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wolfman

Industrie, High End Schmiede, Selbstbau und "Tuning"

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Grüß Euch

 

Nachdem es schon kürzere Threads zu diesem Thema gab, möchte ich mal eine kleine Gegenüberstellung machen!

 

Industrie: Ach ja, die so sehr gescholtenen Großen! Wenn ich oftmals die Statements zu deren Geräten lese, möchte ich fast glauben, daß in deren Entwicklungsabteilungen nur Idioten sitzen. Einige vergessen aber deren Möglichkeiten und Vorgaben. Entwickler ohne Ende, alles unter einem Dach. Von der Kondensatorentwicklung bis zu deren Fertigung, vom Halbleiterentwickler bis zur Halbleiterfab (Philips, Sony, Yamaha zwar keine eigenen Halbleiterfabs aber eigene Entwicklung), eigene Laufwerke, Chips von denen andere nur träumen können........ Natürlich werden einige Bauteile die vielleicht besser sind eliminiert da Sie zu teuer sind. Dafür wird sicher nie ein Gerät mit Mängeln die Fertigung verlassen da auch die Qualitätsprüfung überdimensional groß ist. Und dann gibt es Preise mit denen jeder leben kann und die meisten Großen können mit Ihrer Produktpalette jedes Segment abdecken. Außerdem hätten wir ohne die Großen bis heute keine CD, DAT, DVD,.... Wer hätte sonst diese Formate und die ersten Geräte entwickeln sollen?!

 

High End Schmiede: Experten auf Ihrem Gebiet, ohne Frage. Natürlich wird dort getüftelt und versucht den besten Bauteil zu finden! Leider aber auch das nur mit Abstrichen. Auch Sie müssen auf den Preis schauen und es werden auch dort immer öfter Kosten und nicht Qualitätsentscheidungen getroffen. Wenn man in die Geräte schaut, z.B.: CDP, Laufwerk: Philips, Chipsatz: Sony oder Mitsubishi. Vielleicht einige hochwertige Kondensatoren und hochgenaue Widerstände. Die wirklich entscheidenden Elemente stammen aber von den Großen und sind auch dort verarbeitet. Sicher hat jede Entwicklungsabteilung über Ihr Gerät nachgedacht und will das Beste daraus machen, aber oft geht eben nicht wirklich mehr. Am Ende haben wir ein High End Gerät, das sicher super ist. Preis: Ähhhmmmm. Vielleicht doch 60% Gerät und 40% Herstellernamen?! Es steht mir fern dazu ein Statement abzugeben! Enige bauen ja wirklich das Non + Ultra, nur wer hat 100.000€ für eine Anlage in der Tasche?

 

Selbstbau: Ein Segment das sehr schwer einzuschätzen ist! Da gibt es wieder 2 Kategorien.

1.) Der Bastler der Geld sparen will: Welche Entscheidungen wird der wohl meistens treffen? Er versucht es doch meistens irgendwo zwischen Billigbauteil und absoluter Qualität. Von teilweisen Kompetenzproblemen will ich erst gar nicht reden. Hab schon Verstärker von Schreinern gesehen. Über die elektrische Verarbeitung müssen wir nicht wirklich reden!

2.) Der Perfektionist: Erstellt Konzepte. Tüftelt an jeder Lötstellen, an jeder Schraube, an jedem Bauteil. Arbeitszeit spielt keine Rolle, die Hauptsache ist, das Ergebnis am Ende stimmt. Super das es solche Leute gibt. Ich bin mir auch sicher, daß bei solchen Leuten einige Konzepte realisiert wurden von denen der Normalo nur träumen kann. Nur glaub ich, daß man auf diese Art nicht mal einen Cent sparen kann. Wenn man dann noch einen Technikerstundenlohn mitrechnet werden die Kosten sowieso utopisch!!

 

Na ja, ich denk so schauts aus!

 

Wolfgang

 

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Hi Wolfgang,

Deinem Statement ist nichts hinzuzufügen.

Naja, das bei den Großen der betriebswirtschaftliche Faktor schon auch eine Rolle spielt, vielleicht.

 

Ich denke jede Sparte hat ihre Daseinsberechtigung.

 

Sieh mal in den Thread von Plextor. Wer hätte gedacht das die sich mit Jitter und Laserreflektion beschäftigen (und entsprechende Maßnahmen umsetzen!)?

Das war doch bisher nur "Geschwafel der High-Enten"!

 

Nun will wohl keiner ernsthaft Behaupten das sich Plextor um die HIGH-End-Freaks kümmert?!

 

Aber, schwupp, schon wird ein solches Thema Salonfähig!

Und wenn SONY irgendwann in seine CD-Player blaue LEDs einbaut redet kein Mensch mehr davon....

