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matus

Ist die klassische Stereoanlage tot II

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Ich hatte bewußt das Wort "müßte" hervorgehoben. Daß du plötzlich behauptest, es sei keineswegs jemals dargelegt worden warum Mehrkanal >theoretisch< besser klingen >müsste< als Stereo ist mir völlig unverständlich, wo du doch oft genug selber geschrieben hast unter Laborbedingungen sei es vielleicht überlegen, im Wohnraum aber nicht. Ich habe von dir noch kein tiefgehendes, fundiertes Argument gelesen, weshalb Stereo im Wohnraum über Mehrkanal triumphieren sollte, finde jedoch du solltest deine Argumente nennen, auch wenn sie sehr komplex sind.

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Hiho :)

 

Keine Sorge: Auch ich hatte das so gelesen und ihn direkt zitiert!!

Diese seltsamen Missverständnisse* hatten wir ja auch beim anderen Thread - ist wohl sein Stil:

"Wenn Du sie nicht überzeugen kannst - verwirre sie zumindest!"

Für mich völlig unergiebig und langweilend!

 

Musikalischer Gruss

Michael

 

* Wenn man das so nennen möchte.

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Hallo Michael!

Mich irritiert, daß man, ohne ein konkretes Wort über physikalische/akustische Probleme zu verlieren, erkennen kann, daß es wohl nicht verstanden würde. Zumal, selbst falls ich es nicht verstehen sollte, könnte es mir konkrete Fingerzeige liefern unter welchen Gesichtspunkten ich Fachliteratur wälzen muß um zu verstehen. Auch dürfte es hier reichlich Mitleser geben, die die Argumente verstehen, kommentieren (zustimmend oder widersprechend) und evtl. weiter ausführen können.

Also immer her mit physikalischen Details!

 

Gruß, Eddi

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Lieber Eddi!

 

Bitte, bitte lies dochmal genau, was ich geschrieben habe.

 

Da ist nirgendwo die Rede davon, daß "keineswegs jemals dargelegt wurde, warum Mehrkanal >theoretisch< besser klingen >müßte< als Stereo" und auch nirgendwo daß "Stereo im Wohnraum über Mehrkanal sollte.

 

Ich habe geschrieben, daß niemand FUNDIERT dargelegt hat, WARUM und WIE Mehrkanal in der PRAXIS Stereo überlegen sein soll. Zeig mir bitte, wo genau das jemand fundiert dargelegt hat! NIRGENDWO war bei mir die Rede von einem "Triumph" von Stereo "über Mehrkanal". Allein diese Wortwahl wäre nicht die meine.

 

Ich habe weiter geschrieben, daß unter "normalen", also üblichen und praktischen Bedingungen, es einfacher ist, eine korrekte Stereobasis herzustellen als eine korrekte Mehrkanalanordnung. Die Gründe für diese Meinung stehen weiter unten.

 

Weiter habe ich geschrieben, daß PRINZIPIELL, also vom theoretischen Optimum ausgehend, Mehrkanal sehr wohl den zwei Kanälen überlegen sein kann!!!!!

Sich dieses aber (zumindest aktuell) auf Anordnungen mit enormen Aufwand berschränkt.

Dies alles habe ich mehrfach geschrieben - nicht gelesen ;-) ?

 

Nur kurz (es ist Mitternacht vorbei) und so schlicht wie´s geht: virtuelle Schallquellen entstehen durch Laufzeitunterschiede. An sich nichts Neues :-).

Durch Laufzeitunterschiede bei der Aufnahme und bei der Wiedergabe. Nun sind die Aufnahmeparameter ja gegeben. Die der Wiedergabe nur insofern, als sie eben entsprechend der Aufnahme gespeichert sind.

Die Herstellung der Umstände, unter denen diese gespeicherten Parameter reproduziert werden ist entscheidend für eben die Qualität der Reproduktion, also für deren möglichst ähnliches Abbild bzw. deren möglichst genaue Übertragung in den Hörraum.

Wichtig - da werden mir etliche hier zustimmen, gell Klaus ;-) - ist hierbei eine weitgehende Phasen- und Impulssauberkeit der Wandler (Lautsprecher) in sich (als System) und zwischen beiden Kanälen - also eine möglichst große Kohärenz.

Nur wenn beide Kanäle wirklich gleich sind, wird die Abbildung kohärent sein.

