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Michael

Laengst bekannt...

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...und dennoch erschreckend.

 

Gestern hatte ich das zweifelhafte Vergnuegen, mir die finale Veranstaltung von American Idol anzusehen, der US-Variante von Teen-Star. Hierbei traten die 10 besten aus 10.000 Bewerbern an. Man koennte nun meinen, dass unter 10.000 Jugendlichen in Amerika locker 10 Teilnehmer mit guter Stimme und professionellem Auftritt zu finden seien. Weit gefehlt: Vier der Jungs und ein Maedel konnten nun wirklich gar nicht singen (live)und es war so peinlich, dass es weh tat. Bei weiteren vier war es nicht gar so schlimm, aber man war natuerlich durch das ueberkompensatorisch gute Aussehen abgelenkt. Traurig nur, wenn man bedenkt, wieviele wirklich gute junge Saenger ihr Dasein mit Aushilfsjobs fristen. Lediglich zwei der Teilnehmer hatten wirklich Potential. Wer gewonnen hat? Natuerlich die beiden Teilnehmer, die das American Idol OPTISCH am besten verkoerperten. (Musikalisch gehoerten sie zum Mittelfeld).

 

Und da soll mir nochmal einer erzaehlen, unsere DeutscheTeenstars koennten singen. Das glaube ich erst, wenn ich sie live, ohne groessere Manipulationen gehoert habe (worum ich mich aber nicht reisse).

 

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Gast AMP4

Hallo Michael,

 

viele Grüße erstmal aus dem nebelverschleiertem und regenerischem Bonn in die Staaten :D.

 

Wie schon in der Überschrift geschrieben, wundern mich Deine Beobachtungen garnicht. Schau Dir nur mal die Charts UK, USA und GER an. Da siehst Du derartig viele talentfreie Blondinen, die durch eine gute Kameraführung, gutes Make-up und teilweise Schönheits-Chirugen zurechtgemacht sind und die die hohen Töne derartig aus dem Hals quetschen ... Grauenhaft! Mein Gesangslehrer hätte sich aufgehängt! Auch meine Frau bekommt regelmäßig einen Kollaps, wenn sie Formate wie Tittney Spiers u.a. zu hören bekommt.

 

So what? Auf die Optik kommt es an, uns selbst die stimmt IMHo zum größten Teil nicht

 

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Hi Matthias,

 

ja, so schaut es leider aus. Mich wundert tatsaechlich nur, dass unter 10.000 Teilnehmern nicht ein wenig mehr Talent verteilt ist.

 

Ebenso wie mich die Effektivitaet der Marketingmaschinerie verwundert, die es schafft, dass Kinder und Teenies 50$ und mehr dafuer ausgeben, lausige Amateure mit schlecht gecoverten Songs (leider haben sie gerade das ganze Motown-Archiv gepluendert) zu hoeren/sehen.

 

Dagegen habe ich bei einer Jamsession in einem kleinen, verrauchten Club eine 21jaehrige gehoert, die derart gut war, dass ich ihr am liebsten sofort einen Plattenvertrag in die Hand gedrueckt haette, wenn ich gekonnt haette.

 

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Hallo Michael !

hat es nicht früher mal geheißen das einige besser sehen als denken können??

Trifft das nicht auch auf diejenigen zu, die die beiden Teilnehmer gewinnen ließen??

MFG: thomas

 

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Hallo Thomas,

 

>hat es nicht früher mal geheißen das einige besser sehen als

>denken können??

 

Das Erschreckende ist, dass das ja keine Verstandessache ist...

 

>Trifft das nicht auch auf diejenigen zu, die die beiden

>Teilnehmer gewinnen ließen??

 

...sondern unzaehlige Teenies abgestimmt haben, die bestimmt so gefuehlt haben, wie Du in Deiner Signatur beschreibst. Schlimm ist nur, dass die Marketingmaschinerie sie tatsaechlich so weit manipuliert, dass sie glauben, diese Musik zu moegen.

 

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Hey Michael,

 

>Dagegen habe ich bei einer Jamsession in einem kleinen,

>verrauchten Club eine 21jaehrige gehoert, die derart gut

>war, dass ich ihr am liebsten sofort einen Plattenvertrag in

>die Hand gedrueckt haette, wenn ich gekonnt haette.

