sicher reichen, den Schall auf -20 dB zu dämpfen, bevor er hinten austritt. Grüsse, Philipp
  16. Hallo battle, ich finde diese Geschichte auch sehr interessant, boxworld hat zwar Recht mit seinem Einwand Fernfeld/Raumnachhall kontra Box-Ausschwingen, dagegen stehen aber die Aussagen von z. B. Besitzern von Schallwänden, die der gehäusefreien Box Vorteile nachsagen. Und das habe ich mehrfach gelesen. Deine Aussage: >denn >wenn hinten nix mehr ankommt, >wird ganz sicher nix nach >vorne reflekiert. ist aber falsch. Es könnte ja sogar sein, dass alles nach vorne reflektiert wird, dann käme hinten auch nichts heraus. Jedes Verhältnis aus reflektiertem Schall und "vernichtetem" Schall ist denkbar, ohne dass hinten etwas ankommt. Stimmst du mir da zu oder liege ich etwa falsch? Der Lösungsansatz, den Schall in einen Wellensumpf zu lenken ist bestimmt richtig, dabei darf man aber nicht vergessen, dass solche schalllenkenden Elemente (Bretter, Röhren) aufgrund der Übergänge unterschiedlicher Strahlungswiderstände selbst Reflexionen verursachen (das selbe passiert beim Übergang Luft/Dämpfungsmaterial). Im Fall der Röhre handelt man sich zusätzliche Probleme mit stehenden Wellen in Längs- und Querrichtung ein, die man zwar totdämpfen kann, es ist aber meines Wissens allgemein anerkannt, dass eine Erhöhung des meschanischen Widerstandes dem Klang eher abträglich ist. Grüsse, Philipp
  17. Hallo Friedemann, schön, dass du weiterhin schreibst, ich hätte aufgegeben. Für einen Grabenkrieg sind die Unterschiede wohl zu gering. Ohnehin würde eine Einteilung nicht nach Metall oder Papier erfolgen, sondern nach steif oder weniger steif bzw. dämpfend, denn z. B. Papier-Karbon-Mischungen wie bei Scan sagt man ein ähnliches Verhalten nach wie Metall trotz Papierinhalts. Der Trick mit dem Reihen-C ist gut und wird wahrscheinlich häufig einfach übersehen. Mein Fazit: Da Klangvergleiche zwichen Membranmaterialien von sehr vielen Parametern extrem erschwert werden (man stelle sich einen fairen Vergleich zweier Boxen vor, bei dem man am Schluß wirklich sagen könnte, Klangverbesserung xy ist auf das Membranmaterial zurückzuführen) hilft vielleicht die Wahrscheinlichkeitsrechnung: ich habe von erheblich mehr Leuten gelesen/gehört, die beim Vergleichshören steife Membrane bevorzugten. Unter der Annahme herausgemittelter Fehler sind sie wahrscheinlich besser. Grüsse, Philipp
  18. Hallo Reference, ich kann dir nur zustimmen. Das alles wäre mir eigentlich auch egal, wenn ich nicht so viel Spaß an einer zünftigen sachlichen Diskussion zum Thema Lautsprecher hätte. Die Hoffnung darauf läßt mich immer wieder hier hinein schauen. Es gibt zum Glück einige, die bei geeigneten Themen aufwachen und dann mit erstaunlichem Fachwissen glänzen. Hoffentlich vergeht denen nicht der Appetit. Grüsse, Philipp
  19. und besonders Herr Hausdorf (im folgenden Du, weil hier so üblich), aufgrund der immer wieder geäußerten Kritik, der ich häufig nicht zustimmen kann, möchte ich etwas positives zu Visaton sagen (auch wenn Battlepriest das schon mal geschrieben hat). Ich kenne keinen weiteren Hersteller, der hier im Forum mitdiskutiert, der einen zum persöhnlichen Boxenvergleichen/dikutieren in die Firma einlädt (ich weiß, dass ihr das Versprechen auch einlöst) und der "auf Wunsch" im Labor vergleichende Messungen macht (urps). Da eure Chassis auch ok sind (Alternativen gibt es in der Tat genug), möchte ich hier mal die positiven Seiten wieder ins Bewußtsein rücken. Hoffentlich vergeht dir nicht der Forums-Appetit und du schreibst auch mal etwas zur Elektroakustik. Wie siehst du z. B. den Vergleich zwischen Papier- und Metallmembranen? Grüsse, Philipp
  20. Hallo Peter, ich kann dir nur in allen Punkten zustimmen. Ergänzen möchte ich, dass es für alle Beteiligten deutlich bequemer ist, hochdämpfende Membrane einzusetzen, und der bequemste Weg sollte möglicherweise auch hier hinterfragt werden. Grüsse, Philipp
