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Contrebasse

Orgelmusik

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Tach zusammen,

Gibt es Klassik-Freaks unter Euch? Als Liebhaber klassischer Musik, insbesondere Orgelmusik, gehen mir meine dröhnenden und scheppernden Kaufhaus-LS schon lang auf den Wecker und sollen nun gegen neue LS ausgetauscht werden. Nur habe ich von dieser Materie nicht viel (na, ehrlich gesagt eigentlich keine) Ahnung und hoffe auf "Handreichungen" in diesem Forum. So ein LS-FAQ für Leute wie mich, die sich mit diesem Thema noch nicht viel auseinandergesetzt haben, habe ich noch nicht gefunden; gibt es sowas, wenn ja wo? Und die "Beratung" in den Geschäften, na ja, wenn ich als Laie die Inkompetenz der "Berater" (wohl besser: Verkäufer) schon spüre.... :-(

Also, ich habe einen 28qm Raum und von Technics den Receiver SA-DA10. Ich suche dafür LS, mit denen ich die oben genannte Musik auf befriedigende Weise (im Rahmen meines Budgets) hören kann, fühl mich aber von der Anzahl der Hersteller und der Fülle der Modelle fast erschlagen. Dazu kommt, dass ich nicht für die LS zum Fußgänger werden will, nur weil ich mein Auto dafür verkaufen muss; im Klartext: Preis-Range 1000-1500EUR.

Und nun zu meinen Fragen: gilt immer noch (was ich mal früher an Infos aufgegriffen hatte):

je mehr Volumen, desto besser?

3-Weg besser als 2-Weg?

je größer der Durchmesser der Basstöner, um so besser?

Nach dem, was ich bisher in verschiedenen Threads dieses Forums gelesen habe, scheinen Stand-LS die bessere Lösung meines Problems als Kompakt-LS oder Sat/Sub zu sein. Wäre dem zuzustimmen?

Wer traut sich, mir ein oder mehrere konkrete Empfehlung(en) zu geben, mit der ich in die Geschäfte rennen kann, um etwas gezielter probezuhören. Um Letzteres komme ich vermutlich sowieso nicht herum, aber ein bisschen Vorselektion mit Hilfe Eurer Expertise wäre etwas, wofür ich dankbar wäre.

 

Mit musikalischen Grüßen vom Bodensee

 

C.

 

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Hallo C,

 

ich war jahrelang zufriedener Besitzer von Canton Ergo 90 DC Boxen. Die sind rundum solide und pegelfest im Baß. Verstärker belasten sie nicht übermäßig. Der Preis (um 1500 €) dürfte heruntergegangen sein.

 

Gruß

 

Micha L

 

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Hallo,

 

Nur ein Hoertest allein kann Dir da weiterhelfen und das nur!!! in Deiner Wohnung. Ich kann Dir da Tipps geben:

 

Ein Haendler oder Hersteller der Dir die Boxen nicht nach Hause bringt, um Sie in gewohnter Umgebung zu hoeren, bitte meiden.

 

Zum Vergleich auch ruhig einen Selbstbauladen betreten weil diese Laeden Dir auch oft die Lautsprecher fertig montiert verkaufen koennen.

 

Lautsprecher von Newtronics wuerde ich in die engere Wahl nehmen, eine Transmissionline kommt Orgelmusik sehr entgegen.

 

Zum Vergleich vieleicht Boxen von Nubert bestellen, die schicken Dir Lautsprecher fuer eine Woche zum testen nach Hause , mit vollem Rueckgaberecht.

 

Vieleicht noch darauf achten ob Du gedenkst vieleicht spaeter auf einen anderen Verstaerker umzusteigen, weil sich dann der Klang Deiner Lautsprecher veraendern koennte.

 

Gruesse Marc

 

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Hallo Marc,

 

wenn er später irgendeinen anderen Verstärker kauft, worauf soll er da bitteschön jetzt achten.

 

Ich habe meine Canton erst mit Sony, dann mit Audionet betrieben. An beiden recht unterschiedlichen Amps spielten sie gut. Es waren zwar Unterschiede zu vernehmen, aber der Grundcharakter blieb erhalten.

