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kestudio

Ist die klassische Stereoanlage tot?

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>Da ich nicht auf der Messe war, kann ich nichts über die

>dortigen Präsentationen sagen. Vielleicht haben die Aussteller

>ähnliche Fehler gemacht, wie viele Fernsehverkäufer um die

>Ecke, da werden auch immer alle Regler auf Anschlag gedreht,

>damit das Bild möglichst bunt ist.

 

Sagte ich ja schon lauter Trottel, aber komischerweise nur bei der Multichannelabteilung.

>

>Du bist erschreckend schlecht informiert, dafür dass du hier

>Mehrkanalton die Daseinsberechtigung absprechen willst.

 

Will ich nicht, ich will nur nicht von Euch hören, das Mehrkanalton für alle Hörer/Musikarten/Räume ein Fortschritt ist.

 

>Vielleicht wärest du auch einmal so nett mir zu erklären,

>warum Stereo im normalen Wohnraum prinzipiell besser klingt

>als 5.1, ich habe die dahintersteckende These wirklich noch

>nicht verstanden.

 

Im Prinzip, also theoretisch hat Multichannel tatsächlich Vorteile. In der Praxis funktionierte es bei den Anlagen, die ich bisher hörte schlecht bis gar nicht. Dass liegt meiner Vermutung nach an ungeeigneten Hörräumen, fehlender Normung (4.0, 5.1 6.1, 7.1 etc. und 4.0 einmal als klassische Quadrobelegung, einmal mit Deckenlautsprecher, ganz toll!!), Toningenieuren die mal zeigen wollen, was man machen kann (gab es in der Stereoanfangszeit ja auch), etc. etc.

 

Ich höre nicht prinzipiell/theoretisch sondern lieber heute ganz praktisch, und da kenne ich bessere 2-Kanalanalgen als Mehrkanalanlagen.

 

Oliver

 

 

 

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>

>warum mist? stereophonie IST (tatsache, daher nicht

>diskutabel!) der mehrkanaligen wiedergabe prinzipbedingt

>unterlegen.

 

Zustimmung! Das Problem liegt bei prinzipbedingt! (siehe meine Antworten oben)

>

>der grund: der schall einer schallquelle in einem raum wird

>zum einen auf direktem Weg beim hoerer ankommen

>(direktschall), fruehe reflexionen an den angrenzenden

>begrenzungen (waende, etc) verursachen, und schliesslich den

>ganzen raum mehr oder weniger diffus anregen. JEDES

>natuerliche schallereignis lebt also letzlich vom raum (oder

>einer kuenstlich erzeugten raumillusion), ohne diesen wirkt es

>unnatuerlich. und raum hat drei dimensionen. bei einer

>zweikanaligen wiedergabe koennen diese reflexionen nur von

>vorne wiedergegeben werden, was dem natuerlichen

>ereignis/hoeren komplett widerspricht. dass es trotzdem so gut

>funktioniert (und das tut es ja!), liegt nicht an der

>ueberlegenheit der zweikanaligkeit, sondern an unserem gehoer,

>daß sich recht einfach ueberlisten laesst

 

In einem normalen Hörraum führt das prinzipbedingt zu einem Reflexionschaos (siehe Antworten oben) zu einer kompletten Hallsoße (um dieses schöne Wort auch mal zu benutzen)

>

>du gehst von falschen voraussetzungen aus. man sitzt quasi in

>der musik. und das darf man dann nicht mit "ich sitze zwischen

>den musikern" verwechseln. obwohl's scheinbar auf das gleiche

>herauslaeuft, ist's eine komplett andere EINSTELLUNG. das eine

>mal will man die augen zumachen und die musiker "sehen". das

>andere mal geht's nur um die "pure" musik, um die dabei

>geweckte emotion, von der man sich wegtragen lassen moechte.

 

Einverstanden! Dabei hat Multichannel dann genausowenig mit Nachbildung des Liveereignisses zu tun wie Stereo, sondern ist eine (vielfältigere) Möglichkeit, Musikkonserven zu gestalten. Das ist eine Möglichkeit, die ich akzeptiere. Mir ist der Aufwand dafür zu hoch, ich bevorzuge (für das Geld, das ich zur Verfügung habe) eine hochwertige "Pseudo-Nachbildung" mit Stereo.

