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Er genügt sich selbst - oder Hifi-Philosophie

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Hallo Andreas,

 

es ist schon wirklich erstaunlich, dass Du den amerikanischen Tontechnikern die Professionalität absprichst. Da es sich bei Monitoren um ein "Arbeitswerzeug" handelt, auf das der TonIng bestmöglich eingestellt sein muss, stellt sich die Frage nach Objektivität weniger, wie die Realität beweist. Dass die Wahl des Werkzeuges u.A. von dem Musikmaterial abhängig ist, ist jeden Studiofachmann ja wohl klar!

Sicher kann ich wohl davon ausgehen, dass Deine Aussagen sich weiterhin nur ausdrücklich auf Klassik beziehen, oder bist Du mittlerweile auch im Jazz /Pop Bereich bewandert?

Es gibt durchaus amerikanische Produkte,die überaus gelungen sind. Ich bin mir sicher, dass viele Produktionen nicht mit K+H, oder Gaithain etc. abgehört wurden.

 

Gruss

 

Wolfgang

 

 

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HINHÖREN HILFT IMMER!

 

Davon lebe ich.

 

 

Soviel dazu.

 

Nun im Einzelnen:

 

Die Auswüchse der Studiotechnik sind in der Tat erstaunlich. Wenn zum Beispiel ein O2R als professionelles Pult oder WaveLab als Mastering Tool bezeichnet wird...

 

Wenn Dir die Duntech nicht gefallen haben, höre sie Dir in einem entsprechenden Raum an (Sony Mastering oder Bob Ludwig sind heiße Tips. An den Platz des Mastering-Ing. setzen und HINHÖREN.

Zum Mastern sind sie wirklich gut.).

 

Und wenn Du eine kleine ProAc und eine NS10 vergleichst, hilft auch kein ;-) Da werde ich :-(

 

Zur B&W: Schon mal auf die Idee gekommen, daß die Jungs sich genau eben den Transport ersparen wollten (ich kenne sie - war so...) Weil's nicht um Stereo-, sondern um 5.1-Kanal-Aufnahmen ging. Tja, so ist das mit den Zitaten.

 

 

Um noch eines draufzustzen:

 

Bitte nicht aus ProductionPartner zitieren. Hat ungefähr denselben Unterhaltungswert wie Stereo. Leben nämlich auch von Anzeigen...

 

Und wer mir nun einen AD/DA Wandler nennen kann, der die klanglichen Qualitäten eines Weiss, Jüngers oder dCS hat (die Euphonix sind auch noch gut...), aber wirklich deutlich weniger kostet, lade ich auf mindestens ein Getränk seiner Wahl ein.

 

 

HINHÖREN!

 

 

Gruß,

 

Heinrich

 

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...ja, ja, die Dinger stehen überall. Aber nicht auf ausdrücklichen Wunsch der Tonings. sondern mehr auf ausdrücklichen Wunsch der Studiobesitzer nach Blick in ihre Geldbeutel ;-)

 

Und eine JBL5000 kann man eben nicht ganz so einfach auf eine Neve Konsole heben ;-)

 

 

Gruß,

 

Heinrich

 

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LETZTE BEARBEITUNG AM 18-Okt-2001 UM 20:01 (GMT)[p]Huhu Heinrich :D

 

Also Steinberg schreibt dazu:

 

WaveLab 3.0

Die nächste Generation digitaler Audiobearbeitung WaveLab 3.0 ist die schnellste Audio-Editing- und Mastering-Software für Windows 95, Windows 98, Windows NT und Windows 2000.

 

Ich will hoffen, daß das nicht gelogen ist...höre das aber von Dir zum ersten mal :7

 

Ob zB. Hans Zimmer nun seine NEUN 02R-Pulte zurückgibt, weil Du das so siehst

kann ich mir nicht denken....aber vermutlich liest der hier eh nicht mit.

Aprospos: Produzierst Du erfolgreicher als er? Ich finde ihn gut :7

http://www.yamaha.co.jp/product/proaudio/h...o1/dpmediav.htm

 

 

 

Musikalischer Gruß

 

http://www.centric-project.de/audiomap/Ball.jpg   Michael

 

 

 

 

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Hallo Heinrich,

 

"Die Auswüchse der Studiotechnik sind in der Tat erstaunlich Wenn zum Beispiel ein O2R (....)"

