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mm2

Manger in dreifach Anordung bzw. Buffle-Step

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Hallo Leute,

 

es gibt doch den Manger in einer dreifach Anordung

( mit zwei seitlichen Chasis),

war das nicht die Zero 107 und 109.

 

In der Beschreibung steht zu dieser Anordung dass man damit quasi

für das vordere Chasis eine unendliche Schallwand erreichen will.

 

Ist damit gemeint dass der Druckabfall durch den Buffle-Step

auf der schmalen Schallwand durch die setlichen Chasis

kompensiert wird ?

 

Bei welcher Frequenz liegt der Buffle-Step einer 26cm breiten Schallwand ?

 

Hat die Sache nicht einen gewaltigen Hacken was die Abstrahlung/Bündelung

Verhalten betrifft ?

Unterhalb des Buffle-Step quasi kugelförmig darüber dann das Bündelung-

verhalten von einem Chasis ?

 

Wer hat beide Varianten gehört und kann über Vor- und Nachteile dieser

Anordung berichten ?

 

Wird der LS durch die dreifach Anordung in der Aufstellung kritischer ?

 

Viele Grüße

mm²

 

 

 

 

 

 

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Hi mm2,

 

bezüglich Manger ist Klaus sicher der Spezialist.

Ansonsten hier mal eine Simmulation eines linearen Treibers in einer unendlichen Schallwand (oben) und auf einer mit 26cm breite (unten).

http://www.audiomap.de/forum/user_files/1286.gif

 

Da die meisten Leute ihre Boxen nicht in 100m Höhe in die Luft hängen und dort hören, hat man in der realen Anwendung immer begrenzende Wände in der Umgebung der Box. Bei niedrigen Frequenzen ist es darum eher entscheident, wie weit die Box von den Wänden entfernt ist und weniger, wie breit sie ist.

 

Das Bündelungsverhalten wird ja nicht nur durch die Schallwand sondern vor allem durch den Treiber bestimmt. Egal wie schmal die Schallwand ist, ein Manger bündelt immer ziemlich stark. Bei Strahlern 1ste Ordnung tritt eine Bundelung prinzipiell ein, wenn die abzustrahlende Wellenlänge in die Größenordnung der Membran kommt. Bei sehr harten Membranen sieht man das an dem Anstieg des F-Ganges auf Achse um 6dB/Oct. Wenn die Energie nicht begrenzt wird und sich die Verteilung ändert, dann hat man auf Achse eben immer mehr und zur Seite immer weniger. Bei nicht ideal harten Membranen ist der Anstieg weniger ausgeprägt, wellig.... Nicht umsonst versucht man in der Regel, diese Frequenzbereiche auf das nächst kleinere Chassies zu leiten.

Der Manger arbeitet ab einigen hundert Hz ja etwas anders, muss aber dennoch mit ähnlichen Problemem kämpfen. Es hat schon seinen Grund, warum an diesem Teil soooooooooooo lange entwickelt wurde.

 

Bezüglich der Aufstellung scheinen mir Lautsprecher mit eher ausgeprägter Richtwirkung problemloser als andere zu sein. Hier wird das Ergebnis weniger durch Reflexionen beeinflusst und es kommt am Hörplatz mehr Direktschall an.

Es gibt sogar Leute, die das auch im Bass versuchen und ihre DiPole nicht mehr missen wollen.

 

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Hallo mm²

 

 

>Unterhalb des Buffle-Step quasi kugelförmig darüber dann das

>Bündelungverhalten von einem Chasis ?

 

Man hat unterhalb des Bafflestep immer eine kugelförmige Abstrahlung. Darin liegt ja die Ursache dieses Abfalls.

 

Die Kompensation ist fast schon eine Glaubensfrage. Ich kenne einige, die ihre LS nicht kompensieren (Selbstbauer). Unter "normalen" Abhörbedingungen ist dieser Abfall weit weniger dramatisch, wie er in der Simulation bzw Messung im reflexionsarmen Raum auftritt. Man sitzt schließlich selten in so einem Raum zum Musikhören.

 

Die Manger mit Dreikopf hab ich nie gehört, kann also dazu nichts sagen. Leider.

 

 

gruß Andi

 

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Die beste Möglichkeit ist 1 Wandler zu nehmen und diesen elektronisch zu entzerren. Die Kompensation geht von der Annahme aus, daß die Abstrahlung kugelförmig erfolgt- ist beim Manger aber nicht der Fall, der beamt sehr stark.