 

Oliver

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Hi, nochmal ;)

 

Überrascht mich - scheinbar willst Du wirklich drüber klönen!

Da hast Du ein gutes Argument genannt: Bei guten Surround-Aufnahmen kann man dann die sauberen

Raumanteile (so sie nicht ohnehin generiert sind!) natürlich ungestört geniessen!

Husten, Gläserklirren, klackernde Absätze, niesen und sabbeln sind glücklicherweise meist nicht auf Surroundaufnahmen!

Niemand kann annehmen das es bei Mehrkanalaufnahmen darum geht unsinnige Störungen zu transportieren (?).

 

Deine Frage ist leicht beantwortet: Bereits das entlasten der Frontlautsprecher* von den

falschen Rauminformationen macht die vordere Hörzohne bedeutend übersichtlicher.

Diese nun aus der ursprünglich richtige(re)n Richtung kommen zu lassen bringt einen drastischen Zugewinn an Natürlichkeit.

Ein Abhörraum kann kaum so schlecht klingen das es falscher ist als dieses Szenario!

Man sollte übrigens nicht glauben das sich eine Verteilung auf 6(+) statt 2 Lautsprecher

durch eine Addition von Raumproblemen bemerkbar macht - die Probleme werden nicht selten geringer!

Insbesondere die Leute, die ihren Raum ohnehin nicht richtig dämpfen (ich sage mal frech: >90%!),

haben nicht den geringsten Grund von zusätlichen Problemen auszugehen - warum auch?

Lediglich eventuelle Aufstellungsprobleme der Rears sind natürlich schade und wohl häufig.

Gut, die Lage ist dann nur etwas besser und nicht perfekt...aber trotzdem richtiger als Stereomatsch!

Kosten und andere "Probleme" habe ich schon zu einem sehr frühen

Zeitpunkt hier genannt (Beitrag 20 und 25 dieses Threads!), so kann ich wenig neues bieten.

Im Grunde kann jeder sparen wo er will. Man möge aus dieser Not aber bitte keine Tugend

machen und Stereoaufnahmen einen generellen prinzipiellen Vorteil attestieren.

Auch das ewige herumreiten auf "KrachBummPeng-Kinofilme" ist IMO eine böswillige Verzerrung des Themas!

Diese Art von Polemik hat aus dem Thread gemacht was er meines Erachtens ist: Müll.

 

Freundlicher Gruss

Michael

 

* Nennen wir die Stereolautsprecher mal so

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Hallo Eddi!

Du hast mich zwar nicht angesprochen, ich antwort aber trotzdem:

Jeder (!) LS ist dann als diskrete Schallquelle ortbar, wenn Du nicht exakt im optimalen Abstrahlwinkel sitzt. Der ist u. A. dann optimal, wenn z. B. die Einschwingvorgänge der Membranen durch das eigentliche Signal überlagert werden. Außerhalb dieses Winkels beginnt die Wahrnehmung der Membran als Schallquelle, was eine "Lösung" des eigentlichen Signalgehalts vom Wandler erschwert. Je mehr Membranen pro Wandler, desto schwieriger wird´s mit dem optimalen Winkel und der Loslösung usw.

Dazu kommen Laufzeit/Intensitätsdifferenzen, da ja Teile des Signals von allen Wandlern im Raum gleichzeitig abgestrahlt werden (auch bei kodierten bzw. verzögert verteilten Signalen)

Dieser Zusammenhang besteht bekanntlich auch bei Stereo. Da hier aber nur 2 Wandler beteiligt sind, sind eben auch max. 2 Wandler zu orten und das "virtuelle" Geschehen findet in weniger "Dimensionen" zur selben Zeit statt. Exellent abstrahlende Wandler vorausgesetzt - sowohl vom Einschwing- als auch vom Rundstrahlverhalten her - kann man mit zwei Kanälen eine sehr, sehr gute Räumliche Darstellung dessen reproduzieren, was von 2 Mikrofonen analog zu 2 Ohren aufgezeichnet wurde (bei one-point recordings z. B. ist das sehr gut hörbar).

Ich habe eine Bill Evans CD (Waltz for Debbie), aufgenommen in den 70ern in einem Restaurant, bei der ich im Dunkeln regelmäßig eine Gänsehaut nach der anderen bekomme, wenn neben (!) mir jemand ins Lokal ´reinkommt oder knapp links hinter mir einer mit dem Glas gegen seinen Aschenbecher klackert.