 

Mit was hast ihr denn dann zu imprägnieren versucht, hm? ;-)

 

 

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Hi Michael,

 

du kannst dir sicher sein, das die 10 Trotteln dem vorgefertigten Profil am besten entsprochen haben. Singen? Wer braucht das denn?

Zur Not verpasst man ihnen ein Playback. Das stört die Klientel null, solange alle süß aussehen und hübsch mit dem A*sch wackeln.

 

Cheers

Hermann

 

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Hallo Michael !

Das stelle ich mir jetzt die Frage was für Dich gute Musik ist??

Desweiteren glaube ich nicht das die Teenies so gefühlt haben wie es auf meiner Signatur steht.

MFG: thomas

PS: Was ist denn für Dich die beste Musik??

Ist nur ne Frage :-)

 

 

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Nochetwas Michael:

Deinem Profil entnehme ich das Du auf Jazz und Klassik stehst.

Was hast Du denn gehört als Du noch ein Teeny warst??

Etwa da auch schon Jazz und Klassik?

Leider steht nicht in Deinem Profil wie alt Du bist.

Aber ich habe vor 20 Jahren weder Jazz noch Klassik gehört und heute besitze ich mehrere CDs solcher Musik.

Die Frage ist doch was einem Gefällt oder nicht??

Wenn es denen gefällt muß es Dir ja noch lange nicht gefallen, oder??

Stell Dir mal vor Du wärst jetzt ein Teeny und Du würdest auch diese Teenymusik toll finden :-) wäre das denn so schlimm??? :-)

MFG: thomas

 

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American Idol, allein der Name ist Programm =0)

 

Man koennte nun meinen, dass unter 10.000 Jugendlichen in Amerika locker 10 Teilnehmer mit guter Stimme und professionellem Auftritt zu finden seien.

 

Ich denke mal, dass es darum garnicht geht. Finden lassen sich die mit Sicherheit, aber ob die ein großes Interesse haben, bei solcherart Show mitzumachen? Als Ex American Idol bist Du wohl auch für eine zweite Karriere "verbrannt" So nach dem Muster: Ex American Idol Star versucht einen zweiten Start als ernsthafter Sänger, den nimmt niemand ernst.

 

Das Konzept ist doch, jeder kann mal ein Star werden, auch Du - und wenn dem hoffnungsvollen Teenie nun jemand vor die Nase gesetzt wird, der singen kann wie ein junger Gott und zudem noch hip aussieht, sinkt doch deren Interesse weil "teenie x" im Leben da nicht rankommen würde. So ist es der/die Boy/Girl next Door, mit denen kann sich "teenie x" identifizieren und mitfiebern, schön brav die Sendungen gucken und die Sponsoren freuts...

 

Und da soll mir nochmal einer erzaehlen, unsere DeutscheTeenstars koennten singen. Das glaube ich erst, wenn ich sie live, ohne groessere Manipulationen gehoert habe

 

Live soll es ein etwas "gewöhnungsbedürftiges" Vergnügen sein, als damals "NoAngels" ihre Live Präsentation hatten, war es bei rtlII schon hart am Rand der Satire das zu sehen. Immerhin ging es ja darum, sie! zu hören, begleitet von dem "Applaus, Applaus, Applaus" Kommentar einer unsäglichen Moderatorin: "Ey, das war LIVE!!!" Wäre so tatsächlich niemand drauf gekommen bei einer Live Präsentation...

 

Und rein zufällig ging auch gaaaanz kurz vor deren Auftritt noch eines der Drahtlos Headsets kaputt. Austauschen dauert - so man etwas organisiert ist - 30 Sekunden: Sender ab, neuen ran, dem Frontmann sagen, dass jetzt spare 1 läuft und fertig. Aber nein, hier wurde einem von den Mädels ein Handmikro in die Hand gedrückt - welches ja auch vorbereitet sein musste, sonst hätte es der Mann am Pult ja garnicht einschalten können - und schon hatte es den gewünschten Mitleidseffekt. Und jeder "Depp" hätte es verstanden, wenn unter diesen widrigen Umständen das Ganze ( diese Präsentation ) schlecht gelaufen wäre...

