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HiFi Heimkino Forum
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Chrisi

Frauen mit Mäulern wie Walfische

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Hi Hermann,

 

so eine Kritik hatte ich vor vielen Jahren auf einer Parallelmesse zur High End schon einmal gehört.

 

Fragt sich nur was da kritisiert wird:

 

1) die Anlage

2) der Tonmeister bei der Aufnahme

 

Für mein Verständnis kann man den Verantwortlichen nicht klar feststellen, da man bei der Aufnahme nicht dabei war.

 

BTW, warum hast Du Dich nicht für eine kostenfreie Eintrittskarte gemeldet?

 

Ciao

Webbi

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Hallo Freaks,

 

Bin heute auf der High End gewesen. Meine Nerven!

 

Mir hängen diese Aufnahmen mit Frauenstimme+Bass+ein bisschen Schlagzeug zum A*** raus! Fast überall wo ich reingeschaut habe, kam einem dieses oder ähnliches unsägliches Gezirpe entgegen. Ja leck mich doch.

 

Die werten Damen sangen (brüllten) einem ins Gesicht mit einem Maul von der Größe eines Walfischs.

 

Da stehen Monstren von Anlagen rum und was wird gespielt? Drei-Instrumenten-Musik. Ich halt's ja nicht aus. Wieso kann da nicht mal einer ein Stückerl eines Konzerts spielen, wo richtig was los ist? Verlangt ja niemand, den "Krach" zu spielen, den ich daheim höre. }(

 

Die High-End-Szene ist was Musik betrifft unglaublich einfältig.

 

Grüße

Hermann

 

p.s. Der echte Bösendorfer mit Handbedienung war fein. Konnte man mal das Gehör wieder einnorden. So ein Flügel klingt total weich und luftig aber saulaut wenn er muss. Völlig anders als die pseudo-sprizig-dynamischen Anlagen rundherum, die mir die in die Ohren gepfiffen haben.

 

p.p.s Der Ingo Hansen muss taub sein. Mein Gott macht der einen Lärm. Der sollte seinen Kristallstab mal über seine Ohren halten, für was anderes ist er vermutlich eh zu breit (der Stab, nicht der Hansen) :+

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Servus Web,

 

war das was mit Eintrittskarten? Mei, wegen 10 Euro, was soll's. ;-)

 

Die Kritik geht hier an die Seppel von Vorführen. Die genannte Musikrichtung ist das anspruchloseste was es gibt für eine Anlage. Keine schwierigen Höhen, keine fiesen Geigen oder E-Gitarren, kein Konzertgetümmel, keine Dynamiksprünge. Es wabert so vor sich hin.

Da klingt keine Anlage nervig und irgendwie immer o.k.. Die guten graben halt noch mehr von dem "Schmelz" der Stimme raus und präsentieren alles noch gefälliger.

 

Aber Stresstest? Zeigen was drin ist? Fehlanzeige!

 

Aber halt, vielleicht WOLLEN die das ja so :-) Außer Hansen, der scheißt sich nicht drum und bläst seinen Gästen den Schmalz aus den Ohren.

 

Grüße

Hermann

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Servus,

 

wo sag ich denn sowas? Ich würde mir mehr Vielfalt und weniger Einfaltsgepinsel wünschen. Und keine Riesen-Anlagen mit Pass-Monstern, wo lächerliche 3 Instrumente müde herumklinpern.

 

Bei der World of HiFi war das gut. Buntes Programm, bis auf wenige Ausnahmen kein 0815-Highend-Gezumpel. Liegt vielleicht daran, dass dort nicht die Hersteller vorführen.

 

Grüße

Hermann

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Hallo,

 

es hat bei einer WoH auch damit zu tun, das es andere Räumlichkeiten sind. Sicherlich auch das es nicht immer "vertriebsbezogen" ist. Also nur das vorgeführt wird, was in einem Vertrieb ist.

 

Sicherlich ist auch die Einstellung einiger Vertriebe bei einem Mega-Event wie die High End eine andere als bei einer hervorragenden Regionalveranstaltung wie die WoH. Man möchte alles "richtiger" machen, und ist deshalb zu professionell und möchte z.B. die Flaggschiffe des Produktprogramms zeigen oder eine Neuheit anstelle dessen was am Besten tönt.

 

Im übrigen wird bei der WoH zwar nicht von Hersteller vorgeführt aber sie nominieren ihre Geräte selber.