Zu dieser Gleichheit gehört die (bereits gesagt) paarweise genaue Übereinstimmung der beiden Wandler (Lautsprecher) sowie die Korrektheit der Basis, die durch die beiden Kanäle gebildet wird. Auf Deutsch: der Abstand zwischen den Wandlern untereinander muß idealerweise in Relation zur Art der Aufnahme stehen und der Abstand sowie der Ort des Hörers muß in einem korrekten Verhältnis zu Basisbreite und dem Abstand zur Basis stehen. Da gibt es Vorgaben, denen jede Mikrofonierung folgt. Hoffentlich! Meist ist es aber so.

Ich betone hier Banalitäten, die eigentlich jedem geläufig sind deshalb, weil sie eben so banal sind, schnell vergessen bzw. zu wenig ins Kalkül einbezogen werden.

 

Also ist es nicht leicht, bereits eine wirklich gute und stimmige Stereoanordnung herzustellen, bei der die virtuellen Quellen nicht durch die Wandler definiert sind (nicht hörbar, versteht sich)

 

Scheinbar (!!) kommt die Mehrkanaltechnik mit dem Vorteil daher, diese eben bedachten Umstände zu verbessern - zumindest meine ich, die wenigen vorgebrachten Argumente so verstanden zu haben.

Scheinbar deshalb, weil mit der Ergänzung der Stereobasis - die ja übrigens immer noch besteht :-) - um mehrere Basen zusätzliche Wandler-Relationen geschaffen werden: vorn zu hinten, Seite zu Seite und auch noch - zu allem Übel - ein "Center" . . den "Sub" nicht zu vergessen . . .

Nun ist die elektronische Seite relativ klar (abgesehen von immer noch fehlender umfassender Standardisierung): bei der Aufnahme, beim Abmischen werden auch elektronisch stimmige Bezüge hergestellt, die der (Mehrkanal-)Mikrofonierung durchaus entsprechen und auch korrekt sind. Da gibt´s verschiedene Ansätze, das würde hier zu weit führen.

Aber was ist mit der "Umkehrung der Mikros", also den Lautsprechern?

Wie phasenrein arbeiten die Front-LS? Wie phasenrein arbeiten die seitlichen, die hinteren LS? Erstmal jeder für sich allein? Hängt sicher vom Preis ab.

Wie phasenrein arbeiten die aber ZUEINANDER bzw. MITEINANDER?

Denn - nicht zu vergessen: jeder LS ist eine Schallquelle! Klingt auch banal, birgt aber ziemliche Tücken in der akustischen Realität.

Denn eigentlich (!) dürften ja nur die virtuellen Quellen zu hören sein, damit das Ganze funktioniert und auf keinen Fall der Wandler selbst! Schon bei Stereo ist das so. Bei Mehrkanal ist das auch so (wie sonst) - bloß mehrfach :-).

Bewege ich mich auf einer Stereobasis hin und her und bewege ich mich zwischen mehreren Basen einer Mehrkanalanordnung hin und her, ist der Unterschied sofort klar:

bei ganz, ganz exquisiten Stereo Lautsprechern habe ich in einem gewissen Rahmen keine Verschiebung des Panoramas und das Klangbild ist völlig von den Lautsprechern gelöst.

Bei weniger exquisiten LS höre ich bereits knapp außerhalb der Achse die Wandler als Quelle. Das Panorama verschiebt sich (Phase), der Klang verändert sich (Abstrahlcharakteristik im oberen Mittelton und Hochton UND Phase).

Bewege ich mich auch noch vor und zurück, hängst es wiederum von der Abstrahlcharakteristik der LS ab, was sich da verändert. Verändern tut sich auf jeden Fall einiges.

Wie ist das bei mehreren Kanälen? Der Hörabstand nach vorn, hinten, zu den Seiten?

Wo hab ich den "sweet spot"? Wie ausgedehnt ist er, der "sweet spot"?

Gehe ich bei einer Stereoanlage weiter zurück, nimmt der Direktschall ab und die Reflexionen bestimmen mehr und mehr das Bild und den Klang.

Geh ich bei einer Mehrkanalanlage weiter zurück, wird der Pegel der hinteren Wandler höher, gleichzeitig mein Winkel zu den LS flacher, d. h: ich verlasse die Achsen, der Klang ändert sich von Zentimeter zu Zentimeter, die Phasen auch. Es wird aber nicht leiser, sondern die Informationen der Rück-LS werden lauter. Ein akustischer Widerspruch!

