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Roemhild

Mal eine allgemeine Frage zu einem Ersatzschaltbild

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Hi @ll

 

 

 

Da meiner Erfahrung nach sowohl der Raum als auch der Verstaerker einen Einfluss auf das Gehaeusevolumen des Lautsprechers haben habe ich mir dazu mal ein paar Gedanken gemacht und hoffe das ich nicht voellig daneben liege.

 

Erste Vereinfachung: geschlossenes Volumen

Zweite Vereinfachung: Die Box ist fest (stabil) und federt nicht.

 

 

Ein paar Annahmen dazu:

 

 

1) der Raum besitzt eine gewisse Daempfung und Federwirkung auf den Treiber

 

2) Das Volumen hinter dem Chassis hat eine Daempfung und Federwirkung

 

3) Der Treiber selber besitzt eine Daempfung und Federwirkung

 

4) Der Verstaerker hat eine Daempfung auf den Treiber

 

 

 

Damit der Treiber jetzt sein optimales Einschwingverhalten und damit die geringsten Verluste aufweist, muessen doch alle Faktoren aufeinander abgestimmt werden, oder?

 

 

 

 

 

http://www.audiomap.de/forum/user_files/842.jpg

 

 

Dazu folgendes Ersatzschaltbild:

 

http://www.audiomap.de/forum/user_files/843.jpg

 

 

 

 

Wenn ich jetzt einen Faktor veraendere muss ich gleichzeitig einen zweiten veraendern um wieder im Gleichgewicht zu sein, oder?

 

Ist die Anordung des Schaltbildes richtig?

 

Meine ersten Ueberlegungen waren dazu:

 

Das Volumen und der Raum werden durch den Treiber getrennt --> daher alle in Serie.

 

Das wuerde dann aber bedeuten das bei Vergroesserung des Raumes die Feder abnimmt und man somit die Feder im Gehaeuse auch wieder verkleinern muesste. --> damit muessten sie Parallel liegen

 

 

Schaltbild 2:

 

http://www.audiomap.de/forum/user_files/844.jpg

 

 

Wie veraendert sich die Daempfung und damit die Federwirkund des Treibers? Ist der Verstaerker richtig eingezeichnet oder liegt der parallel zum Treiber?

 

 

 

Habt Ihr irgendwelche Gedanken, Anregungen oder vielleicht sogar Erklaerungen dafuer?

 

 

 

 

mfg T. Roemhild

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Als Nichtmechaniker liegt mit ein elektrisches Ersatzschaltbild eher:

Du hast den ohmschen Widerstand und die Induktivität des Chassis in Serie mit der Ausgangsimpedanz des Verstärkers. Dies geht dann auf einen Übertrager, welcher mit Hilfe des BL-Produktes die elektrische Energie in die mechanische überträgt.

Auf der "mechanischen Seite" des Übertragers hast du dann einen Parallelschwingkreis aus der Masse der Membran, der Federsteife der Aufhängung und den Reibungsverlusten. Und natürlich den nächsten Übertrager - die Membran. Diese überträgt die mechanische Energie auf die komplexe Strahlungsimpedanz der Luft.

Wenn man das mit dem Strahlungswiderstand genau nimmt, kommen da ziemlich lange, unhandliche Formeln raus.

In der Praxis kommt man mit der Vereinfachung, wie sie in fast allen Simulationsprogrammen angewendet wird, aber auch ganz gut hin.

 

Im Tieftonbereich kannst du in erster Näherung mit den TSP-Parametern rechnen. Wenn du da die Frequenzweiche, den Verstärker und die Anschlusskabel mitberücksichtigen willst, dann addieren sich deren Widerstände einfach zum ohmschen Widerstand des Chassis. Die elektrische Güte des Chassis wird dadurch also geringfügig höher - die Resonanzfrequenz bleibt unverändert.