GrußOny

 

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Servus Wolfgang,

 

die großen Firmen mit ihrem enormen Forschungspotential widmen sich natürlich bevorzugt solchen Dingen, die einen großen neuen Markt erschließen. Eine große Firma braucht schließlich genau das: einen großen Markt. Also erfindet man die CD, Dolby Surround, die DVD, etc.

Da steckt ein Riesengeld drin und die Forschung zahlt sich aus.

 

Wieviel steckt wohl im High-End in fizzeliger Kleinarbeit? Das stellt doch im Vergleich z.B. zu der Breitenwirkung der Erfindung der CD gerade mal eine lustige Nische dar.

 

Die High-End-Schmieden setzen sich dort rein. Mit kleinen Stückzahlen und entsprechend hohen Preisen. Nicht alle beherrschen ihr Handwerk perfekt und bauen z.B. Kisten, die sich vor der Zuverlässigkeit einer japanischen Fließbandware verstecken müssen.

 

Ich persönlich betreibe die Bastelei aus reiner Liebhaberei und Neugier. An Geld zu sparen dachte ich nie. Dass ich es besser kann als die Profis, dachte ich auch nie. Ich nehm immer fertige Geräte und tüftel sie im Rahmen meiner Möglichkeiten weiter aus. Der Aufwand steht im Prinzip in keinerlei sinnvoller Relation zum Erfolg, aber darum geht's nicht. Erfolg ist da, und das allein reicht um weiterzumachen.

 

Gruß

Hermann

 

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Hi ,

 

...will objektiv ( messtechnisch ) perfekt ausentwickelte Technik aus den Labors der großen Firmen überhaupt irgend jemand außer Profies hören?

 

Die perfekte Reproduktion klingt ernüchternd langweilig ( ich weiß es ). Da ist nichts Aufregendes, ganz im Gegensatz zu "fehlerbehaftetem" Gerät. Dass klingt doch wirklich zum abfahren ( z.B. eine klirrende Röhre). Hat sich schon mal außer Transi und Werner die Mühe gemacht, und einen Exciter an seine Top-Anlage gehängt...geil, nä?

Tja und wenn es um Sound geht sind dem Spieltrieb,vor allem der "highend-Schieden" und privaten Bastlern, keine Grenzen gesetzt. Leider oftmals mit dem Ergebnis, dass nur 10 % aller CD´s zur Anlage passen und echt geil klingen ( die, die man zum "entwickeln" benutzt hat ) und 90% aller ´CD´s ja sowieso Scheiße aufgenommen sind ( immer die Anderen, grins!! ). Auf einer perfekt reproduzierenden Anlage klingten faktisch nur 10% aller Aufnahmen wirklich schlecht..nicht 90% ( also wer das behauptet sollte mal über eine klangliche Neuaurichtung seiner Soundmaschine nachdenken ).

 

Es stimmt, die großen Entwicklungsabeilungen haben keine Chance, ein perfektes Gerät zu entwickeln, weil es das in den Ohren der meisten Hörern gar nicht gibt. Und das, was unter Berücksichtigung des Kostendrucks entwickelt und produziert wird, trifft leider nur 70% der Geschmäcker ( oder wie würde Stereoplay sagen: 45 von 64 Punkten! )

 

Mit state-of-the-artigem Gruß

 

 

 

 

 

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Guest

LETZTE BEARBEITUNG AM 18-Jan-2002 UM 09:06 (GMT)[p]

http://www.plauder-smilies.de/wave.gif Milli,

 

ich hatte dumols zu meinen wilden zeiten mal (leider nur leihweise) einen exciter zwischen meiner flyingV und dem gnadenlos übersteuerten echolette(schrieb der sich so?) röhrenamp. mit dem ergebnis hassu recht: GEIL

 

dummerweise bin ich gar nicht auf die idee gekommen, das ding an die lala zu klemmen, denn der hat da ja an der wiedergabekette nix zu suchen, so meine scheinbar dumme vorstellung }>. naja, wär ich jez vielleicht auch schon ins ewige high-end-nirwana eingegangen...

 

ach ja. Exciter. ein echter klassiker von Judas Priest *nicht mehr vorhandene matte schüttel*

 

http://www.plauder-smilies.de/party/ylsuper.gif blow your speakers with rock'n'roll http://www.plauder-smilies.de/party/ylsuper.gif

 

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Hi Wolfgang

 

einen wichtigen Aspekt scheinst Du vergessen zu haben.

 

In einigen Jahren CDP-Tüftelei hab ich es geschafft, ein paar Marantze klanglich deutlich über das Niveau ihrer nächst- und nochmal -höheren Stallgefährten zu heben (was mir auch andere HiFi-Freunde bestätigten).

 

Materialkosten für mich als Endverbraucher: höchstens 30 Euro. Übertragen auf eine Massenproduktion zu Industrie-Einkaufspreisen --> geschätzer Produktionskostenaufschlag unter 5 Euro.