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klar beamt der sehr stark - das soll er ja auch. Wie Hubert schon sagte ist die Aufstellung problemloser und wir wollen auch nicht vergessen, das der MSW ursprünglich als Abhör-Monitor konzipiert war. Die müssen beamen.

Für "zu Hause" ist das Holoprofil eine ganz, ganz feine Sache.

 

Der Grund für die zusätzlichen seitlichen Wandler ist, den Schalldruck zu erhöhen imdem Baffle-Step kompensiert wird.

Das hat mit Beaming nicht im mindesten zu tun. Dieses kann sich logischerweise dadurch nicht verändern.

 

Ich benutze seit Langem beide Varianten - mit einem Frontwandler und mit den zwei zusätzlichen seitlichen Wandlern.

 

Der Unterschied ist eher subtil und jeder muß sich selbst fragen, ob er ihm die Kohle wert ist.

Jedenfalls ist der Unterschied gravierender und substantieller als alle Wunderkabel und Zauberkondensatoren zusammen genommen . . . . .

Ich höre hauptsächlich klassische Musik und akustischen Jazz. Bei klasischer Musik hat der "Klangkörper Orchester" definitiv mehr Wucht und wirkt aber dabei "lockerer wuchtig" ;-) .

 

Ich kann es immer nur wieder sagen: große Flächen sind durch nichts zu ersetzen.

Die "Leichtigkeit", mit der große Memnbranen tiefere Mitten z. B. erzeugen ist nur durch Hörner oder große El-Staten zu erreichen. Ähnlich auch bei großen Koaxialen - die Leichtigkeit, die ich bei meinen Altecs im Bass und den unteren Mitten habe ist einfach charakteristisch für 38er Mambranen. Da gibt´s nix.

Der MSW in der Dreier-Anordnung kann genau das sehr ähnlich. Aber mit dem Vorteil kleinerer Fläche da, wo sie logischerweise besser ist und größerer Fläche da, wo diese nicht stört und noch größerer Fläche durch die Anbindung an einen Basswandler. Ich überlege inzwischen, als Basschassis einen oder zwei 38er zu nehmen . .

 

Der Gewinn durch die seitlichen Wandler ist eindeutig - aber nicht groß.

 

Die Richtcharakteristik bzw. die Ortung ändert sich nicht negativ - ich bin der Auffassung, daß sie insgesamt besser wird, das kann aber subjektiv sein und nat. vom Raum abhängen.

Die Ortung einzelner Ereignisse im Klangbild ist unübertroffen und das Klnagbild selbst bekommt etwas mehr Substanz - was allein an der Flächenaddition liegt und von daher auch völlig logisch scheint.

 

Eins ist nat. klar: man sollte eine 103 nicht nah an eine seitlichen Wand rücken . . . :-) - sie muß sehr frei stehen. So zumindest meine Erfahrung.

 

Edit:

 

"Flächenaddition" - es kommt ja weniger darauf an, überhaupt Fläche zu addieren oder zu vergrößeren als darauf, das so zu machen, daß ein gleitender Übergang stattfindet, der in kritischen Bereichen nirgendwo herausfällt.

Und DAS ist die eigentliche Stärke des Konzepts beim MSW.

Es gab ja immer wieder Konstruktionen, die mit seitlicher Addition arbeiteten - auf Anhieb fällt mir AudioPhysics ein - weil der Gedanke an sich naheliegend ist.

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Hallo Hubert,

 

danke für die Simulation, das passt mit den Manger Angaben recht gut zusammen,

die seitlichen Chasis werden bei ca. 1000Hz mit 6dB/Oktave eingekoppelt.

 

Oberhalb von 1KHz arbeitet im wesentlichen also nur das Front-Chasis

und es ändert sich deshalb nichts an der Bündelung.

 

Aber ich vermute der Manger oder andere Breitbänder mit dem Membrandurchmesser

beginnen bei 1KHz schon leicht zu bündeln auch wenn sie auf einer schmalen

Schallwand sitzen. Mit den seitlichen Chasis ändert sich daher die Bündelung/

Abstrahlung im Bereich um die 1000Hz deutlich.

 

Ein paar Oktaven darunter ist beim Monopolen mit diesem Mambrandurchmesser

und Schallwandbreite die Abstrahlung praktisch immer kugeförmig

( egal ob ein Chasis oder mit seitlichen Chasis ).