 

Bei Box und Raum ist es nun so, das bei den meisten Applikationen der Raum deutlich größer ist als das Volumen der Box. Von daher dominiert deutlich die Box in der Berechnung, den Raum kannst du getrost unter den Rundungsfehlern in der x-ten Stelle hinterm Komma abhaken.

 

Die "Übertragungsfunktion" des Raumes kannst du dann unabhängig von der Box betrachten. Auch dazu gibt es entsprechende Simulationsmodelle. Stark vereinfacht kamm man sagen, das unterhalb der niedrigsten Raummoden der "Frequenzgang" mit 12db/Oktave ansteigt.

Bei kleinen Räumen ist das dann natürlich mitten im Bassbereich, bei großen deutlich darunter. Im Auto liegt diese Grenzfrequenz in der Regel so zwischen 70 und 120Hz.

 

Will man einen im eingeschwungenen Zustand linearen Frequenzgang erreichen, so kann man das z.B dadurch erwirken, dass der Lautsprecher unterhalb dieser Raumfrequenz um 12db/Oktave abfällt, was mit seinem 12dB/Oktave Anstieg wieder lineare Verhältnisse schafft. Geschlossene Boxen haben genau diesen Abfall.

 

In der Praxis ist der Raumfrequenzgang jedoch sehr stark von der Aufstellung, der Hörposition, der Einrichtung..... abhängig und hat im Bereich von 20-150Hz durchaus Abweichungen von 5-20dB !!!

Dabei ist die Anhäufung von Resoonanzen bei kleinen Räumen natürlich anders als bei großen. Von daher hat sich irgendwann mal die Daumenregel ergeben, dass es in kleinen Räumen oft besser ist, diese Resonanzen nach Möglichkeit gar nicht erst so stark anzuregen, so dass diese dann auch nicht so stark nachschwingen. Genau das machen dann kleine Boxen oft so.

Nun haben diese Daumenregeln, welche aus der Erfahrung entstanden sind, die Eingenheit, dass man sie erst hinterher hat und dass sie sich auf die Techniken der Vergangenheit beziehen. Im Zeitalter kompakter, aktiver Subwoofer kann man dass natürlich nicht mehr an der Gehäusegröße ausmachen sondern nur noch am Frequenzgang. Heute ist es damit kaum noch ein Problem, in Frequenztiefen hinunterzusteigen, die noch vor 10 Jahren in den meisten Wohnzimmern nicht abgestrahlt wurden. Von daher wäre eine Begrenzung und Beeinflussung der Tiefsttonenergie auch in grösseren Räumen oft von Vorteil.

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Hi

 

 

ich bin eher der Techniker, daher auch der Vesuch das mal so anzugehen.

 

In der Ueberlegung habe ich bewust den Treiber rausgelassen, da sich dieser in dem Modell nicht veraendert.

 

 

Du schreibst das der Raum eine untergeordnete Rolle in diesem Modell spielt und ich behaupte ganau das Gegenteil. Denn gerade nach meinen Erfahrungen habe ich meine Konstruktionen immer, auch wenn der Rest der Anlage gleich geblieben ist, neu abstimmen muessen.

 

nur als Beispiel nehme ich den FX200 in einem geschlossenem Volumen. Das Gehaeuse war immer das gleiche. und auch die Treiber wurden nicht getauscht.

 

Anlage 1) -CD-Player S500 von NAD; Marantz SC80 PreAmp; Cresendo Nachbau der Amp

 

In meinem Raum (5.5m x 6.0m x 3,5m) stellte sich das Volumen bei ca. 23,5ltr ein.

Bei meinem Partner (Raum 4,5m x 7,0m x 3,1m) stimmten wir die Box auf ca. 24,2ltr ab.

Bei einem Freund (Raum 3,8m x 6,0m x 2,8m) stimmten wir die Box auf ca. 24,8ltr ab.

