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matus

Ist die klassische Stereoanlage tot II

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ganz klar,

 

für mich ist sie nicht tot. Ein guter Stereoverstärker

und zwei einigemaßen Boxen machen immernoch besser

Musik als ingendein 5-Kanal Klapperteil mit -

und da liegt der Haken - 5 meistens minderwertigen

Soundwerfern. Und die stell´man erstmal auf; also

selbst wenn das alles so "klasse" rüberkommt, ich

brauche kein Echo von hinten.

Leider wird momentan eher Masse statt Klasse verkauft.

 

ciao

Matthias

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Hallo Micha,

 

das war ja meine Rede (abgesehen davon, dass ich es nicht brauche): ich habe, auch auf Messen, viele brauchbare Stereovorführungen gehabt, aber noch keine brauchbare Multichannel-Vorführung. Kann also nicht so einfach sein, die Theorie in die Praxis umzusetzen. ;)

 

So, klinke mich gleich wieder aus, wird bestimmt auch ein Monsterthread.

 

Oliver

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Hi!

Die ganze Mehrkanalerei ist eben erst in einer Entwicklungsphase, Stereo hat ein paar Jahrzehnte Vorsprung.

Natürlich klappt Mehrkanal-Musik erst so richtig,wenn ALLES stimmt.

Also die Tonmischung,der Hörraum und die Boxen plus Aufstellung.

Das kann man aber in den Griff kriegen,so man einen guten Hörraum hat. Wenn ich in der Zeitung "stereo" die Leserservice-Fotos so sehe,dann muss ich oft lachen: Stereo-Abbonnenten kommen mit ihren Stereoanlagen nicht klar...

Aber Technik ist dazu da,beherrscht zu werden.

Auch bei Mehrkanal.

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Hallo Sven,

 

im Prinzip hast Du recht.

Aber die "World of HiFi" ist eine Fachmesse, wo die Hersteller Kaufinteresse wecken wollen. Da sollte man mehr voraussetzen. Trotzdem hat´s nicht gefunzt.

 

Gruß

 

Micha L

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Ja,klar,schade,das auf diesen Messen oft kein guter Klang erzielt wird,das wäre für die Branche ein Segen.

Aber viele Leute haben von gutem Klang auch sehr wenig Ahnung,ich versuche auch oft vergebens,meine Bekannten zu "missionieren".

Da viele mit Gedudel zufrieden sind,ist kaum hochwertiges zu vermitteln,auch bei Surround.

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Gerade, weil der Masse das am A. vorbeigeht, wäre es logisch, wenn die Firmen wenigstens versuchen, die "Freaks" bei der Stange zu halten. Aber weit gefehlt.

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hi micha!

 

um es auf einen punkt zu bringen und deine frage

> Ist die klassische Stereoanlage tot?

zu beantworten:

definitiv jein !!!

 

surround kann bei entsprechend penibler aufstellung und gleichwertiger qualitaet, was einen hoeheren gesamtpreis hervorruft, sowie hochwertigem material (nicht vergessen: dvd-videos sind datenreduziert) sicherlich mehr als das klassische stereo.

 

ich fuer meinen teil habe zuhause eine hochwertige stereo-anlage stehen und lasse darueber auch tv und video laufen. und ich denke nicht im geringsten daran, drei, fuenf oder wieviele kanaele sich die hersteller noch ausdenken noch dazu zuruesten.

 

ich glaube allerdings, dass der normale konsumermark auf die effektehascherei von toenen von links hinten oder bebenden raumschiffen von vorne links nach hinten rechts anspringen wird.

leider! denn die von dir angesprochenenen interessierten laien werden mit der konfiguration und der optimierung ihre probleme haben.

 

ich empfehle jedem, der meinen rat hoeren will, das angepeilte budget in stereo denn in surround zu stecken, denn man erhaelt einen deutlich besseren klang.

 

wer den unbedingten schwerpunkt auf heimkino setzt, der sollte sich sehr intensiv mit der surround-materie auseinander setzen und dann abwaegen.

 

ich hoffe, mein kommentar war ausreichend.

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Hallo Sven!

 

 

Das ist aber nun schon eine ziemlich lange Entwicklungsphase - vor allem, wenn man die Qusdrophonie mitr in diese Entwicklung einbezieht.

 

 

Wann stimmt den "ALLES"?