 

Fakten bitte, keine Allgmeinplätze (daß es besseres geben mag, ist unbestritten, aber einfache Pauschalurteile sind nicht hilfreich). Also: Was an dem Yamaha-Pult ist so schlecht?

 

"Wenn Dir die Duntech nicht gefallen haben, höre sie Dir in einem entsprechenden Raum an"

 

Ist das so schwer verständlich? Ich habe geschrieben, daß die vertikale Dispersion (meßbar) inakzeptabel ist. Dies ist auch leicht hörbar, sofern der Lautsprecher nicht unter Freifeld-Bedingungen betrieben wird.

 

"(Sony Mastering oder Bob Ludwig sind heiße Tips. An den Platz des Mastering-Ing. setzen und HINHÖREN. Zum Mastern sind sie wirklich gut.)."

 

Mag sein. Zu (durchaus nicht ganz unbegründeten) europäischen Vorurteilen gegenüber dem angelsächsischen Masteringzirkus habe ich hier eine schöne Glosse, ich hoffe, Du kriegst vielleicht ein :-) hin *

 

 

"Und wenn Du eine kleine ProAc und eine NS10 vergleichst (...)"

 

Nun, ich kenne die Modelle Pro Ac "Tablette" und auch den NS 10. Sind sich in vielen Punkten prinzipbedingt (ähnliche Gehäusemaße) nicht unähnlich (natürlich klingen sie aber völlig verschieden).

Primär sind es Kleinlautsprecher, die durch ihr Abstrahlverhalten im Grundtonbereich (Kugelstrahler ---> falsche Klangfarbe, falsche Lokalisation), und durch nur geringe verzerrungsfreie Pegel bei tiefen Frequenzen als Abhöre meiner Meinung nach eher eingeschränkt verwendbar sind.

Daß der NS-10 zudem kräftig verfärbt (früher Baß-Rolloff, kräftige Überhöhung um 7k, klingt für manche "schnell"), bedarf wohl keiner gesonderten Erwähnung.

 

"Zur B&W: Schon mal auf die Idee gekommen, daß die Jungs sich genau eben den Transport ersparen wollten"

 

Nene, die waren auch ansonsten gar nicht angetan von den Kisten.

 

"Bitte nicht aus ProductionPartner zitieren. Hat ungefähr denselben Unterhaltungswert wie Stereo. Leben nämlich auch von Anzeigen..."

 

Geht in Ordnung. Nur bitte: Sachlich fundierte Kritik üben. Der Artikel ist von Dr. Swen Müller, den ich prinzipiell für eine wissenschaftlich ernstzunehmende Person halte (im Gegensatz zu so vielen in der Audioszene). Sofern Du Widersprüche oder Fehler in dem Artikel nachweisen kannst, kein Problem.

 

"Und wer mir nun einen AD/DA Wandler nennen kann, der die klanglichen Qualitäten eines [setzen sie hier einen Markennamen ihrer Wahl ein]lade ich auf mindestens ein Getränk seiner Wahl ein."

 

Ich kann mich eines wiss. Hörtests erinnern (Quelle habe ich grad nicht zur Hand), wo ein Wandler von stage tec gehörmäßig als am besten bewertet wurde (für fast alle Testpersonen kein Unterschied wahrnehmbar), verglichen mit dem analogen Signal. Die Wandler mit den "großen Namen" (dCS etc.) wurden deutlich schlechter bewertet.

 

 

Gruß

 

AH

 

 

* so, hier jetzt die Mastering-Glosse; Viel Vergnüngen:

 

Irgendwo in Santa Monica: Ich läute an der repräsentativen Pforte und eine

sonnengebräunte Bikinischönheit auf Rollerblades begleitet mich durch den

riesigen Garten zum Pool. Jetzt verstehe ich auch, warum ich Badekleidung

mitbringen sollte. Die anderen Kunden haben es sich offenbar schon auf der

Pool-Terrasse bequem gemacht und unterhalten sich angeregt mit anderen

Bikinischönheiten, diesmal ohne Rollerblades. Ein weißbefrackter Jüngling

fragt mich nach meinem Getränkewunsch und eilt davon, um ihn mir zu erfüllen. Ich

versuche, mein ½"-Masterband irgendwo in den kühlenden Schatten zu bringen;