 

 

Anlage 2) -CD-Player S500 von NAD; PCC88 PreAmp; Buscher SE25

 

in meinem Raum: Volumen ca. 25,8ltr.

bei meinem Partner lag das Volumen um ca. 26,3ltr.

Die Buscher hatten wir im dritten Raum nicht testen koennen.

 

 

Dadurch das wir den Treiber mit den verschiedensten TT gepaart haben, haben uns die Versuche ca. 1 Jahr begleitet und wir sind immer wieder auf die gleichen (+/- 50ml) Volumen gekommen. Bei den Versuchen haben wir immer zuerst den BB abgestimmt, dann den TT und schliesslich die gesamte Box mit Weiche fein abgestimmt.

 

 

Einen Tausch gegen andere PreAmps bzw andere CD-Player brachte zwar klanglich was aber nicht in der Abstimmung des Volumens. Lediglich die verschiedenen Enstufen die wir verwendet haben. Darunter waren im Laufe der Jahre:

 

NAD 216

NAD 208

NAD S300

Cresendo (Nachbau)

Mini Cresendo (Nachbau)

Buscher SE25

Vincent SP331

irgendein kleiner Rotel Vollverstaerker (Bezeichn. hab ich wieder vergessen)

 

 

Nicht nur der Verstaerker, was ja aufgrund der elektrischen Parameter einleuchtet, sondern auch der Raum hat einen Einfluss auf die Abstimmung.

Zwar muessen die Raumaenderungen deutlich groesser sein um bei der Box eine Veraenderung zu erhalten, aber es war immer bei einer Verkleinerung des Hoerraumes eine Vergroesserung des Volumens noetig. Und diese waren, wie Du ja siehst, nicht x-Stellen hinter dem Komma.

 

 

Um diesen Hintergruenden auf die Spur zu kommen habe ich auch das Feder/Daempfer-Modell zur Diskusion gestellt. (ich hoffe das ich mit der Ansicht nicht voll daneben liege).

 

 

Was in diesem Modell nicht mit einbezogen ist, sind die Resos der Raeume. Mein Raum z.B. hat ein riesen Problem mit ca. 120Hz

Die wurde aber mittels Helmholzresonatoren in den Ecken und Plattenabsorbern weitesgehends "weggefiltert". Akustisch sind alle drein normale Wohnraeume, mit Sofa Pflanzen und co., gewesen.

 

 

 

Bei dem von Dir angesprochenen Strahlungswiderstand spielt ja auch die Rolle wie der Treiber auf der Front aufgesetzt, eingelassen etc. ist. Welche Abmasse die Front hat, etc.. Aber all diese Faktoren sind gleich geblieben, da wir ja die Gehaeuse nicht veraendert haben. Sogar die Boxenstaender haben wir immer die gleichen benutzt.

 

 

Das mit dem Ansteigen oberhalb der Raummoden ist klar.

 

 

 

Die Volumenaenderungen in diesen Bereichen haben kaum, wenn ueberhaut, Auswirkungen auf den Frequenzgangschrieb. Wenn ich die Box natuerlich in die Ecke stelle wird deer Bassbereich angehoben, klar. Steht sie relativ frei wird sie deutlich schlanker spielen. Aber dadurch ergeben sich keine Veraenderungen der Volumen.

 

 

Meine Versuche und Ergebnisse beziehen sich auch nicht auf entzerrte TT in irgendwelchen mini Gehaeusen mit Aktiveinschueben.

 

 

 

Ich stimme die Lautsprecher immer so ab, dass ich diese nicht versuche in irgendwelche Wunschparameter zu druecken, sondern in (klingt vielleicht nach Voodoo) das Volumen verbaue das der Treiber benoetigt.

 

 

 

 

mfg Till

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Hi Till

 

"ich bin eher der Techniker":

Ob man das Modell mechanisch oder elektrisch aufzieht, ist nur eine Frage der Vorstellung - die Mathematik am Ende ist die gleiche!