Sicherlich wird er sich später keinen schwächeren Verstärker zulegen.

Dann kann kaum was passieren.

 

Gruß

 

Micha L

 

 

 

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Hallo Contrebass,

 

auch wenn ich mir den Zorn der Fachhändlerriege zuziehe würde ich dir empfehlen ruhig nach Auslaufmodellen der Firma Canton (z.B. Ergo 100/102, Ergo 120/122, Ergo RCL oder Karat M 70) zu suchen. Diese sind oft mit erheblichen Preisabschlägen zu haben und werden zu Preisen von 1000 bis 1500 € das Paar angeboten. Sicher auch keine Alleskönner aber für den Preis recht neutral und ausgewogen und vor allem auch tiefbasstüchtig.

 

Als Alternative hätte ich wie schon mein Vorredner auch nubert genannt (z.B. NuWave 10).

 

Ach so, selber anhören ist natürlich Pflicht (am besten Zuhause mit eigenem Verstärker)...

 

grobi

 

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Hallo Markus,

 

die von Dir genannten LS liegen sicherlich über dem Preislimit von C.

Wenn das nicht wäre, hätte ich ihm Isophon anstatt Canton empfohlen, freilich mit einem stärkeren Amp.

 

Gruß

 

Micha L

 

 

 

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>wenn er später irgendeinen anderen Verstärker kauft, worauf

>soll er da bitteschön jetzt achten.

 

Natuerlich welches Konzept man ins Auge gefasst hat.

Viele wissen ja schon vorher ob Sie von einer Roehre oder Class A Geschichte traeumen. Oder vieleicht Dolby Digital auf der Wunschliste stehen haben.

 

Gruss Marc

 

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o.k.

Aber unser C. scheint mir eher ein Mainstreamer zu sein. Da kann man nicht so schnell was falsch machen. Naja, sicherlich äußert er sich noch mal.

 

Gruß

 

Micha L

 

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LETZTE BEARBEITUNG am: 24-Aug-02 UM 21:56 Uhr (GMT) [p]Hi Contrebass,

 

ich habe selber die Canton RCL (450 Euro/stk), die ziemlich viel Tiefbass und guten Wirkungsgrad haben.

Mehr hat in der Preislage allenfalls die Canton 1200 SC ( 650 Euro/stk).

Die klingt aber nicht ganz so ausgewogen wie die RCL.

Allerdings bei Orgelmusik leuchtet die Anzeige meiner Yamaha M-65 Endstufe schon bei mittlerer Lautstärke bei 100 Watt auf.

Ein bisschen Leistung brauchen bei Orgelmusik auch leistungsstarke Boxen, zumindest in dieser Preisklasse.

 

Gruß Richard

 

ps. bei http://www.netedition.de/sixcms/detail.php3?id=12973

kannst du verschiedene Boxen in deinem Wohnraum und Hörposition simulieren, anhand der Frequenzkurven kann man zumindest grob den Tiefbass und Lautstärke dabei abschätzen.

Selber anhören muß du am Ende natürlich doch noch. ;)

 

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Hallo Bernhard,

 

Orgelmusik ist keine leichte Übung für Lautsprecher und viele der heute erhältlichen Lautsprecher in deinem Preislimit werden wohl nicht den Druck erzeugen können, die Du für das authentische Hören einer Orgel brauchst.

 

Ich hatte vor vielen Jahren einmal ein paar selbstgebaute Lautsprecher in der Größe einer Waschmaschine (Schmacks). Das waren bisher die einzigen, die Orgelklänge souverän meisterten, weil sie so tiefe Frequenzen gut und mit Druck produzieren konnten. Zudem hatten sie nur einen einzigen Breitbandlautsprecher eingebaut und waren dadurch extrem dynamisch.

 

Gerade bei Orgelmusik kommt es nicht nur auf tiefe Frequenzen an, sondern auch auf Dynamik.

