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Zille

Silberhaltiges Lötzinn???

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Immer wieder betonen Kabelanbieter in Ihren Anzeigen und Beschreibungen, dass sie bei der Konfektionierung ihrer Kabel mit Steckern "hochwertiges" silberhatiges Lötzinn verwenden. Nun meine Frage an Theoretiker und Praktiker (nicht aber an Zauberer und Schamanen) ob denn nun die Verwendung solches Lötzinns beim Verlöten von Steckern an Kabel oder gar beim Bestücken von Leiterplatten allgemein tatsächlich Vorteile, sprich hörbare Klangverbesserungen bringt, oder aber ob dies nur eine simple Bauernfängerei ist.

Mir ist bekannt, dass Lötzinn zur Verarbeitung von SMD silberhaltig sein soll/muss. Aber gilt dies auch für Stecker oder sontige Schaltungen?

Der Preis ist je nach Herkunft doch recht unterschiedlich und hoch. Eine kleine Rolle Monitor-Lötzinn kostet ein kleines Vermögen (gemessen an der Menge, die man bekommt). Silberhaltiges Standardlötzinn für SMD ist da schon günsiger.

 

Na und dann gibt es ja nach Aluhaltiges Lötzinn, Kupferhaltiges, etc. Das "alte" Bleihaltige soll ja entweder verboten werden oder ist es gar schon. Jetzt bin ich gespannt auf die Antworten....

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Hallo Zille:

 

vorab eines: Silberlot hat einen geringen Anteil an Silber, meist um 5 %.

Ich habe früher nur damit gelötet. Dabei handelst Du dir Nachteile ein. Die Löttemperatur muß etwas höher liegen und du brauchst, um ordentlich zu arbeiten, ein spezielles Flußmittel.

Ich hab zwischenzeitlich auf normales Elektroniklot mit Flußmittel umgestellt. Ist einfacher zu händeln. Natürlich hat mich interessiert, ob sich klanglich was tut. Antwort: NEIN

 

Um dahinter zu kommen habe ich Cinch Kabel bis aufs Lot identisch aufgebaut und verglichen. Kein Unterschied. Weshalb auch.

Außerdem sind die Platinen der Gerätehersteller alle mit Normallot verarbeitet. Das hat seinen Grund.

 

 

Spar das Geld, jeder Bypass C hat größere Auswirkungen .

 

Gruß

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Hallo,

 

habe meinen letzten Amp auch mit "Silberlot" gelötet. Im Prinzip entspricht die Verarbeitung exakt normalen Lot (PbSn60Cu etc.) mit dem Unterschied, dass die "Benetzung" der Lötstelle mit Silberlot eindeutig schlechter geht. Wie oben dargestellt, sind höhere Temperaturen erforderlich und ausserdem schauen die Löt-Oberflächen nach dem Erkalten irgendwie "grieselig" aus, dh. nicht so glatt wie mit herkömmlichen Lötzinn.

Ob von der Leitfähigkeit bzw. Klangverhalten oder Langzeitdauer ein Unterschied besteht, kann ich nicht sagen, mangels AB-Vergleichsmöglichkeit.

 

mfG Walter

 

 

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Hallo

 

Furchtbar interessant.

Was wäre hier passiert, wenn ich als Realist "so einfach" die blasphemische Behauptung aufgestellt hätte, daß klanglich zu Normallot kein Unterschied besteht. Und das ganz ohne Vergleichstest........

 

 

 

 

 

 

gruß

Andi

 

 

 

 

 

 

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>Furchtbar interessant.

>Was wäre hier passiert, wenn ich als Realist "so einfach" die

>blasphemische Behauptung aufgestellt hätte, daß klanglich zu

>Normallot kein Unterschied besteht. Und das ganz ohne

>Vergleichstest........

 

Du hättest natürlich übelste Kritiken geerntet. Schließlich muss es ja einen Unterschied geben. Klaus wird ihn sicherlich deutlichst gehört haben. ;-)

 

Gruß

Marc

 

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Hiu Marc-Schätzchen,

 

ich muß mich leider voll outen: meine Anlage ist völlig silberlotfreie Zone... Ich kann nur versilberte XLR-Steckerkontakte anbieten ;)

 

Gruß

 

Klaus

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Servus,

 

ich wollt's auch mal wissen und hab mir von Siltech ein "Silber"-Lot gekauft. Klangunterschied: nix.