 

"Die Volumenaenderungen in diesen Bereichen haben kaum, wenn ueberhaut, Auswirkungen auf den Frequenzgangschrieb":

Die Berechnungsmethoden haben aber gerade das Ziel, die Übertragungseigenschaften zu erfassen (Frequenz und Phase).

 

Die Federsteife, die von einem Luftvolumen auf ein Chassis wirkt ist von dem Volumen, der Fäche des Chassis, der Schallgeschwindigkeit und dem Rho des Mediums (Luft) abhängig, wobei Rho und c quadratisch eingehen.

Wenn ein Raum also etwa 3x4x5m klein ist, dann sind dass 60.000 Liter.

Verglichen mit deinen 24 Liter der Box sind dass dann die x-te Stelle hinterm Komma, die ich vernachlässigen wollte.

 

Mit den einfachen Ersatzschaltbildern in Form der Ferdersteife kommt man da also nicht auf deine Geheimnisse. Da kannst du das also leider nicht mit den von dir angebotenen Modellen ausrechnen - schade.

 

Von daher bleibt nur der etwas komplexere Ansatz über die Strahlungsimpedanz, die Raummoden.....

Doch letztlich machen all diese Berechnungen nur quantitative Aussagen, keine Qualitativen. Es bleibt dir also auch in Zukunft noch die ein oder andere Nacht, in der du deine Ohren zum Abstimmen verwenden musst.

Viel Spass dabei

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klingt überhaupt nicht nach Voodoo, sondern ist das einzig Vernünftige. Was von allein korrekt schwingt, muss man nicht regeln. Zu Deiner Überlegung: der Raum bietet der Membran keine "Federsteife" - mal abgesehen davon, daß die sich dauernd ändern würde, wenn z. B. eine Tür oder ein Fenster aufgeht, oder auch nur unterschiedlich viele Leute im Raum sind.

Akademisch gesehen könnte man zwar von einer "Federsteife" reden - das wäre aber wirklich höchst akademisch . . . . . ;-).

Hubert hat Recht: die Volumina sind denn in der Praxis doch zu unterschiedlich.

Vor Jahren haben wir mal aus Interesse während eines Umbaus einen (zwei wären zuviel Aufwand gewesen) Quad ESL in einen vorhandenen und leicht provisorisch in die richtige Form zu bringenden Ausschnitt zwischen 2 fast gleichvolumigen Räumen gesetzt. Und nat. die Türen zugemacht . . . . :-).

Das war schon interessant: die große Membranfläche mal völlig ohne Kurzschluss und mit fast identischem Volumen HINTER der Membran zu hören (die Matten haben wir nat. ´rausgenommen).

Der Bass war klasse! Mitten und Höhen sowieso aber die tieferen Mitten noch deutlich freier von Resonanzen bzw. Interferenzen. Ich hätte gerne zwei davon in die Wand gebaut und da gelassen. . . . Danach haben wir dann einen Altec 604E auf ein Brett in dieselbe Öffnung gesetzt: das war auch nicht schlecht, der brauchte aber ein kleineres Volumen HINTER sich, weil er sonst doch zu wild wurde. . . . Aber bei geringer Lautstärke war das schon Klasse und ich kenne Leute, die sich die Dinger in eine extra gezogene Wand im Raum haben setzen lassen - in einem Fall ist die Wand konkav gebaut, so daß sich die Achsen an einem optimalen Hörplatz kreutzen und als Zugabe noch Resonanzen deutlich vermindert werden. DAS ist mal was Mahahaximales ;-). Hinter der Wand ist Stauraum. Die Altecs sind aber in Gehäusen. Mit großen Elektrostaten wäre das mal interessant . . .

Wenn man übrigens bedenkt, wie unterschiedlich gerade sensible Elektronik auf sehr starke Antriebe bei Lautsprechern reagiert in Zusammenspiel mit dem Volumen/Port im Gehäuse bzw. der Anpassung im Horn, so spielt dies (die Stärke der Magneten bzw. die "Dämpfung" dadurch) eine wesentlich größere Rolle als das Luftvolumen VOR der Membran und wird bei Abstimmungen gern übersehen oder zu gering geachtet.