 

Heutige Hifi-Lautsprecher versuchen, mit kleinen Baßlautsprechern von 15-17 cm die Grenzen der Physik zu umgehen. In der Regel geht das schief. Auch ich gehöre zu der Sorte Musikhörer, die jedem Baßlautsprecher unter 30 cm Durchmesser mißtrauen, vor allen Dingen, wenn es um sauberen, druckvollen Baß geht. Und ich meine damit nicht das Gewummer aus den getunten Autos mit den dunklen Scheiben.

 

Mein Tip: versuche Dir Lautsprecher anzuhören, die nach dem Prinzip des Exponentialhorns oder wenigstens nach dem Transmission-Line-Prinzip funktionieren. Mir haben beispielsweise Lautsprecher der Firma Newtronics sehr gut gefallen. Die Firma sitzt in Giesen und hat leider kaum Händler in Deutschland. Ich werde aber demnachst einmal hinfahren. Sie arbeitet mit dem Transmission-Line Prinzip.

 

Was für Dich möglicherweise auch in Frage kommt, sind Lautsprecher von Selbstbau-Firmen. In Heidelberg habe ich einen sehr rührigen Selbstbauer gefunden, der vielleicht in Frage käme. Beim nächsten Probehören denke ich an Dich. Selbstbauer sind irgendwie flexibler, wenn es um besondere Wüsche geht.

 

Herzliche Grüße

Friedbert

 

 

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Nabend,

ich muss wirklich konstatieren, dass ich im positivsten Sinne "geplättet" bin ob der zahlreichen Kommentare, die zu meinem Thema gekommen sind, ich hätte nie mit diesem Umfang der Resonanz gerechnet. Also erstmal ein DICKES LOB und DANK an alle, die sich die Mühe gemacht haben, ihre Meinung und Tips hier niederzuschreiben. :-)

 

Ich habe angefangen, auf den HPes der genannten Hersteller zu lesen und zu vergleichen. Da Canton mehrfach genannt wurde, wird darauf wohl ein besonderes Augenmerk fallen.

 

Warum mir der Verkäufer meines Verstärkers mir ein surroundfähigen Receiver verkauft hatte, weiss ich nicht. Vielleicht gibt es Menschen, die nicht verstehen können, dass es Fernseh- und Heimkinofreie Zeitgenossen (wie mich) tatsächlich gibt, die sich lieber mit Musik pur beschäftigen. Vermutlich hatte er nicht richtig zugehört. Die Kritik, dass der SA-DA10 für meine Ziele nicht so das Wahre ist, ist jedenfalls angekommen, ich weiss aber noch nicht, wann ich auf dieser Seite ungraden kann. Also erstmal sind LS dran, weil meine jetzigen so mies sind, dass alles was ich kaufen würde, nur ein Gewinn sein kann. Dank Eurer Hilfe habe ich ja nun einige Ideen von Euch erhalten.

 

Ich habe auch verstanden, dass dieser Anwendungsbereich - wohl durch die satten Bässe einer Orgel - Leistung und auch LS braucht, die in dem Bassbereich was bieten können, also schon "Volumen und Fläche auf den Tieftönern". Beim Stöbern auf den Hersteller-HPes stieß ich auf Basslinearisierungsmodule (o.ä.). Ist das was, oder lieber Finger davon? Ich sah auch Frequenzgänge. Danach scheint im Allgemeinen bei 30-40Hz Schluss zu sein, d.h. die 16 Hz eines großen "C" im 32 Fuß Prinzipalbass bleiben wohl ein Erlebnis im Kirchenraum, oder?

 

Bezüglich "Mainstreamer" (darunter versteht man ja wohl, mit der "großen Masse mitzuschwimmen"): vermutlich eher ja. Den Kauf von immer neueren, besseren Verstärkern und/oder LS zu meinem Hobby zu machen, daran glaube ich eher nicht - mich interessiert die Musik selbst mehr. Aber trotzdem brauche ich dafür ein Equipment, das nicht frustet, mir aber auch die Butter auf dem Brot läßt. Mir ist es klar, dass es preislich nach oben exponentiell geht, dafür die Unterschiede immer kleiner werden (Vorurteil??). Aber ich muss, um es mit einem geflügeltem Wort auszudrücken: "die Kirche im Dorf lassen".