so kurz vor Produktionsende will ich nichts mehr riskieren. Ja, die Amerikaner,

die verstehen es zu leben. Und offenbar besonders George Mastermaker,

dessen Masteringstudio ich heute zum ersten Mal besuche. Er bietet wie

man allerorten hört - nicht nur feinste Analogtechnik auf höchstem Niveau, sondern

auch die soeben anrißweise beschriebenen Annehmlichkeiten, die mich sicher

zwei oder drei Wartestunden mühelos verschmerzen lassen. Eine sanft in den

Ohren klingende Glocke ertönt und einer der Kunden entschwindet mit

erwartungsvollem Blick durch den Studioeingang. Offenbar ist seine Produktion

soeben zur Abnahme freigegeben. Nach ziemlich genau zwölf Minuten, ich habe

es interessehalber mal gestoppt, kommt er wieder heraus, mit überglücklichem,

freudentränenüberströmtem Gesicht, gestützt von zwei kräftigen Herren in

Muscle-Shirts, die ihn offenbar zu seinem Fahrzeug begleiten.

‚Phantastisch, ‚danke Meister‚ein Wunder, ich liebe Euch

alle; und ähnliche Rufe der Verzückung verhallen langsam, während er

zwischen den Palmen hinter dem kleinen Reptilien-Privatzoo in Richtung Ocean

Boulevard entschwebt. Nach etwa vier Stunden entspannter, überaus

kurzweiliger Wartezeit ertönt erneut die Glocke. Diesmal bin ich an der Reihe. Ich

löse mich sanft aus der freundschaftlichen Umarmung der mir zugeteilten

Bikinischönheit und schwebe, ein wenig durch die Sonneneinstrahlung und den

Duft des Parfums benommen, hinüber zum Studio. Der Meister, George

Mastermaker, empfängt mich mit gütigem Lächeln. Ich möge ihn doch George

nennen, lädt er mich ein und bietet mir einen Stuhl im Sweetspot seines

überwältigenden Regieraums an. Sogleich, nach einer kleinen

Konzentrationsübung, betätigt er die Play-Taste seiner tiefergelegten

Studer-Maschine. Bereits nach den ersten Sekunden bin ich sprachlos. Das soll

meine Abmischung sein?? Diese Tiefe, diese Räumlichkeit, dieser wuchtige,

trockene Baß, diese ausgewogen spektrale Ausleuchtung der Instrumente. Wie

hat er das nur gemacht? Unauffällig schiebt George seine Glaskugel nebst

Würfelknochen beiseite und fragt mich nach meinem Eindruck. Ich bin immer noch

sprachlos und bedanke mich stumm mit einem langen Händedruck hemmungsloser

Bewunderung. Etwas gefaßter als der unbekannte Kollege vier Stunden zuvor,

aber doch in einer Art Glücksrausch, finde ich selbst den Weg zum Ausgang...

Szenenwechsel (Sie ahnen es...): An einem regnerisch-stürmischen Vormittag

treffe ich in Hamburg ein. Der Himmel grau in grau. Dennoch: wozu den langen Flug

nach Los Angeles und die damit einher gehenden, nicht unerheblichen Kosten in

Kauf nehmen? Auch bei uns zu Hause gibt es genügend Masteringstudios. Eine

freundliche Dame mittleren Alters in einem klassisch blauen Kostüm am Empfang

bittet mich, das Auftragsformular, die Mastering-Order, die persönliche

Selbstauskunft und die Übernahmebestätigung des Masterbandes (eine

herkömmliche DAT-Cassette) sorgfältigst auszufüllen, ‚damit auch alles seine gute

Ordnung hat‘. Nach knapp anderthalb Stunden sind die Formalitäten bereits

erledigt und man überreicht mir eine grafisch sauber ausgearbeitete

Wegbeschreibung zum Studio. Der Weg führt mich über den Hof in die zweite

Etage eines alten Industriegebäudes. Hinter der Treppe links, dann die dritte Tür

rechts, durch den Gang bis ans Ende, dann links, die vierte Tür auf der rechten

Seite. Kein Problem. Diplom-Ingenieur Dr. Rudolf Petersen empfängt mich mit einem

sorgenvollen Gesicht, ein langes Fehlerprotokoll in Händen haltend, das fast

vollständig seinen weißen Kittel verdeckt. ‚Spektrum-FFT-Analysator, Oszilloskop,

