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Renestimpfl

Schallwellenentstehung?

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Hallo Selbstbauer

 

Bloede Frage vielleicht, aber wuerde gerne genau wissen, an welcher Stelle sich die Schallwellen eines kalotten Hochtoeners, eines Mitteltoeners mit Phase plug und eines Tieftoeners ausbreiten.

Wo ist diese Stelle??

 

 

Wuensch euch weiterhin viel Spass beim Selbstbau

 

Rene:-)

 

P.S: Warum ist das Forum jetzt in English und zur Verwirrung noch in Franzoesisch?

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Hallo Rene,

 

das kommt darauf an, wie genau man es nimmt.

Die eigentliche Bewegung entsteht an der Schwingspule im Magnetsystem. Über den Träger wird diese Bewegung auf die wie auch immer geartete Membran übertragen. Innerhalb der Membran breitet sich diese dann bis zu deren Begrenzungen aus. An jedem Ort, an dem dieses System kontakt zur Umgebung (Luft) hat, wird diese natürlich auch entsprechend in Bewegung gesetzt.

 

Solange die Wellenlänge (c/f: 340m/s geteilt durch die Frequenz) der abzustrahlenden Frequenzen gross gegenüber den Abmessungen der Membran sind, kann man von einer punktförmigen Anregung sprechen.

 

Innerhalb der meisten Membranen ist die Ausbreitungsgeschwingkeit für die Welle wesentlich höher als in der Luft. Man kann darum in erster Näherung von einem Flächenstrahler sprechen. Damit kann man dann auch den Frequenzgang und die Ausbreitung der Schallwellen berechnen, bei denen die Wellenlänge in die Größenordnung der Membran kommen.

 

Darüber oder bei höheren Genauigkeitsanforderungen wirds proplematisch. Jetzt ist die Druckverteilung innerhalt der Membran und auf ihr entsprechend ungleichmäßig, die Membran wird auf Biegung beansprucht und erzeugt entsprechende Resonanzen. Form, Material,Ausführung.. der Membran, ihr Umfeld (Phaseplug, Sicke...), die Übergangs-/Klebestellen und jede Menge anderer Einflüsse sind hier bestimmend für das Übertragungsverhalten.

Im Allgemeinen versucht man darum, die Membranen nur unterhalb dieser Frequenzbereiche zu betreiben, so dass sich solche Effekte nur sehr gering auf das Verhalten der gesammten Box auswirken.

 

Hochtöner und Breitbänder werden aber auch in diesen Bereichen betrieben, so dass hier der Chassis-Entwickler entsprechend gefordert ist.

 

Nun treibt die Schwingspule ja nicht nur die Membran, sondern auch die Zentrierspinne an. Auch hier kommt es zu entsprechenden Effekten, welche sich ja durch die starre Verbindung wieder auf die Membran übertragen können.

 

Du siehst, so blöde war deine Frage gar nicht. Schliesslich ist die Beantwortung dieser Frage ein Betätigungsfeld für Entwicklungs-Teams in der ganzen Welt.

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Hallo H. Reith:-)

 

Waaoo!! Du kennst dich aber gut aus!

Danke fuer die umfangreiche info.

 

Wollte eigentlich nur wissen wo die Schallwellen entsteht.

Soweit ich dich verstehe entstehen die Schallwellen an der tiefsten Stelle der Membran bis zur Begrenzung und geben sie an die Luft weiter. Die tiefste Stelle ist nach meinen Vorstellungen die Klebestelle von Membran und nach vorne gewoelbter Staubkappe bei Tieftoenern und nicht die dahinter liegende Verbindung zwischen Membran und Schwingspulentraeger, oder?

Genau genommen koennen wir gar nicht von einer Punktschallquelle sprechen, denn die Membran hat eine art konusfoermige Flaeche. Sie muesste wie ein Flaechenstrahler, eben sein und trotzdem eine runde Form aufweisen, wie z.B: Manger Schallwandler um Punktfoermig bzw. zeitlich Richtig am Hoerplatz anzukommen.

Das ist wirklich eine grosse Herausforderung nicht nur fuer die chassis Hersteller sondern noch viel mehr fuer die Lautsprecherhersteller allen Anforderungen gerecht zu werden.