Wie gesagt: aus den 70ern und in Stereo. Mit 2 Kanälen und zwei (allerdings exellenten) Wandlern und einer nach langem Versuchen gefundenen Aufstellung.

 

 

Vielleicht sollten wir alle hier uns bemühen, solche Kraftsprüche außen vorzulassen. Sie führen zu nichts.

 

Kein Mensch hat und kein Mensch wird "hier Mehrkanalton die Daseinsberechtigung absprechen" - sowie das übrigen etliche hier völlig selbstverständlich gegenüber Stereo tun . . . .

Aber eine Infragestellung des Hypes um das Thema sollte doch der Nachdenklichkeit halber gestattet sein.

 

Gruß, Klaus

 

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Hallo

 

"...du hast schonmal ein Konzert in einem Konzertsaal gehört und vielleicht ja auch schonmal im Freien, im Kurpark oder meinetwegen in irgend einem Stadion. Vielleicht ist dir aufgefallen, dass es irgendwie ganz unterschiedlich klang, und das erstaunlicherweise, obwohl beide Male die Bühne vorne war..."

 

"klingen" tut das natürlich unterschiedlich, klar. Ich denke mir, ich kann auch mit Stereo den "Klang" von Konzertsaal und Kurparksmuschel unterscheiden. Problemlos.

 

Es geht hier aber um die Raumillusion (auch speziell die Unterschiede einzelner Säle). Daß Mehrkanal da im Prinzip Vorteile haben müßte, das kann gerne sein. Ist zumindest zuerst mal einleuchtend!

Meine Kritik ging aber dahin, daß ich davon bisher nichts mitbekommen habe. Woran liegts?

An der Software? An den Mischern?

Was nützt die theoretische Möglichkeit wenn die Praxis anders ausschaut? Und Mehrkanalaudio konnte mich >bis jetzt< nicht überzeugen.

Ich hab zB nicht behauptet, daß es >prinzipiell< nicht funktionieren würde.

 

 

 

 

gruß

Andi

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Mein Problem in dieser Diskussion ist, ich kann immer noch nicht nachvollziehen, wieso es mehr Hallsoße ergeben soll, wenn man den Schall möglichst dort wiedergibt, wo er auch live herkommt. In meinen Augen klingt 5.1 also prinzipbedingt auch im Wohnzimmer besser als Stereo. Multichannel hat eben doch was mit dem Liveereignis zu tun, aber zugegeben, es ist immer noch nur eine Reproduktion.

 

Du sagstest weiter oben etwas sehr richtiges, in den Anfängen von Stereo gab es auch TonIngs, und ich weiß auch Musikhörer, die Stereo nur als tollen Effekt missverstanden haben. Kennst du jemanden, der heute noch Musik in Mono hört?

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>Mein Problem in dieser Diskussion ist, ich kann immer noch

>nicht nachvollziehen, wieso es mehr Hallsoße ergeben soll,

>wenn man den Schall möglichst dort wiedergibt, wo er auch live

>herkommt.

 

Weil Du dann eben zusätzlich zur Info auf dem Tonträger (egal ob trocken oder mit natürlichem/künstlichen Raumeindruck aufgenommen) nicht nur die Hörraumreflexionen von den Fronts (=Stereo) kommen, sondern sich auch noch die Raumreflexionen von allen Effektlautsprechern dazuaddieren.

 

 

>Du sagstest weiter oben etwas sehr richtiges, in den Anfängen

>von Stereo gab es auch TonIngs, und ich weiß auch Musikhörer,

>die Stereo nur als tollen Effekt missverstanden haben. Kennst

>du jemanden, der heute noch Musik in Mono hört?

 

Ich kenne jede Menge Entwicklungen (Quadrophonie, Raumeffektprozessoren, etc. etc.), die nach begeisterten Anfängen im Orkus der Musikwiedergabegeschichte verschwanden. Weil es entweder nicht funktionierte, oder zu aufwendig war in Relation zum Ergebnis, oder beides.