Fehlerprüf- und Stereosichtgerät sprechen eine eindeutige Sprache‘, sagt

er. ‚Im Bereich 1 Minute 34 Sekunden gibt es eine kurzzeitige Gegenphasigkeit von

vier Sekunden auf dem Band, gefolgt von sieben nicht korrigierbaren E-32-Fehlern

im Abstand von vierzehn Millisekunden‘. ‚Ich fürchte, wir müssen

operieren!‘ Ich ringe nach Fassung. So schlimm...!? Nach einer

zweistündigen Korrektursitzung endlich die erlösende Entwarnung: ‚So kann man

es notfalls machen (zeigt mir ein mit Zahlen überflutetes Flußdiagramm). Sie hören

dann von mir...‘. Diplom-Ingenieur Dr. Petersen verabschiedet mich auffällig

knapp. Spüre ich da den Hauch von Verachtung in seinem Blick? Ich entferne mich

mit entschuldigenden Worten aus dem Operationssaal und denke einen Moment

lang daran, aus dem Leben zu scheiden...

 

Es ist schon so eine Sache mit den Vorurteilen. Zuerst messen, dann vielleicht

hören, so glaubt man den deutschen Mastering-Ingenieur ausreichend

charakterisiert zu haben. Auf der anderen Seite steht der amerikanische

Mastering-Guru, dem man allenfalls ein Talent in der geschickten Vermarktung von

allerlei unbewiesenem Firlefanz und magischen Auftritten in schwarzem Umhang

zugesteht.

 

 

 

 

 

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Hallo Wolfgang,

 

nicht im geringsten will ich den amerikanischen Tontechnikern allgemein die Kompetenz absprechen. Die Szene ist da aber sehr viel inhomogener; Es gibt viel mehr Unwissen, als unter deutschen Tonings.

Neulich gab es z.B. im amerikanischen surso-Forum eine Debatte über LS-Kabel, worüber man sich hier natürlich köstlich amüsiert hat.

 

Davon unabhängig kommen natürlich sowohl aus den USA, als auch aus Europa für meinen Geschmack gelungene und nicht ganz so gelungene Produktionen.

 

Bezüglich Jazz/Pop/Klassik: Meiner Auffassung nach sind gute Hörbedingungen erst einmal gute Hörbedingungen, primär unabhängig vom Genre. Wenn ein Lautsprecher starke Interferenzen aufweist (z.B. Duntech), dann ist das für mich ein nicht so guter Lautsprecher und nicht etwa für Klassik vielleicht nicht so geeignet, aber für Pop vielleicht schon.

Natürlich spricht nichts dagegen, den Mix hinterher noch über ´ne NS-10 abzuhören und über´s Autoradio (praktisch und nützlich), aber Mischen sollte man darauf eigentlich nicht.

Klar gibt es immer wieder Spezis, die haben sich auf ihre Gurke gut eingehört und legen auch damit einen guten Mix hin, aber das ist ja wohl nicht der Anspruch, den Heinreich da erhob ;-)

 

Gruß

 

Andreas

 

 

 

 

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...allerdings habe ich gar nicht gewußt, daß beim Mastering die Geschwindigkeit das ausschlaggebende Kriterium ist :-)

 

Ich bin aber lernfähig...

 

Gruß,

 

Heinrich

 

 

P.S.: Noch bin ich nicht so erfolgreich. Bin aber lernfähig ;-)

 

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Hallo Andreas,

 

mag sein, dass in Amerika das theoretische Wissensniveau nicht so hoch wie bei uns ist. Deine Persiflage im Beitrag an Heinrich war ganz amüsant. Es zeigt aber deutlich auf, dass die Wahrheit sicher in der Mitte liegt.

Es ist allemal ein grosser Vorteil, einen guten Hörplatz zu schaffen. Trotzdem ist es in Fachkreisen üblich "spezielle" Monitore zu verwenden. Eine heisse Rock Produktion wird nun mal eher z.B. über eine Mackie abgehört, als über eine K+H. Genauso wird DGG kaum auf einer JBL Produzieren.

Bemerkenswert finde ich es, dass auch bei den grossen, seriösen Labels häufig mit einer B&W das fertige Master abgehört wird. Obwohl diese Box ja auch von Dir kritisiert wird.