 

Um "Alles" stimmig zu machen ist ein dermaßen großer Aufwand nötig, daß ich mal bezweifeln möchte daß hier irgendjemand bereit und in der Lage ist, diesen zu treiben - so, daß "ALLES" stimmt . . . .

 

Also reden (und haben ja bereits sehr kontrovers diskutiert) wir doch hier über die bloße Theorie! Vom Ideal!

Wie toll es wäre, wenn . . . . ja: wenn.

 

Wie ist der "Ist-Zustand"? Da kann man nach meiner Erfahrung davon ausgehen, daß der "Ist-Zustand" bei den meisten Usern nicht so aufwendig (und teuer) ist, wie bei den auf den Messen gezeigten Konfigurationen (ich meine damit die größeren Messen wie dei HighEnd z. B.). Die Aussteller brauchen sich bekanntlich weniger Sorgen darüber zu machen, was das Zeug kostet und wie man zu Hause seine Räume gestalten müßte.

Ergo kann man davon ausgehen, daß die Umstände auf Messen (trotz aller Widrigkeiten) günstiger sind, als die um den heimischen Herd herum - wo von WAF über die Innenarchitektiur bis zum Portemonaie eine Menge sich widerstrebender Faktoren eine Rolle spielen.

 

Oder sehe ich das falsch?

 

Was bei Nichtbeachtenmüssen pekuniärer Umstände möglich ist - das ist wirklich sehr gut und auch sehr überzeugend! Keine Frage!

 

Die Frage ist: Wie kriege ich das hin, daß eine Mehrkanalkonstellation zu Hause, also unter "normalen" Bedingungen, sich so gut realisieren lässt wie im Studio, in Universitäten, in Labors usw., wo die kosten eine untergeordnete Rolle spielen für die Untersuchung des Themas Multikanal an sich!

 

Im Moment ist es AUSSCHLIESSLICH mit ENORMEM Aufwand möglich, richtig (!) gute Ergebnisse zu erreichen.

 

Vielleicht kommt´s (einmal mehr) darauf an, womit man sich zufrieden gibt. Das ist ganz nüchtern gemeint und keine Infragestelluing derer, die es trotzdem gut finden - was ja jedermanns gutes Recht ist und worüber niemand anderer zu urteilen hat!

 

Das kann jeder nur für sich selbst entscheiden. Diese Entscheidung ändert aber nichts, aber auch garnichts an den objektiven und auf breiter Ebene gehandhabten Zu- und Umständen des Mediums Multikanal zum gegenwärtigen Zeitpunkt.

 

Und da - wen wird´s wundern ;-), schließe ich mich MichaL´s Ausführungen unbedingt an!.

 

Ich finde, wir sollte mal ausnahmsweise ;-) versuchen, die Sache ohne ideologische oder sonstwie geartete Vorbehalte nüchtern betrachten und - da nehme ich mich nicht aus - verbale Seitenhiebe gegenüber der jeweils andersdenkenden Fraktion möglichst aussen vor zu lassen - sie sind nicht produktiv, da sie allzu schnell mißverstanden werden können.

 

Gruß, Klaus

 

P.S.: Trance, wer ist eigentlich dieser ottooooo :-) ?

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Hallo!

Was bleibt mir anderes,als dir zuzustimmen? :-)

Allerdings gibt es ja auch Leute,welche mehr als ich verdienen,und bestimmt einige Zigtausend in eine gescheite Mehrkanalanlage stecken können( und vor allem den Raum dazu haben,ich leider nicht...).

Meine Stereoanlage kommt so auf 15000 Euro,diese habe ich jahrelang aufgebaut.Jetzt in der Rezession eine ebenbürtige 5Kanal-Anlage aufzubauen: leider hoffnungslos.

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Hi!

 

Ich glaube, es liegt an dem, was praktisch vernünftig überhaupt machbar ist. Dazu muß man sich vor Augen führen, welche Voraussetzungen überhaupt nötig sind, um eine dreidimensionale Wiedergabe zu erreichen. Hierzu wiederum muß man sich mit der Physik auseinandersetzen und wird dann schnell erkennen, daß bestehende Konsumerlösungen sehr weit entfernt sind vom tatsächlich heute schon Machbaren.

 

Das heute schon Machbare allerdings ist extrem aufwending, allerdings wirklich beeindruckend und nur in Versuchsanordnungen in Labors, großen Studios oder Universitäten realisierbar - und realisiert.