 

Was klar sein muß: natürlich werden die seitlichen und hinteren Kanäle den Gegebenheiten durch die Art ihrer Ansteuerung angepasst, Das ändert aber nichts an ihren physikalischen Relationen untereinander! Denn die sind haargenau so wie bei einer Stereo-Basis: es gibt eine Verbindungslinie und es gibt z. B. Winkel bei der Abstrahlung, die nicht elektronisch beeinflusst werden können, die schlicht vom schwingenden System bestimmt werden.

Völlig (!) unabhängig von der Art, wie das Signal aufbereitet ist, das ´reingeht: der Wandler fügt seine eigene Charakteristik hinzu und stellt sich als schwingendes System mehr oder weniger deutlich selbst dar. Wie übrigens jeder Lautsprecher . . .

 

Wohlgemerkt: ich rede hier nicht von Effekten in Filmen, von elektronischer Musik bzw. künstlich räumlich abgemischter Musik - da stört das sicher nicht. Obwohl, wie jemand schrieb, es auch mich sehr irritiert, wenn ich Ton von hinten höre, das Bild aber vorne sehe . . . egal, ist nicht zu ändern bzw. nur mit extremem Aufwand z. B. Stereoprojektion in einer Cave :-) oder mit Helmen - das ist GEIL!

Ich rede - auch das hatte ich mehrfach betont - auch nicht von einer prinzipiellen "Überlegenheit" von Stereo oder gar dem "Triumph von Stereo über Mehrkanal" - das wäre lächerlich.

Ich rede vom Machbaren, vom Vertretbaren, von der Qualität der Wiedergabe im Sinne von Ästhetik, von Genauigkeit, von Unaufdringlichkeit, von Sensibilität oder sogar in diesem Fall auch gern mal von Plattitüden wie "Feindynamik", "innerer Spannung", "musikalischem Fluss" usw.

 

Ich kann nur von mir reden - und habe nichts anderes getan in meinen vorangegangenen Postings: ich (!) habe noch keine Mehrkanalwiedergabe gehört, die meinen Ansprüchen an Genauigkeit, Feinheit, Sauberkeit oder Stimmigkeit genügt hätte.

Ich habe mit keinem Wort gesagt, daß das auch prinzipiell nicht möglich sei. Ich habe allerdings gesagt - und sage das auch jetzt -, daß eine wirklich stimmige Mehrkanalwiedergabe im Sinne dessen, was es eigentlich bewirken soll - nämlich einer den räumlichen Bezügen der Aufnahme korrelierenden Natürlichkeit - nur mit sehr großem Aufwand möglich ist. Und das - um mich kurz zu fassen - allein schon deshalb, weil ein ziemlich großes "akustisch homogenes Feld" geschaffen werden müßte, damit sich eben NICHT die Perspektive mit der Körperhaltung ändert. Mit anderen Worten: der "sweet spot" müßte ein "sweet field" werden, eine größere Zone (im Übrigen auch mit Oben/Untenlokalisation), in der alle Phasenbezüge der Lautsprecher untereinander und zwischen Hörer und den Lautsprechern weitgehend unabhängig von der Hörposition stimmen. DAS ist dann wirklich räumlich und natürlich. Machbar ist das. . . . .

Die Näherung daran mit dem, was heute praktikabel ist, ist mir (!) zu kompromissbehaftet und qualitativ unzulänglich. Mir würde das nicht genügen an Qualität und DAHER meine Meinung: lieber sehr gutes Stereo als mittelmäßige Mehrkanalität ;-). Oder: lieber Sekt als Selters.

"Natürlicher", wie das hier angeführt wurde, ist das meines Erachtens (!) absolut nicht.

 

Wenn Ihr das anders seht, hab ich damit nun echt kein Problem :-) - ich will auch niemanden auf Biegen und Brechen überzeugen.

 

ICH MÖCHTE ABER MEINE MEINUNG SAGEN DÜRFEN, OK?

Vielleicht sogar, ohne blöd angemacht zu werden und mir pummelig-pubertäre Süffisanz anhören zu müssen. Klar, Trance und Wolfgang?

Nix für ungut.