 

Grüße

mm²

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Hallo Andi,

 

>Man hat unterhalb des Bafflestep immer eine kugelförmige

>Abstrahlung. Darin liegt ja die Ursache dieses Abfalls.

 

da hast Du wohl recht.

 

Der Übergang zur kugelförmigen Abstrahlung dürfte jedoch sehr fließend passieren.

 

Bleibt die Frage wird durch die Tiefpass gefilterten seitlichen Treiber

der Bereich der kugelförmigen Abstrahlung nach erweitert ?

 

Hier gilt erstmal die Schallwandbreite und Tiefpass aufeinander abzustimmen

so dass ein linearer Frequenzgang auf Achse herauskommt.

 

Die kugelförmige Abstrahlung wird sich dann im Bereich der Frenzfrequenz

des Tiefpasses wohl leicht erhöhen ( was aus Gründen der Aufstellung,

sicher eher ein Nachteil ist )

 

Grüße

mm²

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Hallo Walter,

 

das beamen ist ja immer Frequenzabhängig,

die große Frage ist wie stark ist die Bündelung beim Baffle-Step ?

 

Da dann eben durch die seitlichen Chasis nicht nur der Frequenzgang auf

Achse verändert wird sondern auch die Abstrahlung.

 

Grüße

mm²

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Hallo Klaus,

 

>Ich benutze seit Langem beide Varianten - mit einem

>Frontwandler und mit den zwei zusätzlichen seitlichen

>Wandlern.

>

>Der Unterschied ist eher subtil und jeder muß sich selbst

>fragen, ob er ihm die Kohle wert ist.

>Jedenfalls ist der Unterschied gravierender und substantieller

>als alle Wunderkabel und Zauberkondensatoren zusammen genommen

>. . . . .

>Ich höre hauptsächlich klassische Musik und akustischen Jazz.

>Bei klasischer Musik hat der "Klangkörper Orchester" definitiv

>mehr Wucht und wirkt aber dabei "lockerer wuchtig" ;-) .

 

danke für Deine praktischen Erfahrungen,

sag mal haben eigentlich alle drei Chasis ein eigenes Volumen ?

Es gab doch eine Version wo man die seitlichen Chasis nachrüsten kann.

Arbeiten alle drei auf das selbe Volumen ?

Sprich muss sich das Frontchasis das Volumen mit den seitlichen Chasis teilen ?

 

Bei Volumenänderung auf ein drittel kann das schon sehr deutlichen Einfluß

auf den Klang haben.

 

>Ich kann es immer nur wieder sagen: große Flächen sind durch

>nichts zu ersetzen.

>Die "Leichtigkeit", mit der große Memnbranen tiefere Mitten z.

>B. erzeugen ist nur durch Hörner oder große El-Staten zu

>erreichen. Ähnlich auch bei großen Koaxialen - die

>Leichtigkeit, die ich bei meinen Altecs im Bass und den

>unteren Mitten habe ist einfach charakteristisch für 38er

>Mambranen. Da gibt´s nix.

>Der MSW in der Dreier-Anordnung kann genau das sehr ähnlich.

 

Der Manger wird es sicher besonders danken wenn er sich unterherum

die Arbeit mit zwei weiteren Chasis teilen kann und dadurch weniger Hub

machen muß, als wenn man ein Chasis lektrisch Entzerrren würde.

 

>Edit:

>

>"Flächenaddition" - es kommt ja weniger darauf an, überhaupt

>Fläche zu addieren oder zu vergrößeren als darauf, das so zu

>machen, daß ein gleitender Übergang stattfindet, der in

>kritischen Bereichen nirgendwo herausfällt.

>Und DAS ist die eigentliche Stärke des Konzepts beim MSW.

>Es gab ja immer wieder Konstruktionen, die mit seitlicher

>Addition arbeiteten - auf Anhieb fällt mir AudioPhysics ein -

>weil der Gedanke an sich naheliegend ist.

 

Das mit den seitlichen Chasis funktioniert natürlich auch mit anderen

Chasis ( bei den Manger sind die kosten ja nicht unerheblich ).

Aber egal ob Manger oder anderes Chasis die Sache muß in sich

gut abgestimmt sein.