Der Anspruch von Heinrich ist in der Tat scheinbar sehr hoch. Sicher nicht nur ich warte auf die Veröffentlichung seiner ersten eigenen Produktion. Bei derlei hohen Anforderungen an die Studio Technik muss ja ein totaler klanglicher Leckerbissen herauskommen :7

 

Gruss

 

Wolfgang

 

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Kritikpunkte am O2R (3 von vielen):

 

1. Die Phantomspannung ist unterdimensioniert (8 Schoeps-Mikrophone anschließen, und bei Impulsen hinhören - sorgt je nach Gemütsverfassung für Lach- oder Weinkrämpfe), im Vergleich dazu mal ein altes Studer 169/269 anhören... Noch besser: Crookwood Paintpot. Leider unbezahlbar.

 

2. Die Filter greifen mehr als ungenau.

 

3. Die Digitalwandler klingen, na ja, bedenklich.

 

 

Daß Yamaha trotzdem für das Geld ein erstaunliches Pult zuwege gebracht hat, ist dennoch unumstritten. Ein Neve kostet schon mehr. Aber es klingt auch besser. Und zwar deutlich. Daß sich ein Neve unter wirtschaftlichen Aspekten nur selten rechnen kann, steht eben auf einem anderen Blatt als die Klangqualität.

 

 

Duntech:

 

Ich kenne die Meßdaten. Habe sie mir dementsprechend mit leichten Vorbehalten bei Sony angehört. Und gebe nun zu, daß man (ich) schon ziemlich feinfühlig damit arbeiten kann/konnte. Und das ganz ohne Freifeld, da sich Sony den Luxus eines Gebäudes rund um die Duntech geleistet hat ;-)

 

 

Vorurteile Mastering:

 

Zum einen verständlich. Denn die Jungs drüben kochen auch nur mit Wasser (und teilweise mit recht trübem...). Obwohl sich alle blendend vermarkten. Was dann aber schlicht (kein Wunder bei den Preisen einer amerikanischen Mastering-Session) zu leichten Neidgefühlen auf Seiten deutscher Kollegen führt. Anstatt zu dem logischen Schluß, sich auch besser zu vermarkten :-)

 

 

B&W:

 

Versteh' ich nicht. Die alten 801 Matrix finde ich schon ziemlich gut. Aber leider ebenso immobil. Darüberhinaus haben sie dann eben bei ihren ersten Surround Aufnahmen das Setup aus Studerboxen und GenelecSub eingesetzt. Und waren ziemlich froh (Stereo und Surround wurde getrennt in getrennten Räumen gefahren), daß sie nicht sieben von den Kisten rumschleppen mußten.

 

 

Production Partner:

 

Auch der von Dir angeführte Test stammt aus Production Partner. War (ich hoffe, ich irre mich jetzt nicht) der legendäre Test der Detmolder zum Thema 96kHz. Den ja alle mit Begeisterung aufgenommen haben:

 

"Schon gelesen? 96 kHz bringen doch nichts - wir haben's ja gewußt!"

 

Nur SELBER ANGEHÖRT haben's sich dann die allerwenigsten. Langt ja, daß man's gelesesen hat.

 

Versteh' daß jetzt bitte nicht als Angriff auf Dich, aber wieviele Wander hast Du schon direkt miteinander verglichen? Bei mir waren's im direkten Vergleich:

 

Apogee, dcS, Euphonix, Jünger, Prism, SEK'D, Stagetech, Tascam (98), Weiss. 10 Tage lang mit allem möglichen gehört. Seitdem habe ich meine Präferenzen...

 

Und was ich eben NICHT mag, ist, daß sich in der professionellen Szene viel zu viele Leute tummeln, die sich diese Mühe niemals machen würden. Aber sofort bereit sind, eine Meinung dazu abzugeben. Da schließt sich dann der Kreis zur High-End-Szene.

 

Gruß,

 

Heinrich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Danke für die Vorschußlorbeeren :-)

 

Bin mir aber gar nicht sicher, ob ich die high-endigen Ansprüche ganz befriedigen werde. Habe mir zum Beispiel erlaubt, auf einer CD ein Vibraphon durch so ziemlich alles an Effektgeräten zu jagen, was mir in den Sinn kam. Klingt nun noch viel vibraphoniger als davor ;-) Glaube aber, daß es zur Musik paßt.

Oder verwende alte Delays, die ganz heftig vor sich hinrauschen...

 

Nun ja - mir gefällt's.

 

Der Rest ist dann die marktwirtschaftliche Realität - schaffen wir's oder nicht....