 

Grüße und gute Nacht, Klaus

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Moin Eddi :)

 

Nun, ich kann Dir schwerlich verdeutlichen warum Surround prinzipiell nicht überlegen ist,

da es schlicht und ergreifend (zumindest theoretisch ;)) überlegen ist - ganz ohne IMO oder IMHO!

Obwohl ich mich schon mehrfach deutlich und fundiert dazu geäussert habe (auch wenn kes das abstreitet),

stelle ich nochmal ein konkretes Beispiel zur Diskussion um die Mechanismen zu verdeutlichen.

Natürlich nehme ich dazu keinen (.1)LFE Sub, da ein LFE ja ein reiner Effektkanal ist*.

 

Wir nehmen nun also Hugo Whistler, den begnadeten Nasenflötenspieler und positionieren ihn vorne in der Mitte.

Der Aufnahmeraum ist beispielsweise 10 x 10 Meter gross.

Die Mikrofonierung in diesem Beispiel mache ich mal simpel, um Wortdrehereien aus dem Wege zu gehen:

http://www.audiomap.de/forum/user_files/813.jpg

Wie unschwer zu erkennen ist, handelt es sich in diesem Beispiel um eine monophone Signalquelle.

Zyniker würden nun meinen, dieses liesse sich nur perfekt Monophon abbilden.

Den höchsten Direktanteil wird das Mikrofon in der Mitte haben.

Den spätesten und leisesten Direkt(und Hall-)anteil haben die beiden hinteren Lautsprecher.

Die beiden vorderen Mikrofone haben nur noch einen leichten Direktanteil und früheren Hall.

Dieser Hall entspricht etwa dem Hall des Center-Mikrofons - auf Details gehe ich mal nicht ein.

 

Auch mit einer wirklich schlecht aufgestellten Surroundanlage liesse sich das

Beispiel bedeutend authentischer wiedergeben, als wenn man die Rears und den Center abklemmt.

Tatsächlich würde nämlich bei einer Stereoaufnahme der selben Situation

der gute Hugo vermutlich im Panorama etwas schwimmen (je nach Güte der Speaker) und "mitgehen",

wenn man sich beispielsweise 1 Meter nach links auf der Couch setzt und den SweetSpot verlässt!

Bei einer Surroundanlage bleibt Hugo natürlich weiterhin in der Mitte positioniert!

Sämtliche Raumanteile wären bei Stereo natürlich in die vordere Zone gematscht

(oder auch nicht - egal wie man es falsch macht) und flangern vor sich hin.

 

Um Verwirrungen aus dem Wege zu gehen: In diesem Bild sitzt der Hörer in der Mitte!

Ich breche an dieser Stelle erstmal die Erklärungen ab und lasse Platz zum nachdenken.

 

 

Musikalischer Gruss

Michael

 

* Irgendwann wird selbst Klaus das mit dem LFE vielleicht mal lernen?

(Ich mach nur Quatsch: Ich weiss natürlich was er mit dieser "Knall-Bumm" Polemik bezwecken will ;))

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Morgen Michael!

 

Obwohl Du ja Eddi angesprochen hast, gestatte mir zu bemerken:

 

dank Deiner aufschlussreichen :-) (und ausgesprochen fundierten . . . :+) ) Darstellung ist es Dir gelungen mich davon abzubringen, mich noch über irgendetwas (in diesem Zusammenhang zumindest ;-) ) zu wundern!

 

Vielen Dank! Das spart Zeit und Nerven.

 

lieben Gruß, Klaus

 

P.S.:

 

 

erzählst Du´s mir?

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Hallo Klaus,

zunächst hoffe ich, daß du dich von mir nicht angegriffen gefühlt hast, ich war ehrlich etwas verwundert, daß du, nachdem mittlerweile über 200 Postings in diesen beiden Threads auftauchen, immer noch mit irgendwelchen physikalischen Details hinter dem Berg halten wolltest.

Es scheint wieder ein kleines Missverständnis, diesmal bzgl. Theorie zu geben. Unter Theorie verstehe ich den physikalischen Hintergrund hinter Hifi, im Gegenstatz zur elekktrischen/mechanischen Praxis. Du offensichtlich Theorie=Labor, Praxis=Wohnzimmer.