 

Die Frage ist immmer: worum geht es eigentlich? Um eine weitgehend dem Original entsprechende Reproduktion? Eigentlich schon - das ist ja der Grundgedanke von HIFi (nicht unbedingt von HighEnd ;-) ).

Wohlwissend, daß das mit Stereo natürlich ebenfall nicht konsequent möglich ist glaube ich aber, daß eine sehr gute sterofone Wiedergabe eher zu realisieren ist, als eine sehr gute Mehrkanalwiedergabe, einfach weil der Aufwand vor allem architektonisch deutlich geringer ist und wenn das Mehrkanalergebnis qualitativ doch nicht so viel besser zu realisieren ist - was soll´s dann überhaupt?

 

Bleibt der Eeffekt für Home-Cinema. Das ist unbestritten klar eher eine Domäne von Multkanal als von Stereo und kann auch mich - wenigstens sekundenlang :-) einigermaßen begeistern.

 

 

Gruß, KLaus

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Hi Klaus,

 

ich glaube, es liegt ein bischen daran, was man will... Mein Ansatz war, eine m.E. ziemlich gute Stereo-Geschichte (Vorstufe Integra Research, LS KS Digial ADM2) so aufzublasen, dass 1) Film-DVDs richtig Spass machen und 2) mit gewissen Abstrichen Mehrkanal-Audio funktioniert (=> + kleine JBls und Meridian-Aktivlinge/Subwoofer...). Sollte bei mir irgendwann der Wohlstand ausbrechen, würde ich die Surround-Aktivlinge auch durch ADM2 ersetzen und einen geregelten Subbi kaufen ;-). Für mich ist es so, dass die qualitativen Abstriche für den Mehrkanal-Anteil meiner Anlage weniger wiegen, als der Hörspass bei GUTEN Mehrkanalaufnahmen gegenüber Stereophonie - wobei man über das "GUT" wohl auch wieder lange diskutieren könnte ;-). Ich empfehle daher auch Freunden/Bekannten, sich eine Stereoanlage so zusammenzustellen, dass eine spätere Mehrkanal-Erweiterung möglich ist - umgekehrt höre ich Musik nach einigem Basteln mittlerweile wieder am liebsten nur über die ADM2 (ohne dass der Subbi noch mitbrummeln darf :-)).

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Hallo Klaus,

wir hatten ja schon im ersten Thread das Vergnügen und wollte nur nochmal kurz einwerfen:

Mehrkanal muß keine perfekte Reproduktion sein (behauptet wohl auch keiner), es reicht, daß die Ergebnisse besser sind als Stereo.

Gruss, Eddi

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Tag Rob!

 

Kann ich verstehen und auch nachvollziehen. Die Frage aber war ja: "ist die klassische Stereoanlage tot".

Wann wäre sie dennn tot? Was müßte eintreten, sie dahinsiechen bzw. dahinscheiden zu lassen?

Die Tatsache, daß sich Mehrkanalanlagen besser verkaufen? Daß die Industrie es tatsächlich geschafft hat den gleichen Leuten, die z. B. SACD für einen Trick der Industrie halten mehr Geld zu verdienen, einzureden daß Mehrkanal besser ist? Natürlicher?

Das ist der Industrie sicher gut gelungen :-). Offensichtlich glauben immer mehr Leute daran.

Ist ja auch ok. Die Frage war ja nicht:"ist Mehrkanal besser?". Eddy z. B. glaubt: ja.

Ist "besser" schöner, echter, authentischer, natürlicher oder wie man es sonst noch umschreiben kann?

Oder meint "besser" einfach geiler, spektakulärer, anmachender oder so in der Richtung?

Könnte ich verstehen! Ist völlig legitim.

Da kommt die Frage auf - wie Du m. E. völlig richtig oben sagst -: worum geht´s eigentlich.

Was will ich?

 

 

Jau! Keine Frage! Dem hab ich immer schon zugestimmt (ok, vielleicht nicht immer mit der angemessenen Wortwahl ;-) - das seh ich ein )

 

Aber: ist deshalb die klassische Stereoanlage tot?

Wenn ich dahingehend deuten darf ;-), daß "Mehrkanal-Audio mit gewissen Abstrichen funktioniert" so sind wir völlig einer Meinung. Mit gewissen Abstrichen funktioniert es!

Absolut und unwidersprochen.