 

 

Gruß,

 

Heinrich

 

 

P.S.: Ich hoffe, Mitte November (letztmöglicher Termin für das Weihnachtsgeschäft) auf den deutschen Markt gehen zu können. Die Spannung steigt...

 

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hallo Michael,

 

für mich steht fest: vor 10 Jahren konnte ich wahrscheinlich noch

ein bissel besser hören als jetzt, selbst da war sogar eine 8"

Tannoy eine wahre Wohltat im Vergleich zu dieser Plärrkiste. :-(

 

Wenn Du mehrere Maxis zu Übungszwecken über dieses Ding zusammengenagelt hättest, wäre Deine Zahnarztrechnung auch direktemang zu Yamaha gegangen...

Da helfen auch abgeklebte HT nicht viel(Nimmt man heutzutage

normales Tempo oder mit Aloe Vera wegen der besseren Heilungschancen im Innenohr?)

 

Aber ich schrieb ja neulich schon mal, dass man sein Werkzeug nur genau genug kennen muss, das ist wahrscheinlich auch bei dem uns allen wohlbekannten(?) Produzenten der Fall ;-)

 

gruss frank

 

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Hallo Heinrich

 

Ich hatte einfach nur die Einleitung von Steinberg´s Homepage genommen.

Echtzeitfähigkeit bei hoher PlugIn-Auslastung ist bei vielen recht beliebt.

Üblicherweise ist auch in Studioumgebung Zeit=Geld....

Aber gut...darum ging es nicht - es ging darum ob Wavelab eine Mastering-Software ist.

Ist es also nicht - von Dir kann man echt Hintergrundwissen erwerben :7

 

Gut, daß Du wenigstens lernfähig bist, dann passiert Dir sowas hoffentlich auf Dauer nicht mehr.

 

Musikalischer Gruß

 

http://www.centric-project.de/audiomap/Ball.jpg   Michael

 

 

 

 

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Hiho nochmal :D

 

Ein Neve-Pult ist also doch besser und dadurch ist ein 02R nicht mehr als professionelles Pult zu bezeichnen?

Gib doch mal den Laien hier (damit sie noch wissen wovon wir reden)

nur mal den Faktor zwischen dem pfundigen Neve und zB dem 02R(Ausbaustufe 40 Kanäle) an.

Das die 48 4fach vollparametrischen EQs und Kompressoren nicht perfekt sind,

ist eigentlich nicht sonderlich verwirrend...sie sind aber mE. durchaus brauchbar.

Die Wandler (Sowohl D/A, als auch A/D) sind (nicht nur) nach meiner Erfahrung gut.

Vermutlich wohl nicht so gut, wie 20 Weiss-Wandler, aber wir wollen ja nicht albern werden, oder?

 

Nur Gefühlsmässig würde ich mal sagen, daß Du Dir mit solchen Beiträgen nicht wirklich dienst.

 

Musikalischer Gruß

 

http://www.centric-project.de/audiomap/Ball.jpg   Michael

 

 

 

 

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Hallo Heinrich,

 

ich habe mir erlaubt, Deinen obigen Beitrag in das netedition.de Forum zu kopieren. Ich hoffe, das geht in Ordnung, und Du bist damit einverstanden.

 

Gruß, gh

 

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Hallo Heinrich,

 

das Yamaha Pult kostet glaube ich so um 10000DM. Da ich es noch nicht in Händen hatte, will ich auch nicht weiter kommentieren. Kenne allerdings einige Leute, die es mit bestem Erfolg einsetzen. Es ist doch schön, daß rundweg brauchbare Technik heutzutage schon so günstig zu bekommen ist.

Und: Ein High End Pult ersetzt keinen kreativen Menschen an den Reglern :-)

 

Zum Thema Hörvergleich möchte ich anmerken, daß auch ich Hörvergleiche bezüglich A/D-Wandlern vorgenommen habe (Sony PCM2000, dCS 900b, Tascam), jedoch würde ich die Ergebnisse niemals in die Öffentlichkeit bringen, da ich weiß, das mein Hörtest wissenschaftlichen Forderungen nicht genügt.

Insgesamt sind moderne A/D-Wandler meiner Meinung nach jedenfalls ganz gewiß nicht ein zentrales Problem der Audio-Wiedergabe.

 

Der Artikel ist übrigens nicht die Untersuchung aus Detomold, sondern stammt von Swen Müller.