 

Nun zu deiner Theorie ;-)

Deine Ausführungen zu Phantomschallquellen blenden den Hörraum meiner Meinung nach zu sehr aus. Die Rauminformationen (zeitverzögert abgestrahlt) werden überlagert mit den Rauminformationen vom Hörraum, es kommen ja zeitnah auch die Reflektionen von den Hörraumwänden am Ohr an, und zwar zum Teil grade von hinten, von wo sie ja der Hörapparat erwartet. Multikanal soll nun die Rauminformationen, zu dem Teil zu dem sie auch beim Aufnahmeraum von hinten kamen, von hinten wiedergeben, und so den Hörraum stärker überdecken.

Nun zum Sweetspot. Ich kann bei seitlicher Verschiebung keinen kritischen Unterschied zwischen Stereo und Multikanal erkennen. Bei Bewegung nach vorne oder hinten ändert sich, bei Multikanal wie bei Stereo, das Raumgefühl, meiner Erfahrung nach aber ausgeprägter Stereo. Die Rears werden erst mit sehr grossem Abstand vom idealen Hörplatz ortbar. Je weiter die Rears vom Hörplatz entfernt sind, desto grösser ist natürlich der Bereich.

Multikanal soll also grade im Wohnraum besser funktionieren als Stereo, unter Idealbedingungen ist der Vorteil geringer. Darum ist mir die Argumentation, es wüder nur im Labor funktionieren auch so unverständlich. Aber ziemlich genau dies hatte ich auch schon im ersten Thread dargelegt, leider bist du nicht weiter darauf eingegangen.

 

>>Ich rede vom Machbaren, vom Vertretbaren, von der Qualität der

>Wiedergabe im Sinne von Ästhetik, von Genauigkeit, von

>Unaufdringlichkeit, von Sensibilität oder sogar in diesem Fall auch

>gern mal von Plattitüden wie "Feindynamik", "innerer Spannung",

>"musikalischem Fluss" usw.

 

Ich habe ein Problem damit, hier mit Ästhetik zu argumentieren. Die Ästhetik liegt m.E. nach in der Musik selbst, es ist Ziel bei der Aufnahme die Musik und ihre Ästhetik zu konservieren und sie zuhause widerzugeben. Dies gelingt sowohl Stereo, als auch Multikanal nur sehr unzulänglich. Ich beobachte oft, daß HiEnder durch eine gesoundete Anlage der Musik ihre Vorstellungen von Ästhetik aufzwingen. Und selbst wenn dem nicht so ist, so vergleicht man gerne eine Multikanalwiedergabe mit dem was man gewohnt ist, nämlich Stereo und nicht dem Konzertsaal.

Ab und zu lege ich mal eine Schellackplatte auf dem Grammophon auf und habe einen Heidenspaß daran, das Grammophon schafft Atmosphäre, Ästhetik, aber eben eine eigene, manchmal ist es genau das wonach ich gerade verlange, aber eben nur ab und zu.

 

Meiner Meinung nach, liegt die Multikanalwiedergabe näher am Original, das Maß ist das Livekonzert, nicht die eigene Vorstellung von Ästhetik.

 

Ob es lohnt eine sehr gute Stereoanlage gegen eine Multikanalanlage zu ersetzen ist sehr fraglich. Sie zu erweitern, falls die Möglichkeit besteht, ist meiner Meinung nach eine Überlegung wert. Beim Neukauf tut man gut daran Multikanal ernsthaft in Betracht zu ziehen.

 

Schöne Grüsse, Eddi

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Zum P.S.: Es wird gern ins Felde geführt, daß Surround nur Effekthascherei sei, um dies zu belegen werden Superduperactionblockbusterkracher herbeizitiert. Dies entspricht ungefähr der Argumentation, Stereowiedergabe sie nur für Sprachwiedergabe genau zwischen den beiden Speakern gut, das sähe man doch an all den Hörbüchern.

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Hi Eddy!

 

 

Findest Du nicht, daß ich mit Bemerkungen über Phasen, Impulse, Schwingvorgänge usw. bei Lautprechern und deren Anordnung im Raum sowie deren Interaktion mit dem dem Raum über physikalische Details rede?

Wenn ich sage, daß LS sich aufgrund ihres Schwingverhaltens (Einschwingvorgänge, Impulsverhalten einzelner Chassis und der Chassis untereinander sowie der LS zueinander z. B.) als Schallquellen darstellen und sich den virtuellen Quellen überlagern, wenn sie nicht optimal auf ihren Achsen gehört werden - sind das keine physikalischne Details? Ist das nicht die Praxis?