 

Grüße

mm²

 

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Normalerweise eben nicht. Wie auch: die Schallwand verschwindet ja - außer, sie ist entsprechend gekrümmt - plötzlich. Als Stufe. Natürlich werdsen die Wellen, die beginnen um sie herumzulaufen, von den Seitenwänden ebenfalls unterstützt - aber nicht als gleitender Übergang vom Frontwandler aus gesehen.

Hier "bricht" die Unterstützung schlagartig ab. Was entsprechende Messungen zeigen.

Die Manger´schen Messungen und Darstellungen zeigen das sehr deutlich - und sind durch unabhängige Messungen bestätigt. Sie lassen sich sicher finden.

 

Die große Frage ist eben: was passiert "gehörmässig", was macht es bezogen auf den Klang und die Ortung.

Die Messungen mit dem längeren Druckabfall decken sich m. E. gut mit dem Gehörten.

 

Wir bewegen und aber dabei in einem nicht ohne Weiteres in der Theorie nachvollziehbaren Bereich. Nicht ohne Weiteres, wohlgemerkt. Denn im Grunde ist es schon nachvollziehbar.

 

Praktisch - gehörmäßig - hab ich das beschrieben. Es sind keine Welten, keine spektakulären "AHA!" Erlebnisse. Sie liegen vieleicht auf einer Ebene mit dem Unterschie zwischen guten und sehr guten Laufwerken, Tonarmen, Wandlern usw.

Und daher finde ich - wenn ich bedenke, wieviel Kohle augegeben wird für die MkII Variante ein und desselben Tonarms - diese Verbesserung durchaus ihr Geld wert.

Denn der Unterschied ist - wie gesagt - eindeutig.

 

Aber es ist - ich hab das schonmal gesagt - auch eine Frage der Musik und des Hörens von Musik.

Es gibt da immer und zu jeder Zeit Modeerscheinungen. Mal ist es Taunusklang, viel Bass, viel Höhen, maue Mitten, mal der "british sound" mit sauberen, guten Mitten und sonst recht wenig, mal eher amerikanisch satt, tief und etwas mobbelig usw.

 

In Zeiten, in denen der WAF eher schlanke "Boxen" (scheußliches Wort, weil es genau den Klangcharakter beschreibt . . ) vorschreibt, ist es eben der eher etwas blutleere, hyper"lokalisierende" Klang mit dem sesselfurzenden Geiger in der dritten Reihe . . wo "Vorhänge weggezogen" sind und man "mitten im Orchester" sitzt . . um Himmels Willen - da würde ich niemls sitzen wollen!!.

 

Wenn man sowas mag, dann sind die seitlichen Wandler überflüssig. Definitiv.

 

Wenn man einen "Klangkörper" als "Körper" und einen Raum als "RAUM" - z. B. den Aufnahmeort in einem Saal oder einer Kirche oder von mir aus auch einer U-Bahn sehr natürlich als Gesamtheit hören will und nicht nur seine Teilaspekte (wie furzende Geiger oder von mir aus auch Schaffner), dann würde ich die seitlichen Wandler unbedingt empfehlen. Genauso wie eine sehr präzise Ausrichtung der LS auf den Hörplatz. Denn der Klang selbst als Klang ändert sich sehr wenig beim Herumlaufen im Raum - da stimmt die Manger´sche Beschreibung durchaus - die Lokalisation ändert sich aber (wen wundert´s bei dem Spulendurchmesser) sehr heftig in bestimmten Bereichen. Hier kann das "Bild" schonmal "springen" oder auch bei "universellerer" Ausrichtung deutlich an Höhen vermissen lassen. Was dann gerne als der "Manger-Sound" interpretiert wird . . was ungerecht ist: es liegt an der Unwissenheit der "Ausrichter".

 

Das Holoprofil stellt da einen großen Schritt dar. Es läßt tatsächlich einen weiteren Raum um den Sweetspot entstehen und nimmt zugleich die Mitten leicht zurück.

Was nicht tragisch ist, denn es wirkt nicht auf die seitlichen Wandler.

Der Frontwandler wikt dadurch etwas freier und die Lokalisation bleibt - überraschenderweise auch für mich ;-) - stabil und punktgenau. Wenn, ja wenn sie 100% exakt montiert werden, die Dinger und der LS wiederum sehr aufmerksam ausgerichtet wird.

 

Alles in Allem: die Teile sind "besonders" ;-) . Und zwar auf eine wirklich akustisch abenteuertliche Art, denn ich habe NIEMALS einen LS erlebt, mit dem man solche "Abenteuer" erleben kann . . .