 

Ich weiß nicht - nehme es aber an - daß Du schonmal eine Kunstkopfaufnahme über erstklassige (z. B. elstatische Kopfhörer) gehört hast.

Die Wiedergabe ist sehr, sehr verblüffend! Ich kenne ein Hörspiel, bei dem jemand hinter einem herumläuft und man sich (ich zumindest) erschrocken umdreht, weil es so realistisch ist. Ebenso Höhenunterschiede und sonstige räumliche Bezüge.

Sieht man von der Tatsache ab, Kopfhörer zu tragen, ist die Widergabe extrem natürlich.

Was mir dabei aufgefallen ist, daß eigentlich nichts "auffällig" ist. Es ist eben "natürlich".

 

Und genau das ist wirklich gut funktionierende "holografische" Wiedergabe auch! Ich habe es in Einrichtungen erlebt, die sich wissenschaftlich damit beschäftigen und einen Riesenaufwand treiben: es ist sehr natürlich und völlig unspektakulär!!!

Und das ist der springende Punkt! Wäre es wirklich so natürlich, daß es kaum als künstlich oder als Konserve auffällt, würde es sich dann verkaufen . . . . ? Reicht "Natürlichkeit"? Oder muß es nicht doch ein Bisschen "Edge" haben? Den gewissen "Knack", den Stimulus, dessentwegen das Zeug ruhig dermassen teuer sien darf?

Würde jemand sehr viel Geld ausgeben für etwas, das "nur" natürlich klingt?

Ähnlich wie zu Beginn der Stereo-Ära die Ping-Pong Effekte sehr beliebt waren, so wird Mehrkanal m. E. heute hauptsächlich definiert durch ein Betonen (!) der Räumlichkeit.

"Seht her, was wir für tolle Räume schaffen können und wie wir Kirche aus dem Dorf holen und Euch ins Wohnzimmer stellen".

 

In welcher Hinsicht ist das "besser" als Stereofonie? Ich meine: authentischer? Echter?

Wie echt ist denn der Raum in der Tiefe? Wie echt kann (!) der denn sein, wenn die LS - Geometrie auch nur ein Wenig daneben liegt?

 

Bei Stereo-Geometrie ist die Basis - eine Basis (!) - vorgegeben und kann mehr oder weniger leicht eingerichtet werden, so daß keine (mögl. wenig) künstlichen "Räume" entstehen allein durch die LS-Aufstellung. Hier reichen meist ein paar rel. einfache Methoden zur Absorbtion/Reflexion von Schallwellen an den richtigen Stellen.

 

Wenn ich mich gegenüber einer Sterobasis bewege, so bleibt die (eine) Basis konstant. Bewege ich mich gegenüber 4 oder 5 "Basen" - denn nichts anderes entsteht im Laufzeitbezug zu den physikalichen LS - wird es schwierig, Bezüge herzustellen. Zumal die "physikalisch" vorhandenen, also realen, Lautsprecher durch allerlei elektronische Spielereien ja in virtuelle Quellen verwandelt werden, damit das Ganze überhaupt funktioniert - gleichzeitig aber ihren physikalischen Ort ja beibehalten und als Quellen ortbar sind!

 

Das passiert bei Stereo auch, aber eben in weit geringerem Maß. Die virtuellen Schallquellen bei der Stereofonie stehen in ziemlich natürlicher Relation zu den Vorgängen, die wir "Hören" nennen: die Aufzeichnung von Laufzeit- und Druckunterschieden zwischen 2 Ohren mit einem Gesicht dazwischen.

Ob bei einem Kunstkopf, der "Jaecklin Scheibe", Grenzflächen- oder einfach Kugel- oder sonstigen Kapseln: das Prinzip richtet sich aus an unserer Physis und wird bei der Wiedergabe möglichst umgekehrt (vereinfacht gesagt - kompliziert ist es auch mit 2 Kanälen schon hinlänglich genug ;-) ).

 

Wenn wir von "besser" sprechen und Mehrkanalwiedergabe als "besser als Stereo" definieren, wovon reden wir dann eigentlich?

Du sprachst das Thema Bass bzw. Subbi an: das ist nochmal ´ne Geschichte!

"Bassmanagement" (!) oder so. Hat wirklich schonmal jemand bei einer 5.1 Anlage einen vernünftigen, sauberen, stimmigen und im Fluß der Musik spielenden Bass gehört?

Ich noch nie!! RRumms, Zack, Krach ja! Zapp, Pow, Päng, ja.