 

Aber es ist von der Verarbeitung her besser zum handhaben als normales Lötzinn. Die Lötstelle wird schön knuffig rund und glitzernd glatt. Es fließt exzellent und bei geringer Temperatur.

Ich würd's fast aufs Brot schmieren, so lecker ist das.

 

Ein anderes Billig-Silberlot vom Conrad dagegen ist das völlige Gegenteil. Matte, unförmige Lötstellen.

 

Rein von der Ästhetik her betrachtet ist das Siltech-Lot mein Favorit :-)

 

Grüße

Hermann

 

 

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Die besste Lötstelle ist die die hält!

Beim Löten bringt man ja Board, Bauteil und Lötzinn zusammen.

Die verwendeten Materialien sollten sich "vertragen" und auch auf Dauer keine Thermospannungen oder sonstige Dinge erzeugen.

Für spezielle Anwendungen gibt es auch spezielles Lot. z.B für Lötbäder, für salzhaltige Umweltbedingungen, .....

Für den Normalfall ist auch normales Lötzinn zu verwenden. Probleme kann es da nur bei solchem mit Flussmittel geben, da dies im Laufe der Zeit gerne Salzsäure erzeugt und die Lötstelle damit anätzt.

Platinen sollten möglichst schon verzinnt sein und auch bei den Bauteilen sollte man keine mit vergoldeten Pins benutzen, da diese eher für den Einzatz in Sockeln gedacht sind und das Lötzinn oft nur ungerne annehmen.

Es kommt also immer darauf an, welche Materialien man verlöten will.

 

Beim Kleben ist es ja ähnlich: es gibt die "Alleskleber" und die "Spezialkleber". Kommt halt drauf an, was man zusammenbringen will.

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Hallo,

 

>Platinen sollten möglichst schon verzinnt sein und auch bei

>den Bauteilen sollte man keine mit vergoldeten Pins benutzen,

>da diese eher für den Einzatz in Sockeln gedacht sind und das

>Lötzinn oft nur ungerne annehmen.

 

komisch, ich hatte bisher immer den Eindruck, dass vergoldete Oberflächen besonders gut lötbar sind.

 

Gruß

Marc

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Die Hersteller geben da unterschiedliche Empfehlungen. Teilweise sind die Anschlüsse auch zum Löten geeignet, teilweise wird davon abgeraten.

In Ausnahmefällen gibt es die Chips auch in unterschiedlichen Gehäusen - zum Löten und für Sockel.

Sofern die Anschlüsse das Lötzinn nicht abweisen, habe ich in der Produktion jedoch mit Löten bessere Langzeiterfahrungen gemacht als mit Sockeln. Erstens muss ja auch der Sockel irgendwie festgelötet werden und Zweitens lässt der Kontaktdruck der Sockel im Laufe der Zeit oft nach, gibt es Probleme mit den Kontaktflächen.....

 

Solche Probleme spielen aber im privaten Bereich kaum eine Rolle, in der industriellen Produktion aber schon.

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Hi @ all,

ich hab zwar schon an anderer Stelle meinen Senf zum Weichlöten geschmiert aber scheint wohl nicht hängen geblieben zu sein.

Grundsätzlich ist zum Silberhaltigen Lot zu sagen,Eutektisches Lot.

Soll heissen: niedriger Schmelzpunkt ca.183 °C. ,wenn hier höhere Temparaturen verwendet werden ist ganz klar das die Lötstelle grau und grießelig ausschaut,Flußmittel verdampft !!!

Verwendungszweck für Silberhaltiges Lot:SMD und Lötstellen die aus Gründen der Verletzlichkeit( Temparatur) anderer Materialien kein normales Lot vertragen.Auch beim löten von Steckern vorteilhaft.

Zum löten auf vergoldeten Oberflächen ist zu sagen,diese sollen vor der Lötverbindung entgoldet werden,da beim löten sonst eine Intermetalische Zone entsteht die keine brauchbare Lötstelle hervorbringt.( Langlebigkeit).Weichlöttemparaur sollte sowieso 320°C

nicht übersteigen.Niedriegere Temp.ist wenn es die zu verlötenden Materialen zulassen immer vorzuziehen.Wenn es machbar ist entsprechende Verbindung auf Wärmeplatte vorwärmen,für den Hausgebrauch eher schwieriger.( für Keramiksubstrate z.B.)

Zur Anmerkung meinerseits möchte ich nur hinzufügen Löttechnik auch im High Relbereich ist mein täglich Brot und nicht einfach nur dahergeplappert.

Gruß

Thomas

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