Geschrieben 26 September 2010 - 13:35
Also, wie ich im Infinity-Liebhaber-Thread bereits angekündigt hatte, wollte ich etwas näher auf mein neues (gebrauchtes) Lautsprecherkabel eingehen.
Und zwar handelt es sich um das Monster Cable M 2.2s für den Mittelhochtonbereich der Infinity RS1b.
Vorher hatte ich ein Straight Wire Rhapsody S am Start. Beide Kabel sind nach Preisklasse schon als höherwertig anzusehen, das Monster liegt bei 750, das Straight Wire bei 720 Euro neu.
Gestern und heut vormittag hatte ich nun ausreichend Gelegenheit beide gegeneinander zu hören, nacheinander wohlgemerkt, kein Blindtest, schließlich will ich entspannt hören und nicht verkrampfen ;)
Sieger für mich an der Infinity eindeutig das Monster, vielleicht mag das an anderen Lautsprechern schon wieder anders aussehen, keine Ahnung, denn schlecht ist das Rhapsody nun wirklich nicht (für mich deutlich besser als das Kimber 8TC).
Wenn ich von Unterschieden spreche, dann auch nicht von Welten, aber sie sind da.
Das Monster ist einfach musikalischer, homogener, es spielt entspannter und vor allem ruhiger und sauberer.
Ausserdem bringt es eine wohlige Wärme mit rein wobei es keine Details unterschlägt, im Gegenteil, erstaunlicherweise spielt es meiner Meinung nach etwas aufgelöster.
Es spielt tonal richtig, das heisst auch die Höhen sind voll da, aber viel geschmeidiger, samtiger.
Mit dem Rhapsody habe ich ab und an Zischlaute bei den Stimmen vernommen, beim Monster bisher gar nicht.
Vorher mit dem Rhapsody war das Klangbild vor allem bei höheren Lautstärken unruhiger und irgendwie vor allem im Hochtonbereich teils nervig, bei längerem Hören konnte es vorkommen das ich mit Kopfschmerzen entnervt abgeschaltet habe.
Was ich dem Rhapsody vielleicht zu Gute halten kann: Die Bühne war einen Ticken tiefer und vielleicht war es insgesamt einen Hauch dynamischer, aber wie geschrieben, teils waren die Unterschiede eher marginal.
Fazit:
Mit dem Monster habe ich einen Fortschritt gemacht, das Musikhören wird mit diesem Kabel in meiner Anlage endgültig zum Genuss, vorher war die manchmal nervöse Helligkeit im Klangbild störend.
Mit dem Monster macht es mir richtig Spaß, bei dem Rhadsody ist es zwar auch schon beeindruckend, aber irgendwie nicht stimmig.
Kabelklanggegner werden sich jetzt natürlich an meiner blumenreichen Ausdrucksweise a la Fachzeitschriftentstil stören und meckern wegen des fehlenden Blindtests und der Pausen während des Kabelwechsels und fehlendem Pegelabgleich und und und...
Ich kann nur beschreiben, wie ich es empfunden habe und versuche es in Worte zu kleiden ;)