  21. Hallo Manfred, bei meinen Vergleichen zwischen Metall und Papier (wohlgemerkt Papier, nicht Papier-Karbon wie bei SS) hat das Metall klar gesiegt. Adjektive wie luftiger und feinzeichnender, so abgenutzt wie vielsagend sie sind, treffen es hier am besten. Die Vorteile scheinen klar über die Nachteile zu siegen, wenn man folgendes gleichzeitig beachtet: -hohe Sperrdämpfung bei der Resonanz (Saugkreis oder steile Filter) -Häufig vergessen: ausreichend tiefe Trennfrequenz, um zu verhindern, dass Obertöne die Resonanz anregen. Zum Rms: der ist ja abhängig von der Membrangröße, ein großer LS darf einen größeren Rms haben als ein kleiner, er wäre dadurch nicht schlechter. Zum Klangeinfluß kann ich nicht viel sagen, bin aber davon überzeugt, dass man einen Unterschied nur hören könnte, wenn wie so oft signifikante Unterschiede zwischen den Werten bestehen, z.B. Faktor 3 oder so. Ich hoffe, nicht nur dir bereits bekanntes abgelassen zu haben. Grüsse, Philipp
  22. Hallo aixmaus, interessanter Vergleich, den du da machst. Ich glaube nicht, dass der frühe Frequenzabfall des geschlossenen Gehäuses die Ursache ist: durch den geringeren Pegel werden Raummoden weniger stark angeregt, der Bass sollte also eher präziser werden. Dennoch wäre es theoretisch denkbar, dass durch eine falsche Bassreflexabstimmung (nicht das ich dir das zutrauen würde, aber Toleranzen...) die Raummoden im Sinne eines lineareren Frequenzganges im Raum besser angeregt werden. Ein weiterer Aspekt könnten nichtlineare Verzerrungen sein: Obertöne des Subbass-Bereiches könnten den Bass anders wirken lassen (siehe ELF-Diskussion vor einiger Zeit). Wenn du der Sache wirklich auf den Grund gehen willst, und das wäre für alle interessant, bräuchten wir zumindest mal den Raumfrequenzgang und die Verzerrungen bei Abhörpegel. Sonst bleibt es wohl bei Spekulationen. Grüsse, Philipp
  23. Hallo Murphy und die anderen, nur kurz etwas zur Definition harmonischer und unharmonischer Verzerrungen: Harmonisch: ganzzahlige Vielfache (gerade wie ungerade) der Grundwelle, da vom Gehör als harmonisch verwandt erkannt. Unharmonisch: nicht-ganzahlige (z. B. 0.7) Vielfache der Grundwelle, entstanden durch Intermodulation mehrerer Frequenzen. Diese Frequenzen werden als fremd und störend empfunden, ihre Hörbarkeitsschwelle liegt deutlich niedriger als bei harmonischen Obertönen. Grüsse, Philipp
  24. Hallo Uwe, ein Allpass ist zunächst ein Filter, wie z. B. ein Tiefpass. Während allerdings ein Tiefpass die hohen Frequenzen dämpft, ändert der Allpass bei keiner Frequenz die Amplitude (Frequenzgang ist eine Linie bei 1 oder 0 dB), wohl aber die Phase. Man könnte es auch anders beschreiben: Tiefpass/Hochpass/Bandpass/Bandsperre benutzt man zur Veränderung des Frequenzganges. Den Allpass benutzt man zur Veränderung des Phasenganges. Theoretisch kann man so also z. B. beim Lautsprecher den Phasengang verbessern, ohne am Frequenzgang etwas zu ändern. Leider steckt die Physik bei derlei analoger Entzerrung enge Grenzen, weshalb der Einsatz von Allpässen unüblich, weil wenig hilfreich ist. Grüsse, Philipp
  25. Hallo joodler, über Bücher kannst du dich hervorragend informieren: -Visatons kleines kleines Lautsprecher-Handbuch ist ein preiswerter wie guter Einstieg, zu beziehen im onlineshop von visaton.de -Bücher von Stark, Dickason und D'Appolito (mit aufsteigendem Schwierigkeitsgrad) bringen einen dann schon tiefer hinein -Bücher über Raum- und Psychoakustik gehören irgendwann auch dazu -K&T und HH sind eine nette Lektüre, die am Anfang auch etwas bringt, alleine bilden sie aber noch keine Basis Ich habe nur gute Erfahrungen gemacht, Bücher bei buch.de oder amazon zu kaufen. Grüsse, Philipp
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