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trilo

Negativform aus Gießharz

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Hallo,

 

die Verwendung von Polyesterharz zur Herstellung einer Negativform

(In meinem Fall einer Schallwand) klappte leider überhaupt nicht (Ursache war d. Schwund d. Polyesterharzes).

 

Wenn ich nun Epoxygießharz nehme:

 

Welches, spezielle Bezeichnung ?

Trennmittel??

Sind faserige (stabilitätserhöhende) Füllstoffe oder Matten notwendig?

Tipps die im Thema "Epoxy- Gehäuse" noch nicht erwähnt wurden?

 

Danke.

 

MfG

trilo

 

 

 

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Hi,

 

noch was hab ich vergessen:

 

die "ursprüngliche Originalschallwand", aus der ich die Negativform

herstellen möchte, besteht aus rohem MDF.

MDF ist stark "saugend" - welche Behandlung ist nötig vor dem Auftrag

spezieller (welcher) Trennmittel?

 

Weiters würden mir Tipp`s zur Vorbereitung der Negativform (wahrscheinlich aus Epoxydharz), zum Gießen neuen Schallwände auch noch helfen.

 

Für jede Hilfe dankbar.

 

Grüße

trilo

 

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Öööhm ... ja also ich würde dir ja sehr gerne Epoxy - Die empfehlen , das u.a. für genaueste Abforumgen verwendet wird (besser wurde). Da klappts dann garantiert auch mit dem Schrumpf ... aber daraus ne Schallwand zu machen ... ufff ...

Bei uns wurde das Zeugs abgeschafft , es wäre imO auch zu spröde ...

 

Cu

 

 

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Hi trilo,

 

...auch Du Sohn willst das Rad neu erfinden ??? : -(

 

 

>die Verwendung von Polyesterharz zur Herstellung einer

>Negativform

>(In meinem Fall einer Schallwand) klappte leider überhaupt

>nicht (Ursache war d. Schwund d. Polyesterharzes).

 

Genau. Das was da geschwunden ist (durch Lösemittelausgasung) wirst Du aber hoffentlich nicht weggeschnüffelt haben.... :-(

 

Polyester-Harze sind der größte Dreck der je erfunden wurde !!

 

>Wenn ich nun Epoxygießharz nehme:

>Welches, spezielle Bezeichnung ?

 

Jeder Hersteller hat da eigene Mischungen und Bezeichnungen und Qualitäts-Stufen. Am besten Katalog anfordern und durchstudieren.

Wenn es in der Nähe einen kleinen Bootsbauer gibt, kann man auch da mal Fragen.

 

>Trennmittel??

 

Anleitung zu Trennwachsen /Trennlacken steht in diesen Katalogen meist mit drin.

 

>Sind faserige (stabilitätserhöhende) Füllstoffe oder Matten

>notwendig?

 

Üblicherweise wird ja ein Laminat hergestellt mit Glasfaser-Matten.

Die größe Festigkeit ergibts sich wenn nur soviel Harz eingebracht wird wie gerade eben nötig. Die Matten sollen nicht drin Schwimmen oder eine dicke Harzschicht auf der Oberfläche schwimmen. Das wäre die komplette Verschwendung !

 

Die Eigenschaften von dicken Platten aus reinem Harz mit ein wenig Beimischung von Füll-Stoffen halte ich für äußerst Bescheiden !

Die thermische Belastbarkeit...(abspülen mit warmen Wasser..) ist

bei Epoxy meiner Erfahrung nach grotten-schlecht. Warmes Wasser kann schon reichen um so eine Platte weich zu machen.

 

Höhere Festigkeiten gibt´s bei Harzen die in der Form getempert werden, was eine entsprechend temperaturfeste Form erfordert und evtl eine entsprechende eingebaute Beheizung durch in die Form eingebette

Heizschlangen. Eine Batterie Infrarot-Strahler dürften aber auch gehen.

 

Das Harz muß auf die Verarbeitungsmenge abgestimmt sein! Ansonsten thermische Reaktion bei zu hoher Menge. Das Material kann "verkochen"

und die Form ...."verbraten"

 

 

Eine Form bauen ist eine Wissenschaft für sich. Eine einzige Fehlstelle oder ein kleiner Konstruktionfehler kann den Nutzen so einer Form auf Null bringen und hunderte von Mark /Euro sind verloren.

 

Der einzige Zweck der eine Form für zwei Fronwände rechtfertigen könnte, wäre eine absolut individuelle Gestalltung, und damit das Ziehen einer Negativ-Form von einem Urmuster.

 

Für "kubistische" Gestalltung hat der liebe Gott oder seine Kollegen von den anderen Glaubensrichtungen das HOLZ erfunden !

 

>Tipps die im Thema "Epoxy- Gehäuse" noch nicht erwähnt

>wurden?

 

...learning by doing...frusting while learning....paying for nothing !

 

(Sorry)

 

>Danke.

 

Bitte !

 

Grüße

 

om

 

 

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hallo,

 

mir hat sich das zeug eigentlich als recht problemlos gezeigt.

 

schwund: nur in der richtung in der eine oberflächein in kontakt zur luft steht. soll heissen: wenn du eine badewanne voll angiesst, wird nur der wasser(harz)stand kleiner. -das war zumin. bei mir so. (war aber keine badewanne..)

 

trennung: ideal ist es natürlich wenn dur eine etwas biegsame form hast. dann kannst du es runterziehen. aber bei mir hat nie etwas festgeklebt... auch plastik nicht.

sonst? vielleicht ein spezielles wachs nehmen.