Aber ich stelle mir vor (banal aber treffend): Ray Browns Kontrabass auf Oscar Petersons wunderschönen "We get Requests" über eine 5.1 Anlage? Wo soll der denn sein? Wo ist Oscars Flügel? Wo sind Ed Thigpens Drums? Links hinten? rechts vorn? oder lieber ganz links außen? da wo die Tür ist ungefähr?

 

Es gibt auch bereits so lange es die Dtereofonie gibt, das Versprechen: "hier sitzen sie mit im Orchester!"

Wie uncool! Wie grauenvoll! Wer will mitten im Orchester sitzen? Ich bestimmt nicht. Ich will VOR dem Orchester sitzen und das Orchester VOR mir sehen. Bei meiner Anlage kann ich trotzdem den Raum um mich herum wahrnehmen, in dem das Orchester spielt. Ich kann sogar Leute um mich herum husten hören . . . . . Das kann Stereo ausgesprochen gut. Wenn´s denn der Wahrheitsfindung dient . . .

 

Gute Nacht, Klaus

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Hallo Klaus,

für Details möchte ich eigentlich nur auf unsere alte Diskussion im Vorgängerthread verweisen. Ich wollte nur nochmal intervenieren, als wieder das (von mir als nicht legitim angesehene) Argument ins Feld geführt wurde, daß auch Multikanal es nicht vermag das Original abzubilden und darum Stereo reiche. Zumindest in einem Hififorum sollte man wohl davon ausgehen, daß das Ziel eine möglichst originalgetreue Wiedergabe ist.

Ob es sich lohnt, wenn schon eine sehr gute Stereoanlage vorhanden ist, jetzt auf Surround zu erweitern muß jeder für sich selbst entscheiden. Robeuten hat auf eine Möglichkeit diesbzgl. hingewiesen. Mehr Raumoptimierungsmaßnahmen als bei Stereo sind kaum erforderlich.

Bei einem Neueinstieg würde ich allerdings schon sehr empfehlen eine Mehrkanalanlage in Betracht zu ziehen, zumindest eine Erweiterbarkeit in diese Richtung im Hinterkopf zu haben.

 

Gruß, Eddi

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Tag Eddi!

 

 

"Das Original abbilden" ist eine Frage der Definition: wann ist was überhaupt "original"?

"Original" im Wortsinn ist sowieso unmöglich. Das sollte klar sein. Worum geht es also dann? Welche der möglichen Näherungen ist "original"? Und welche ist "originaler" als andere?

Ist "original" ein vertiefter Raum, der in der Aufzeichnung nicht enthalten ist, sich aber im Wohnzimmer sehr positiv auswirkt, da er die Grenzen aufzuheben scheint? Oder ein erweiterter Raumeindruck?

 

Wenn Du den Begriff "original" im weiteren Sinn anführst, dann verstehe ich darunter, daß z. B. Positionen im Aufnahmeraum und Klangfarben sehr weitgehend mit der tatsächlichen Anordung und der tatsächlichen Klangfarbe übereinstimmen sollten.

 

Bisher hab ich das bei Mehrkanalwiedergabe noch nicht so festgestellt. Da war immmer etwas zu viel: zu viel Breite, zu viel Tiefe, zu viel Hall von hinten, zu wenig exakte und beständige (!) Fokussierung (einzelne Instrumente oder Stimmen haben keinen eindeutigen (!) Ort, sondern schwimmen je nach Kopfhaltung und Bewegen beim Zuhören) und Klangfarben, die ebenfalls überall etwas "zu viel" oder "zu wenig" haben: leicht aufgeblähte (weil phasenunreine) tiefere Mitten und untere Höhen, eine nun wirklich auch nicht nur annähernd "originalgetreue" Basswiedergabe (das kann Stereo deutlich sauberer), eine Betonung der Bässe, eine Betonung der Höhen, eine Betonung von Sibilanten usw.

Also so gut wie nie das "richtige" Maß.

 

Das "original" abbilden, lieber Eddi, kann Mehrkanal in der Tat weniger gut als Stereo - die Gründe dafür sind komplex.

 

Ich finde es erstens absolut legitim, dies zu sagen und habe zweitens bis heute das Gegenteil in keinster Weise belegt bekommen. Unabhängig vom Aufwand, den Kosten usw.