Der beste Lautsprecher waere dann das Aufnahmemikrophon nur hat es leider eine viel zu geringe Membranflaeche. Wie man sich dreht und wendet, alles ist staendig verlustbehaftet durch die fast ueberall auftretende Reibung. Es gibt nichts was wirklich Vollkommen ist. Ja der Erhaben Buddha war Vollkommen und hat alles durchschaut, aber das ist eine andere Geschichte.

 

Danke nochmals und wuensche dir ein schoenes Wochenende

 

Gruesse

 

Rene:-)

 

 

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Solang die Wellenlänge viel größer ist als die Membran, ist es eine Punktschallquelle. Bri Frequenzen drüber bündelt die Membran, und wird normalerweise schon längst abgetrennt.

"Wo" der Schall entsteht, ist vollkommen irrelevant. Die Schallgeschwindigkeit im Material ist erheblich größer als in Luft. An Luftschall gemessen bewegen sich Schwingspule, Träger und Membran praktisch gleichzeitig.

Resonanzen in der Membran sind wieder was anderes.

 

 

gruß

Andi

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Hi Rene,

 

schön, wenn es dir geholfen hat.

Für dich als Zuhörer ist nicht die Klebestelle sondern der Übergang Mambran-Luft die Quelle, da du ja den Schall über die Luft hören kannst.

Die Zeit, die das Signal innerhalb des Schwingspulträgers und der Membran benötigt, um an die Luft zu kommen, ist nur bei Mehrwegsystemen zur Berechnung des Phasenganges/Impulsverhaltens von Bedeutung.

 

Für die Verhältnisse an der Grenzschicht zwischen Membran und Luft gelten jedoch etwas andere Verhältnisse als im "Fernfeld". Betrachtet man die Gleichungen für die Schallabstrahlung nach der Entfernung, so geht daraus grob gesagt hervor, dass im Nahfeld die Luft gar nicht kompremiert wird sondern nur bewegt! Es findet dort also keine Schallausbreitung wie im Fernfeld statt. Die Menge an bewegter, aber nicht kompremierter Luft entspricht ungefähr einer Halbkugel voll Luft vor der Membran. Wenn du in diversen Zeitschriften Messwerte von Chassis siehst, dann steht dort in der Regel die dynamische Masse drin, dass ist dann die gesammte effektive bewegte Masse von Membran und Aufhängung inkl. dieser Menge an Luft. Für die Schallausbreitung könnte man sich also auch vorstellen, dass die Abstrahlung von der Oberfläche dieser Halbkugel ausgeht und nicht von der Membran.

Letztlich ist es nur eine Frage, wie man sich die wirklich länglichen mathematischen Zusammenhänge bildlich vorstellen kann.

 

Der Manger-Wandler ist kein dynamischer Wandler im klassischen Sinne. Die Verhältnisse sind dort nur im Tieftonbereich in etwa vergleichbar. Ein klassischer Wandler funktioniert über eine im Idealfall 100% steife Membran mit unendlicher Ausbreitungsgeschwindigkeit in der Membran. Der Manger hat ein genau definiertes Verhältnis von Nachgibigkeit und Dämpfung in der Membran, so dass bei höheren Frequenzen die Abstrahlung nicht mehr über die gesammte Flache wirkt. Das führt an dieser Stelle dann aber warscheinlich wirklich zu weit - sollte ein anderes Thema sein.

 

Mit der Zeitrichtigkeit ist das auch so eine Sache. Das ist in letzter Zeit ein Modebegriff geworden, der dadurch seinen eigentlichen Inhalt verlohren hat. Zeitrichtig würde ja bedeuten, dass alle Frequenzen zur gleichen Zeit beim Hörer ankommen oder zumindest zeitgleich abgestrahlt werden. Ein solcher Wandler hätte dann in seinem Arbeitsbereich keinerlei Phasendrehungen.

Ein einzelnes Chassis erzeugt jedoch schon über seinen Arbeitsbereich eine Phasendrehung von 270Grad. Dazu kommen dann noch oft weitere 180Grad durch die Gehäusekonstruktion. Da bleibt von Zeitrichtig nix mehr übrig.

Für den Techniker gibt es jedoch noch eine andere Definition von "Zeitrichtig". Man kann auch davon sprechen, wenn die Gruppenlaufzeit halbwegs konstant ist. Das bedeutet, dass der Phasengang linear mit der Frequenz verläuft (unabhängig von seiner Steilheit). Hier können gut ausgelegte Breitbänder oder Mehrwegkonstrukte mit flachen Weichen oft Punkten - müssen aber nicht unbedingt besser sein.