Die Untersuchungen aus Detmold bewerte ich auch vorsichtig, weil dort meiner Erinnerung nach ein Manger-Lautsprecher verwendet wurde, der bezüglich Abstrahlverhalten, Verzerrungsfreiheit und Amplitudengang bekanntlich nicht dem Stand der Technik entspricht. Man wollte eben unbedingt möglichst geringe Laufzeitverzerrungen haben (warum auch immer).

Allerdings muß der Hörtestablauf selbst grundsätzlich wie in Detmold gestaltet sein (Größere Zahl von Probanden, Doppelblind), wenn man Ergebnisse in die Öffentlichkeit bringen will.

 

Bezüglich Regielautsprechern halte ich es für günstig, zuallererst bei einigen trivialen Parametern saubere Meßwerte zu verlangen. Ein Lautsprecher, der solche Forderungen nicht erfüllt, sollte in einer Tonregie keine Verwendung finden - denn es ist ein schlechter Lautsprecher.

Dabei ist es völlig irrelevant, ob ein solcher Lautsprecher dem Abhörgeschmack von X oder Y nun entgegenkommt oder nicht.

 

 

 

Gruß

 

AH

 

 

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Hallo robeuten,

 

früher hat Gotham K+H (und auch Genelec) in der Schweiz vertrieben. Aber ich glaube, die machen das nicht mehr, Gotham macht jetzt den Vertrieb von Geithain.

 

Zum O500 kann ich nur sagen, daß er zu der handvoll Lautsprecher gehört, die das von mir verwendete Testmaterial ohne für mich allzu deutlich erkennbare Schwächen wiedergeben.

Klangbeschreibungen mache ich sehr ungern, das kann und sollte jeder für sich selbst tun.

 

 

Gruß

 

AH

 

 

 

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...klar ist's unfair, die beiden Pulte miteinander zu vergleichen.

 

Das Problem liegt meines Erachtens darin, daß Yamaha das O2R als Pult und komplette Home-Recording Lösung (dank eingebauter Effekte) für den Home-Recording-Markt entwickelt hat.

 

Und sich die Profiliga daraufgestürzt hat.

 

Zwei mögliche Schlußfolgerungen:

 

1.) Das Yamaha O2R ist von so hervorragender Qualität, daß es sich nicht auszahlt (wirtschaftlich, wie klanglich) in mehr zu investieren.

 

2.) Der gesamten Branche geht es aus verschiedenen Günden wirtschaftlich so schlecht, daß es sich nicht auszahlt, mehr in Qualität zu investieren. Und sich einredet, ein O2R genüge auch hohen, klanglichen Anforderungen.

 

 

Welcher Meinung ich bin, ist inzwischen wohl klar...

 

 

Natürlich kann man auch mit einem O2R arbeiten, und selbstverständlich ersetzt ein Neve keinen Toning., der weiß, was er macht, und auch keinen kreativen Künstler/Produzenten.

 

 

Gruß,

 

Heinrich

 

 

P.S.: Kann schon sein, daß ich mir mit solchen Beiträgen nicht immer diene (nach dem Motto: wie ist der denn drauf?!?), schreibe das meinem Temperament und meinem Engagement für die Sache zu, und entschuldige es dann großmütig ;-)

 

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Hallo Wolfgang,

 

sicher, die Wahrheit bezüglich Amiland/Europa liegt irgendwo in der Mitte. Das sollte aus der Glosse auch klar hervorgehen, meinte ich zumindest.

Daß es genrespezifische Abhörvorlieben gibt, ist eine Tatsache, die ich dann als tolerabel empfinde, sofern sich nicht irgenwelche Produkte mangelhafter Qualität einbürgern.

Ich habe jedenfalls kein Problem, eine Klassikproduktion z.B. über eine JBL LSR 32 oder LSR 28 anzuhören. Und Genelec ist ja wirklich ubiquitär, findet man an jeder Straßenecke quer durch alle Genres (die messen sich auch gut).

 

Werden die Mackies (es gibt ja nur diesen einen Lautsprecher von dem Herstller) bei Rockproduktionen als Mains eingesetzt? Ich dachte, die Dinger sind eher was für die Meterbridge?