(besagte Studio- Labor- und wissentschaftlichen Anwendungen ausgenommen, die hier nicht das Maß der Diskussion sein können, da sie weit über das konsumermäßig Praktikable hinausgehen).

Konsumeranlagen, die ich ausgiebig gehört habe, bewegten sich in einer Range von ca. 3000€ bis deutlich über 60000€. Von ML über Krell bis Sharp, Sony, Yamaha usw.

Sogar eine komplett mit Manger-Wandlern bestückt war dabei - hat auch nicht viel geholfen . . .

es liegt am Prinzip.

 

Gruß, Klaus

 

P.S.: vielleicht kannst Du ja fundiert (!) erklären, inwiefern es "besser" als Stereo funktionieren müßte? Bisher hat das nämlich noch niemand vermocht!

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Moin Klaus!

 

"P.S.: vielleicht kannst Du ja fundiert (!) erklären, inwiefern es "besser" als Stereo funktionieren müßte?

Bisher hat das nämlich noch niemand vermocht!"

 

Das stimmt definitiv nicht, bestätigt aber meine Meinung Du wärest ein erstaunlich schlechter Mitleser ;)

Naja...war geheuchelt: Im Grunde glaube ich Du stellst Dich nur so...warum auch immer....

Die Entwicklung zum Thema liegt unter Null. Schade eigentlich, aber ist wohl nicht zu ändern!

 

Musikalischer Gruss

Michael

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Hallo,

mir ist geraten worden, einen neuen Anfang zu machen. Also:

 

Ich war gestern in der 'World of HiFi' in Leipzig.

Im konkreten Fall (Krell + Canton) waren Klang und räumliche Abbildung bei Mehrkanal-DVD enttäuschend (Equipment: Krell + Canton).

Vorher hatten wir auf der Messe mehrere Stereoanlagen ohne wesentliche Beanstandung gehört.

Der Qualitätsabfall bei der 5-Kanal-Installation war deutlich. Und das empfand nicht nur ich so.

Daß die Leute der Messe Fehler beim Anlageneinrichten gemacht haben, ist nicht auszuschließen. Aber wenn es d i e nicht bringen, wieviel interessierte Laien machen dann zuhaus richtig?

 

 

Gruß

 

Micha L

 

P.S: Musikbeispiele waren: Patricia Kaas live in Paris und was von den Corrs.

 

 

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Was mit der Abbildung des Originals gemeint war sollte allgemein verständlich gewesen sein, dafür sind keine Verrenkungen bei der Definition des Originals nötig. Bei Studioaufnahmen wird freilich ein künstlicher Raum geschaffen, nach ermessen des TonIngs.

 

Ein künstlich vertiefter Raum wird leider allzu häufig durch starke Reflektionen, grade bei der Wiedergabe mit beliebten Stereokonfigurationen, gezielt provoziert.

 

Eine grundsätzliche Betonung bestimmter Frequenzbereiche bei Multikanal ist für mich nicht nachvollziehbar, auch theoretisch nicht erklärbar, ebensowenig ein prinzipbedingt unsauberer Bass.

Etwas bitter stößt mir hier der Begriff des "richtigen Maßes", wie du es nennst, auf, es ist wohl die Umschreibung eines rein subjektiven Empfindens.

 

>>Das "original" abbilden, lieber Eddi, kann Mehrkanal in der Tat weniger gut als Stereo - die Gründe dafür sind komplex.

 

Ich finde es erstens absolut legitim, dies zu sagen und habe zweitens bis heute das Gegenteil in keinster Weise belegt bekommen.<<

 

Dies ist nicht die Aussage die ich als illegitim Angeführt habe, ich denke aber dies ist dir bewußt. Bisher hast du leider noch nicht überzeugend darlegen können, warum Stereo besser abbilden können sollte als Multikanal, ein alleiniger Rückzug auf komplexe Gründe ist mir zu vage.

 

Zu deinem P.S., inwiefern Multikanal besser klingen >müsste< ist wohl schon reichlich oft dargelegt worden, die Theorie dahinter ist ja nicht sonderlich komplex, aber warum Stereo besser klingen sollte scheint zu komplex für ein Hififorum.

 

Gruss, Eddi

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Moin Michael,

 

""Naja...war geheuchelt: Im Grunde glaube ich Du stellst Dich nur so...warum auch immer....""

 

So wird es sein. Ein wenig polarisieren, ein wenig das "komplexe" Gespenst herbeipredigen usw. usw. Es grenzt schon an ein Deja Vu, was in diesem thread abgeht.