Es ist halt immer so ein Wunsch, dass man gerne einen Messwert hätte, der eindeutig zwischen gutem und schlechtem Klang unterscheidet. Eine Weile hat da der Frequenzgang herhalten müssen. Als man erkennen musste, dass der auch nicht glücklich macht, hat man eben den Phasengang genommen. Manche glauben auch an das Ausschwingverhalten (Wasserfall-Diagram). Doch letztlich gibt es keinen wirklich eindeutigen zusammenhang zwischen den Messwerten und dem, was der ein oder andere Mensch als schön empfindet. Die Messwerte sollten nur als Kontrolle dienen, ob man irgendwo grobe Fehler drin hat. Eine grössere Aussagekraft sollte man ihnen nicht zugestehen.

Man wird die Qualität eines guten Bildes eines begnadeten Künstlers auch nicht über den Farbkontrast oder die Konturenschärke messen können und 90-60-90 sagt noch lange nichts darüber aus, ob die Dame hübsch ist.

 

So, jetzt sollte ich aufhören. Warscheinlich habe ich dich sowieso mehr verwirrt als informiert :(

 

 

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Hallo Hubert,

 

deine Beiträge zu lesen ist echt ein Vergnügen :-) Besonders der Vergleich des Malers und dessen Bildes mit der Messung der Konturenstärke oder Farbkontrast oder ob die Dame mit 60-90-60 hübsch ist oder nicht :-)

Das Thema mit der Zeitrichtigkeit eines Lautsprechers ist hier im Forum ja schon mehrfach durchgekaut worden und wie das bei Mehrwegesystemen so üblich ist, ist, wenn diese Dinger "zeitrichtig" sind, dann auch nur in einer genau definierten Abhörposition, besser gesagt, Abhörhöhe über dem Boden bei einer bestimmten Entfernung. Darüber oder darunter ists Essig mit der homogenen Sprungantwort....

Viel wichtiger ist meines Erachtens der persönliche Hörtest, der eigene Geschmack und das persönliche Wohlfühlen beim Musikgenießen. Und da ist jedes Element in der Abhörkette extrem wichtig, nicht nur der Lautsprecher alleine. Was ich insbesondere aus eigener Erfahrung feststellen konnte: Nachdem mein neuer VV in der Kette platz genommen hat, klingts wirklich um eine Klasse besser, mit dem gleichen Lautsprecher, derselben Endstufe, derselben Signalquelle :-)

 

mfg Walter

 

 

 

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Hai!

 

Also erstmal großes Lob von mir für diesen super Artikel!

 

Ich würde da gerne 2 Fragen anschließen, da du so super erklären kannst. :D

 

1. Was ist Gruppenlaufzeit?

2. Wie ist das mit dem Schall bei den Mangerwandlern? Ich hab nämlich zweie, es würde mich schon sehr interessieren wie die die Luft in Schwingung versetzen.

Das wurde ich nämlich schon häufiger von Freunden gefragt, aber so eine richtig profunde Antwort konnte ich noch nie geben. :)

 

Vielen Dank im voraus!

BlueSharky

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Lieber Hubert!

 

Eins ´rauf mit Sternchen!! Endlich hat mal jemand nicht nur verstanden, sondern kann´s auch noch gut und schlank erklären. Das ist sehr selten und ich achte Dich dafür.

 

Gruß, Klaus

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zuerst eine Bitte:

 

nicht so viel Lob - ich werde ja ganz rot im Gesicht.

 

Gruppenlaufzeit:

Um ein Übertragungssystem mathematisch zu beschreiben, kann man das entweder im Zeit- oder im Frequenzbereich machen. Beide Beschreibungen sind absolut identisch und können entsprechend von der einen in die andere Darstellung umgestellt werden. Im Zeitbereich hat man auf der x-Achse eben die Zeit und auf der y-Achse das Signal. Wenn man das Signal entsprechend in den Frequenzbereich umrechnet, benötigt man zur Darstellung 2 Diagramme: Eines mit dem Pegelverlauf über der Frequenz und eines mit dem Phasenverlauf über der Frequenz.

Wenn man in ein dafür geeignetes Übertragungssystem ein Signal einspeist, dann kommt es in der Regel irgendwann mal hinten wieder raus. Betrachtet man jetzt eine Gruppe von sehr dicht beieinanderliegenden Frequenzanteilen, dann haben diese eine gewisse Durchlaufzeit im System. Das ist die Gruppenlaufzeit. Man könnte sich vorstellen, dass es die Zeit ist, die das Signal im System verweilt, bevor es wieder heraus kommt.