 

Wobei ich - ich kann´s nicht genug betonen - jede Menge exzellenter LS gut kenne und mit meinen Altecs (604E aktiv in ca, 280L) eine durchaus Spaßmäßig ebenbürtige Konfiguration besitze, die den MSW wenig nachsteht - aber vollkommen anders ist :-) :-) . . . . .

 

Die MSW sind "Vernunft", "Akribie", "Ernsthaftigkeit", "Erwachsensein" . .

Die Altecs gehen einfach ab wie die Sau . . . . . :-)

 

Man muß Unterschiede zulassen.

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Chasis ( bei den Manger sind die kosten ja nicht unerheblich ).

Aber egal ob Manger oder anderes Chasis die Sache muß in sich

gut abgestimmt sein.>

 

es klappt nicht wirklich so gut mit "normalen" Chassis, weil ein wesentliches Merkmal des MSW ja sein Tun als Biegewellen-Membran darstellt. Ohne daß er ein "Biegewellenlautsprecher" im tradierten Sinn ist - wie OhmF oder GermanPhysics oder MBL z. B.

 

Die Addition seitlicher Wandler bei kolbenförmig schwingenden Systemen hat sich nie bewährt. Alle diese Systeme sind wieder verschwunden.

 

Ich hatte mal ein sehr langes Gespräch mit Herrn Manger darüber und kann seine Darstellung warum das so ist, nachvollziehen. Ich werde sie hier aber nicht wiedergeben - sie ist komplex und steht ansatzweise in den Broschüren der Firma.

 

 

 

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Prinzipiell sollte der Bafflestep +6dB bringen, sonst ist er falsch. Bei den seitlichen MSW kommt aber nur ungefähr 3 bis 4 dB heraus. Außerdem ist die Frequenz zur Übernahme mit 1200 Hz zu hoch angesetzt. Dafür gibt ganz eindeutige Berechnungsprogramme.

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Setzt man halbkugeförmige Abstrahlung als ideal vorraus, so beginnt die Bündelung bei ca 500 bis 700 Hz. Erster Einbruch ist bei 800 Hz und bei der Gegenphase mit 1600 Hz.

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Hallo Klaus,

 

> Normalerweise eben nicht. Wie auch: die Schallwand verschwindet ja - außer, sie ist entsprechend gekrümmt - plötzlich. Als Stufe. Natürlich werdsen die Wellen, die beginnen um sie herumzulaufen, von den Seitenwänden ebenfalls unterstützt - aber nicht als gleitender Übergang vom Frontwandler aus gesehen.

 

Es geht ja dabei um das Verhältnis von Schallwandbreite und Wellenlänge

und nicht nur um das Größer oder Kleiner des einen oder des anderen.

Darin denke ich ist der fließende Übergang ( ich meine damit ca. 1 bis 2 Oktaven )

begründet. ( Siehe auch Simulation von Hubert oben ).

 

> Die große Frage ist eben: was passiert "gehörmässig",

 

absolut, ich kenne den Mangerwandler und schätze in sehr, habe ihn aber noch nie in dieser Anordung oder gar im Vergleich der beiden Anordungen hören dürfen.

 

Grüße

mm²

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Hallo Klaus,

 

> es klappt nicht wirklich so gut mit "normalen" Chassis,

> weil ein wesentliches Merkmal des MSW ja sein Tun als Biegewellen-Membran darstellt.

 

tja, nüchtern betrachtet muß es rein vom Bündelungeverhalten abhängen.

Wenn wie oben behauptet unter dem Buffle-Step in jedem Fall

kugelförmig abgestrahlt wird, dann muß die seitliche Addition

unabhängig vom dem Wandlerprinzip sein.

 

Ich habe ja weiter oben genau in Frage gestellt dass es unter dem Buffle-Step

keine Büdelung mehr gibt und dann kann der Wandler sehr wohl eine

Rolle spielen.

 

> Die Addition seitlicher Wandler bei kolbenförmig schwingenden

> Systemen hat sich nie bewährt. Alle diese Systeme sind wieder verschwunden.

 

Na das muß ja noch nichts heißen, ein wesentlicher Punkt der Hr. Manger

immer sehr wichtig war ist die Zeitrichtigkeit.

Dieser Punkt wird in der Mehrwegfraktion häufig als unwichtig hingestellt

und damit auch vernachläßigt.

