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Ernesto

TSP/technische Daten neue Focal-Chassis, korrekt??

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Hallo Leute!

 

Sagt mal, was haltet Ihr von den angegebenen TS-Parametern der neuen Focal-Chassis, besonders beim 20er und 25er Polyglass?

Die Parameter sind nicht gerade sinnvoll... :o

 

Grüsse

 

Ernesto

 

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LETZTE BEARBEITUNG AM 11-Jan-2002 UM 18:23 (GMT)[p]In der neuen K&T wurden etliche Focals getestet, unter anderem der 8V5411. Hier mal die Werte zum Vergleich.

 

Fs: 50 / 47,7Hz

Vas: 30,1 / ??? l

Qms: 7,93 / 4,97

Qes: 0,54 / 0,49

Qts: 0,51 / 0,45

Re: 6 / 5,86 Ohm

Le: 0,53 / 0,72 mH

Mms: 23,23 / 23,6 g

Cms: 0,437 / 0,47mm/N

BL: 9 / 8,83

 

Kommt natürlich drauf an, wie man misst und ob bzw. wie die Chassis eingespielt wurden. Was noch bemerkeswert ist: die Frequenzgänge im Katalog sind praktisch deckungsgleich mit denen, die die K&T gemassen hat, auch unter 30°.

Auch wenn ich die anderen vergleiche ist die Tendenz sehr ähnlich.

Würde sagen, die Werte im Katalog sind schon OK.

 

Gruß

Dieter Achenbach

 

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Erst einmal Danke für das Statement! ;-)

 

Meinetwegen hat K+T einmal gut gemessen, ABER wer braucht derartige Parameter?? Freeair-Subwoofer fürs Auto?

 

Grüsse

 

Ernesto

 

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Was ist an diesen Parametern ungewöhnlich?

Man kann damit ganz normale Boxen bauen. Z.B. für geschossen optimal.

Heinz Schmitt hat das meiner Meinung nach treffend kommentiert.

Chassis mit niedriger Resonanz und hoher Nachgiebigkeit klingen unsauber.

 

Gruß

Dieter

 

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Diese Meinung kann ich nicht so teilen.

Okay die Zentrierspinne darf nicht so nachgiebig sein, das die Schwingspule taumelt oder ruckzuck an der Polplatte anschlägt...

Das werde ich mal genauer untersuchen.

 

Trotzdem vielen Dank.

 

Grüsse

 

Ernesto

 

 

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Hallo Ernesto

>Diese Meinung kann ich nicht so teilen.

Warum nicht?

 

>Okay die Zentrierspinne darf nicht so nachgiebig sein, das die Schwingspule taumelt oder ruckzuck an der Polplatte anschlägt...

Hat damit nicht unbedingt was zu tun.

Was Herr Schmit gesagt hat trifft zu. Was meinst Du warum sich PA-Bässe knackiger anhören als das meiste Hifi-Geschrabbel? Erstens mal muss da nicht ein 13er (cm) Membranchen Tiefbass vorgaukeln. Zweitens folgt die Membran wegen der härteren Einspannung besser dem Musiksignal.

 

Ich finde es ganz OK, dass sich Focal mal Gedanken gemacht hat und keine 0815 Chassis präsentiert.

 

Gruß

Dieter

 

 

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Hallo nochmal!

 

Ich weiss was Du meinst!

Leider ist mir bis dato kein mittelhart bis hart aufgehangenes Chassis über den Weg gelaufen, welches einen niedrigen Klirrfaktor hatte bzw. recht konstante Parameter über einen weiten Dynamikbereich aufweiste. Ich werde wohl 2 25er Polyglass kaufen und hoffen das Focal sich mal Gedanken gemacht hat...

 

Grüsse

 

Ernesto

 

 

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Hallo Dieter,

 

da ist mir so einiges nicht klar...

 

Du sagst, die Parameter seien optimal für geschlossene Boxen. (Ich nehme an, du meinst doch "geschlossene" und stehst nicht mit deinen Boxen auf Kriegsfuß?) Heinz Schmitt meint aber, sie seien optimal für Bassreflex.