Daß es aber eine Voraussetzung für die Abbildung virtueller Schallquellen ist, daß die LS NICHT als Quellen hörbar sind? Bei Stereo wie auch bei Multikanal? Sind das auch keine physikalischen Details?

 

Bist Du drauf eingegangen? Oder sonst jemand? Hab ich was übersehen??

 

Ist ein "Trancemeister´sches Rechteck" ;-) nicht gebildet aus Basen zwischen den Lautsprechern? Plus Center?

 

Nein?

 

ich muß weg, später mehr . . .

 

Gruß, Klaus

 

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Hallo Klaus,

du weißt genau, daß sich die von dir zitierte Aussage auf deine Andeutung bezog, es würde sich nicht lohnen in die Tiefe zu gehen. Wofür bitte 200 Postings, wenn nicht um in die Tiefe zu gehen! Desweiteren habe ich diese Kritik ja vor deinem ausführlichen Erklärungsversuch geübt, da war sie auch durchaus, ob deiner Aussagen bzgl. Tiefe, gerechtfertigt.

Ich bin schon der Meinung auf dein Posting angemessen eingegangen zu sein. Ergänzend vielleicht noch, Multikanal schafft neue Probleme (Ebenso wie Stereo gegenüber Mono), die Vorteile überwiegen aber.

Ich hoffe noch auf eine ausführlichere Reaktion von dir, bin guter Hoffnung, daß sie kommt sobald du mehr Zeit hast.

 

Gruß, Eddi

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Moin Klaus!

 

Aber sicher erzähle ich´s Dir, wenn Du so lieb bittest:

" - zu allem Übel - ein "Center" . . den "Sub" nicht zu vergessen . . . "*

Genau auf diesen Satz zählte meine Reaktion ab.

Oder auch auf Deine kindischen "RRumms, Zack, Krach ja! Zapp, Pow, Päng, ja."* Plattitüden.

 

Mit dieser Form der Polemik (und allerlei anderen Heimkino-Blödeleien) möchtest Du wohl

überlegen wirken - obwohl Dir selbst die simpelsten Mechanismen scheinbar unklar sind.

Die Funktion eines LFE habe ich Dir ja nun erklärt, bin aber eigentlich sicher Du wusstest das schon.

In diesem Fall führst Du sowas also nur an um Stimmung zu machen und zu verwirren

(übrigens vielleicht auf Kosten ANDERER, die das nicht wissen - und dem Unsinn glauben!)?

Falls Du das allerdings wirklich nicht wusstest: peinlich, peinlich, peinlich!!

 

Im Grunde freut es mich aber das Du meinem vereinfachten Beispiel nichts entgegensetzen möchtest.

Vielleicht denken dann andere mal in Ruhe drüber nach ohne von Deinem Klamauk verwirrt zu werden!

Vielleicht schadet es nicht zu erkennen das nicht hinten rechts ein Banjo spielen muss,

während Kanonen aus dem Sub knallen und links hinten und vorne rechts Gläser klirren!

Sowas ist billigste Polemik und bringt niemanden weiter. Hast Du aber daran überhaupt Interesse?

 

Musikalischer Gruss

Michael

 

* Zur Verdeutlichung: Das hast Du (also Du selbst!!) geschrieben - Du, hier (Du).

(Wenn Dir das mal wieder nicht klar wird kopiert Dir das sicher jemand noch ein paar mal - wie gehabt.)

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Hi Klaus,

 

""...und mir pummelig-pubertäre Süffisanz anhören zu müssen. Klar, Trance und Wolfgang?""

 

Klar Klaus, wenn ich jetzt an Dich schreibe, werde ich mich dazu respektvoll erheben und einen ehrfürchtigeren Ton anschlagen!!!

 

ALSOO, hier schon 'mal ein paar Lobeshymnen an Dich:

...ähhmm ..räusper...Du bist so toll!!!

Du hast es echt raus etwas zu erklären.

Wenn ich mal Groß bin, möchte ich wie Du sein.

Es überfordert mich fast, zu glauben,

dass ein Mensch allein dieses fulminante Wissen haben kann.

 

Und nun noch ein paar Huldigungen:

Deine grossmütige Geduld und Bescheidenheit kommt beinahe Siddharta gleich.