 

Ob sie nun live ohne Manipulatinen singen, weiss ich nicht. Zumindest gibt es ein Gerät, das sich Intonator nennt - der Name ist in diesem Fall wirklich Programm - nur ein kleines Feature dieses Teils:

BEING ON TOP

You can choose to correct a single note simply by using the unique "Do-not-process-anything-but-this-note" function achieved via an internal custom scale feature, or type in your personal scale. A Pitch window allows you to specify when a note will be considered out of tune, whereas the Amout control limits the level of Pitch correction

 

Bevor mich jetzt gleich eine ganze Armada von Anwälten überfällt ( huhuuu ), wie gesagt ich weiss es nicht =0))

 

Andrerseits kann ich mir auch nicht vorstellen, dass der "gemeine" Fan in deren Konzert geht, um sich wirklich und nur an den Sangeskünsten zu erfreuen, insofern wäre dem auch teil Playback und/oder der Intonator wohl ziemlich egal. Er hat SIE gesehen, das allein zählt.

 

 

 

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>

>Mit was hast ihr denn dann zu imprägnieren versucht, hm? ;-)

 

, daß er den HGP mit Vornamen kennt, har, har ;-)

 

Bad Joe

 

 

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hallo Michael!

 

dass niemand der wirklich potential hat auf so eine veranstaltung geht, liegt vielleicht daran, dass man damit seine chancen auf eine karriere verbaut, die nicht in den üblichen teenie-star-rahmen passt, sondern möglw. wirklich etwas ist wovon man fünf jahre danach auch noch spricht und worauf man auch STOLZ sein kann.

 

so haben vielleicht die ganzen britneys angefangen...

 

ich rätsle manchmal, was es auf einem 2000er-sampler aus der fernsehwerbung - den es in keinem geschäft zu kaufen gibt- zu hören geben wird. und ich habe keine ahnung. -glaube aber dass britney spears nicht dabei sein wird!

 

gruss

denjo

 

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Hallo Thomas,

 

>Das stelle ich mir jetzt die Frage was für Dich gute Musik

>ist??

 

Webbi hat das in seiner Antwort schon vorweggenommen. Ich unterscheide nicht zwischen einzelnen Musikrichtungen, sondern nur zwischen guter und schlechter Musik und die gibt es in jeder Sparte. Wenn nun aber, wie bei den Teenstars, noch nicht einmal die handwerklichen Faehigkeiten (wie der Gesang) gegeben sind, sich dazu noch simpelste Aufguesse 1000fach verwendeter Schemata gesellen sowie bestenfalls harmlose Texte, dann darf man diese Musik getrost als schlechte Popmusik bewerten. Geschmack setzt einfach ein gewisses Qualitaetslevel voraus. So kann z.B. Bjoerk dem eigenen Geschmack in Popmusik entsprechen. Dass das qualitativ gute Pop-Musik ist, kann wohl kaum jemand bestreiten.

 

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Hi Hermann,

 

ach, diesmal ganz harmlos. Das lief bei der Performance alles ueber Augenkontakt und danach lediglich ueber einen charmanten Plausch, in dem ich ihr meinen Respekt vor ihrer Musikalitaet bekundete, bevor sie mich dann vernascht hat.

 

Naja, die erste Aussage ist natuerlich gelogen :7

 

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Hi Vetter ;-)

 

ein kluges Posting, das mir wirklich einige Punkte noch verdeutlicht hat, danke.

 

>American Idol, allein der Name ist Programm =0)

 

Ja, das stimmt. So hat die Teilnehmerin gewonnen, die optisch dem All American Girl am meisten entspricht und natuerlich nicht das etwas weniger huebschere der beiden schwarzen Teilnehmerinnen, die am besten sang.

>

>Man koennte nun meinen, dass unter 10.000 Jugendlichen in

>Amerika locker 10 Teilnehmer mit guter Stimme und

>professionellem Auftritt zu finden seien.

>

>Ich denke mal, dass es darum garnicht geht. Finden lassen

>sich die mit Sicherheit, aber ob die ein großes Interesse

>haben, bei solcherart Show mitzumachen?

 

Das ist ein interessanter Gedanke. Er scheint auch nicht falsch zu sein, zumindest finde ich auch keine andere Erklaerung. Andererseits...

 

Als Ex American Idol

>bist Du wohl auch für eine zweite Karriere "verbrannt" So

>nach dem Muster: Ex American Idol Star versucht einen

>zweiten Start als ernsthafter Sänger, den nimmt niemand

>ernst.