In der Zeitdarstellung (Signal über der Zeit), hat man da also einfach einen bestimmten Versatz auf der x-Achse. Doch wo ist diese Zeit bei der Darstellung im Frequenzbereich zu sehen? Muss ja irgendwie gehen, wenn beide Darstellungen gleichwertig sein sollen.

Man sieht sie wirklich. Betrachtet man die Steilheit des Phasenganges über der Frequenz, dann kann man ein "Delta-Phase geteilt durch Delta-Frequenz" bilden und kommt ganau auf die Gruppenlaufzeit. Je steiler also der Phasenverlauf, desto größer die Gruppenlaufzeit bei dieser Frequenz.

Möchte man ein möglichst gutes Rechteckverhalten (Impulsverhalten) im Übertragungssystem erreichen, dann solle die Gruppenlaufzeit über einen möglichst großen Frequenzbereich konstant sein. Der Phasengang hätte dann also eine gleichmäßige Steigung. In der Filtertechnik sind z.B die Bessel-Polynome nach dieser Forderung optimiert.

Für einen kompletten Lautsprecher ist es jetzt natürlich ziemlich sinnlos, einen Besselfilter, Subtraktionsfilter, 0-Phasen-Filter... oder wie auch immer gearteten Filter zu verwenden, wenn man das dahinterliegende Chassis nicht mit in die Berechnung einbezieht. Wichtig ist hier das Verhalten des Gesammtsystems. Und da sollte der Filter genau den Phasengang haben, der erforderlich ist, um zusammen mit dem Verhalten der Chassis einen linearen Gesammtphasengang und damit eine konstante Gruppenlaufzeit zu erzeugen.

 

So, ich hoffe das war technisch gerade noch richtig aber dennoch gerade noch verständlich.

 

Mangerwandler:

Bei einem normalen Lautsprecher besitzt die Membran (und einige andere gewegte Teile) eine gewisse Masse. Die Zentrierung, das Luftvolumen... hat eine gewisse Federsteife. Man hat es also mit einem ganz einfachen Masse-Feder-System zu tun, welches über diverse "Reibungsverluste" bedämpft wird.

Beim Mangerwandler wurde jetzt versucht, jedem Membran-Partikelchen eine eigene Federsteife und auch eine eigene passende Dämpfung zu geben. Damit soll erreicht werden, dass es keine größeren Elemente und Bereiche gibt, die Energie speichern können. Und wo keine Energie gespeichert wird, kann sie auch kein Unheil anrichten. In der praktischen Ausführung haben wir es hier mit einem recht großen Ringstrahler zu tun, der eine mit der Frequenz immer kleiner werdende aktive Fläche besitzt. Damit ist natürlich auch das Abstrahlverhalten ein prinzipiell anderes als bei konventionellen Chassis. Was jetzt für den "Manger-Klang" von größerer Bedeutung ist, kann man schwer sagen, da man ja nicht das eine ohne das andere hören kann.

Bei Breitbändern haben wir oft ähnliche Effekte. Auch hier ist die Membran in der Regel derart ausgelegt, dass bei zunehmender Frequenz nur noch das Zentrum abstrahlt, der Rest als "Aufhängung" angesehen werden kann. Auch hier versucht man, in der Membran entsprechende Dämpfungseigenschaften zu realisieren.

Ich weis, der gute Herr Manger würde sich jetzt warscheinlich im Grabe rumdrehen, aber wie soll ich es sonst in der Kürze beschreiben.

 

Wer will, kann sich ja noch einige Infos auf der Website von http://www.manger-msw.de ansehen. Da die sich jeden Tag damit beschäftigen, können die das bestimmt viel besser erklähren als ich.

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Tach Hubert!

 

brauchst nicht rot zu werden wegen des Lobes. Haste verdient.

Rot werden kannste ja - wenn Du unbedingt willst - deswegen, weil Herr Manger sich bei meinem letzten Telefonat mit Daniela Manger zumindest im letzten Herbst noch bester Gesundheit erfreute und an seinem Buch schrieb.