Ich denke gerade bei den seitlichen Chasis ist dieser Punkt absolut entscheiden.

Die Zeitrichtigkeit verbindet den Manger mit der Breitbandfraktion.

 

Die Darstellung von Hr. Manger würde mich schon sehr interessieren,

darf ich Dir meine e-mail Adresse geben ?

 

Grüße

mm²

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Hallo Walter,

 

> so beginnt die Bündelung bei ca 500 bis 700 Hz.

 

sprichst Du jetzt vom Manger oder von einem theoretischen Breitbänder

mit dem Mebrandurchmesser des Manger oder der Schalwandbreite von 26cm ?

 

Das würde ja bedeuten meine Zweifel an der kugelförmigen Abstrahlung

beim Buffle-Step sind begründet !

 

Die Bündelung solte aber erst oberhalb des Buffle-Step beginnen, dann würde

die Schallwandbreite an Einfluß verlieren.

 

Da man die Bündelung schwer beinflussen kann, muß also der Buffle-Step

nach unten, also breitere Schallwand.

Die Swing geht ja genau in diese Richtung ;-)

 

Grüße

mm²

 

 

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Ich rede vom MSW, nicht von Lautsprechern im allgemeinen. Es gibt auch irgendeine Veröffentlichung in der Zeitung Produktions Partner, in der das etwas genauer dokumentiert ist. Der Einfluß des Bafflestep wird nicht außer Kraft gesetzt, weil der Manger sich etwas anders verhält.

Das Dreikopfsystem lebt eher von Reflexionen als von der Kompensation. Und es läuft mit den seitlichen Wandlern für diese Schallwandbreite zu hoch in der Frequenz. Ich habe es nicht ausgerechnet, aber bei ca 800 Hz sollte bei dieser Schallwandbreite schon Schluß sein. Zudem erzeugt der 800Hz Einbruch schon ein Phasenwirrwarr.

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Bei 800Hz ist die Wellenlänge etwa 40cm. Eine 180Grad Phasendrehung und damit eine theoretisch völlige Auslöschung wird also bei einem Unterschied von 20cm erreicht. Wenn der Schallweg vom seitlichen Treiber zum Zuhörer etwa 20cm länger ist als der vom Haupttreiber, dann ist in dem Bereich also schon aufgrund des Versatzes mit extremen Probleme in der Abstrahlung zu rechnen.

 

Will man solche Probleme vermeiden, müsste also der Abstand der Treiber deutlich geringer werden, was aufgrund der Größe der Treiber kaum möglich ist. Oder aber man trennt die seitlichen Treiber deutlich früher ab.

 

Soweit der Sachverhalt. Was in der Praxis daraus wird und ob einem das dann gefällt oder nicht - kann ich leider nicht beurteilen.

 

 

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Hallo Walter,

 

 

> Das Dreikopfsystem lebt eher von Reflexionen als von der Kompensation

 

1KHz Trennfrequenz für die seitliche Abstrahlung ist halt schon sehr hoch

zumal mit nur 6db/Oktave getrennt.

 

> Und es läuft mit den seitlichen Wandlern für diese Schallwandbreite zu hoch in der Frequenz.

 

Wenn der Buffle-Step wie oben von Hubert berechnet zwischen 1 und 2KHz liegt

sollte die Einkopplung unter Pegelgesichtspunkten auf Achse schon passen,

insbesondere wenn man trotz der Zeitverzögerung im Tiefpass eine Zeitrichtige

Widergabe erreichen will.

 

Der Kompromis für diese Schallwandbreite ist Manger schon recht gut gelungen.

 

Dennoch würde ich in Richtung breitere Schallwand und tiefere Einkopplung

der seitlichen Chasis optimieren.

 

Grüße

mm²

 

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sehe ich auch so.

 

Es gibt eine sehr einfache Methode, den Unterschied zu erkennen und wahrzunehmen, ob es funktioniert oder nicht: hinhören ;-) .

 

Da ich inzwischen zwei von Huberts Stereo-Endstufen habe, werde ich (wenn ich denn endlich mal die neuen Gehäuse der Köpfe fertig kriege), die seitlichen und den Frontwandler über eine aktive Weiche mit einstellbarem Timedelay getrennt ansteuern.

 

Einer elektrische Entzerrung des Frontwandlers hab ich noch nicht probiert und werde das auch nicht tun.