 

...was ist mit Robbie Williams? Von "verbrannt" kann man da wirklich nicht reden. Und das nach take that.

>

>Das Konzept ist doch, jeder kann mal ein Star werden, auch

>Du - und wenn dem hoffnungsvollen Teenie nun jemand vor die

>Nase gesetzt wird, der singen kann wie ein junger Gott und

>zudem noch hip aussieht, sinkt doch deren Interesse weil

>"teenie x" im Leben da nicht rankommen würde.

 

Vielleicht ist das tatsaechlich die Erklaerung fuer alles, auch und gerade fuer die Begeisterung der massen an Teenies.

 

So ist es

>der/die Boy/Girl next Door, mit denen kann sich "teenie x"

>identifizieren und mitfiebern, schön brav die Sendungen

>gucken und die Sponsoren freuts...

 

Stimmt.

 

>Ob sie nun live ohne Manipulatinen singen, weiss ich nicht.

>Zumindest gibt es ein Gerät, das sich Intonator nennt - der

>Name ist in diesem Fall wirklich Programm - nur ein kleines

>Feature dieses Teils:

 

Wahnsinn, was es nicht alles gibt. Ich habe das schonmal in einer Sendung gesehen, wo einfach jugendliche auf der Strasse angesprochen wurden, ins Plattenstudio mitgenommen und die groebsten Schnitzer mit diesem und anderen Instrumenten ausgebuegelt. Was so gar nicht so uebel klang, war unbehandelt schauderhaft. Ich wusste nur nicht, dass man sowas direkt beim Liveauftritt dazuschalten kann. Das wuerde aber einiges erklaeren.

 

>Bevor mich jetzt gleich eine ganze Armada von Anwälten

>überfällt ( huhuuu ), wie gesagt ich weiss es nicht =0))

 

Klar ;-)

>

>Andrerseits kann ich mir auch nicht vorstellen, dass der

>"gemeine" Fan in deren Konzert geht, um sich wirklich und

>nur an den Sangeskünsten zu erfreuen, insofern wäre dem auch

>teil Playback und/oder der Intonator wohl ziemlich egal. Er

>hat SIE gesehen, das allein zählt.

 

Auch hier Zustimmung, wenngleich ich meine Prioritaeten eigentlich immer anders gesetzt habe.

 

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Hi Thomas,

 

>Nochetwas Michael:

 

>Deinem Profil entnehme ich das Du auf Jazz und Klassik

>stehst.

 

Ja, aber nicht nur. Ich kann vielen Musikstilen etwas abgewinnen, so lange es gute Musik ist.

 

>Was hast Du denn gehört als Du noch ein Teeny warst??

 

Schon damals habe ich Kontraste geliebt. Auf der einen Seite habe ich da auch schon Klassik und Jazz gehoert, auf der anderen aber vor allem Hardrock wie Deep Purple, Jimmy Hendrix, Santana, Pink Floyd auf der einen Seite und von den modernen Gruppen solche wie Faith No More, Sonic Youth, Danzig, Red HotChili Peppers, Stone Temple Pilots, Nine Inch Nails oder Talking Heads.

 

Was ich aber nie gehoert habe - und darauf willst Du wahrscheinlich hinaus - das sind die typischen REINEN Marketing-Produkte, wie Modern Talking. Musik musste fuer mich schon immer eine Qualitaet haben, also entweder auf der musikalischen Seite oder auf der emotionalen, also von ihrer Aussage her, den Texten, dem vermittelten Lebensgefuehl oder der Stimmung - selbst wenn es "nur" simpler Protest gegen das Establishment war (obwohl ich nicht der typische Rebell war).

 

>Leider steht nicht in Deinem Profil wie alt Du bist.

 

Nun, bei mir ist es noch keine zwanzig Jahre her, dass ich teenie war, eher deutlich kuerzer.

 

>Aber ich habe vor 20 Jahren weder Jazz noch Klassik gehört

>und heute besitze ich mehrere CDs solcher Musik.

 

Natuerlich veraendert sich zum Glueck der Musikgeschmack im Laufe der Zeit. Ich hoere aber heute noch gerne, was ich als Teenie gehoert habe und schaeme mich nicht, diese CDs noch in meiner Sammlung zu haben, obwohl ich ganze Welten neuer Musik neu kennen- und schaetzengelernt habe.