 

Als langjähriger und überzeugter Manger-User (seit ca. 1990) kann ich Dir sagen, daß das Prinzip rel. komplex ist und eigentlich - außer vielleicht auf wissenschaftlicher Ebene - am besten in der Praxis nachvollziehbar ist: mit den Lauschern und entsprechender Software in Form erstklassiger Aufzeichnungen :-) .

 

Gruß, Klaus

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Ja, mit dem Unterschied, daß der Membran in Bewegungsrichtung immmer dieselbe Masse entgegensteht, egal wieviel Fläche angeregt wird.

Das ist beim MSW anders, da er als "Biegeweiche Platte" arbeitet, welche, wie Du bereits angedeutet hast, gegen die Bewegungsrichtung keine (bzw. fast keine ;-) ) Energie speichert und gegen die Antriebsrichtung praktisch (!) quasi masselos ist (die Platte).

Ich kann da nur auf diverse Untersuchungen verweisen, die das fundiert erklären.

Ich kann nur die Auswirkungen beschreiben :-) : extrem schnelles und sauberes Ein- und Ausschwingen über einen deutlich weiteren Frequenzbereich als bereichsspezialisierte Wandler.

 

Gruß, Klaus

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Hi Klaus,

 

Tja, da habe ich mit dem guten Herrn Manger doch irgendwas durcheinander geworfen. Schön, wenn es soherum ist.

 

Ich habe bisher 2 Installationen mit Manger gehört - beide absolut erste Sahne, zumindest für meinen Geschmack. Auch die Manger-CD enthält wirklich tolle Stücke.

 

Bei deiner Einschränkung mit dem Breitbändern ist es aber nicht ganz so wie von dir beschrieben. Auch hier wird durch die Abkopplung der äußeren Membranbereiche die bewegte Masse mit der Frequenz geringer. Da bei Breitbändern die Membranan aber meist deutlich schwerer sind als die des Mangers, ist natürlich dennoch deutlich mehr Masse im Spiel. Ich wollte ja auch nur darauf hinweisen, dass Teile des Manger-Ansatzes auch in anderen als Manger-Wandlern berücksichtigt werden.

Naja, man kann halt nicht alles auf einmal schreiben und möchte ja, dass es noch "lesbar" bleibt. Das ist dann auch in den Veröffentlichungen zum Manger manchmal ein Problem. Wenn man es genau beschreiben will, gibt es eben diese unhandlichen Formeln, die nicht für jeden wirklich erklährend sind.

 

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Hallo Hubert!

Kann man in gewisser Näherung den Manger mit NXT-Panels vergleichen?

Diese schwingen ja auch über ihre gesamte Fläche per Biegewellen,oder?

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Hey Hubert!

 

 

Das ist das Problem.

 

 

Das ist auch das Problem :-) . . .

 

 

Ja, ich weiß. Und es gibt ja auch sehr gut klingende echte Breitbänder außer dem MSW (der ja nur ein Quasi-BB ist ;-) ).

Die haben dann aber doch in meinen Augen und Ohren Nachteile gegenüberf dem MSW - das ist aber sicher aucheine Geschmacks- und Anwendungsfrage.

 

Neulich hab ich mal wieder ein Orissystem (mit AER) gehört und das fand ich echt klasse .

übrigens in Verbindung mit einem Onken-Bass, in dem ein 10" Vifa drin war - da hab ich auch noch einige von und ich hab mir gleich die Pläne für´s Gehäuse mitgeben lassen, so gut war der Bass.

Das ist jetzt das 2. Projekt, was ich in der Pipeline habe - bin ja noch nichtmal mit meinen Altecs aus dem Provisorium heraus . . . . . ich komm einfach zu nix im Moment.

Aber das Onken-Ding war schon richtig gut!

 

Gruß, Klaus

 

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Hallo Sven, hi Hubert!

 

entschuldige, wenn ich mich hier einschalte, aber die NXT arbeiten völlig anders - die Membran schwingt diffus über die gesamte Fläche und klingt auch so: diffus.

Ist auch weniger für HiFi gedacht, als vielmehr für Berieselung und Krankenhäuser, Schulen, Cafees usw.

man kann sie sogar besprühen oder bekleben.

Davon möchte ich beim MSW aber dann doch dringenst abraten :-) :-) !!

 

Gruß, Klaus

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Hi Sven,

 

genau wie du und Klaus (kestudio) geschrieben haben. Bei den NTX möchte man, dass die gesammte Fläche schwingt und so eine diffuse Abstrahlung erreicht werden kann.