 

Gruß, Klaus

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Hi!

 

 

kleiner Vergleich: wenn ein Violonist oder Cellist oder Gitarrist z. B. ein Instrument testet (verzeihung: anspielt), begibt er sich nicht zufällig fast instinktiv an eine Stelle des Raumes, wo er das Instrument am intensivsten "klingen" hört, ohne daß der Raum sich zu stark einmischt.

Die Balance zu halten zwischen starker Interaktion und keiner Interaktion (bzw. möglichst schwacher - keine gibt´s in Räumen nicht, da müßte man auf´s freie Feld gehen) ist die "Kunst" beim Umgang mit akustischen Instrumenten, Stimmen, Mikrofonen und Lautsprechern.

Man kann das nur ansatzweise messen - besser ist es, seine Ohren zu schulen.

Interessant ist die Tatsache daß zu Zeiten, in denen es keine Messungen gab, akustisch/klanglich absolut hervorragende Konzertsäle entstanden sind und heute mit enormem Messaufwand oftmals regelrecht "tote" Akustik gebaut wird. Aber mit "optimaler Sprachverständlichkeit" . . . bloß redet dann sowieso keiner ohne Mikro. Eine Solovioline klingt wie in Watte gepakt, aber ausgesprochen linear . ´ne akustische Gitarre ist gerade mal halbwegs gut zu hören, wenn der Gitarrist anfängt, aus Verzweiflung zu schrammeln .

 

Ersatzschaltbilder geben per Definition vor, ein Ersatz zu sein. Aber was können sie WIRKLICH ersetzen?

 

Gruß, Klaus

 

 

 

 

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Hi Klaus,

 

die Aufstellung akustischer Instrumente kann ich so nach vollziehen, Lautsprechersysteme wie die Rondo und sicher auch offene Schallwände sind Kritisch, weil sie eine starke Interaktion mit dem Raum eingehen. Aber ne geschlossene Box mit "normalen" akustisch totem Gehäuse??? ( Raummoden, Druckkammereffekte und Wand/Ecke/Bodenaufstellung ausgenommen)

 

50 milliLiter Änderung zu 60.000.000 milliLiter??? Raumvolumen? um obige Zahlen zu verwenden.

Meine ungeschulten Ohren verweigerten mir eine Änderung im Klangbild wahrzunehmen. Deshalb glaube ich eher an die Mathematik: eine Gesamtraumvolumenänderung von 1/ 1.200.000 wahrzunehmen bedeutet ja bei nem Türöffnen müsste ja ein Orkan von Klangänderung eintreten.....

 

Ich will aber nicht abstreiten, das ein geschultes Ohr Veränderungen an dem Lautsprecher ( Membran in Box)wahrnehmen kann.

Aber ich bin kein Musiker, der sollte schon merken, wenn die Gitarre falsch klingt, sondern NUR Hörer....

 

 

MfG

Peter

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Hi Hubert

 

 

 

Das mit der Federsteife leuchtet mir ein. Und damit das Modell in der Art nicht moeglich.

 

 

Was man natuerlich mal vergleichen koennte ware das Verhaeltnis der Raumaenderung mit den Verhaeltnissen der Volumenaenderung der Box. Das wuerde aber bedeuten das man viele Tests mit viele Lautsprecher in den unterschiedlichsten Raeumen machen muss.

 

 

Der Ansatz mit dem Strahlungswiderstand hoert sich so erst einmal interesant an. Hast Du da nen Anfangspunkt oder Ideen wie man das anfangen koennte?