 

Die Verbreitung von B&W hat meiner Meinung nach eher historische Ursachen. Wenn ein Produkt sich lange in einem Markt verbreitet hat, dann verschwindet es nicht spontan. Auch die NS-10 hält sich ja schon erstaunlich lange im Geschäft (womit ich die 801 nicht in die Nähe der NS-10 rücken will :-) )

Ich kann jedenfalls kaum finden, welche elektroakustischen Parameter bei B&W noch zeitgemäß sein sollten.

 

 

Gruß

 

Andreas

 

 

 

 

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Hi AH,

 

besten Dank; welches sind denn die anderen LS (falls Du hier keine endlosen Diskussionen und Grabenkriege lostreten willst, gerne privat...)

 

Beste Grüsse

 

Viele Menschen würden eher sterben, als damit anfangen, zu denken.

BERTRAND RUSSELL

 

Es gibt Dinge, die sind so falsch, daß noch nicht einmal das absolute Gegenteil richtig ist.

KARL KRAUS

 

 

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LETZTE BEARBEITUNG AM 19-Okt-2001 UM 15:12 (GMT)[p]Huhu Heinrich

 

Deinen Ansprüchen angemessen, darf ich davon ausgehen, daß Du mit "Neve" das Capricorn meinst.

Wenn man es genau nimmt, sind die kleinen Kisten ja auch kaum professionell zu nennen :7

Wir reden also etwa vom Faktor 50-80(!)...ja, Ansprüche muß man haben.

 

Da Du nun auch bestätigt hast, daß sehr wohl Profis mit dem 02R arbeiten (ahnte ich´s doch *g*),

kann der gute Hans sich ja wieder gemütlich in seinem Goldgefüllten Pool schmeissen.

Für ihn ist besagtes auch besser, denn er braucht sich nicht mit erbärmlichen 128 Kanälen begrenzen :7

 

Irgendwie erinnert mich das an die Zeit, als echte Hardcore-Freaks erzählen

wollten, daß nur ein Kurzweil-System (zum Preis eines vollausgebauten Einfamilien-Hauses)

professionell ist, derweil 99% der Plattenproduktionen üblicherweise zB. einen Emu/Akai-Sampler nutzten.

Wäre müssig zu erwähnen, daß die meisten "Freaks" sowas natürlich noch nie real gesehen haben :7

Ich zB. habe in meinem Leben nie jemanden kennengelernt, der ein Kurzweil-System besessen hat

 

So oder so: Meinen Segen brauchst Du nicht.

Schreib was Du denkst und ich denke mir auch meinen Teil dazu, ok?

 

 

Musikalischer Gruß

 

http://www.centric-project.de/audiomap/Ball.jpg   Michael

 

 

 

 

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Hi Heinrich,

 

sei versichert, dass ich mit klanglich guten Aufnahmen nicht "HiEndig" meine. Friedemann und dergleichen sind beileibe nicht die klanglichen Leckerbissen für mich. Etwas mehr erwarte ich da eigentlich schon von Dir. Ausserdem ist meine Anlage wohl beiweiten nicht das, was als HiEnd bezeichnet wird ;-)

Wer WaveLab und das O2R noch nicht einmal als Professionell ansieht, wird dann ja wohl selbst auf absolut hohen Niveau produzieren.

 

Gruss

 

Wolfgang

 

P.S. Ich vertrete die Meinung, dass ein Weiss A/D Wandler eine nebensächliche Rolle spielt. Der Erfolg einer guten Produktion hängt am dem Feeling der beteiligten Personen.

 

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ts, ts, das Capricorn ist doch digital, da werde ich doch meinem Ruf als "freak" nicht gerecht ;-)

 

Nein, es war entweder eine alte 8078 oder eine VR. Surround wird's dann wohl das Capricorn werden, da ich bislang keine 88R im direkten Zugriff habe...

 

Und - ich kenne den Kurzweil :-)

 

 

"Schreib was Du denkst und ich denke mir auch meinen Teil dazu, ok?"

 

Geht in Ordnung. Denn bei aller konträren Meinung gebe ich gerne zu, daß Du zu den "Denkanstößern" gehörst.

 

 

Gruß,

 

Heinrich

 

 

 

 

 

 

 

 

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Hallo Heinrich

 

Oh...ehrlich gesagt kenne ich das nichtmal vom Namen her.

Freut mich aber besonders, daß Du mich nicht als Spalter abtust.

Ich glaube wir können richtige Kumpels werden.

 

 

Dir ein schönes Wochenende

 

http://www.centric-project.de/audiomap/Ball.jpg   Michael

 

 

 

 

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