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Analogfan

Wie baut man einen Hornresonator?

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Hallo maps,

 

ich spiele mit dem Gedanken mir einen Hornresonator zu bauen um meine Hörraumakustik zu verbessern.

Wer kann mir Tips zum Thema (Berechnung, Bauanleitung, Bild(er) etc.) geben, beziehungsweise von seinen Erfahrungen berichten?

 

Dank im vorraus ;-)

 

Thomas

 

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Hallo Thomas

 

>ich spiele mit dem Gedanken mir einen Hornresonator zu bauen

>um meine Hörraumakustik zu verbessern.

>Wer kann mir Tips zum Thema (Berechnung, Bauanleitung,

>Bild(er) etc.) geben, beziehungsweise von seinen Erfahrungen

>berichten?

 

 

Geimeint ist sicher ein Helmholz-Resonator. Die Anleitung dazu findst Du in einer ältern K & T (vor ca 2 -3 Jahren).

 

Allerdings funktioniert die Geschichte nicht so wie da angegeben.

Zum einen darf das Volumen nicht komplett mit Dämmwolle gefüllt werden. Ein Absorberfunktion stellt sich nur bei einer Füllung von ca 20 % ein.

 

Desweiteren lassen sich die Raummoden nicht hinreichend genau vorausberechnen, weil die Formel von unmöblierten Räumen ausgehen.

 

Die Raummoden (Basspeaks/Dröhnfrequenzen) müssen per stufenlosem Sinusgenerator mit ablesbarer Frequenz am Hörplatz sitzend ermittelt werden.

 

Sind diese dann bekannt, kann nach der obigen Anleitung Volumen und Relexkanal-Dimensionen ermittelt werden. Dabei ist zu beachten, das wiederum die GENAUE Länge der Kanäle noch abgestimmt werden muß. Und zwar in dem man per Sinus-Generator die Dröhn-Frequenz wieder herstellt und die Länge der Kanäle verändert, bis das Dröhnen verschwindet, also von der Falle absorbiert wird.

 

Dabei seht die Falle in der Raumecke neben dem Lautsprecher. Eine zweite Person sollte dabei am Hörplatz sitzen und die Sache auch von da gehörmäßig kontrollieren.

 

Praktischer als mehrere runde BR-Rohre ist eine entsprechend große rechteckige Öffnung. Mit etwas bastlerischem Geschick baut man sich dann ein gewinkekltes Brett, das vorne auf der Wand der Falle aufliegt und der andere Schenkel das Brett für den Kanal bildet, also in die Falle reingeht.

 

Dieses Winkelbrett kann man nun zur Abstimmung verschieben (hoch und runter sozusagen), was den Querschnitt des Refelexkanals verändert/abstimmt.

 

Dabei muß dieses Winkel-Ding aber "Luftdicht" sein, es dürfen also keine Spalten an den Rändern/Auflageflächen sein. Dazu kann man die Ränder usw. jeweils provisorisch mit Klebeband/Fensterdichtband provisorisch abdichten und bei Bedarf trotzdem noch halbwegs einfach den Winkel verschieben und dann z.B. das Klebeband wieder andrücken.

 

Das Abstimmen kann ganz schön dauern, evtl. experimentiert man dabei auch noch mit mehr oder weniger Dämmwolle. Und da man nicht selber geleichzeitig an der Falle abstimmen kann und am Hörplatz sitzen, ist wie gesagt ein zweiter Mann/Frau gut. Auch sollte man die Falle bei Abstimm-Arbeiten nicht zu sehr mit dem Körper "abschirmen".

 

Zudecken des abgestimmten BR-Kanals mit einer Zeitung macht die Wirkung bzw "Nichtmehr-Wirkung" so einer Falle recht deutlich.

 

Wie man per Sinusgenerator-Test rausgefunden haben wird, gibt es sicher mehrer Raummoden für die es jeweils eine eingene Falle zu bauen wäre.

 

Man sollte sich meiner Erfahrung nach auf die jeweils höhere Frequenz festlegen. Und dieses aufgrund folgender Überlegung: Bei Resonanzen von z.B. 80 Hz und entsprechend 40 Hz ist die 80 Hz-Reso die, die den Tiefbass-Bereich überdeckt und nicht zur Gelltung kommen läßt. Die

40 Hz Reso. ist aber wiederum vielleicht sogar ganz "brauchbar", wenn die Tieftöner hier sowieso nicht mehr viel Energie abgeben. Also nutzt man den Equilizer-Effekt der 40 Hz-Resonanz als Bass-Unterstützung!

 

Wenn man diese Fallen geschickt einsetzt, klar sich das Klangbild bedeuted auf weil eben Dröhneffekte verschwunden sind. Und irgendwie nimmt man auf einmal auch viel tiefere Töne wahr als voher, da sie nicht mehr überdeckt sind. Begleitend bietet sich je nach Boxen auch die Verlängerung deren Reflexrohre oder auch deren Verschließen an einer oder beiden Boxen an.

 

Manchmal wird eingewendet, das so eine Falle ja "die Phase" dreht und so Sachen wie "Impuls-Verschlechterung". Ich kann aus eigenen Erfahrungen nur sagen, daß selbst wenn diese Phänomene existieren, der Vorteil eines linearisierten Tieftonfrequenzganges diese eventuellen Nachteile BEI WEITEM überwiegen. Warscheinlich, weil das Gehör diese Phänomene bei in diesem Frequenzbereich sowieso nicht wahrnimmt, das Dröhnunen hingegen schon !! Ist wie beim Autofahren: Will ich fahren, verbrauche ich Benzin, aber ich fahre halt sehr gut.

 

Hoffe Dir bei Deinem Vorhaben etwas weitergeholfen haben zu können.

Ich schaue nochmal, ob ich die K & T noch habe, dann kann ich die Ausgabe-Nr. nennen und Du kannst sie Dir nachbestellen.

 

Grüße erstmal

 

om

 

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Hallo om,

 

vielen Dank für Deine Mühe! Natürlich meinte ich "Helmholzresonator"! Werde mich mal K+T umsehen.

 

;-) liebe grüsse

 

Thomas

 

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Warnhinweis: Es folgen persönliche Hörerfahrungen und Meinungen welche möglicherweise nicht uneingeschränkt übertragbar sind. Personen, die auf ihre Ansichten eine absoluten Wahrheitsanspruch erheben, sollten deshalb NICHT WEITERLESEN! [/font ]

 

Hallo Thomas

[/font ]

Schau mal hier:

 

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=1369524297

 

 

Mit freundlichem Gruß

 

http://home.t-online.de/home/kneller3/c/a_cd18.gif Taedsch

 

 

 

 

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