 

 

mfg Till

 

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Hi Klaus

 

 

der Vergleich mit dem Musiker finde ich persoenlich sehr gut. Ich sehe meine Art der Abstimmung auch eher als eine Art Kunst an. Messtechnisch sicher nicht immer einwandfrei aber ich habe die Erfahrung gemacht das eine Box die messtechnisch perferkt ist meist lahm und steriel, fast schon leblos.

 

Von daher kann ich nicht auf mein Gehoer bei meinen Abstimmarbeiten verzichten, will ich auch garnicht.

 

 

Was ich eigentlich ersetzen will:

 

Ich wuerde gerne Leuten bei dem Einstieg in die Abstimmerei helfen. Da es erheblich leichter ist das Feintunig zu vollziehen. Wenn man weit von dem optimalen Volumen ist, sind grosse Veraenderungen kaum zu hoeren. Hingegen am Ende sind kleinste Veraenderungen auch mit einem noch ungeschultem Gehoer durchaus nach zu vollziehen. Damit will ich aber nicht behaupten, dass das jeder kann. Ich kann auch keine Geige oder keine Gitarre abstimmen. Bin aber der Meinung das ich das durchaus lernen koennte.

 

 

Ich bin der festen Ueberzeugung das es sich durch gewisse Parameter in eine Art Formel bringen laest. Was bleiben wird ist, das man den Lautsprecher esrt einmal verstehen muss um ihm das richtige Volumen zu geben. Mit richtig verstehen meine ich nicht ihn in seine Einzelteile zu zerlegen und jede Reso auf der Membran zu kennen, sondern viel mehr das Gefuehl dafuer zu bekommen ob das Volumen zu gross oder zu klein ist.

 

 

Ein Maler errechnet sich sein Bild auch nicht. Un dfuer mich ist HiFi mehr als nur Diagramme und Messschriebe.

 

 

 

 

 

mfg Till

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Hi Klaus

 

 

 

das Du das mit dem Voodoo so nicht siehst freut mich. Bin eh sehr positiv von der Entwicklung des Threads ueberrascht. Hatte schon befuerchtet das es nur nen Draufgekloppe wird. Danke dafuer ersteinmal an alle!

 

 

 

Deine Argumente mit der Tuer und den Personen im Raum kann ich gut nachvollziehen. Auch ich hatte schon daran gedacht. Ist aber auch so.

Beispiel hierfuer kann ich nur die Discothek anfuehren in der ich mal vier Jahre gearbeitet habe. Wenn der Raum leer war klang die Anlage recht dumpf. Im Laufe der Abende fuellten sich die Raeume und der Klang veraenderte sich. Er wurde praezieser im Bass und der Druck nahm erheblich zu. Der DJ musste dann auch die Lautstaerke immer weiter runter fahren. Frueher ist mir das so nie aufgefallen. Jetzt wenn ich so darueber nachdenke macht das Sinn.

 

 

Deine Beschreibung finde ich hoechst interessant und decken sich weitesgehend mit meinen Erfahrungen. Wir haben mal einen Elektrostaten mit einem Volumen hinten abgestimmt und es war erstaunlich wie der dann aufgespielt hat. Daher kann ich mir schon vorstellen was passiert wenn dieser keinen akustischen Kurzschluss erfaehrt.

 

 

 

 

mfg Till

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Wenn man in Schweden die Population der Störche mit der Geburtenrate vergleicht, geht die Korellation gegen 1!!!

Kommen darum in Schweden die Kinder wirklich von den Störchen?

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>Beispiel hierfuer kann ich nur die Discothek anfuehren in der

>ich mal vier Jahre gearbeitet habe. Wenn der Raum leer war

>klang die Anlage recht dumpf. Im Laufe der Abende fuellten

>sich die Raeume und der Klang veraenderte sich. Er wurde

>praezieser im Bass und der Druck nahm erheblich zu. Der DJ

>musste dann auch die Lautstaerke immer weiter runter fahren.

 

Hi Till,

 

je mehr Leute im Raum sind, desto mehr wird der Raum ja bedämpft => sollte besser klingen, weil weniger Reflexionen.