Das ist für mich eher nachvollziehbar, da man dort Probleme mit subsonischen Störungen haben kann, die die Membran stark auslenken und das Musiksignal verzerren. Bei Musik ohne sehr tiefe Frequenzanteile oder bei Verwendung eines Hochpassfilters besteht aber kein Vorteil durch die hohe Rückstellkraft von Sicke und Spinne.

Bei geschlossenen Boxen liefert das eingeschlossene Volumen auch bei tiefen Frequenzen die nötige Rückstellkraft, um einem "Schwabbeln" der Membran entgegenzuwirken. Eine harte dem Chassis innewohnende Feder führt lediglich zu einer hohen Resonanzfrequenz, die tiefe Basswiedergabe vereitelt (bei passiven geschlossenen Boxen).

 

Der Vergleich zu PA-Bässen hinkt. PA-Bässe liefern in der Regel keinen echten Tiefbass, müssen nicht leise spielen, haben größere Membranflächen. Bisher hatte ich meistens Probleme mit Hörraumresonanzen, die tiefe Frequenzen überbetonten und damit knackigen Klang verhinderten. Ein PA-Bass kommt gar nicht erst in diese Frequenzbereiche.

 

Bemerkenswerterweise ist der 13cm-TMT der Focal mit der tiefsten Resonanzfrequenz und fällt verglichen mit anderen 13ern überhaupt nicht aus dem Rahmen. Auch mit einem 13er darf man tiefen Bass erzeugen, allerdings nur, wenn man kein Erdbeben erwartet.

 

Warum sollte eine härtere Einspannung dazu führen, dass die Membran dem Musiksignal besser folgt? Ich vermute eher, dass die Rückstellkraft, die durch das Luftvolumen im Gehäuse erzeugt wird, weniger Nichtlinearitäten aufweist als die von Sicke oder Spinne hervorgerufene. Insbesondere habe ich meine Zweifel bezüglich des Kleinsignalverhaltens.

 

Es kann sein, dass auch andere Dinge bei Focal eine Rolle spielen als optimaler Klang (weniger Reklamationen, Fertigungsstraffung durch weniger Ausgangsmaterialien - vielleicht dieselben wie im Car-Bereich).

 

Mit freundlichem Gruß

 

Peter

 

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Hallo

 

>Du sagst, die Parameter seien optimal für geschlossene Boxen. (Ich nehme an, du meinst doch "geschlossene" und stehst nicht mit deinen Boxen auf Kriegsfuß?)

- Ja

>Heinz Schmitt meint aber, sie seien optimal für Bassreflex.

Das ist für mich eher nachvollziehbar, da man dort Probleme mit

subsonischen Störungen haben kann, die die Membran stark auslenken und das Musiksignal verzerren. Bei Musik ohne sehr tiefe Frequenzanteile oder bei Verwendung eines Hochpassfilters besteht aber kein Vorteil durch die hohe Rückstellkraft von Sicke und Spinne.

- Stimmt so weit. Natürlich lässt sich auch eine Bassreflexkiste muit den Parametern noch hervorragend abstimmen.

 

>Bei geschlossenen Boxen liefert das eingeschlossene Volumen auch bei tiefen Frequenzen die nötige Rückstellkraft, um einem

"Schwabbeln" der Membran entgegenzuwirken.

- Betonung auf auch. Aber nicht nur das Volumen.

 

>Eine harte dem Chassis innewohnende Feder führt lediglich zu einer hohen Resonanzfrequenz, die tiefe Basswiedergabe vereitelt (bei passiven geschlossenen Boxen).

- Mit dem richtigen Parametersatz, (relativ hohe Qt um 0,5) lassen sich auch geschlossene Boxen bauen, die Tiefbass machen. Vor allen Dingen fällt der Frequenzgang bei geschlossen weniger steil ab als bei Bassreflex und machen eventuell sogar mehr als eine BR

 

>Der Vergleich zu PA-Bässen hinkt. PA-Bässe liefern in der Regel keinen echten Tiefbass, müssen nicht leise spielen, haben größere Membranflächen. Bisher hatte ich meistens Probleme mit

Hörraumresonanzen, die tiefe Frequenzen überbetonten und damit knackigen Klang verhinderten.

