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piega

DAT

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Habe noch einen neuen DAT 60ES eingefangen. Ein zweites Gerät einen 670 von Sony habe ich ersteigert.

Habe soviel gebrannte CD`s gehört und fand die Qualität meist sehr dürftig. Vor allem bei dynamischen Pegeln überreissen oft die Höhen und der Bass weicht auf.

wer kann Infos über DAT reichen?

Hat der Longplaymodus irgendwelche Nachteile, sei es mechanisch oder akustisch?

Wie und wo lagert man am besten DAT Cassetten egal ob neu oder bespielt?

Gibt es Geräte die man nicht gebraucht kaufen sollte?

Gibts Geräte die auch gebraucht zu empfehlen wären (ausser ZA 5 und 2000er).

Gibt es grundsätzlich Tips für den DAT User?

Ich brauche es lediglich als CD Kopierstation zu Hause.

Ist es richtig den 60er als Aufnahme (Super Bit Mapping) und den 670er als Abspielgerät zu benutzen (beide Geräte werden in zwei unterschiedliche Anlagen integriert)?

 

Vielen Fragen...vielen Dank

 

 

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Gast mark

Hi,

 

als ehemaliger Besitzer eines Onkyo DT-901 kann ich nur folgendes sagen:

 

>Habe soviel gebrannte CD`s gehört und fand die Qualität meist sehr dürftig. Vor allem bei dynamischen Pegeln überreissen oft die Höhen und der Bass weicht auf.<

Kann ich nicht nachvollziehen! Wenn Du gute Rohlinge nimmst und mit erstklassiger Hardware kopierst (speziell das CD-ROM-LW ist sehr wichtig; da funktioniert nicht jeder Billigschrott), ist ABSOLUT KEIN Unterschied zum Original zu hören, da Du im Idealfall bitidentische Kopien erzeugst. Die Bitfehler-Rate auf einer DAT-Kassette dürfte also deutlich höher als auf einer CD sein (vor allem nach häufigem Abspielen).

 

>Hat der Longplaymodus irgendwelche Nachteile, sei es mechanisch oder akustisch?<

Im Longplaymodus wird bei langsamerer Bandgeschwindigkeit nur bis 15kHz aufgezeichnet. Zeichnest Du Schallplatten auf, wirst Du also keinen Unterschied hören (denn die sind auch auf 15kHz begrenzt). Bei Aufnahmen von einer CD wird der Unterschied auch nicht sehr stark hörbar sein; die Aufnahme ist allerdings nicht mehr bitidentisch mit dem Original.

 

>Gibt es Geräte die man nicht gebraucht kaufen sollte?<

Alle Geräte, die schlecht gewartet sind, können Probleme machen. Die Mechanik arbeitet im Prinzip wie in einem Videorekorder, ist nur viel kleiner und empfindlicher. Ich mußte zum Beispiel nach 3 Jahren eine kleine abgenutzte Andruckrolle austauschen. Das Ersatzteil hat mich ganze 90 Mark gekostet :-( Ist natürlich ärgerlich, wenn Dir das zwei Wochen nach dem Kauf eines gebrauchten Gerätes passiert...

 

>Gibts Geräte die auch gebraucht zu empfehlen wären (ausser ZA 5 und 2000er)<

Also ich war mit meinem DAT sehr zufrieden :-) Mal abgesehen von den systemimmanenten Schwächen der DAT-Technik.

 

>Ist es richtig den 60er als Aufnahme (Super Bit Mapping) und den 670er als Abspielgerät zu benutzen (beide Geräte werden in zwei unterschiedliche Anlagen integriert)?<

Das Super Bit Mapping bringt nur was, wenn Du von analogen Quellen aufzeichnest; bei reinen Digitalkopien ist diese Funktion ohne Bedeutung.

 

Solltest Du genauso musiksüchtig sein wie ich und die DAT-Kassetten häufig abspielen, werden sie nicht sehr lange halten (nach ca 2 Jahren häuften sich Aussetzer und Störungen). In diesem Punkt sind gebrannte CDs (sofern Du gute Rohlinge nimmst) DEUTLICH haltbarer. Und noch was: Obwohl mein DAT-Rekorder mit 400-facher Geschwindigkeit spulen konnte, war die Zugriffszeit im Vergleich zur CD besch...eiden.

 

Ciao

Mark

 

 

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Hiho :D

Das meiste ist ja schon sehr gut beantwortet (lediglich die 15KHz-Einschränkung ist bei LP so generell nicht richtig).

Longplay sollte man nur nutzen wenn es unbedingt sein MUSS. Durch den langsameren Bandtransport können sich DropOuts eher auswirken (ein Knick ist auf die Daten bezogen doppelt so lang).

Die Dynamik wird davon ebenfalls schlechter - kann ich nur bei Pop-Musik empfehlen.

 

Deine Erfahrungen mit CD-R kann ich ebenso nicht bestätigen....ein gutes CD-ROM und ein entsprechender Brenner würden die Probleme beseitigen.