Da mehr Leute ja auch mehr Schallabsorbtion bedeutet, verstehe ich noch nicht ganz, das er runter gefahren ist/ musste! widerspricht sich ihmo.

 

UND: mehr Leute bedeutet höhere Temperatur! + Betriebstemp. der Boxen => die Resonanzen der Treiber ändern sich nach oben! Hab ich vor kurzem selbst gemessen. Bei BR Abstimmungen sind die 2-5Hz-Reso-F sicher? schon zu merken/ hören. Deshalb sollte man ja auch Bässe für Disko uÄ. nach ein paar min. Vollast erst abstimmen: unter Betriebsbedingungen, da sich dann einiges ändern kann, wie Dein Beispiel offensichtlich bestätigt.

 

 

MfG

Peter

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Tag Till!

 

Das mit der Kurzschluss-Vermeidung an sich ist ja nur die halbe Miete. Dazu kam noch die Druckunterstützung durch die Wandfläche und ganz wesentlich die Vermeidung des akustischen Kurzschlusses OHNE geschlossenes Gehäuse hinter der Membran - was normalerweise ja so nicht gegeben ist, sodaß das Reagieren auf den Widerstand der Luft VOR und HINTER der Membran GLEICH ist.

Damit besteht ein pneumatisches Umfeld, das wirklich nur so gegeben ist.

 

Gruß, Klaus

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Hi Peter

 

 

 

 

zu deinem ersten Punkt stimmer ich ersteinmal zu was die Reflektionen angeht. Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht das die Raumverkleinerung das Volumen der Boxen ja vergroessert werden muss. Da die Volumina aus meiner Sicht zu gross gewesen sin (dumpf und konturlos) stellte sich mit zunehmenden Publikum das Verhaeltnis so ein das es passte. Nur ne Theorie von mir.

 

 

Zu dem Zweiten Punkt muss ich sagen das der Raum durch eine recht aufwendige Klimaanlage auf relativ konstanten 20Grad gehalten wurde. Die Lautstaerke wurde die ersten zwei bis drei Stunden kaum veraendert. Je mehr Leute im Raum waren desto leiser wurde auch die Anlage eingepegelt. Nach einer Stunde dauerbetrieb haben die VC sicher ihr Betriebstemp erreicht und duerften sich nicht mehr viell veraender, oder?

 

 

 

 

mfg Till

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Hi Klaus

 

 

 

 

das leuchtet mir ein. Hab ich auch so verstanden, mich aber scheinbar falsch ausgedrueckt.

 

 

Habt ihr die Panels mal mit einem geschlossenen Volumen versucht? Wenn ja wie gross war das Volumen hinten? Hattet ihr das bedaempft?

 

 

 

 

mfg Till

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Hi Sven

 

 

das ich nicht geantwortet habe liegt einfach daran das ich momentan recht viel zu tun habe und in einigen wichtigen Vorbereitungen stecke. Daher koennen meine Antworte schon etwas laenger dauern. Sorry deswegen.

 

 

 

So jetzt zu Deinem ersten Posting:

 

Du schreibst: >> (...) Vielleicht liegen die Volumenschwankungen an der Serienstreuung von Chassis und Weichenbauteilen?! (...)<<

 

 

ich hatte in meiner Antwort (Nr.2) breits geschrieben das ich diese ausschliessen kann und habe das mit dem Beispiel des FX200 in einer geschlossenen Box versucht zu begruenden.

 

kurzer Auszug:

 

 

>> (...)

 

nur als Beispiel nehme ich den FX200 in einem geschlossenem Volumen. Das Gehaeuse war immer das gleiche. und auch die Treiber wurden nicht getauscht.

 

Anlage 1) -CD-Player S500 von NAD; Marantz SC80 PreAmp; Cresendo Nachbau der Amp

 

In meinem Raum (5.5m x 6.0m x 3,5m) stellte sich das Volumen bei ca. 23,5ltr ein.