 

Class A und Röhre, brächte das was für mich (wenn ja: was??), oder ist das nur was für investitionsfreudige Spezialisten?

 

Stichwort Nubert: deren Preise sind ja vergleichsweise wirklich "zivil". Wie sieht Euer Vergleich Canton zu Nubert aus?

 

Preise: wenn darüber geredet wird, ist dann in der Regel Stück- oder Paarpreis gemeint? (ist ja wohl eine kleiner Unterschied)

 

Ein paar der angesprochenen Hersteller haben ich noch nicht im Web besuchen können (Mordaunt-Short/Monitoraudio/Newtronics). Vielleicht tauschen diesbezüglich noch mal Fragen auf.

 

"Selbstbau-Firmen", (bauen andere Firmen die LS nicht selbst?) hab habe ich ein wenig Skrupel, dass dort was spezifischen gebaut wird, es aber schwieriger ist, einen Rückzieher zu machen, wenn es doch nicht so gefällt?

 

Merci beaukoup an Alle.

 

C.

 

 

 

 

 

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Hallo C.,

 

nochmals zu einigen von Dir angesprochenen Punkten:

 

Fehlkauf Verstärker:

Das nächste Mal mußt Du Dich unbedingt vorab informieren. Sofern es um Funktion, Leistung, Preisklasse und Design geht sind Zeitschriften (Audio, Stereo, Stereoplay) bestens geeignet. Keine spezielle Homepage, kein Händler oder Hifi-Fan bietet so eine breite Übersicht. Punktgenaue Einstufungen mußt Du dabei nicht überbewerten. Nimms als grobe Richtschnur.

 

Mainstream:

Damit meinte ich Geräte, die verschiedene Aufnahmequalitäten und Musikmaterialien zur Zufriedenheit bearbeiten. Den von Dir genannten Frust erzeugen eher einseitig hochgezüchtete Exoten, die zudem, wie Du selbst erkannt hast, meist teurer sind.

 

Boxenpreis:

Meine Angabe bezog sich auf das Paar. Inzwischen heißen die Dinger wohl Canton Ergo 92.

 

Gruß

 

Micha L

 

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Hallo Friedbert,

vielen Dank auch für Deine Zeilen. Bei Exponentialhorn, dessen Prinzip ich mit meinen bescheidenen Physikkenntnissen vielleicht noch so grade nachvollziehen kann, fällt mir die US-Firma Klipsch ein und erinnere mich an meine Studienzeit, wo Kommilitonen durch selbstgebaute Klipschhörner ein Seitental im Sauerland ausschallen wollten. Mit Popmusik allerdings, so dass mir die Erfahrung mit Orgelmusik fehlt. Diese Dinger müssen wohl tatsächlich einen ziemlichen Schalldruck produzieren, habe sie aber bislang noch nicht als ernstzunehmende Alterntative betrachtet. Dazu kommt der relativ hohe Preis.

 

Transmissionline, auch von 'boxworld' erwähnt, ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln. Aber vielleicht finde ich im Web was dazu. Und ich weiss auch nicht, wie es dort preislich aussieht. Budgetende ist definitiv bei 1500Eur/Stück, also 3000/Paar. Lieber würde ich mit 2000EUR/Paar auskommen, wenn sich dafür ein brauchbarer Kompromiss (das wird es ja wohl IMMER) finden ließe....

 

Ciao

 

Bernhard

 

 

 

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Hallo Bernhard,

 

bei Transmissionslinie fällt mir spontan Isophon ein.

 

schau mal unter www.isophon.de ich weiß allerdings nicht

ob die preislich in Frage kommen.

 

Gruß

 

Jens

 

 

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Hallo Contrebasse,

 

bei Orgelmusik fallen mir auch Transmissionsliniespeaker ein, über einen Sub wirdst du dir dann vorerst keine Gedanken mehr machen müssen. Ein echtes Schnäppchen sind meiner Meinung nach die Aagon Audio. Der Hochtöner ist der MHT-12, ein richtig gutes Bändchen, die anderen Töner sind auch nicht zu verachten. Die Dinger kosten bei http://www.hifiedition.de/ fertig nicht mehr als du für die einzelnen Chassis bezahlen würdest. Das einzige Problem ist einen Händler in deiner Nähe zu finden, bei dem du sie mal hören kannst.