 

IMHO funktioniert Multichannel perfekt unter folgender Bedingung (vom reflexionsarmen Raum abgesehen): man baut sich (4)5 identische LS in geringem Abstand um den Kopf auf (sozusagen Kopflautsprecher, so was gab es ja mal) und hört so (fast) nur den Direktschall.

 

Dazu brauchst Du

 

pro Hörer ein Boxenset

Koaxe vom Feinsten

keine Platzangst (nur nicht die Augen aufmachen)

genormte Aufnahmen (nicht diesen Wirrwarr von heute)

 

Mhh: da könnte man doch gleich Kunstkopfstereophonie wieder zum Leben erwecken? Das wäre einfacher und hätte wahrscheinlich mehr Akzeptanz (heute im Zeitalter der leichten, drahtlosen Kopfhörer). Nur die Aufnahmeseite hätte ein Problem: sie müßte definiert arbeiten und könnte nicht jeden Unfug als künstlerische Freiheit verkaufen.

 

Schönen Abend, ich geh jetzt Musik hören.

 

 

Oliver

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Es addieren sich ja eben nicht zu den im gewöhnlichen Stereoformat vorhandenen Hallanteilen noch zusätzlich Rückwertige. Die Rauminformationen werden auf alle fünf Lautsprecher aufgeteilt, die die nach hinten gehören kommen eben nach hinten, darum zieht dieses Argument nicht, im Gegenteil.

 

Die digitalen 5.1Systeme lassen Quadrophonie in verbesserter Form weiterleben. Raumeffektprozessoren sollten das tun, was du hier immer wieder 5.1 unterstellst, nämlich irgendwelche Raumeffekte künstlich zu erzeugen.

 

Multichannel muß nicht perfekt funktionieren, fürs erste reicht es, dass es deutlich besser funktioniert als Stereo.

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Reicht es, dass man einen Konzertsaal von einer Kurparkmuschel unterscheiden kann?

 

Warum du den Vorteil bisher nicht wahrnehmen konntest weiß ich nicht, für mich ist es mehr als offensichtlich. Es gibt natürlich schlechte Mehrkanalabmischungen, genauso wie schlechte Stereoaufnahmen, oder aber du hast wirklich eine so super abgestimmte Stereoanlage, dann gratuliere ich dir, ganz ehrlich. Wenn deine Erfahrungen ausschliesslich aus Messebesuchen bestehen, dann empfehle ich halt mal einen ernst gemeinten Test zuhause.

 

Gruss, Eddi

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>Es addieren sich ja eben nicht zu den im gewöhnlichen

>Stereoformat vorhandenen Hallanteilen noch zusätzlich

>Rückwertige. Die Rauminformationen werden auf alle fünf

>Lautsprecher aufgeteilt, die die nach hinten gehören kommen

>eben nach hinten, darum zieht dieses Argument nicht, im

>Gegenteil.

 

Wie bitte? Ich spreche von Hörraumreflexionen.

>

>Die digitalen 5.1Systeme lassen Quadrophonie in verbesserter

>Form weiterleben.

 

Wiederaufflackern?

 

Raumeffektprozessoren sollten das tun, was

>du hier immer wieder 5.1 unterstellst, nämlich irgendwelche

>Raumeffekte künstlich zu erzeugen.

 

Das unterstelle ich 5.1 nicht! Falls das so rüberkam war das eine Fehlinterpretation. Ich unterstelle vielen 5.1 Aufnahmen künstliche Effekthascherei (Sitzen im Orchester, etc.) um 5.1 beim Massenpublikum zu rechtfertigen

>

>Multichannel muß nicht perfekt funktionieren,fürs erste

>reicht es, dass es deutlich besser funktioniert als Stereo.

 

Im Gegensatz zu vielen Stereovorführungen habe ich noch keine Multichannelvorführung erlebt, die mich begeistert hat.

 

1. Multichannel bringt MIR (und anscheinend auch vielen anderen ernsthaften Hörern, also nicht den Leuten, die nur an Boah-Effekten interessiert sind - das ist KEINE Krirtik gegen DICH und den anderen Diskutanten hier!) viel zu wenig bei viel zu großem Aufwand (finanziell, Hörraum, etc), selbst WENN es irgendwo funktionieren sollte.