Oh Klaus, Du lieber, guter Hoffnungsträger der Unwissenden,

es erfüllt mein Herz mit wohliger Wärme, dass ich im gleichen Forum wie Du sein darf

und durch Dich das stereophone OM erahnen kann.

Du bist der weise Fährmann, der mir die Geheimnisse der Kanäle ähh Flüsse zeigt.

Und natürlich, NEIN, nix für ungut, wie könnte ich denn eine Aussage von Dir als UNGUT betrachten, Du Lieber?

Bin ich doch nur ein pummelig-pubertärer Schüler Deiner Lehren.

 

War das schon bässer für Dich?

 

viele Grüße

 

Wolfgang

 

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Wolferl, du Guter!

 

Doch, für den Anfang schon nicht übel - allerdings würde ich mir doch eine schön erhabene Musik als Untermalung wünschen . . . mit Chören und so, klar?

Daß man aber auch alles extra sagen muss . . .

Wo sind meine Sandalen . . . .

 

Friede, Freude und Eierkuchen sei mit Dir, die Kanäle mögen über Dich kommen und Wonne ausschütten, auf daß Du und die Deinen in wohligem Erschauern die Wälle der Zimmer niederreissen mögt, die Weite zu erheischen und in der Ferne den Herrn zu schauen: Hugo, den Nasenflöter. In Mono!

 

Hugo sei mit Euch, Klaus (Huldigungen bitte mit Kennziffer am Empfang abgeben)

 

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Hallo Klaus,

 

als musikalische Untermalung kann es dann wohl nur die CD der Klang-Priesterin Dani Mangar sein. 1 Stunde 14 Minuten und 30 Sekunden Huldigung pur!

Ein musikalisch raffiniertes Werk ist hier besonders das ausgefeilte Intro "Volles Geläut", oder auch der Gassenhauer "Jazz Variants". Da spürt man hautnah, dass es auf der CD nur um die Musik geht. Na ja, ausser wenn gerade über Scheunentore geredet wird.

Wenn es ein Chor sein muss und musikalisch nicht so hochkarätig, wie die beiden erstgenannten Stücke zu sein braucht, kann es vielleicht das "In paradisum" aus Fauré´s requien sein.

 

viele Grüße

 

Wolfgang

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Hallo Wolfgang!

 

 

find ich immer gut! zum Huldigen sehr geeignet. trägt sich vielleicht etwas schwer, aber . .

Durchs Scheunentor sollte der Chor schon passen - wer weiß denn schon ob man nicht doch mal huldigend ums Dorf ziehen muß (mit vollem Geläut, versteht sich) und wenn dann so´n Scheunentor im Weg herumsteht gibt´s nur eines: hindurch!

Und dann gucken, daß keiner den Anschluss verliert.

 

Kann man Requien eigentlich auch pfeifen? Nein - nicht mit der Nase, Hugo! Oder summen? Da gab´s doch mal so´n Chor, der hat immer sowas Schicksalträchtiges gesummt - kam immer sehr gut auf 5 Kanälen. Obwohl . . . . äh . .

 

Dani Mangar ist überhaupt DIE Entdeckung der letzten Jahre! Ich meine das zeitlich, nicht endzeitlich - "letzte Jahre" . . man könnte das mißverstehen. So, als stünde der Apokalypso schon in der Tür und schüttelte seinen Shaker zum vollen Geläut.

Dani Mangar hat was von dieser Reinheit, dieser Klarheit, die man immer zu suchen geneigt ist, hingegen selten findet. Verliert sich nicht im Raum, irrlichtet nicht hin und her voll der Unruhe und ohne Beständigkeit wie jene, die immer viele Lauf-Zeiten brauchen, sich zu finden und Ruhe und Gelassenheit einkehren zu lassen an dem Ort, an dem sie nunmal sind: zwischen allen Mikrofonen . . .

 

Gruß an Hugo, Klaus

 

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Klickst Du hier:

 

http://kuerzer.de/fiedelifiedela

 

und lesest dann:

 

3.Szene: Steinigungshügel. Jede Menge Frauen mit Bart.

 

Charakter: Matthias, Steinigungsmeister, Wachen, Frauen.

 

Steinigungsmeister:

Matthias, Sohn des Dagronominus Gasa?

Matthias:

Was muß ich sagen? Ja?

Wache:

Ja.

Matthias:

Ja.