 

Ich bin allerdings der Meinung, daß die Addition auch so bereits sehr gelungen ist - die korrekte Geometrie und die zueinander passenden Wandler vorausgesetzt (gleiche Magnettypen bzw. gleicher Wirkungsgrad - die SE-Typen sind glaube ich fast 3dB lauter, weiß es nicht auswendig).

 

Die drei Wandler pro Kopf arbeiten bekanntlich auf dasselbe Volumen. Diese Tatsache sowie die Frage der Kammergeometrie finde ich WIRKLICH überlegenswert.

 

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Hallo Hubert,

 

Du hast vergessen die Eigenschaften des Tiefpasses vor den seitlichen Chasis

in die Überlegung mit der Phasendrehung einzubeziehen.

Der Tiefpass selbst hat ja ein Delay und eine Phasendrehung die man in die

Rechnung mit dem Abstand einbeziehen muss.

 

> Will man solche Probleme vermeiden, müsste also der Abstand der Treiber deutlich geringer werden

 

das würde aber bedeuten die Schwandbreite müsste kleiner werden,

damit würde aber der Buffle-Step nach oben wandern

und die kugelförmige Abstrahlung bis zu höheren Frequenzen gehen

was sicher schwierig in der Aufstellung wird.

 

Die Frage ist welches Delay müssen sie seitlichen Chasis a.) haben ?

Oder müsste das Frontchasis b.) ein Delay haben ?

 

Bzw. wo sollen sich die Impulse zeitrichtig treffen,

am seitlichen Chasis oder am Front-Chasis ?

 

Wenn sich die Welle seitlich treffen sollen muss man a.) machen.

 

Wenn die Wellen sich am Front-Chasis treffen sollen muss man b.) machen.

 

Wenn ich Dich oben richtig verstanden habe würdest Du b.) vordern.

 

Manger macht aber a.)

 

Vor und Nachteile von a. und b. Eure Meinungen sind jetzt gefragt !

 

Ich denke mal bei b. wird die Sache extrem Richtungsabhängig,

wobei die Möglichkeit einer gezielten Bündelung ensteht.

 

Bei a. wird die Sache weit weniger richtungsabhängig,

aber ...

 

Ich sehe schon die Sache ist weitere Überlegung wert.

 

Grüße

mm²

 

 

 

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Bei einem Chassis in einer größeren Schallwand gehen alle Impulse bekanntlich von einer Quelle aus. Der Druck wird solange aufrecht erhalten, wie die Wand groß ist.

Das Gleiche simuliert die Dreier-Kombination. Über den Tiefpass und die Geometrie.

 

Ich hab leider keine exakten Details mehr im Kopf und finde meine Notizen nicht - kann aber noch kommen . . ;-) , wenn ich mich wieder intensiv damit beschäftige.

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Um den ganzen Quatsch mal zu beenden: Hier ist die Mangerkompensation. Einmal auf Schallwand unkompensiert, dann kompensiert. Die Bafflesteppfrequenz liegt unten bei 111 Hz und oben bei 222 Hz.

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Hallo Walter,

 

> Um den ganzen Quatsch mal zu beenden

 

na na also dafür ist das Thema doch etwas zu anspruchsvoll !

 

> Einmal auf Schallwand unkompensiert, dann kompensiert.

 

vielen Dank für die Messungen.

 

stammen die von Deinem System ?

Kannst Du noch etwas erläutern wie sie entstanden sind ?

 

Jetzt noch eine Impulsmessung von beiden Varianten unter 0° und 30°

und aus Quatsch wurde Wissenschaft ;-)

 

> Die Bafflesteppfrequenz liegt unten bei 111 Hz und oben bei 222 Hz.

 

????

( war gerade in Caveman, ich vermute Deine 2000 Worte sind für heute

so gut wie abgebraucht :-))) )

 

Grüße

mm²

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wenn ich nicht irre, dann ist Walter einer der wenigen Entwickler, die sich wirklich eingehend mit dem MSW befasst und ihn nach meiner Einschätzung auch verstanden haben.

 

Die seitlichen Wandler sind in der Tat messtechnisch hinterfragenswert. Allerdings nicht (mehr) für mich - daher geh ich nicht intensiv drauf ein. Ich höre damit und bin davon überzeugt, weil ich beide Konfigurationen gut kenne - allerdings keine Entzerrte mit einem Wandler. Ich sehe - bzw. höre - keine Notwendigkeit, das zu ändern.

 

 

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