- Ein knackiger Bass hat nichts damit zu tun, ob Tiefbass vorhanden ist oder nicht. Das entscheidet sich im Bereih darüber.

 

>Ein PA-Bass kommt gar nicht erst in diese Frequenzbereiche.

- Wenn man den richtigen hat schon. Allerdings erst bei den 15-Zöllern.

 

>Bemerkenswerterweise ist der 13cm-TMT der Focal mit der tiefsten Resonanzfrequenz und fällt verglichen mit anderen 13ern

überhaupt nicht aus dem Rahmen. Auch mit einem 13er darf man tiefen Bass erzeugen, allerdings nur, wenn man kein Erdbeben

erwartet.

- 13er sind Mitteltöner. Für Bass kommt nur belangloses Geblubbere.

 

>Warum sollte eine härtere Einspannung dazu führen, dass die Membran dem Musiksignal besser folgt? Ich vermute eher, dass die Rückstellkraft, die durch das Luftvolumen im Gehäuse erzeugt wird, weniger Nichtlinearitäten aufweist als die von Sicke oder

Spinne hervorgerufene.

- Vermuten heißt nicht Wissen. Die vom Lautsprecher kann ich aber klar definieren. Die der Luft ändert sich mit dem Volumen.

 

>Insbesondere habe ich meine Zweifel bezüglich des Kleinsignalverhaltens.

- Was zu untersuchen wäre.

 

>Es kann sein, dass auch andere Dinge bei Focal eine Rolle spielen als optimaler Klang (weniger Reklamationen, Fertigungsstraffung durch weniger Ausgangsmaterialien vielleicht dieselben wie im Car-Bereich).

- Das was Focal an Einzelchassis fertigt ist nur ein Bruchteil dessen, was in die Produktion der JM-Lab Lautsprecher geht. Welchen Anteil Focal im Car-Hifi Bereich hat weiß ich nicht.

Ich zumeindest kenne die Politik von Focal nicht.

 

Gruß

Dieter

 

 

 

 

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Hallo Dieter,

 

mit einer einzigen Zahl ist die Rückstellkraft von Sicke und Spinne keinesfalls klar definiert. Dass sich das Äquivalentvolumen stark mit der Messspannung ändert, kann man schon mit bescheidenen Messmitteln nachweisen.

Schwierig zu messen ist das Kleinsignal-Verhalten, in das auch Haftreibungskräfte eingehen. Eine sehr weiche Einspannung wird hier tendenziell weniger Widerstand leisten. (Dabei spielt aber eigentlich die Zähigkeit und nicht die Härte eine Rolle.)

 

Selbst starke Auslenkungen führen bei gewöhnlichen Boxen zu Änderungen des Luftvolumens von <<1%. In dem resultierenden Druckbereich ist die Kompressibilität der Luft linear.

 

MfG Peter

 

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Hallo Peter!

 

Ich muss Dir in vielen Punkten zustimmen!

Hart aufgehangene Chassis weisen bei meinen Klirrfaktormessungen (über Frequenz u. Pegel)bis dato schon bei geringen Pegel höhere Verzerrungen auf als weich aufgehangene, ferner sind die Parameter stärker abhängig von der angelegten Quellspannung. Ich habe zudem schon mehrere Focal-Chassis verbaut und war von der gebotenen Leistung nicht gerade positiv überrascht. Jahre lang wurden Chassis mit "unpassenden" Zentrierspinnen verbaut, welche starke "Ausrutscher" je nach Typ bei 600Hz bis ca. 1500Hz verursachen, die nicht ohne aufwendige Korrekturmassnahmen in den Griff zu bekommen sind. Laut den Messungen von K+T ist eine

gewisse Verbesserung eingetreten... ;-)

Ich werde mir den 25er wohl mal zum Spass zulegen und sehen was Sache ist. Den 20er kann man m. E. vergessen. Rein theoretisch laut Proggi ist er als Tieftöner unbrauchbar.

 

Grüsse

 

Ernesto

 

 

 

 

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