 

Ich persönlich habe auf WoH sehr gute, aber auch megaschlechte Vorführungen angehört. Auf der High End komm ich sehr selten zum Hören. Dieses Jahr hatte ich quasi 0 Chance.

 

Markus

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Hi Hermann,

 

>war das was mit Eintrittskarten? Mei, wegen 10 Euro, was

>soll's. ;-)

 

tja, war nur ein Angebot.

 

>Die Kritik geht hier an die Seppel von Vorführen. Die genannte

>Musikrichtung ist das anspruchloseste was es gibt für eine

>Anlage. Keine schwierigen Höhen, keine fiesen Geigen oder

>E-Gitarren, kein Konzertgetümmel, keine Dynamiksprünge. Es

>wabert so vor sich hin.

 

Tja, was spricht dagegen eigene CDs mitzubringen und diese den Vorführenden anzubieten?

 

Abgesehen weiß ich aus guter Erfahrung daß weitaus mehr wirklich gute Vorführungen machen. (z.b. Boston Accoustic, HGP, Lindemann, etc.)

 

 

Ciao

Webbi

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Hallo

 

Ja der Musikgeschmack....ich hab auch mehr als einmal den Raum verlassen, aber nicht weil die Anlage so schlecht gewesen wäre, sondern die Musikauswahl.....

 

Gut hat mir (wie letztes Jahr) die Avantgarde gefallen, peppig, dynamisch. Macht an.

Gut fand ich auch die Lumen White. Über das Preis/Leistungs-Verhältnis braucht man aber garnicht das diskutieren anfangen.

Der Rest war, von wenigen Ausnahmen abgesehen, mit der letztjährigen High End recht vergleichbar. Ich hab wenigstens nicht wirklich viel Neues gesehen, leider.

Und ich hab es dieses Jahr größer erwartet. Aber praktisch identischer Umfang.

 

 

 

gruß Andi

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Servus Web,

 

>tja, war nur ein Angebot.

 

Bist du deine Karten etwa nicht losgeworden??

 

>Tja, was spricht dagegen eigene CDs mitzubringen und diese den

>Vorführenden anzubieten?

 

Soll ich denn in einen Raum reingehen und gleich mit meinen CDs wedeln? Das Problem ist doch: man kommt rein und es läuft DIESE Musik! Die Vorführer spielen erst mal wenigstens drei, vier Stücke aus ihrem Repertoire. Ich dreh da sofort wieder um.

 

>Abgesehen weiß ich aus guter Erfahrung daß weitaus mehr

>wirklich gute Vorführungen machen. (z.b. Boston Accoustic,

>HGP, Lindemann, etc.)

 

Beim Horst wurde John Scofield aufgelegt. Das geht in "Ordnung". Horsti hat ja auch Geschmack :-) Zwar auch kein Stresstest für die Anlage, aber wenigstens keine Walfischfrauen.

 

Grüße

Hermann

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>Servus Web,

>

>>tja, war nur ein Angebot.

>

>Bist du deine Karten etwa nicht losgeworden??

>

>>Tja, was spricht dagegen eigene CDs mitzubringen und diese

>den

>>Vorführenden anzubieten?

>

>Soll ich denn in einen Raum reingehen und gleich mit meinen

>CDs wedeln? Das Problem ist doch: man kommt rein und es läuft

>DIESE Musik! Die Vorführer spielen erst mal wenigstens drei,

>vier Stücke aus ihrem Repertoire. Ich dreh da sofort wieder

>um.

>

>>Abgesehen weiß ich aus guter Erfahrung daß weitaus mehr

>>wirklich gute Vorführungen machen. (z.b. Boston Accoustic,

>>HGP, Lindemann, etc.)

>

>Beim Horst wurde John Scofield aufgelegt. Das geht in

>"Ordnung". Horsti hat ja auch Geschmack :-) Zwar auch kein

>Stresstest für die Anlage, aber wenigstens keine

>Walfischfrauen.

>

>Grüße

>Hermann

 

Wenn du John Scofield gehört hast, dann war es "Pausenmusik" (manchmal hat auch mein Mitarbeiter vorgeführt...). Meine Vorführmusik war:

 

1.) KLASSIK

1.1. Camille Saint-Saens (1835-1921) Danse Macabre aus "Mephisto und Co.", Minnesota Orchestra unter Eiji Oue, Aufnahme: 20.04.1998

1.2. Georg Friedrich Händel (1685-1759) Der Messias: Hallelujah!

Gabrieli Consort & Players unter Paul McCreesh, Aufnahme:1997

 

2.) Jazz

THE OSCAR PETERSON TRIO YOU LOOK GOOD TO ME

 

3.) Was auf die Ohren

Massive Attack Inertia Creeps (aus MEZZANINE")

 

Ich kenne die Nummern inzwischen auswendig, da sie zu jeder vollen Stunde liefen, aber "leichte Kost" waren sie sicherlich nicht.

