Jump to content
HiFi Heimkino Forum
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  
Gast Mike70

Anfängerfehler?

Recommended Posts

Gast Mike70

Hallo, ich habe meine Boxen auseinandergebaut und ohne zu überlegen die Kabel die von der frequenzweiche zum Hochtöner gehen abgezogen. ALs ich sie nun wieder zusammenbauen wollte habe ich festgestellt, das der Hochtöner keine Plus oder minus Markierung hat. Die zwei Kabel, die von der frequenzweiche kommen kann man beliebig an den Hochtöner stecken, passen jeweils auf beiden Seiten.

Ist es egal wie man die Kabel an den Hochtöner anschließt? oder muss man auf richtige polung achten?

Der Tieftöner, der Boxen hat jedenfalls eine eindeutige Kennzeichnug mit Plus und Minus an seinen anschlüssen - der Hochtöner leider nicht.

 

Gruß

Mike

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Mike,

 

die Polung des Hochtöners sollte schon wie vorgesehen erfolgen, wenn es auch gehörmäßig nicht so viel Einfluß hat wie bei TT´s und MT´s.

 

Tips:

1. Zweite oder dritte Box öffnen und nachsehen. Irgendeine Orientierung/Unsymmetrie am Hochtöner muß es geben, z.B. Typenschild etc.

2. Beim Hersteller/Service/Händler nachfragen

3. Mit einem Testsignal (Rauschen ab CD, UKW-Tuner ohne Sender/Muting off) gehörmäßig versuchen, den Polungsunterschied herauszuhören. Dabei rel. dicht an die Chassis herangehen (0.3 - 1 m) und die Ohren zwischen Hoch- und Mitteltöner halten. Die Polung, bei der das Rauschen in der Mitte zwischen den Chassis heller/präsenter klingt, müsste die Richtige sein.

4. Dasselbe mit Meßmikrophon etc. durchziehen.

 

Bei "Falschpolung" wird das Abstrahlmaximum im Crossoverbereich stark nach oben oder unten gekippt.

 

Ausprobieren der Polung des HT´s mit Batterie (1.5 - max. 4 V) wie bei TT´s ist möglich (genau hinsehen, etwas seitlich, gute Beleuchtung). In vielen LS-Kombis muß jedoch der HT bewusst verpolt angeschlossen werden (Ausgleich von Phasendrehungen durch Filter und/oder Einbau). Die dafür notwendige Verpolung wird bei einigen Herstellern schon durch entsprechende Lötung des Anschlußkabels an der Frequenzweiche vorgenommen.

 

Gelegentlich kommt es vor, daß bei der HT-Herstellung eine Verpolung durchgerutscht ist (Exemplarfehler) und dies (wenn überhaupt) erst bei der Boxenendkontrolle festgestellt wird. Dann wird das Chassis einfach umgesteckt und gut ist...

Da wäre eine zwangsweise Polung per Steckerkodierung nachteilig, da entweder zeitaufwendige Umbauten notwendig oder das ansonsten Top-HT-Exemplar als Totalausfall abgeschrieben werden müsste....

 

 

Viel Erfolg,

Michael

 

P.S.: Wie wärs, wenn Du nächstesmal den genauen Typ deines Gerätes angeben würdest, das könnte viel Getippe sparen...

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Kleine Zusatzbemerkung.

Die Lautsprecherpolung kann man leicht bestimmen: 1,5V-Batterie an die Klemmen des Lautsprechers anlegen; bewegt sich die Membran dabei nach vorn (außen), so liegt Plus der Batterie an dem so als Plus definierten Anschluß des Lautsprechers an. Das geht auch bei (Membran-)Hochtönern, da legt man einen Finger auf die Membran. Wenn Du das bei allen Lautsprechern der Box machst, hast Du schon mal eine definierte Ausgangssituation. Jetzt kommt nur noch das Problem der beabsichtigten Verpolung. Meines Wissens sind Hochtöner (immer?) meistens verpolt, wegen der Phasenschiebung der LC-Glieder in der Frequenzweiche. Das kannst Du dann womöglich in der anderen Box überprüfen.

 

Viel Erfolg, Rolf

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Gast Arneaud

Heißt das ihr verpolt eure HTs auch wenn ihr eigene Boxen konstruiert? Was bringt das?

 

Arneaud

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Ikarus,

 

also ich bin ja eher Laie, geb ich ja zu, aber Finger an die Hochtöner halten???

 

Das halte ich ja für nich so doll ...