 

Warum baut die Industrie ihre Mittelklasse-CDP nicht gleich so??

Weil dann die Luft für die Edelbauteilegräber mit den wirklich fetten Gewinnspannen klanglich seeeehr dünn würde.

 

Im Amp- und LS-Bereich habe ich ähnliche, aber nicht so ausführliche Erfahrungen.

 

 

Mein Fazit:

 

1. Consumer-Geräte werden in der Entwicklung nicht klanglich ausgereizt, sondern so hingebogen, daß sie in die hauseigene Klang-Preis-Hierarchie passen.

 

2. Daraus folgernd: Optimalen Klang fürs Geld bekommt man grundsätzlich nur bei den Spitzenmodellen jedes Herstellers, die sich ja nur mit Konkurrenzprodukten messen lassen müssen.

Viele / die meisten / alle? Geräte unterhalb des jeweiligen Flaggschiffes sind dagegen aus modellpolitischen Gründen mehr oder weniger klang-kastriert :-(

 

 

Gruß Ulf

 

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Hallo Ulf

 

Einige Sachen würde ich noch ein wenig deutlicher herausschälen.

 

"Materialkosten für mich als Endverbraucher: höchstens 30 Euro."

Ich denke, daß viele günstige CD-Player in der Herstellung das nicht mal kosten!

Prozentual betrachtet wäre dann Dein Umbau (falls er denn nur 5€ für den Hersteller kostet)

somit zum Gesamtpreis nicht unerheblich...wenn man es mal von der Seite betrachtet.

 

Mich erinnert das an einen Artikel, den ich mal von einem VW-Manager gelesen habe (sinngemäß):

Es gibt viele verschiedene Sitze für den Golf...würde VW grundsätzlich nur Recaro-Sitze einbauen,

dann wäre das tatsächlich billiger(!), als der günstigste Sitz jetzt kostet!

 

Zu Deinem Fazit:

1. Genau das ist der Punkt! Ich gehe davon aus, daß Einsteigergeräte gezielt verschlechtert werden!

In erster Linie bei der Verarbeitung (Plastikfront), damit es offensichtlich ist

und -in gewissen Rahmen- auch klanglich....nicht nur durch Bauteile-Wahl minderer Qualität.

Ich erzählte hier mal von meinem günstigen SONY CD-Player.

Ich halte es beinahe für unmöglich, daß ein CD-Player so schlecht zu konstruieren ist,

ausser (und da stimme ich Dir voll zu) man macht das mutwillig!

 

2. Naja, Auch das untere Preissegment muß sich mit Konkurrenzprodukten messen lassen.

Insofern wird man es natürlich nicht übertreiben wollen um verkaufsfähig zu bleiben!

Insbesonderen im Höchstpreis-Segment wird sehr viel auf´s "Anfassgefühl" gesetzt.

Ein offensichtliches Unterscheidungsmerkmal verkauft sich bedeutend besser.

Über 90% der Käufer machen sicherlich keine Vergleichstest und geschätzte 95% vermutlich

mit nicht mehr als 3 verschiedenen Geräten (ist ja auch ziemlich schwierig umzusetzen).

 

 

Musikalischer Gruß

http://www.centric-project.de/audiomap/Ball.jpg   Michael

 

 

 

 

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Guest

http://www.plauder-smilies.de/wave.gif Ulf,

 

Warum baut die Industrie ihre Mittelklasse-CDP nicht gleich so??

Weil dann die Luft für die Edelbauteilegräber mit den wirklich fetten Gewinnspannen klanglich seeeehr dünn würde.

 

das ist natürlich totaler quatsch. als ob sich irgendwer bei den grossen nen kopp um irgendwelche garagentuner macht. es geht einzig und alleine um ein niedrighalten der kosten. 5 euro sind bei einigen 10.000 oder gar 100.000 geräten ne menge kohle.

 

 

http://www.plauder-smilies.de/party/ylsuper.gif blow your speakers with rock'n'roll http://www.plauder-smilies.de/party/ylsuper.gif

 

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Hallo Milli

 

Ich glaube damit triffst Du den Kern ziemlich gut!

Zum Thema Studioequipment: Ich habe die Erfahrung gemacht, daß die begeistertsten

Studiogeräte-Freunde in den häufigsten Fällen diesen Bereich kaum kennen ;-)

Das fängt mit dem Aural-Exciter an, geht über "alle Monitore sind perfekt - HiFi ist Betrug und Spielzeug",

"die Verarbeitung von Studiogeräten ist super" zu "Studiogeräte klingen generell besser".