 

Gruß

Peter

 

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Hi Contrebasse,

 

>>Vielleicht gibt es Menschen, die nicht verstehen können, dass es Fernseh- und Heimkinofreie Zeitgenossen...

 

Hm, vielleicht hast Du die Diskussion über Mehrkanalaufnahmen von Jazz/Klassik mitverfolgt? Gerade bei komplexen Orchesterwerken werden Mehrkanal-Audioaufnahmen nicht nur das Hörvergnügen steigern, sondern auch eine deutlich realistischere Wiedergabe erlauben... Ist übrigens interessant, dass sich gerade "Highender" so an die Krücke "stereophone Wiedergabe" klammern, während wir "Technos" Mehrkanal probieren und typischerweise begeistert sind... Insofern würde ich nicht von einem Fehlkauf sprechen wollen ;-)

 

>>. Danach scheint im Allgemeinen bei 30-40Hz Schluss zu sein, d.h. die 16 Hz eines großen "C" im 32 Fuß Prinzipalbass bleiben wohl ein Erlebnis im Kirchenraum, oder?

Ein SubkontraC, welches ja auch Orgeln nur als Differenzton bilden können, kann kein "normaler" LS wiedergeben. Es ist auch weniger hör- als vielmehr spürbar... Wenn Dir gerade eine möglichst realistisches Orgelwiedergabe sehr am Herzen liegt, solltest Du in Angesicht Deines Budgets von Klasse A-Amps, Transmissionlines und anderen aufwendigen - und im Ergebnis oftmals wenig befriedigenden Lösungen - abstand nehmen und ernsthaft über einen Subwoofer nachdenken. Wenn Du z.b. von Nubert einen AW-900 (der wird momentan wohl wg. Nachfolger AW-1000 "verramscht") oder bei höheren Pegelansprüchen eben den AW-1000 kaufst, bleibt Dir noch Geld für "ordentliche" 2-Weg-Passiv-LS, die ja durch den Sub enorm entlastet werden können (da kommt Dir dann der ach so fehlgekaufte AV-Receiver entgegen - im Setup die Front-LS auf "small" oder "THX" stellen, dann bringt auch heftige Orgel die kleinen Möchtegern-Woofer nicht an den Anschlag...)

Viele reden hier völlig an Deinen Bedürfnissen vorbei - weder gibt es 2-Wege-LS in Deinem finanziellen range, die für Orgel gut brauchbar sind (es gibt grosse passive 2-Wegeriche von Tannoy, die wirkungsgradstark und pegelstark bis ca. 30-40 Hz sind, die haben aber einen Haufen anderer Nachteile und sind sauteuer...), noch solltest Du Dein Geld in philosophischen Fragen wie "Klasse A" verheizen.

Contrebasse, eine Orgel ist d a s Instrument, welches aufgrund des extremen Bass am ehesten auf guten AV-Anlagen wiedergegeben werden, nicht auf den üblichen Hifi/"Highend"-Anlagen, wo der -3dB-cut off meist irgendwo zwischen 30 u. 40 Hz liegt - lass' Dir einmal ein gutes Surround-Setup mit abgeschalteten Rears/Stereobetrieb und gut angepasstem Sub (Phase/Uebergangsfrequenz) vorführen! Auch preislich ist so eher etwas möglich (z.B. Nubert AW-1000+ 2x NuLine 100=864+1420 Teuro; da gehen schon die LS sehr schön tief...). Ich verkaufe kein Nubert, habe nur einen AW-900, mit dem ich sehr zufrieden bin und kann zu den anderen Nubert-LS nichts sagen; die Nubert-Subs sind somit die einzig preiswerten, deren -3dB bei ca. 18Hz liegt - mit 16.67 Hz klirren bei mir die Scheiben, aber der Sub ist nicht am Limit :-)...