 

DAT-Kassetten sollte man hochkant lagern...weg von Magnetfeldern, trocken und wenn es geht kühl.

Nicht kaufen sollte man zB DTC 670 und DTC 57, da hier am Laufwerk Serienfehler sind.

Es wurde auch nach der Garantiezeit auf Kullanz direkt von Sony ausgetauscht...nur wenn der Verkäufer garantiert das das gemacht wurde kann man drüber nachdenken.

Ich würde eher ab DTC-59 bzw 690 zuschlagen.

 

Grundsätzliche Tips: Kassetten nicht im Player lassen - zurückspulen!

Die DAT Hüllen sind brauchbar um im Winter die Autofenster zu kratzen...leider aber nicht breit genug...hier ist die CompactCassette überlegen!

Lange Datenbänder sind günstig---einige (vor allem Portis) Geräte können sie aber nicht gut ab.

Hier kann man den Bandtransport überlasten.

 

Kopieren würde ich wie mein Vorredner grundsätzlich Digital.

 

 

 

Musikalischer Gruß

 

Michael

 

- - -== http://www.centric-project.de/forum/centric.gif ==- - -

http://www.centric-project.de

 

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hi piega,

alle letzten antworten sind korrekt, habe 3dats+300 kassetten.lp zeichnet in 12bit mit 32khz sampling auf und lässt nur mit sample-rate-converter digitalrec. zu.ich habe schon viele cds gebrannt(ca.300)alle klingen super(mit infinity sigma abgehört,bzw. AKG1000 profikopfhörer).laufwerke sind bei deinen dats nich so toll.öfter reinigen(alle 10cassetten)und markenbänder bis 120min nehmen.

mfg

 

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Ich sehe keinen Vorteil von DAT gegenüber CD-R. Sollten Deine CD-Rs wirklich so anders klingen als die Original, so scheinen schwere Fehler beim Kopiervorgang passiert zu sein.

 

Ein DAT-Recorder ist von allen gängigen digitalen Medien das mit Abstand ungeeignetste, um Kopien von CDs anzufertigen:

 

a) Die Stärke von DAT, mit 48kHz zu sampeln, wird nicht benutzt, denn CDs werden mit 44,1kHz kopiert.

 

B) Die Lebensdauer von DAT-Bändern ist nicht vergleichbar mit der von guten Rohlingen - wobei letztere inzwischen sogar deutlich billiger sind.

 

c) Ein DAT-Recorder ist das ideale Gerät, um Eigenaufnahmen zu produzieren (von der Pike auf) - aber genau das willst Du damit ja nicht tun.

 

d) Bei Longplay wird mit 12Bits und 32kHz Samplefrequenz gearbeitet. Dadurch wird (u.a.) der Frequenzgang bei 15kHz abgeschnitten. Allerdings räume ich ein, daß das trotzdem noch für viele Aufnahmen ausreicht. ABER: da die von Dir genannten Geräte alle NICHT über einen Sampleratenkonverter verfügen, müßtest Du die CD-Kopien auf dem analogen Wege machen. Das Super-Bitmapping, welches ansonsten NUR für analoge Aufnahmen konzipiert ist, funktioniert nicht im Longplay-Modus (das wäre dann "Hyper-Bitmapping").

 

Wenn Dir also CD-R nicht zusagt, so erscheint mir als Alternative ein guter MD-Recorder/Player immer noch geeigneter als ein (alter) DAT. MD befindet sich inzwischen auf CD-Niveau (klanglich), bietet aber die meisten Bearbeitungsmöglichkeiten an (Pausen einfügen, Titel löschen etc. pp.). Ein DAT-Recorder ist ein Aufnahme-Arbeitstier - aber kein Archivgerät für CD-Kopien!

 

Grüße

Rainer

 

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Danke für die vor allem praktischen Antworten. Das mit den Rohlingen und Brennern mag ich glauben konnte das aber für mich noch nicht hörbar machen.

Die Wiedergabe des 60ES ist für mich sensationell und von daher, zumindest nicht zu toppen.Es sei denn Kopien klingen irgendwann besser als das Original.....

Was die Mechanik Verschleiss usw. angeht stimmt das wohl. Aber ich konserviere ja nicht sondern stelle mir ein paar Bänder zusammen die ich in vielleicht 5-6 Jahren durch eine andere Technik ersetzen muss. Auch ein Brenner oder Rohling der heutigen Zeit wird dann keine Rolle mehr spielen weil auch diese dann technisch längst überholt sein werden

Somit wird man sich dann wieder zwangsläufig treffen.....wetten dass.

Grüsse vom Bodensee

 

 

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Du musst die CD-Rs in einem guten CD-Player abhören!Die Sony-DATs klingen tatsächlich so gut wie etwa 1500 DM CD-Player.Aber bei einem guten Gerät (Marantz,Sony X77 ES 2+Swoboda)hat DAT keine Chance mehr!

MFG,sven

 

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