 

hitze-entwicklung bei der chem. reaktion: 40-60°C - mehr nicht

 

glas-faser-gewebe dazu ist sicher auch nicht schlecht. -beim schwingen einer platte werden die fassern dann auf zug belastet.

 

gruss

denjo

 

 

 

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Hi om,

 

>Der einzige Zweck der eine Form für zwei Fronwände rechtfertigen könnte, wäre eine absolut individuelle Gestaltung, und damit das Ziehen einer Negativ-Form von einem Urmuster<

 

ja eben drum (Waveguide und so...)

 

Die von Dir beschriebenen Qualitäten zu Epoxyplatten mit Füllstoffen

sind für mich enttäuschend, da mir gerade ein "Gießabdruck"

als besonders atraktiv erschien. :-( :-(

 

Vielleicht fertige ich doch möglichst Paargleiche Schallwände aus

MDF, das nebenbei bemerkt leider nach dem Lackieren auch arbeitet (Haarrisse im Lack)

 

 

Danke für die Ausführungen.

 

Grüß

trilo

 

 

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...om hat ja alles Wichtige schon gesagt!

 

Bleibt mir nur noch zu sagen, daß ich ein Harzsystem von Lange+Ritter (glaub ich, müsste erst in die Werkstatt gehen um nachzuschauen) verwende, daß das Abformen sicher gut gelingt, wenn du Gewebe (GFK, wg. des Preises) einlegst und das Ganze mit Schaum (Styrodur o.Ä.)aussteifst (der Schaum muß nicht 100%ig passen, da du ihn ja mit Mumpe einklebst), Tempern macht Sinn, ist aber überflüssig, wenn deine Werkstatt "wohltemperiert" ist.

Übrigens wird dein abgeformtes Teil perfekt, wenn du die Möglichkeit hast abzusaugen (Vakuumpumpe).

Ach, und nochwas hatte ich da vorhin gelesen, bzgl. der Wärmeentwicklung: diese kann bei schnellen Härtern und großen Harzmengen in der Tat beträchtlich werden, deshalb zum Anrühren immer Plastebecher verwenden (Joghurtbecher).

 

André

 

P.S.: @ om, Hi, wo hast du denn's Harzen gelernt? (hast ja ooch viel Ahnung)?

 

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Hi Andre...

 

 

>P.S.: @ om, Hi, wo hast du denn's Harzen gelernt?

 

....`s Harzen "lernen"..heißt LEIDEN lernen.... AUA !! ;-))

 

Grüße

 

om

 

 

 

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also ick wees nich...

 

mir hat die harzerei immer Spaß gemacht, schlimm ist eigentlich nur die ewige Schleiferei...

 

André

 

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LETZTE BEARBEITUNG am: 25-Mar-02 UM 04:40 Uhr (GMT) [p]LETZTE BEARBEITUNG am: 25-Mar-02 UM 04:34 Uhr (GMT)

 

...morgens Andrè

 

>also ick wees nich...

 

>mir hat die harzerei immer Spaß gemacht, schlimm ist

>eigentlich nur die ewige Schleiferei...

 

Ja, wenn man´s vielleicht sowieso schon kann und darauf eingerichtet ist. Aber bei so Erstlingswerken die ja manchmal auch eine Art Aushängeschild sein sollen, kann´s schon problematisch werden. Sowas klappt doch nicht auf Anhieb !! ??

 

Es ist auch riesig schwer da Tips zu geben ohne den Entwurf gesehen zu haben und und und. Da sind soviele Details im Spiel, da könnte man

sich soviele Gedanken machen und drüber kommunizieren,, daß man die Teile gleich selber baut.

.......

 

Hi trilo....

 

Was aber vielleicht keine Dumme Idee ist, das Urmodell abzuformen mit

einer laminierten und evtl. teilbaren Form, je nach Vorhandensein von Hinterschneidungen, und den Guß im Beton ausführt oder Gieß-Keramik oder als Übungs-Stück aus Gips.

 

Je nach Zielsetzung, klebt man das Konstrukt dann mit gefülltem Epoxy!! :-)) auf eine MDF-Platte oder baut es so, daß es gut von der Box "aufgefangen" wird. Bei Holz im Hintergrund wird die Chassis-Montage aber um einiges leichter !!!!!

 

 

Das Ganze ist dann mehr oder weniger grobschlächtig je nach Mühe die man da reinsteckt aber "Originell-Original" ! Die Kosten wären nur ein Bruchteil und ein akustischer Vorteil eher gegeben wie bei Harz.!

 

Aber mit etwas Mühe und Experimentierfreude läßt sich auch Beton farblich/färbetechnisch verschönern und gute Oberflächen erzielen die einen ganz besonderen Tuch haben. Da sind die Möglichkeiten fast unbegrenzt !

 

...harzen wir´s mal ab !

 

Grüße

 

om

 

 

 

 

 

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Hi Trilo

Nimm doch für die Negativform einfach Silikon,das geht komfortabel,

klebt nicht und läßt u.U.sogar Hinterschnitte zu.Du brauchst,falls

keine formstabile Grundlage vorhanden ist eine ebensolche für die

Form (Spanplatte,MDF,o.ä.).Als Ansprechpartner kann ich dir Wacker-Chemie empfehlen.Die haben auch eine ganze Reihe Anwendungsbeispiele

und Verfahrenshinweise in gedruckter Form auf Lager.

Gruß

Lenz

 

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