 

Horst

 

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Hallo,

 

wenn ich neugierig auf die Gerätschaften bin, kann ich es verschmerzen, wenn sie mit Musik vorgeführt werden, die mir nicht liegt.

 

Die Klangcharakteristik der Anlagen interessiert mich mehr als irgendwelche Belastungsgrenzen, die ich daheim in der Mietwohnung sowieso nicht erreichen (darf).

Ich hab die Erfahrung gemacht, daß auch "gefälliges" Material über manche Anlagen nicht gut klingt.

 

Allerdings: Wenn mich die Anlage nicht interessiert, geh ich auch gleich weiter, wenn z. B. Sara K erklingt ;-)

 

Gruß

 

Micha L

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Hallo Michael,

 

natürlich ist die von Dir beschriebene Methode richtig. Ich glaube auch nicht, daß es Hermann um Belastungsgrenzen ging. Ich kann Hermanns Abscheu gut verstehen. Ich finde es nicht nur einfallslos, sondern richtiggehend dumm, mit der typischen Highendermusik vorzuführen. Jeder Highender weiß (auch wenn er sich dies nicht eingestehen mag), daß die Sarah K. - Scheiben gut klingen, deshalb nimmt er selbst diese Scheiben auch zur Vorführung zu Hause, um sich die entsprechende Anerkennung zu sichern. Ich gebe gerne zu, daß ich vor Jahre zu Beginn meines Highend-Interesses auch nicht unbeeinflußt davon geblieben bin und sich sogar - bis mir dies aufgefallen ist - mein Musikgeschmack zeritweise dadurch geändert hat. Es sollte ja immer toll klingen. Dieser Selbstbetrug funktioniert mE solange, bis man einmal ein "Erweckungserlebnis" hat, indem man ein Stück über eine Anlage hört, das man sich zu Hause nie in Vorführlautstärke zugemutet hätte, weil man den schlechten Klang fürchtete, der sonst ganz einfach der Aufnahme zugeschoben wurde. Wenn man dagegen richtig gute Anlagen mit entsprechend "kritischer" Musik hört, tritt der ganze zum Selbstschutz inszenierte Betrug zu Tage und man wundert sich, daß tatsächlich die meisten Aufnahmen ziemlich gut sind. Das ist schmerzhaft, weiß man doch spätestens dann, daß die eigene Anlage der Problempunkt ist. Ich hatte, witzigerweise, nachdem ich eine Vorführung mit entsprechend kritischer und abgefahrener Musik bei Horst gehört hatte (war das Marie Boine oder Flamma Flamma?), gemerkt, daß es nicht angehen kann, viel Geld in eine Anlage für meine zahlreichen CDs zu stecken, die dazu führt, daß ich nur eine begrenzte Auswahl höre, die noch nicht einmal meinem Musikgeschmack entspricht. Deshalb habe ich gewechselt und nehme zu Vorführungen nur noch Musik mit, die ich gut kenne und gewisse Anforderungen an die Anlage stellt.

 

Nach meiner Erfahrung ist es also viel schlauer, sich wie Horst der Gefahr auszusetzen, mit entsprechend anspruchsvoller Musik vorzuführen.

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Richtig!! Nicht in einem solchen Rahmen - das ist Konsumentenverblödung.

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Hallo Michael,

 

so bin ich auch vorgegangen - bei meinem HiFi-Händler oder zuhause mit ausgeliehenen Geräten, wenn es ernst wurde, d. h. eine Anschaffung gemacht werden sollte.

 

Auf Messen u. ä. Veranstaltungen treffe ich keine derartigen Entscheidungen. Folglich kann ich beim Musikmaterial Kompromisse eingehen. Wer stattdessen weitergeht erfährt gar nichts.

 

Gruß

 

Micha

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>Auf Messen u. ä. Veranstaltungen treffe ich keine derartigen

>Entscheidungen.