Gegenüber dem Mangerschen Ansatz fehlt hier die exakte Dämpfung der Membran-Flächeneinheiten. Beim Manger schwingt eben nicht immer die gesammte Membran. Es wird auch in der Randaufhängung versucht, letzte Schwingreste zu bedämpfen. Beim NTX findet dort fast eine Totalrefelxion statt.

 

In meinen Ausführungen habe ich nur versucht, die prinzipiellen Arbeitsweisen zu beschreiben. Doch wie das im richtigen Leben so ist, liegt die Tücke im Detail und so kommt es immer darauf an, wie Gelungen die Umsetzung ist. Letztlich gibt es gute und schlechte Breitbänder, gute und schlechte Mehrwegsysteme - nur einen schlechten Manger habe ich noch nicht gehört. Man kann aber nicht mit Bestimmtheit sagen, dass dies am Prinzip liegt. Der Manger wird eben nur vom Erfinder in liebenswerter Weise hergestellt und da achtet man mehr auf die Qualität als auf den Preis. Es gibt eben keine Billigware nach dem Mangerschen Prinzip. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass es da keine schlechten Systeme gibt. Ich denke, dass die bei Ihrer Detailliebe auch sicher herausragende konventionelle Chassis bauen könnten.

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Hallo

Ich hab zwar noch nie einen Manger in der Hand gehalten,glaube mich aber diverser Beschreibung in einschlägigen Fachblättern längst vergangener Zeiten zu erinnern,daß der Manger im Grunde nur ein kreisrunder Esel ist,bei dem die Membran aber mittels Schwingspule erregt wird.

Irre ich hier???

 

Was mir noch aufgefallen ist (ich hab mir die Homepage angesehen),Manger bildet das Magnetfeld mittels mehrerer Einzelmagneten.Das alles sei patentiert.Focal und Exel beanspruchen für gleiche Bauweise ebenfalls Patentrecht!? Da kann doch irgendwas nicht zusammengehen.

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Hey!

 

<.Das alles sei patentiert.>

 

An dem Teil ist ´ne Menge patentiert - aber die einzelnen Magnete nicht :-) . . . .

Da haste irgendwas mißverstanden.

 

< im Grunde nur ein kreisrunder Esel ist,bei dem die Membran aber mittels Schwingspule erregt wird.>

 

lebst Du zufällig in Wesel . . . . . ;-) ?

 

Gruß, klaus

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Hallo Klaus

 

Ich wohne natürlich nicht in Wesel.Dachte der Begriff "Esel" für elektrostatische Lautsprecher sei mitlerweile eingebürgert.

 

Die Sache mit den Magneten läßt mir aber keine Ruhe,werd dem mal nachgehen.

 

Gruß

Lenz

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Hi Lenz!

 

tschulligung für meine arg laufzeitverlängerte Leitung . . . . :-) - ich hab das nicht mit dem MSW assoziiert . . . . .

 

Das mit den Magnettabletten ist meines Wissens nix patentiert - die Anordnung mehrere kleiner im Kreis ist glaube ich ziemlich alt. Vielleicht ham sie ja was Spezielles damit angestellt - ich weiß nur, daß es Neodym ist und daß die spezielle Art der Doppelschwingspule patentiert ist. Vielleicht haste das verwechselt?

 

Gruß, Klaus

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Hallo

 

Waaoo!! Dachte nicht, dass sich so viele fuer dieses Thema speziell aber fuer MSW interessieren.

 

Herzlichsten dank an alle und speziell an Hubert(h reith) fuer die profunden und hochtechnischen Erklaerungen. Damit kann ich was anfangen und dafuer geb ich Ihm eine Eins im Erklaeren.

 

Danke nochmals und wuensche allen noch viel Spass

 

Gruesse

 

Rene

 

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Wow,

 

was für eine Harmonie, Freundlichkeit und Respektschätzung untereinander!

Entsteht jetzt hier im Audiomap die Gegenbewegung zum "Ich-mach-alles-nieder,geil-mich-dran-auf,scheiß-auf-moralische,zwischenmenschliche-Grundwerte-und-bleib-anonym"-Audioavid-Forum?? ;-)

 

Gruß, Christoph

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Hey Christoph!

 

Wär doch nicht schlecht, so eine Gegenbewegung :-) ! Als leuchtendes Vorbild . . ;-) .

ich fänd das gut.

 

Gruß, Klaus

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