 

>>Beim Stöbern auf den Hersteller-HPes stieß ich auf Basslinearisierungsmodule (o.ä.).

 

Ich verwende selbst aktiv entzerrte Studio-LS. Die passiven Module, wie von u.a. Nubert angeboten, halte ich nicht für so geschickt, da die LS leicht an ihre physikalischen Grenzen gebracht werden... Andererseits bräuchtest Du das mit z.b. obigem Vorschlag gar nicht; die Stand-LS reichen mühelos soweit runter, dass umgekehrt der Sub wirklich nur das ganz tiefe Gebrummel übertragen muss und somit sicher nicht ortbar ist....

 

>>Class A und Röhre, brächte das was für mich (wenn ja: was??), oder ist das nur was für investitionsfreudige Spezialisten?

 

Sorgt nur dafür, dass dann sicher keine Kohle mehr für Dein eigentliches Problem da ist - Finger weg!

 

>>Stichwort Nubert: deren Preise sind ja vergleichsweise wirklich "zivil". Wie sieht Euer Vergleich Canton zu Nubert aus?

 

Die Nubert-Subs sind echte LFE ("low frequency extensions"), während viele andere Subs in der Preisklasse schon bei 30 Hz anfangen, abzufallen... Sind meiner Meinung nach ihre Geld wert. Die LS interessieren mich, und ich kenne auch niemanden, der sie hat - das, was ich hier so gehört habe, war aber positiv.

 

>>Ein paar der angesprochenen Hersteller haben ich noch nicht im Web besuchen können (Mordaunt-Short/Monitoraudio/Newtronics). Vielleicht tauschen diesbezüglich noch mal Fragen auf.

 

Bei aller Liebe - diese Hersteller fallen unter das gleiche Problem wie "Röhre, Klasse A" etc.

 

>>"Selbstbau-Firmen", (bauen andere Firmen die LS nicht selbst?) hab habe ich ein wenig Skrupel, dass dort was spezifischen gebaut wird, es aber schwieriger ist, einen Rückzieher zu machen, wenn es doch nicht so gefällt?

 

Ich denke, Du bist mit einem bezahlbaren Fertig-LS entschieden besser bedient.

 

Mein Fazit: "Surround"-Setup mit tief 'runterreichendem Sub probehören, dann u.U. z.B. Probebestellung Nubert o.ä. - kann man ja problemlos zurückschicken. Und lass' Dir nicht von Highendern Sachen aufschwatzen, die sie gut finden, aber nicht für Deine Verwendung Sinn machen ;-)!

Wäre schön, wenn Du berichten würdest, wofür Du Dich entschieden hast ;-)...

 

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Natürlich kann man gutes auch des öfteren empfehlen, mir viel nur auf das du bei jeder Frage nach Boxen immer diese Hersteller empfiehlst.

 

Gruß

 

Jens

 

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Hi,Contrebasse

 

vergiss die Prinzipien, beim Exponentialhorn kommste nicht an richtigen Tiefbass ran.

Bei Transmissionline ist der Wirkungsgrad relativ mies, kräftiger Verstärker nötig.

M.E. hast du die Auswahl zwischen den hier im Forum genannten Boxen + aktiver Subwoofer, oder echten " Schränken ".

Hier z.B. Heco Anniversary (1250 Euro/stk) oder noch mehr Bass: Magnat Vintage 770 (1600/stk).

 

Gruß Richard

 

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Hallo,

 

weil Canton Auslaufmodelle meist besonders günstig über Großmärkte oder Direktversender verramscht werden.

 

Die RCL ist beispielsweise im Versand schon für ca 920 € das Paar zu haben. Ich kenne den lautsprecher recht gut, für den Preis kenne ich bei vergleichbarer Neutralität keinen Lautsprecher der ähnlich pegelfest und basstüchtig ist. Wer hier mehr will, sollte tatsächlich über einen aktiven Sub nachdenken. Für den gewünschten Zweck (Klassikhörer mit Faible für Orgel in dem gegebenen Preisrahmen) halte ich aber einen Standlautsprecher für sehr brauchbar.