 

Ich auch nicht. Was solche Veranstaltungen jedoch leisten können, ist Interesse wecken, überraschen oder Lust auf mehr machen. Dieses Potential vergibt man sich mE, wenn man das standadisierte Highend-Gedudel spielt, denn so holt man sich nur diejenigen Leute in den Vorführraum, die schon aus irgendeinem Grund (meistens Testberichte) an dem Hersteller interessiert sind.

 

 

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Hallo Michael,

 

genau so ist es. Auf der WOH hatte ich mit Holger Barske seiner Vorführung richtig Spaß, weil der alles Mögliche rausgezerrt hatte.

Überraschung, das ist es was auf einer Messe wirklich zieht.

 

Grüße

Hermann

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Hallo Hermann,

 

was waren ansonsten für Dich diesmal die "überraschenden" Sieger und was die Zitronen? Leider mußte ich meinen High End Besuch diesmal kurzfristig absagen.

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Ja, wenn ich mir die Namen immer merken könnte. Überraschungen gab's überhaupt keine.

 

Gefallen hat's mir bei NAIM. Lindemann klang auch recht ansprechend, die Musik war leider bei beiden öde.

 

Beeindruckt war ich von den aktiven Monstrümmern von Backes & Müller. So eine Riesenkiste und der Klang war überhaupt nicht wie eine typische Riesenbox. Im selben Raum gab's noch so ein Coax-Hörnli.

 

B&W war fad (jedefalls als ich drin war), die 801 Speaker waren katastrophal aufgestellt (Kopfhöhe mitten im Tieftöner-Zentrum). Schade, hier mal ein ordentliches Symphponiekonzert drübergelassen, das hätte mich gereizt.

 

Aus den Bösendorfer-Boxen klang ein Klavier tatsächlich wie ein Klavier (Gegenprobe gab's nebenan). Aber können die auch was anderes? Keine Ahnung.

 

Beim Burmester war ein Höllenlärm und es klang blechern.

 

Bei Phonosophie klang's zwar clean, aber überzogen agressiv - und lauuuut. Wer danach so einen echten Bösendorfer hört, muss denken "mei klingt des Klavier fad!"

 

Beim Horst klang's gut, das war nach wenigen Augenblicken schon klar, leider war sein Container klein und die Raumresonanzen recht aufdringlich.

 

Die Mehrkanal-Anlagen waren ein kreischiges Elend aus Säulen, die sich Lautsprecher nannten.

 

Riesenbildschirme allerorten. In zehn Jahren wird sowas der gehobene Standard sein.

 

Habe Audionet/Idektron vermisst. Herr Gessler wahrscheinlich mich nicht, weil ich ihm immer reindrück, dass beim SAM die falschen Elkos drin sind - hihi.

 

Vermisst habe ich auch System Audio. Den SA7K Lautsprecher hätte ich liebend gern mal spielen hören

 

Hab die Messepreise bei HMS und Eichmann (Bullet Plugs) für ein paar Stecker genutzt. Die Eichmann LS-Terminals sind super. Die HMS-Steckdose hätte ich mir schenken können, die Netzstecker dagegen hört man tatsächlich ein bisschen. Preis-Leistungsverhältnis? Schwamm drüber :-)

 

Herr Obertuner K.I. (Ken Ishiwata) von Marantz stand persönlich vor dem Marantz-Raum. Eine beeindruckende Persönlichkeit schon im Stand :-) Hätte ihn am liebsten zum Thema Kondensatoren angelabert, hab mich aber dann doch nicht getraut bzw. war zu überrascht.

 

Den Rest krieg ich nicht mehr zusammen...

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Hallo Hermann,

 

ich war zwar wieder nicht in München, aber Dein Urteil bestätigt genau meinen Eindruck den ich jahrelang in Frankfurt gewonnen habe. Wohin man auch schaut, es gibt einfach seit Jahren keinen Fortschritt mehr. Damit sollten sich mal die Hifi-Fans anfreunden. Ich möchte wetten, eine 15 Jahre alte Vorführung in Frankfurt, wird ihren Klang auch heute noch genauso wieder in München bestätigen.

Allerdings habe ich die Messe eher als einen Austausch unter Gleichgesinnten gesehen. Sie macht eigentlich nur unter diesem Gesichtspunkt wirklich Sinn und Spaß.