 

Was bei Tieftönern total egal ist, muss ja bei HT nicht gut sein,oder?

Also ich kenne HT die einen Berührungsschutz haben (Magnat Vintage 7er Serie, JBL TI 5000), das wird seinen Grund haben, oder?

 

Ich denke mal man kann so eine hauchdünne "Folie" (egal ob sie nun aus Metall oder Keramik ist *fg*) schnell zerreisen !

 

Übrigens weiss ich ja, das viele "Gitter" vor den HT als Frequenzgangkorrektur dienen, aber das erkennt man ja dann an den unverkennbaren Plastikringen, oder was die sonst so benötigen *fg*

 

Aber erkennen wie die Schwingen? Viel Spass, wie denn, wenn die mindestens 3000 Schwingungen pro Sekunde haben ???

 

Lade Dich gerne mal ein ... *fg*

 

Die TT meiner Boxen spielen nur bis 80 Hz,also nur 80 Schwingungen, und schon da merkst nicht mehr ob die zuerst nach hinten oder vorne laufen ...

 

Mit laienhaften Grüssen,

 

Roland

 

 

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo,

 

der Grund dafür ist, daß verschiedene Flankensteilheiten unterscheidliche Phasendrehungen im Übernahmebereich hervorrufen. So z.B. neigt eine Weiche 1. bzw. 3. Ord. die Abstrahlebene um 15° nach oben oder unten, je nachdem, wie die Chassis gepolt werden. Filter 2. Ord. haben prinzipbedingt eine Phasendrehung von 180°, daher muß eines der Chassis verpolt werden. Filter 4. Ord. hingegen weisen eine Phase von 360° auf, was ja (laut Adam Ries) keine Verpolung notwendig macht. Schließt du den HT also verpolt an, kann es je nach verwendeter Weiche zu Auslöschungen kommen.

 

P.S.: Das Berühren der HT-Membran ist keineswegs soooo tragisch, wie einer das geschrieben hat. Du solltest dabei aber wirklich vorsichtig sein. Der "Berührungsschutz" ist meist keiner. Es handelt sich dabei häufig (bei ordentlichen Chassis) um phasen- und abstrahlkorrigierende Elemente (z.B. mech.-akust. Filter).

 

Gruß

 

GSD http://www.data-techniques.net/cwm/otn/funny/jump3.gif

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hi,

 

bei Verwendung einer Batterie wird es zu keiner Schwingung kommen. Die Membran wird nur in eine Richtung ausgelenkt, je nach Polung der Batterie. Willst du den Treiber zum Schwingen mit 3 kHz bringen, könnte das mit ner Batterie eine etwas anstrengende Arbeit werden *ggggg* ;-)

 

Gruß

 

GSD http://www.data-techniques.net/cwm/otn/funny/jump3.gif

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

musiksignal = wechselspannung

 

-> membran schwingt hin und her

 

-> musik! :)

 

 

batterie = gleichspannung

 

-> membran wird, je nach polung der batterie, in eine der zwei möglichen richtungen ausgelenkt (nach vorn oder nach hinten) und verharrt dann unbewegt, solang die batterie angeklemmt ist.

schwingt die membran seitwärts, stimmt was mit der batterie nicht. ;-) ;-)

 

-> keine musik! :(

 

 

etwas fiel mir auf: du schreibst "schon bei 80 Hz ist nicht mehr zu erkennen, ob die membran noch vorn oder hinten schwingt". liegt dem etwa ein kapitaler verständnisfehler zugrunde? die membran schwingt *immer* nach vorn *und* nach hinten. ein 80 Hz-signal "einmal nach vorn" und "einmal nach hinten" gibbet nich! alles, wo gibt, wenn zwei chassis dasselbe signal nicht synchron wiedergeben, ist ein phasenversatz.

 

oder müsinterpretürte ich dich da? wie auch immer: so lang am chassis eine wechselspannung anliegt, kannst du überhaupt nicht erkennen, ob das chassis richtig oder verpolt angeschlossen ist (außer, es handelt sich um frequenzen um die 2 Hz ;-)).

 

:)

 

gork

 

 

PS: kalotten-hochtöner besitzen keine keramik-, metall- oder sonstige "folie", die schon beim hingucken reißt (mal davon abgesehen, daß eine keramik-folie was für fortgeschrittene ist ;-)). vielmehr ist dieses kuppelchen recht stabil; sanftes dranstupsen mit der fingerkuppe richtet da keinen schaden an (auf titan hinterlassen schweißfinger flecke). wozu das dagegentippen allerdings dienen soll, ist auch mir schleierhaft.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

 

Hallo Roland,

 

meine Vorredner haben ja schon alles gesagt, ich spare mir also die Wiederholung mit meinen eigenen Worten.