2. Für die Industrie ist das Konzept gut, um den Markt anzukurbeln.

3. Die Nichtnormung (4.0, 5.1, etc.) hat zur Folge, dass für verschiedene Multichannelaufnahmen völlig unterschiedliche LS-Aufstellungen (an der Decke!), Setups etc. vorgenommen werden müssen. Ein wohl auch für den Multichannelfan nicht akzeptabler Zustand .

 

Mein persönliches Fazit: unausgereift, könnte irgendwann was werden (wie vieles Andere auch), im Moment uninteressant

 

Oliver

 

 

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Hi Eddi!

 

 

Ich kenne niemanden, der ausschließlich Mono hört. Aber ich selber höre oft Mono: ich habe ´ne ganze Menge Platten in Mono.

Und weißt Du was? Da ist so tolle Musik drauf und die ist teilweise so toll aufgenommen, daß es mir schnurzpiepsegal ist, ob Mono oder Stereo oder 4, 5, 6, 7-kanal oder sonstwas.

Höre Dir mal eine richtig gute Mono-Aufnahme (z. B. frühe Ella) an: abgesehen davon, daß man gar nicht unbedingt sofort merkt, daß es überhaupt Mono ist (;-)), ist hier eine supersaubere Trennung von Stimme und Instrumenten vorhanden und ein exakter Ort, von dem her alles kommt.

Wenn es jemandem - wie mir z. B. und ich hoffe auch noch möglichst vielen anderen - in erster Linie um die Musik (!) geht, dann ist gutes Mono völlig in Ordnung.

Gutes Stereo ist klasse. Gutes Mehrkanal wäre (!) noch mehr klasse.

 

Ich habe bereits öfters hier die akustische Problematik geschildert (auch in Antworten an Dich) und weiß, daß sie nicht einfach zu verstehen oder nachzuvollziehen ist. Vordergründig gesehen scheint Mehrkanal logischerweise ein großer Fortschritt zu sein (das war Quadro damals übrigens auch) - auf jeden Fall für die Industrie, kann sie doch die x-fache Menge an Gerätschaften verkaufen - von neuer mehrkanaliger Software ganz zu schweigen. Bravo! Witzigerweise: als ich vor einiger Zeit mal hier die SACD- geneüber der CD-Technik gelobt habe, fühlten sich viele angeregt zu antworten, das sie doch nur ein Trick der Industrie, mehr Geld zu verdienen und CD würde völlig genügen . . . . . :-) :-).

 

Gruß, Klaus

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Ich halte deine These, dass eine 5.1Anlage die Raumakustikprobleme vergrössert für falsch, habe hier immer noch keine schlüssige Erklärung dafür gelesen.

 

Dass Musik auch Mono Spaß machen kann habe ich hier selber mehrfach geschrieben, da erzählst du mir nichts neues. Aber kämest du auf die Idee, statt zwei Boxen für Stereo nur eine einzelne doppelt so teure zu kaufen?

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Ich glaube, langsam sind wir am toten Punkt angekommen ;-)

 

Ich halte 5.1 nicht für perfekt, aber deutlich besser als Stereo, sowohl im optimierten Hörraum, als auch im 08/15-Wohnzimmer.

 

Ich störe mich daran, dass du immer nur von 5.1Vorführungen sprichst, die sind natürlich oft auf Effekthascherei angelegt, erinnert irgenwie an den PingPongEffekt bei frühen Stereoaufnahmen. Ich hätte mir halt gewünscht dich so neugierig zu machen, dass du es mal zuhause probierst.

 

Es ist im übrigen genau genormt, wo die Lautsprecher bei 5.1 und 7.1 stehen sollen. Nur weil ab und an mal irgend ein Depp versucht noch irgend eine ganz andere Konfiguration zu etablieren ändert das nichts an der Norm, die von allen Soft- und Hardwarefirmen die am Markt Bedeutung haben akzeptiert wird.

 

Mein Fazit: Es ist längst was geworden, rechnet man DTS und DD mit bei der Multichannelsoftware hat es sich längst durchgesetzt.

 

Eddi

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Hallo Edward!

 

 

So ist das nicht. Ich habe mehrfach betont, daß ich viele sehr unterschiedliche Konfigurationen, auch sehr hochwertige zur ausschließlichen Musikwiedergabe, gehört habe. Teilweise notgedrungen, da ich selber auch Mehrkanalproduktionen herstelle und mir die Problematik sowohl von der Aufnahme- als eben auch von der Wiedergabeseite her vetraut ist.