Bei meinem Partner (Raum 4,5m x 7,0m x 3,1m) stimmten wir die Box auf ca. 24,2ltr ab.

Bei einem Freund (Raum 3,8m x 6,0m x 2,8m) stimmten wir die Box auf ca. 24,8ltr ab.

 

 

Anlage 2) -CD-Player S500 von NAD; PCC88 PreAmp; Buscher SE25

 

in meinem Raum: Volumen ca. 25,8ltr.

bei meinem Partner lag das Volumen um ca. 26,3ltr.

Die Buscher hatten wir im dritten Raum nicht testen koennen.

 

(...) <<

 

 

 

mfg T. Roemhild

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Hallo Till!

 

Mit dem geschlossenen Volumen hatten wir mal bei einem ESL 63 versucht und den mit Schafswolle bedämpft - war nicht so toll, ging zwar logischerweise tiefer, aber ansonsten waren die Vorzüge der Offenheit, leichtigkeit - was eben ESLs ausmacht - weg.

Ich meine, daß nix dahinter darf - die Dinger müssen "atmen" können :-) .

 

Gruß, Klaus

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Hi Klaus

 

 

 

 

das ist ja mal interessant. Gut auf der einen Seite hast Du die Erfahrung gemacht das durch die Vermeidung des ak.-Kurzschlusses die Panels besser geklungen haben. Kann ich nachvollziehen.

 

 

Auf der anderen Seite hat bei Dir ein Volumen hinter dem Panel eine Verschlechterung gebracht. Dazu zwei Gedanken von mir

 

1) das Volumen hinter dem Panel war zu klein?

2) die Daempfung war zuviel?

 

 

 

Hast Du mal mit Vergroesserung der Abstrahlflaeche gespielt? Damit meine ich seitlich an die Panel ein Brett gestellt aehnlich einer offenen Schallwand? Wenn ja was hat das bewirkt?

 

 

 

ich meine jeder LS, auch Panels, brauchen ein def. Volumen. :-)

 

 

 

mfg Till

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Hallo

 

Ich misch mich einfach mal ein....

 

Die Folie eines ELS kann man nicht mit der Membran eines normalen Treibers vergleichen. Sie ist sehr empfindlich, und läßt natürlich praktisch den ganzen Schall, der auf sie auftrifft, auch ungehindert durch. Wenn man also ein ES Pannel hinten mit einer Box dichtmacht, hört man trotzdem den Boxeninnenraum mit, quasi wie durch ein "Fenster". Naja, ist ja fast eines.

 

Die ESLs in eine Trennwand zwischen zwei Räumen einzusetzen halte ich allerdings für sehr interessant. Der akustische Kurzschluß ist weg, und trotzdem ist die "Box" so groß, daß sie keinerlei Einfluß mehr auf die Folie haben kann, wenigstens bzgl Federsteife.

 

Dazu noch ein paar Worte: wie Klaus schon richtig geschrieben hat, ist wohl die Federsteife der Raumluft absolut nur in der Theorie von Bedeutung.

Ich denke mir, wenn Du mit Deiner Methode das Boxenvolumen "auf den Raum" anpasst, dann hat das nichts mit der Luftsteifigkeit im Raum zu tun, sondern das ist wahrscheinlich eine Anpassung an die Klang im Raum, bzw Raumakustik. Das ist wahrscheinlich auch recht subjektiv, denn ich persönlich (!) kann mir nicht vorstellen, daß solche minimalen Volumenänderungen irgendwas (reproduzierbares) bewirken. Die Chassisparameter sind so breit gestreut, daß +-50ml paraktisch nicht nachweisbar sind. Ein großer Bass hat das schon als Verdrängungsvolumen....

Für mich geht das schon ein wenig (sehr) in Richtung Esoterik, aber das ist, wie gesagt, meine persönliche Meinung :-).

 

 

 

gruß

Andi

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