 

>Die Frage ist doch was einem Gefällt oder nicht??

>Wenn es denen gefällt muß es Dir ja noch lange nicht

>gefallen, oder??

 

Nochmal: Es gibt einen Unterschied zwischen der Geschmacks- und der Qualitaetsebene. Man kann Musik auch objektiv beurteilen bis zu einem gewissen Punkt.

 

>Stell Dir mal vor Du wärst jetzt ein Teeny und Du würdest

>auch diese Teenymusik toll finden :-) wäre das denn so

>schlimm??? :-)

 

Du verstehst das Problem nicht. Individuell ist das ueberhaupt nicht schlimm. Schlimm ist nur, dass eine ganze Musikindustrie ihre ganze Energie investiert, nur diesen FastFood-Muell zu produzieren. Wirklich innovative, neue Musik bleibt auf der Strecke, weil dafuer kein Geld mehr da ist. Dass eine solche Strategie sehr kurzsichtig ist, hat der Markt schon gezeigt. Oder was glaubst Du, wie lange ein solches Schmalspurkonzept noch erfolgreich sein kann?

 

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Hi Hermann,

 

das liegt ja auf einer Linie mit Werners Meinung.

 

Ich konnte das nur erst nicht glauben, deshalb der Schock fuer mich. Es ist einfach nur traurig.

 

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Hi Micha =0)

 

>Als Ex American Idol

>bist Du wohl auch für eine zweite Karriere "verbrannt" So

>nach dem Muster: Ex American Idol Star versucht einen

>zweiten Start als ernsthafter Sänger, den nimmt niemand

>ernst.

 

...was ist mit Robbie Williams? Von "verbrannt" kann man da wirklich nicht reden. Und das nach take that.

 

Ich glaube, da spielen zwei Faktoren mit. Zum Einen haben Take That in einer anderen Liga gespielt, die waren damals wirklich DIE Boy Group schlechthin, mit mehreren Welttourneen und einer - auch wenn sie mir nicht gefallen haben - wirklich beeindruckenden Performance.

Ein Freund von mir war mit denen für Aggreko - die Firma, die die Stromaggregate für die open air shows liefert - auf Tour. Und selbst er als alter Rock ´n Roller sagte nur Respekt zur Band und zu den Jungs.

Dann war es auch noch eine andere Zeit, als die Auflösungsgerüchte dichter wurden, sind ja von den Plattenfirmen extra Hotlines eingerichtet worden, um die wirklich verzweifelten Fans aufzufangen.

 

Und wenn dann noch Robbie Williams als der! Selbstdarsteller vor dem Herrn ein Soloprojekt nach TakeThat anfängt, ist das sicherlich was Anderes, als wenn irgendeiner der "Brosis" oder wieauchimmer Combos sowas wagen sollte. Robbie ist ja nun auch noch gut als Entertainer und Sänger, die Royal Albert Hall Show von ihm finde ich richtig gut. Auch als "Rock" Sänger ist er schon nicht schlecht.

 

Wahnsinn, was es nicht alles gibt. Ich habe das schonmal in einer Sendung gesehen, wo einfach jugendliche auf der Strasse angesprochen wurden, ins Plattenstudio mitgenommen und die groebsten Schnitzer mit diesem und anderen Instrumenten ausgebuegelt. Was so gar nicht so uebel klang, war unbehandelt schauderhaft. Ich wusste nur nicht, dass man sowas direkt beim Liveauftritt dazuschalten kann. Das wuerde aber einiges erklaeren.

 

Ja, mittlerweilen können die Dinger das in Echtzeit und ohne Delay berechnen, für den PC gibts das auch so ähnlich. Also man kann zwar nicht grade aus sche***e Gold machen, aber man kann doch schon so Einiges korrigieren.

 

>Andrerseits kann ich mir auch nicht vorstellen, dass der

>"gemeine" Fan in deren Konzert geht, um sich wirklich und

>nur an den Sangeskünsten zu erfreuen, insofern wäre dem auch

>teil Playback und/oder der Intonator wohl ziemlich egal. Er

>hat SIE gesehen, das allein zählt.

 

Auch hier Zustimmung, wenngleich ich meine Prioritaeten eigentlich immer anders gesetzt habe.

 

Naja, ich setze die auch anders.