 

Eben daher (!) rührt ja meine Meinung, daß im Moment eine weitgehende Überbewertung stattfindet gegenüber Stereo. Ich weiß nicht, ob Du schonmal eine sehr gute Stereoanlage geehört hast, die auch noch richtig eingestellt war.

 

Ich verstehe und akzeptiere, daß eine Mehrkanalanlage mehr Spass machen kann - keine Frage. Sinn macht sie auch vor allem bei Kino-Sound oder bei Events z. B., da kann man echt was reissen mit mehreren Kanälen.

 

Die Frage ist immer: was will ich und wie genau höre ich hini. Da ich eher ein Qualitäts-Fanatiker bin, sehe ich unter diesem Aspekt die Qualität guter Stereowiedergabe als keineswegs unterlegen an und weiß, daß es einfacher ist, unter normalen Bedingungen eine Stereoanlage gut ans Laufen zu kriegen als im gleichen Raum eine Mehrkanalanlage.

 

Bei kaum einem Kollegen - Produzenten oder Tonings - den ich so kenne, steht zu Hause eine Mehrkanalanlage. Und wenn, dann als Kino-Ton zum Beamer. Aber nicht zu hochwertiger Musikwiedergabe.

 

 

Die Frage, ob sich etwas durchgesetzt hat oder "was geworden" ist oder nicht, ist kein Indiz für Qualität. Da brauch ich mir nur das allgegenwärtig verbreitete Produkt eines gewissen, sehr großen Betriebssystemherstellers anzusehen . . . .

Es gibt deutlich bessere Alternativen - eine davon benutze ich gerade. Aber die Welt wird nicht vom "Besseren" beherrscht, sondern von dem was populärer ist und sich daher einfacher oder in größeren Mengen verkaufen lässt.

 

Gruß, Klaus

 

P.S.: da die ganze Diskussion bisher eher theoretisch gelaufen ist, wäre doch mal interessant zu wissen, wie und mit welchen Geräten die einzelnen Begeisterten ihre Mehrkanalanlagen aufgebaut und eingepegelt haben und wie und welche Musik sie darüber hören.

 

Über Grundsätzliches zu streiten scheint - da hast Du m. E. völlig Recht - an der Sache vorbeizugehen.

 

Davon anzufangen war wohl mein Fehler - es ist von Beginn an aneinander vorbei gelaufen.

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Mit den Hörerfahrungen wohl nur von Vorführungen hatte ich konkret Oliver ansprechen wollen.

 

Auch wir drehen uns langsam im Kreise, ich meine , dass es einfacher ist eine gleich gute Wiedergabe in demselben Raum mit 5.1 zu erreichen als mit Stereo, hier werden wir uns glaube ich auf diesem Wege auch nicht mehr einig ;-)

 

Mein Fazit bezog sich auch direkt auf Olivers Vorangegangene. Ich habe Oliver so verstanden, dass er das derzeitige Multikanalformat noch nicht für etabliert hält, dem wollte ich widersprechen, 5.1 ist bereits viel viel weiter verbreitet als die von ihm ganannten Systeme die irgendwann gekommen und wieder gegangen sind. Sinnvoll oder nicht, es wird nicht mehr totzukriegen sein!

 

Gruss, Eddi

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Hi Klaus,

 

>>Da ist so tolle Musik drauf und die ist teilweise so toll aufgenommen, daß es mir schnurzpiepsegal ist, ob Mono oder Stereo oder 4, 5, 6, 7-kanal oder sonstwas.

 

Ja, wenn der Inhalt stimmt, kann man teilweise sehr viele Kompromisse eingehen - nichts desto trotz wäre eine technisch bessere Aufnahme mit gleich gutem Inhalt die bessere Lösung, oder? Ergo: Mono nicht als Selbstzweck, sondern Zugeständnis an historische Aufnahen herausragender Interpreten...

 

 

>>und ein exakter Ort, von dem her alles kommt

 

Hm, das ist aber eher eine Funktion des Wiedergabesystemes - und da hat es eine Monoquelle logischerweise leichter ;-)...

 

 

>>Gutes Stereo ist klasse. Gutes Mehrkanal wäre (!) noch mehr klasse.