 

Wir hatten hier im Raum Frankfurt kürzlich unter Freunden und Bekannten unsere eigene kleine High End abgehalten und u. a. über 25 Jahre alte Lautsprecher (natürlich noch nachgebessert) gehört. Die Dinger spielen (leider muß ich sagen) alles an die Wand was ich bisher auf irgendeiner High End noch von irgendeinem sonstigen System je gehört habe. Das gleiche gilt scheinbar auch für uralte Spitzenelektronik. :o

Jetzt muß ich erst einmal mein Weltbild wieder neu ordnen. ;(

 

 

Viele Grüße nach München,

 

Amin

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Servus Amin,

 

zu ernst darf man die Messe auch nicht nehmen. Das Weltbild wird da nicht ins Schwanken versetzt. Mit Kumpels zusammen ist es lustig, weil man so herrlich ablästern kann. Schön wär's halt gewesen, wenn dort Dinge zu hören gewesen wären, die man sonst nie zu hören bekommt.

 

Das mit deiner Oldie-Vorführung scheint mir daran zu liegen, dass dein Hörgeschmack eher in Richtung "saftig und voll" geht. Deine Äußerung zu der auf Analogband überspielten CD geht auch in die Richtung (?).

 

Moderne (gute) Elektronik und moderne (gute) LS sind glaub ich viel schwieriger zu betreiben als alte Geräte, die durch ihre Gutmütigkeit (sprich: reduzierte Präzision) selten rumzicken, weil zu viele Fehler hörbar wären.

Wenn alle ein bisschen schummeln, kombiniert es sich leichter und es kann ein Sound rauskommen, der tatsächlich mehr Spaß bereitet. Das hängt aber letztlich von den Präferenzen des Zuhörers ab.

 

Grüße

Hermann

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Hallo Hermann,

 

ehrlich gesagt, hat mein Weltbild noch keine High End ins wanken bringen können - eher in Sachen "wie schafft man es bloß, Musik noch schlechter zu reproduzieren". ;-)

 

Die Oldie-Vorführung ging sicherlich zu einem kleinen Prozentsatz in die von Dir beschriebene Richtung "saftig und voll", aber auch nur zu einem kleinen Prozentsatz. Ich war nur verblüfft, dass sich zu der sehr schönen Musikwiedergabe noch eine tierische und unkomprimierte Dynamik dazugesellte. Es wurden u. a. modifizierte Hornlautsprecher und Breitbandchassis mit hohem Wirkungsgrad eingesetzt, und zwar solche, die es heute praktisch nicht mehr zu kaufen gibt - eben weil solche Chassis heute zu produzieren viel zu teuer wär.

 

Die von Dir beschriebene "moderne" Elektronik ist leider oftmals NUR auf Präzision getrimmt - und so klingt sie dann leider auch - eben späktakulär und das geht zumindest mir auf Dauer auf den Keks. Die heutige Elektronik ist nicht nur "schwieriger" zu betreiben, wie Du sagst, sie klingt einfach nicht mehr. Ältere Gerätschaften und Lautsprecher sind noch in einer Zeit entstanden, in der es keine "Costcutter" und "Rotstiftakrobaten" in den Firmen gab, wie sie heute überall zu finden sind. Heute geht es selbst um Zehntelstellen hinter dem Komma, nicht um kompromisslose Qualität. Da wurde früher mehr geklotzt. Ich habe von Experten modifizierte LS-Chassis gehört, die, wie ich es schon erwähnt habe, alles heutige in den Schatten stellen. Nur solche Gerätschaften werden von Kennern sehr gehütet und es gibt sie nicht mehr auf dem Markt. Die findest Du in keiner Zeitschrift oder auf keiner Messe. Mich hat echt der Schlag getroffen wie die klingen. :9 Dagegen - muß ich leider sagen - klingen heutige Spitzenanlagen wie Plastikschrott, auch von der dynamischen und präzisen Seite her gesehen. Ich kann nur noch sagen: wir wandeln alle im Tal der Ahnungslosen. :-)

 

Ein großes Problem sind heute diese vielen kleinen Design-Böxchen. Sie sollen ins Wohnzimmer passen - tun sie ja auch, aber mehr auch nicht. Die Hersteller wollen einem weißmachen, dass sie auch klingen würden. Wenn ich diese selbst teilweise großen Design-Böxchen mit den älteren von einigen Bekannten vergleiche, fragst Du Dich, was wir seit Mitte der 80er für enorme Rückschritte hinnehmen mußten!!! Dieser ganze Desgin-Scheiß klingt flach, limitiert, komprimiert und pseudo-präzise und hat dazu einen himmelschreienden schlechten Wirkungsgrad. Und davon gibt es auf der Messe zig Vertreter, die uns das als Fortschritt erzählen wollen - lächerlich! Aber die meisten darunter haben z. B. von Boxenbau keine Ahnung. Da wird entwickelt, geforscht und gebaut - und was kommt heraus? Wieder so ein Design-Böxchen, nur noch kleiner, integrierbarer und klanglich noch lächerlicher als zuvor. So nach dem Motto: seht, noch präziser als das Vormodell MK 46.223Strich 4.2. Dafür kostet es aber gleich bescheidene 30% mehr. Fortschritt kostet eben etwas.