 

Allerdings bei der zersägten Jungfrau ist ja auch keiner enttäuscht, wenn die große Säge nur eine gute Show ist. So gesehen befriedigt auch die "Britney Spears" Show den Fan, ob sie da nun die ganze Zeit "live" singt oder nicht. Ich glaube, bei sowas zählt das Gesamt Produkt und das will man ja nicht unbedingt durch Unpässlichkeiten der Künstlerin gefährden. Ob da nun jemand "betrogen" wird - um was eigentlich? - soll jeder für sich selber klären, ich seh das nicht so ( mal davon ab, dass ich B.S. auf den Tod nicht mag )

 

Auch schon zu den "guten alten" Zeiten hat man ja gerne etwas nachgeholfen. Kennst Du noch 10cc und "I´m not in Love"? Da kamen live damals auch die ganzen Chöre vom Band, weil das anders garnicht zu machen war.

 

Oder bei Peter Gabriel kamen und kommen mit Sicherheit wieder etliche Drum Samples und Loops aus der Maschine, warum auch nicht, es ist ein Teil der Musik und würde bei einem Konzert eben fehlen, wenn man es nicht per Sequencer einspielt. Das ist nunmal heutzutage so und wenn bei "Englishman in Newyork" im Mittelpart die PCs oder Sequencer nicht laufen würden, wäre jeder enttäuscht, weil grade dieses Stück live dann etwas öde wäre und damit wäre ja auch niemandem gedient. Naja, vielleicht außer den "ich will nur ehrliche Musik" Vertretern, aber die gehen wohl eher nicht zu Sting?

 

Na denn erstmal beste grüße zum "germanman in amiland"

 

Vetter M

 

 

 

 

 

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Hi Vetter,

 

>Ich glaube, da spielen zwei Faktoren mit. Zum Einen haben

>Take That in einer anderen Liga gespielt,

 

OK, zugestanden. Es ging mir eher um das Image und ob die Kuenstler danach verbrannt sein und da ging ich davon aus, dass keine wesentlichen Unterschiede zwischen Boygroup und Teenstars bestuenden.

 

>Und wenn dann noch Robbie Williams als der! Selbstdarsteller

>vor dem Herrn ein Soloprojekt nach TakeThat anfängt, ist das

>sicherlich was Anderes, als wenn irgendeiner der "Brosis"

>oder wieauchimmer Combos sowas wagen sollte. Robbie ist ja

>nun auch noch gut als Entertainer und Sänger, die Royal

>Albert Hall Show von ihm finde ich richtig gut. Auch als

>"Rock" Sänger ist er schon nicht schlecht.

 

Keine Frage, ich finde ihn sogar richtig gut. Uebrigens gibt es ein fernseh-Portrait ueber ihn, indem er selbst zu Wort kommt und sich als sehr interessante, verletzliche Persoenlichkeit entpuppt.

 

>Ja, mittlerweilen können die Dinger das in Echtzeit und ohne

>Delay berechnen, für den PC gibts das auch so ähnlich. Also

>man kann zwar nicht grade aus sche***e Gold machen, aber man

>kann doch schon so Einiges korrigieren.

 

Klar, dass habe ich jetzt gemerkt. Andererseits habe ich vor ein paar Tagen Christina Uglylera im kleinen Rahmen live und garantiert ohne Hilfsmittel gehoert und obwohl ich sie schauderhaft finde, war das gar keine schlechte Performance (nur mit Solo-Akustik-Gitarre).

>

>>Andrerseits kann ich mir auch nicht vorstellen, dass der

>>"gemeine" Fan in deren Konzert geht, um sich wirklich und

>>nur an den Sangeskünsten zu erfreuen, insofern wäre dem auch

>>teil Playback und/oder der Intonator wohl ziemlich egal. Er

>>hat SIE gesehen, das allein zählt.

 

Das Marketing-Gesamtkunstwerk- stimmt.

 

>Allerdings bei der zersägten Jungfrau ist ja auch keiner

>enttäuscht, wenn die große Säge nur eine gute Show ist.

 

So reizvoll diese Metapher auch wirkt: nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich. So denke ich, dass das bei einem Musicact schon unterschiedlich ist, weil es bei der Jungfrau NUR um die Showebene geht, waehrend umgekehrt die Musik die zusaetzliche, zentrale Ebene und der Rest nur Begleitprodukt ist. Wenn die zentrale Ebene aber nichts taugt, dann muss der Rest schon ueberwaeltigend sein, um den fehlenden Inhalt auszugleichen.