 

Nur ein Wort noch: Alle (Membran-/Kalotten-)Hochtöner, die ich in meinem ersten Leben in Händen hatte, waren derart solide, daß man getrost einen Finger lose auflegen durfte. Beim Plasma-Lautsprecher wirste ohnehin was anderes ;-) fühlen, beim Bändchenlautsprecher allerdings ist Dein Vorbehalt sicher angemessen, nur - an das Bändchen kommste sowieso mit Deinen Wurstfingern nicht ran. :-)

 

Ansonsten - warum eigentlich wird immer unterstellt, daß die Elektroakustik aus derart filigranen Sachen besteht, die beim Anhauchen kaputtgehen? Das ist in aller Regel solide Elektrik und solide Mechanik; sooo leicht geht da schon nix kaputt.

 

 

Gruß, Rolf

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo, Rene

 

:::der Grund dafür ist, daß verschiedene Flankensteilheiten unterscheidliche Phasendrehungen im Übernahmebereich hervorrufen. So z.B. neigt eine Weiche 1. bzw. 3. Ord. die Abstrahlebene um 15° nach oben oder unten, je nachdem, wie die Chassis gepolt werden. Filter 2. Ord. Haben prinzipbedingt eine Phasendrehung von 180°, daher muß eines der Chassis verpolt werden. Filter 4. Ord. hingegen weisen eine Phase von 360° auf, was ja (laut Adam Ries) keine Verpolung notwendig macht. Schließt du den HT also verpolt an, kann es je nach verwendeter Weiche zu Auslöschungen kommen.:::

 

 

Was ist mit der akustischen Phase der Lautsprecher, bzw. der Versatz der akustischen Zentren? Überleg mal, und wie wirkt sie sich der Baffel Step auf die Phasenlage der Weiche aus, wenn er wie üblich kompensiert wird???? Na.

 

 

Das Ergebnis ist, dass z.B. bei 2-Wege-Boxen der HT und BT über das 12dB Filter fast immer gleichphasig angeschlossen werden, aber keine Regel ohne Ausnahmen!!! Vergleiche doch mal die Ausführungen von V. Dickason "Lautsprecherbau, 5te Auflage, Seite 219) in seinem Beispiel zur Frequenzweichenkonstruktion Hochpass / Tiefpass- Summation. Bei diesem akustischem Filter 4ter Ordnung kommt zum Schluss eine gegenphasiger Anschluss zwischen HT und BT zum Einsatz, statt der gleichphasigen ....

 

Man kann grundsätzlich keine Empfehlung aussprechen, da man nicht weiß welche Art von Weiche der Entwickler gewählt hat. Es bleibt nur der einzig richtige Weg übrig, und der ist den Schalldruck zumessen.

 

 

Gruß

 

Lurchi

 

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hi Lurchi,

 

ich wollte nur mal das Wichtigste dazu schreiben, daher die Knappheit. Auf alles bin ich nicht eigegangen, da es mir *Schande über mich* auch in dem Moment nicht eingefallen ist *verlegenauf denBodenblick*. Ich werd aber versuchen mich zu bessern. Beim Versatz kannst du allerdings keinerlei Empfehlung geben. Je nach Lage der akust. Zentren wird auch eine Gleichpolung bei Filtern 2. Ord. keinerlei Verbesserung bringen. Da hilft nur die mech. Kompensation der Zentren oder der Einsatz von Filtern höherer Ordnung (4th LR z.B.) (oder auch Phasenschieben ;-)).

 

Stimmt, Messen wäre die richtige Methode. Allerdings kannst du nicht von ihm verlangen, daß er sich nur für die Polung ein Meßsystem und entsprechende Kenntnisse zulegt. Am Besten wäre m.E. den 2. LS ebenfalls zu öffnen und die Polung zu vergleichen.

 

Gruß

 

GSD http://www.data-techniques.net/cwm/otn/funny/jump3.gif

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Bitte anmelden um Kommentare abgeben zu können

Nachdem du dich angemeldet hast kannst du Kommentare hinterlassen



Jetzt anmelden
Melde dich an, um diesem Inhalt zu folgen  

×
×
  • Neu erstellen...