Aber ich finde, dass die Beiträge von Klaus noch länger und langweiliger geworden sind, oder nicht? Ich hatte es früher zumindest hin und wieder geschafft, seine Beiträge grob zu überfliegen...

 

 

liebe Grüße

 

Wolfgang

 

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Hi Eddi!

 

müsste< ist wohl schon reichlich oft dargelegt worden, die Theorie dahinter ist ja nicht sonderlich komplex, aber warum Stereo besser klingen sollte scheint zu komplex für ein Hififorum.>

 

Wo ist denn das auch nur annähernd fundiert dargelegt worden?? Dargelegt wird (von wenigen Ausnahmen abgesehen) lediglich eine fundierte Unkenntnis der tatsächlich sehr komplexen Zusammenhänge.

Selten haben die Rattenfänger-Mechanismen des Marketing dermaßen gut funktioniert wie bei dem Unternehmen: "Stereo ist tot- es lebe Multikanal". Was für ein Segen für die Industrie. . .

 

Daß Du die "Theorie dahinter" als "nicht sonderlich komplex" bezeichnest macht mich offen gesagt leicht sprachlos und zeigt nur allzu deutlich daß es wenig Sinn zu haben scheint, bei dem Thema in die Tiefe zu gehen. Obwohl es ganz offensichtlich nötig wäre.

 

Um das klarzustellen: ich will niemandem seine geliebte Multikanalanlage madig machen.

Von mir aus soll jeder nach seiner Façon seelig werden (hat schon der alte Fritz gesagt).

Rob hat völlig Recht, wenn er sagt, daß es darauf ankommt, was man will.

 

Ich halte das Thema grundsätzlich für sehr interessant, weil es den Übergang einer Ära in eine andere zeigt. Es scheint mir aber auch zu zeigen, daß Qualitätsansprüche ästhetischer Art in (nicht nur) Bezug auf Musikwiedergabe gern geopfert werden, wenn der Wurm am Haken der Marketing-Strategen nur hübsch bunt ist und was hermacht.

 

Es scheinen die physikalischen Zusammenhänge ausgesprochen unklar und der Wille sich damit näher zu befassen, ausgesprochen gering vorhanden zu sein, sodaß mir die Lust vergeht, irgendjemandem irgendetwas vermitteln zu wollen - zumal ich eine sich anbahnende zumindest latente Agressivität zu spüren meine, mit der ich mich nicht mehr auseinandersetzen möchte. Aber vielleicht irre ich mich ja.

 

Gell, Trance? Gell Wolferl?

 

Vielleicht hab ich ja wirklich überlesen, wo irgendjemand überzeugend dargelegt hat, warum Mehrkanal tatsächlich "besser funktioniert als Stereo"? Ich hab gerade nochmal gesucht . . . . überzeugt hat mich da nix. Da haben die Leute Vorstellungen davon, wie´s sein könnte, wenn . . . .

 

Dagegen hör ich sich mehrende Auffassungen, das Ganze sei denn doch, nicht zuletzt am Aufwand gemessen, eher enttäuschend im Verhältnis zu einer guten Stereowiedergabe.

 

Aber die dieses meinen sind alle wahrscheinlich von irgendwelchen gehörmäßigen Krankheiten befallen oder haben sowieso eh keine Ahnung oder sperren sich einfach und schlicht gegen die Moderne, gegen den Fortschritt, gegen die ungeheure Verbesserung die da stattfindet, gegen die wunderbare Entgrenzung der Hörraumwände.

Ja, es ist schon ein Kreuz mit denen, die unbedingt einer Sache auf den Grund gehen wollen, die genauer hinhören und sich nicht so leicht überzeugen lassen :-).

 

Dabei: ich lass mich gern überzeugen, bin schon oft eines Besseren belehrt und davon überzeugt worden - da hab ich Übung drin. Ich lerne gerne dazu. Weite meinen Horizont, entgrenze ;-) sozusagen meine Vorstellung von der Welt, wie ich sie kenne.

Null Problemo.

 

Gruß, Klaus

 

 

 

 

 

 

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Tach Wolfgang!

 

Deine Reaktionen sind aber nun wirklich auch nicht prickelnder geworden :-) . . .

Überraschender auch nicht . . .

 

 

Nun ja: offensichtlich schaffste das ja immer noch, oder :-) ?

 

Gruß, Klaus

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