 

 

Viele Grüße,

 

Amin

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Hallo Amin,

 

hat's dich jetzt also auch erwischt mit den Hörnli und Breitbändern? Das ist schon interessant, denn man trifft doch immer wieder auf glühende Anhänger dieser Sorte Lautsprecher. Für die gibt's dann nichts anderes mehr. Mich hat das was ich bisher gehört habe noch nicht überzeugt, wegen der Verfärbungen und dem Geklirre. Ich weiß natürlich nicht, was du auf deiner Mini-Messe zu hören bekommen hast. Kannst du dich zufällig noch an irgendwelche Typbezeichnungen oder Namen erinnern? Würde mich interessieren.

 

Wie du schon sagst, das Problem bei der "Consumer"-Elektronik ist, dass sie nie konsequent zuende konstruiert ist. Da wird an Stellen gespart, wo schon ein paar Euro enorm was bringen würde. Ich seh's grad an meinem Sony SACD Apparat. Ein furchtbar aufwendiges Getue in der Signalverarbeitung mit X Verabeitungsstufen, aber bei der Stromversorgung des D/A-Wandlers wird an entscheidender gespart und das Teil rauscht und müffelt vor sich hin. Ein Witz in Tüten ist das! Mich als Tüftler freut's natürlich, was rauskommt, wenn ich dem Eimer auf die Sprünge helfe.

 

Und so ist es andauernd. Nicht zuende konstruiert.

 

Viele Grüße

Hermann

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Hallo Hermann,

 

>>>hat's dich jetzt also auch erwischt mit den Hörnli und Breitbändern? Das ist schon interessant, denn man trifft doch immer wieder auf glühende Anhänger dieser Sorte Lautsprecher. Für die gibt's dann nichts anderes mehr. Mich hat das was ich bisher gehört habe noch nicht überzeugt, wegen der Verfärbungen und dem Geklirre.<<<

 

Genauso habe ich das bisher auch erlebt. Deswegen habe ich dieser Spezies von Chassis keine richtige Beachtung mehr geschenkt. Seit kurzem weiß ich nun, es geht auch ohne Verfärbungen und geklirre, man muß nur wissen wie. Ich denke, es gibt da vielleicht eine Handvoll solcher Spezialisten die soetwas umsetzen können. Nicht mal die Hersteller dieser Chassis haben das so hinbekommen.

 

>>>Kannst du dich zufällig noch an irgendwelche Typbezeichnungen oder Namen erinnern? Würde mich interessieren.<<<

 

Kann ich Dir nennen. Schreib mir nochmal ein Mail. Ich hab leider Deine Mail-Adresse nicht mehr. Meine lautet: am.sa@gmx.de

 

 

Grüße, Amin

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Hi,

 

der Beitrag 22233 ist wirklich witzig :-)

"Überraschungen gabs keine!" und anschließend folgt die Liste der üblichen verdächtigen Werbetreibenden.

Erwartet denn wirklich jemand von den aufgeführten tatsächlich Überraschungen??? So läuft das Geschäft nicht. Kurze Entwicklungszeiten, kurze Produktzyklen.....was soll da an Überraschungen drin sein?? Wer Überraschungen sucht, der findet sie sicherlich bei den neueren kleineren Firmen, die halt keine Bluffaudio für 100Dollars in China einkaufen und für 1000Euros hier verramschen. Ist vielleicht sinnvoller angelegte Zeit, als den bekannten Namen hinterher zu rennen und anschließend gefrustet zu sein. :P

 

jauu

Calvin

 

getting more and more amused :-)

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Hallo Calvin,

 

genau, Hermann hat das beschrieben, was ich auch im Laufe der Jahre bei einer High End immer erlebt habe - ein jährliches Deja vu eben. ;-)

 

Schwierig ist es immer nur, die Perlen unter den vielen Gerätschaften herauszufinden. Leichter ist es allerdings die Gurken darunter zu finden. Wer viel Werbung braucht, hat meistens Defizite beim Produkt. }(

 

 

Grüße, Amin

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