 

Wenn natürlich darüber philosophiert wird, ein Subcontra C wiederzugeben (s.o.) ist deutlich mehr Aufwand notwendig, auch die meisten aktiven Subs in den preiswerteren Klassen steigen allerdings auch bei ca 30 Herz aus, ich würde daher mit einem Standlautsprecher anfangen.

 

grobi

 

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Hallo C.,

 

nachdem Dir hier schon viele Leute konkrete Vorschläge gemacht haben, hier noch ein paar grundsätzliche Anmerkungen von mir:

 

Es wird Dir nicht gelingen, eine Orgel in Deinen Hörraum zu verlegen, das ist meiner Meinung nach eines der schwierigsten Unterfangen. Vor zwei Wochen hatte ich da mein aha-Erlebnis: meine Boxen gehen bis 20 Hz linear runter kein Problem, mein Raum ist nicht anfällig für stehende Wellen*, und dann habe ich mir die Propius CD "Otto Olsson" gekauft und gehört. Die Pedalbässe kamen gut rüber, es war äußerst beeindruckend. Aber es klang in keiner Weise so wie in der Kirche, sondern sehr unnatürlich. Eine Orgel passt einfach nicht in ein Wohnzimmer. Bei anderer Musik hat man kurze Impulse, gerade im Baßbereich (Pauken, kurze Kontrabässe, etc), bei Orgel hat man ja "minutenlange" Töne, und das zeitigt in einem normalen Hörraum Effekte, die sich nur äußerst schwer, wenn überhaupt, beherrschen lassen! Je tiefer die Box geht, desto schlimmer.

 

Meine Empfehlung: versuche gar nicht (für Orgel!) eine Box zu finden, die bis 20 Hz runter geht (die sind auch schweineteuer), sondern begnüge Dich mit 40 - 50 (Nubert mit ABL Modul ist da auch meine Empfehlung). Das klingt zwar nicht so imposant aber "natürlicher", ähnlich wie eine kleine Orgel in einer Kapelle.

 

 

*unterhalb von ca. 80 Hz bilden sich in fast jedem Hörraum enorme Unregelmäßigkeiten im Frequenzgang, weil der Einfluß des Raumes (Resonanzen) sehr stark eingeht. Stichwort Schröderfrequenz

 

 

Oliver

 

Carpe Diem!

 

Leute die mit ihrer Anlage länger Testsignale hören als Musik zu genießen, sollten den Krempel verkaufen und ihrem Hobby in HiFi-Läden nachgehen.

 

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Hallo Oliver,

 

über Deine Bemerkung "mein Raum ist nicht anfällig für stehende Wellen" habe ich mich etwas gewundert. Ist das durch die Raumgeometrie bedingt und wenn ja, wie ist diese. Theoretisch enstehen zwischen zwei parallelen Wänden, normale Absorbtionsbedingungen vorausgesetzt, bei bestimmten Frequenzen doch immer stehende Wellen. Glück hast Du natürlich, wenn sich die Resonanzfrequenzen zweier Richtungen nicht noch überlagern.

 

Zu Nubert mit ABL: bei der nuWave 10 kommt man da schon mit 27 Hz recht tief, so dass bei resonanzkritischen Räumen üblicher Größenordnungen (Wohnräume) schon Probleme entstehen können.

 

madize.

 

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Hallo Madzie,

 

ich habe zwar keine schiefen Wände, doch sind zwei von der vier Seiten zerklüftet (also keine durchgehende Wand, sondern Durchgänge, Wandregale, die die Teilwände nochmals aufteilen und durch Bücherbesetzung zusätzlich dämpfen, etc.) und somit gibt es nirgends parallele Flächen größeren Ausmaßes.

 

Dass Nubert mit ABL tief geht ist klar (deswegen hab ich es ja empfohlen), aber es ist halt doch was anderes als "volle Power" bis ganz runter.

 

Oliver

 

Carpe Diem!

 

Leute die mit ihrer Anlage länger Testsignale hören als Musik zu genießen, sollten den Krempel verkaufen und ihrem Hobby in HiFi-Läden nachgehen.

 

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