 

So

>gesehen befriedigt auch die "Britney Spears" Show den Fan,

>ob sie da nun die ganze Zeit "live" singt oder nicht. Ich

>glaube, bei sowas zählt das Gesamt Produkt und das will man

>ja nicht unbedingt durch Unpässlichkeiten der Künstlerin

>gefährden.

 

Es ist nur so verdammt schwer fuer mich, in so eine Einstellung reinzudenken, weil fuer mich Musik ein so essentieller Bestandteil meines Lebens ist...

 

Ob da nun jemand "betrogen" wird - um was

>eigentlich? - soll jeder für sich selber klären, ich seh das

>nicht so ( mal davon ab, dass ich B.S. auf den Tod nicht mag

 

Klar, diese Leute bekommen, was sie verdienen.

>

>Auch schon zu den "guten alten" Zeiten hat man ja gerne

>etwas nachgeholfen. Kennst Du noch 10cc und "I´m not in

>Love"? Da kamen live damals auch die ganzen Chöre vom Band,

>weil das anders garnicht zu machen war.

>

>Oder bei Peter Gabriel kamen und kommen mit Sicherheit

>wieder etliche Drum Samples und Loops aus der Maschine,

>warum auch nicht, es ist ein Teil der Musik und würde bei

>einem Konzert eben fehlen, wenn man es nicht per Sequencer

>einspielt. Das ist nunmal heutzutage so und wenn bei

>"Englishman in Newyork" im Mittelpart die PCs oder Sequencer

>nicht laufen würden, wäre jeder enttäuscht, weil grade

>dieses Stück live dann etwas öde wäre und damit wäre ja auch

>niemandem gedient. Naja, vielleicht außer den "ich will nur

>ehrliche Musik" Vertretern, aber die gehen wohl eher nicht

>zu Sting?

 

Halt, halt, halt....das ist wiederum ein anderes Sueppchen und fuer mich voellig klar. Ich habe ja gar nichts dagegen, wenn Samples und Loops als kuenstlerisch gewolltes Stilmittel eingesetzt wird. Anderenfalls wuerden ja ganze Musikrichtungen gar nicht existieren koennen. Ich mag nur nicht die Versuche, diese Mittel als Kruecke zum Ausgleich der eigenen musikalischen Unzulaenglichkeit einzusetzen - aber da sind wir Vettern ja einer Meinung, wie so oft...

 

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Hi Frank,

 

vielen Dank fuer den Artikel! Das ist der beste, den ich bisher gelesen habe und ich stimme vollumfaenglich damkit ueberein. (Natuerlich bin ich auch ganz froh, dass er das bestaetigt, was ich hier im Forum schon seit Jahr und Tag vertrete).

 

Ich kann Jedem nur raten, sich den Artikel zu Gemuete zu fuehren, denn er arbeitet die Lage des Musicbusiness, CD-Preise, Raubkopien, Download etc. mustergueltig auf.

 

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Tja, wenn (angeblich) mittlerweile selbst die Platten- und Medienkonzerne so langsam merken, was Sache ist, dann verstehe ich nicht, warum z.B. jetzt aktuell eine der wenigen noch vorhandenen Nicht-mainstream-Sendungen im deutschen Musikfernsehen, nämlich "Electronic Beats" auf VIVA eingestellt wird. Wieder 2 Stunden mehr in der Woche, die durch den üblichen Müll ersetzt werden. :-(

 

Enttäuscht, die Sommerfee

 

 

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Hi holde Fee mit wallendem Haar :7 ,

 

Dein Betreff beschreibt die Lage recht gut. Langsam daemmert es einigen Plattenbossen, dass das Schnelldreherkonzept nicht unbedingt eine langfristige Strategie ist und besonders smart ist da Tim Renner, der - vielleicht aufgrund seines jugendlichen Alters - anscheinend noch nicht so abgestumpft ist von der ganzen Maschinerie.

Dennoch - wie er schon selbst sagt - sieht er alleine keine Chance etwas zu aendern und im Allgemeinen wird das Konzept noch nicht als vollstaendig ausgereizt gesehen. Ausserdem gibt es keine Ideen fuer Alternativen.

 

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