 

Gutes Mehrkanal IST klasse - und im Gegensatz zu Dir sehe ich das Problem weniger beim Konsumenten, als vielmehr bei der Industrie, die diese Geschichte verpennt und den geneigten Konsumenten mit auf 5.1 aufgebohrten Uralt-Aufnahmen quält; es gibt aber auch Ausnahmen, wie z.B. die "Continental Call" DTS (The Concert Jazz Orchestra Vienna & Wolfgang Muthspiel) von quintonrecords.com...

 

 

>>Ich habe bereits öfters hier die akustische Problematik geschildert

Die akustische Problematik eines Raumes und der verwendeten Wandler löst Du nicht durch Reduktion auf Stereo; die gleichen Einwände könnte man auch bei einer Debatte "Pro-Mono" gegen die stereophone Wiedergabe führen ;-).

 

 

>>Witzigerweise: als ich vor einiger Zeit mal hier die SACD- geneüber der CD-Technik gelobt habe, fühlten sich viele angeregt zu antworten, das sie doch nur ein Trick der Industrie, mehr Geld zu verdienen und CD würde völlig genügen

 

Hm, witzigerweise "genügen 16bit/44.1KHz eben durchaus - wäre ja auch schade, wenn die bei Philips so dämlich gewesen wären, einen Standard zu etablieren, ohne vorher zu evaluieren, was es braucht - sonst hätten wir schon vor 20 J den kompletten "Ring" auf einer CD mit 8bit/11.25KHz "geniessen" können. Zwischen 16bitPCM/"CD" und SA-CD/DVD-A liegen technisch Welten, messbar sind die Unterschiede, aber praktisch relevant sind sie zumindest für menschliche Ohren nicht. Hingegen kann buchstäblich jeder den Unterschied zwischen Mono/Stereo/Mehrkanal nachvollziehen - man muss sich nur trauen ;-).

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Das mit dem toten Punkt stimmt, deshalb nur eine Bemerkung zur Normung:

 

die, die andere Konfigurationen als 5.1 machen sind ausgerechnet im Klassikbereich oft anzutreffen. Ich habe hier Beethoven komplett auf SACD in 4.0 - rein Quattro wie früher rumliegen von Delta-Musik (höre aber nur die CD-Schicht, weil ein SACD ohne Multichannel nicht unbedingt Sinn macht). Und von MDG gibt es die schon erwähnte 4.0 Technik, bei der die Boxen ganz wo anders stehen. NICHT NORMGERECHT

 

Die Rears stehen/hängen (nicht in Vorführungen, sondern bei Bekannten) meist da wo Platz ist (manchmal an der Decke, leicht VOR dem Hörer). Natürlich ist das NICHT NORMGERECHT, aber es ist halt wohnzimmergerecht. 6 oder 8 Boxen wollen untergebracht werden.

 

Irgendwelche Deppen halt: bei der Aufnahme, bei der Vorführung, zu Hause - überall Deppen!

 

Ich bin bekennender Depp mit 2 Radialstrahlern anstelle mit 5 (+1) Surroundstrahlern. ;-) Macht nichts, hauptsache ich bin zufrieden und Du auch. Wäre ja schade, wenn es Einheitsgeschmack gäbe (dann wäre mein Frankenwein noch teurer).

 

Oliver

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Fakt ist, es gibt eine Norm, fast alle halten sich daran. Wenn sich einzelne Personen (es sind einzelne Personen/Anbieter, sie sind fast nirgends anzutreffen) noch andere Aufstellungen ausdenken kann ich daraus kein Problem für das normierte System ableiten.

 

Ich kenne im übrigen genug Leute die ihre Stereoboxen da stehen haben wo Platz ist, das hält mich nicht davon ab meine Lautsprecher richtig aufzustellen.

 

Also dann, viel Spaß beim Musik hören!

 

Eddi

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salve oliver,

 

das wichtigste wurde gesagt, hier aber trotzdem noch mein "senf dazu".