Steinigungsmeister:

Du wurdest für schuldig befunden durch den Ältestenrat unserer Stadt, den Namen unseres

allmächtigen Herrn geschmäht zu haben. Du lästertest Gott auf unglaublich infame Weise.

Frauen:

Uhhhh!

Steinigungsmeister:

Und wirst somit zu Tode gesteinigt.

Frauen:

Jajaja.

Matthias:

Hören sie. Wir hatten ein wundervolles Abendessen und ich habe nur zu meiner Frau

gesagt, dieses Stück Heilbutt wäre grad gutgenug für Jehova gewesen.

Frauen:

Ohh!

Steinigungsmeister:

Blasphemie! Er wiederholt seine Sünde.

Frauen:

Ja.

Steinigungsmeister:

Habt ihr es gehört.

Frauen:

Ja, wir haben es gehört.

Frau:

[mit hoher Stimme] Ja wir haben es...

Steinigungsmeister:

Kann es sein, daß Weibsvolk anwesend ist?

Frauen:

Nein...

Steinigungsmeister:

Nunwohldann. Ich verkünde nun, Kraft des mir verliehenen Amtes, daß der hier

anwesende...

Matthias:

Autsch! Wir haben doch noch gar nicht angefangen.

Steinigungsmeister:

Wer war das? Wer warf den Stein? Wer hat ihn geworfen? Ich will es wissen.

Frauen:

Sie hat, sie hat. Er hat, er hat.

Frau:

Verzeihung. Ich dachte wir hätten schon angefangen.

Steinigungsmeister:

Abmarsch nach hinten.

Frau:

Pööö.

Steinigungsmeister:

Einer tanzt immer aus der Reihe. Also, wo waren wir?

Matthias:

Hören sie. Ich weiß nicht, was daran Blasphemie sein soll, wenn man nur Jehova sagt.

Frauen:

Ahh.

Steinigungsmeister:

Du machst alles nur noch schlimmer für dich, Elender.

Matthias:

NOCH schlimmer? Was kann denn noch schlimmer sein, hä? Jehova! Jehova! Jehova!

Steinigungsmeister:

Ich warne dich, Schändlicher. Wenn du noch einmal Jehova in den Mund nimmst... [er wird

von einem Stein getroffen] Das reicht wer hat ihn geschmissen.

Matthias:

Hahaha!

Steinigungsmeister:

Wirds bald, wer hat ihn geschmissen.

Frauen:

Sie, sie... er, er.

Steinigungsmeister:

Warst du es?

Frau:

Ja.

Steinigungsmeister:

Alsodann...

Frau:

Sie haben Jehova gesagt.

Frauen:

[werfen Steine] Ahhhh!

Steinigungsmeister:

Aufhören. Aufhören. Schluß jetzt. Ich sage aus. Alles herhören: niemand hat irgend

jemanden zu steinigen, bevor ich nicht diese Pfeife geblasen habe. Habt ihr verstanden?

Selbst wenn, und ich möchte, daß das absolut klar ist, selbst wenn irgend jemand Jehova

sagt. ...

Frauen:

Ahhh! [steinigungsmeister wird gesteinigt und von einem Felsbrocken erschlagen]

Frau:

Guter Wurf.

 

 

Willst Du mehr:

http://members.chello.at/wo/das_leben_des_brian.htm

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Hi Eddi!

 

Hab Dich nicht vergessen - im Moment komme ich zwar immer ein paar Sekunden lang zum Blödeln (wäre auch deprimierend - zumindest für mich ;-) - wenn auch das nicht ginge), nicht aber zum konzentrierten Antworten.

 

Blödeln tut gut und ist Klasse! Bose Zungen - vielmehr deren Besitzer ;-) - sind zwar öfters mal der Meinung, ich täte kaum was anderes als Blödeln, DAS ist nun aber auch richtig frech, gemaiiin, hinterhältig, infam, böseböse und baba.

 

Ich bin ein ernster Mensch . . . . . äh . . ja! Ah, hier sind meine Sandalen . .

ich schmeiß jetzt den Chor an.

 

bis später, Klaus

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Hallo Micha,

 

ich habe bisher selten bei World of Hifis Mehrkanalbeispiele auf Anlagen gehört die wirklich geklungen haben. (In sehr positiver Erinnerung blieb mir Peter Müller auf der WoH in Aachen)

 

Stereo lebt! Und das mehr als die Industrie sich wahrhaben möchte.....

 

Markus

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