 

du schriebst: "In einem normalen Hörraum führt das prinzipbedingt zu einem Reflexionschaos (siehe Antworten oben) zu einer kompletten Hallsoße (um dieses schöne Wort auch mal zu benutzen)"

 

der einwand ist sehr berechtigt! das ist ein bei heimanlagen leider oft zu findendes problem, besonders bei schlechter raumakustik, falscher aufstellung oder falscher lautsprecherwahl. ziel einer guten wiedergabeanlage muß es daher sein, den einfluss des wiedergaberaumes akustisch zu minimieren, so dass man moeglichst nur die auf der aufnahme enthaltenen indirektschallinformationen des aufnahmeraumes wahrnimmt.

 

das problem gilt aber fuer stereo genau wie fuer 5.1 - bei stereo sind die folgen sogar noch weit schlimmer, da hier ja direkt- und indirektschall aus denselben lautsprechern ertoenen und ortungsmaeßig ohnehin eingeschraenkt sind (auf stereoaufnahmen ist auch in summe zumeist weniger indirektschall enthalten als bei 5.1). der vorteil von 5.1 besteht ja u.a. darin, daß von den vorderen kanaelen mehr direktschall abgegeben wird und sich bei verwendung aller 3 frontkanaele auch bei suboptimalen wiedergabebedingungen bessere ortbarkeit einstellt. die von Dir zurecht vorgebrachten ueberlegungen sind also eigentlich argumente GEGEN die zweikanalstereophonie.

 

so, mehr werde ich zu diesem themata nicht mehr schreiben, da alles gesagt ist.

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na ja, . . . . . . . . . . hüstel . .

 

schon witzig: versucht man, bei einem wirklich interessanten Thema mal konktret zu werden und die PRAXIS zu ergründen, taucht ganz spontan die Meinung auf, es sei eigentlich alles gesagt oder man habe dem Thema nichts mehr hinzuzufügen und überhaupt usw. . . .

 

find ich echt gelungen :-).

 

Ich hätte ja vermutet, gerade die glühenden Verfechter würden uns Skeptikern mal zeigen, wo der Hammen hängt - was Sache ist sozusagen, wie die von uns Skeptikern vollkommen und absolut verkannte Realität wirklich aussieht . . . . .

 

Betreibt hier eigentlich irgendjemand eine Mehrkanalanlage? So richtig mit identischen Lautsprechern oder wenigstens konsequent eingemessen?

 

Ich will ja nicht vorraussetzen, daß hier in der Hauptsache Prospekte zitiert werden . . . . .

 

Gruß, Klaus

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>Die Frage, ob sich etwas durchgesetzt hat oder "was geworden"

>ist oder nicht, ist kein Indiz für Qualität. Da brauch ich mir

>nur das allgegenwärtig verbreitete Produkt eines gewissen,

>sehr großen Betriebssystemherstellers anzusehen . . . .

>Es gibt deutlich bessere Alternativen - eine davon benutze ich

>gerade. Aber die Welt wird nicht vom "Besseren" beherrscht,

>sondern von dem was populärer ist und sich daher einfacher

>oder in größeren Mengen verkaufen lässt.

 

 

...sehe ich änhlich.. Wenn etwas den Massengeschmack trifft, werde ich skeptisch....

 

Insbesondere in Deutschland gibt es dieses Phänomen, dass die Massen immer das gleiche wollen.

 

Weiss der Geier, wer die fernsteuert.

 

Die Beispiele sind austauschbar, kann ein Kack-Format im TV sein (meist aus den Staaten kopiert), Auto-Typen und wenn die Karre noch so ein Schrott darstellt, Filme, der Gedudel-Schund im Radio, oder Leggins tragende Frauen, woanders waren die übrigens mehr als eine ganze Dekade vorher en vogue :7, usw., usw....tut schon weh.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Schade, ich hatte eigentlich gedacht wir hätten unsere Argumente ausgetauscht und es wäre wieder Frieden.

 

Stehen in deinem Post neue Argumente? Ich kann keine finden, scheint also wirklich alles gesagt zu sein.

 

Bis zum nächsten interessanten Thema, Eddi

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. . . . überrascht mich nicht, lieber Eddi.

 

 

War denn Unfrieden? Ich dachte, wir tauschen konträre Argumente aus. Tu ich mit einer Menge Leuten. Unfriedlich hab ich mich deshalb noch nie gefühlt. Na ja, vielleicht ab und zu mal. Hier. Waren aber wirklich nur 2 - 3 Ausnahmen . . . . :-).

 

Gruß, Klaus

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