Das sehr viele Konsumergerätehersteller ebenfalls im Studiobereich etabliert sind

(wenn auch oftmals unter anderem Namen) scheint nur die wenigsten zu irritieren :D

 

Dein 10% vs 90% Beispiel für CDs spricht Bände und wird von mir Kommentarlos unterschrieben!

 

 

Musikalischer Gruß

http://www.centric-project.de/audiomap/Ball.jpg   Michael

 

 

 

 

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Hallo Ulf

 

Du hast natürlich recht. Hab nicht wirklich dran gedacht!!

Bestätigt aber andererseits meine These, daß bei den Großen doch keine Vollidioten herumsitzen.

Natürlich müssen Sie den Klang der Kleinen unter das Flagschiff schrauben, sonst hätte das Flaggschiff keine Daseinsberechtigung! Normale Marktwirtschaft eben!

Weiter bestätigt das alles doch, daß sehr viele High Ender keine Daseinsberechtigung haben wenn Du oder ich einen Marantz, Sony, Pioneer,..... mit Standardbauteilen soweit aufmachen können, daß er im Klang den High Endern gleich kommt oder vielleicht darüber hinausgeht!!

 

Wolfgang

 

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Hallo Michael,

 

 

>Insbesonderen im Höchstpreis-Segment wird sehr viel auf´s "Anfassgefühl" gesetzt.

 

 

Hierzu eine Passage aus einer Dissertation über digitale Signalverarbeitung be Lautsprecher, TU Aachen, 1999 :

 

"Es handelt sich bei dieser Klientel (nämlich High-End Anhänger) zumeist um gut verdienende Weinkenner mittleren Alters und ausschliesslich männlichen Geschlechts, die mit grösster Überzeugung engagierte Debatten über die Dispersion von Lautsprecherkabeln, Klangverbesserung tiefgekühlter, grünbemalter oder gar mit einer Metallscheibe beschwerter CDs, Verbesserung von Räumlichkeit und Dynamik der Klangreproduktion durch Verwendung teurer Steckdosenleisten und ähnliche sujets führen. Diese Art des pseudowissenschaftlichen Diskurs wird von den Redakteuren einiger Hifi-Monatsblätter angeführt und geschürt. Es dürfte klar sein, daß der diesen Publikationen hörige Personenkreis weniger von objektiven technischen Daten und tatsächlicher Klangqualität, als vielmehr von der AURA, die ein Audiogerät verstrahlt (und die es sich durch einen entsprechenden Testbericht erst verdienen muss) angezogen wird. Diese zahlungskräftige High-End Szene liesse sich ohne weiteres durch eine optisch modifizierte Version des Digitalkontrollers "Hugo" (mit Hilfe der üblichen Gestaltungsmerkmale wie schwerer verchromte Frontplatte, Wegfall möglichst vieler Bedienelemente und Anzeigen, Anbringung klobiger Gerätefüsse und eines Netzkabels, welches auch einen Herd speisen könnte, vergoldete Schnörkelzüge, Ersetzung der Bezeichnung "Hugo" durch einen aus der griechischen Götterwelt entlehnten Namen...) befriedigen. Versuche, das unmodifizierte 19"-Originalgerät an den reichen Mann zu bringen, dürften wohl nicht von überwältigendem Erfolg gekrönt werden. Hingegen geniessen die symmetrischen XLR-Ein- und Ausgänge in der Welt der scheuen Audiophilen spassigerweise einen hervorragenden Ruf, und die verwendeten DA-Wandler finden sich auch in einigen CD-Playern der "absoluten Überreferenz-Top-Spitzenklasse" wieder."

 

 

Klaus

 

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Hallo nochmal

 

ich denke, man sollte hier das Thema "Tuningfirmen" nicht übergehen.

 

Mein Eindruck: Sie springen auf den herstellerseitig ständig in Schwung gehaltenen Zug

 

"nur viel und teuer kann gut klingen"

 

auf und bieten entsprechende Aufwertungen von Consumer-Geräten an, nach dem Motto

 

"mit wenig Arbeit viele teure Bauteile in die Geräte bringen".

 

Klanglich mindestens gleichwertige Ergebnisse kann man grundsätzlich auch mit preiswerten Teilen (ggf. an anderen Stellen) erreichen.

Aber sowas vermarktet sich natürlich nicht so gut.

 

Zusammengefaßt (für Industrie und Tuningfirmen):

"Die Welt will vera****t werden, also machen wir alle mit, und verdienen uns dabei eine goldene Nase :D :D :D !!"

 

Gruß Ulf

 

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Hallo Ulf,

 

ich denke daß kann man nicht so pauschal sagen.

Ich denke eher die großen Firmen wie SONY usw. lassen die Kunden Ihre Technologie bezahlen.

Die Kleinen und auch Tuner oder besser OPTMIERER nutzen DAS Potential aus, welches das jeweilige Medium bietet.

Von Abzockern kann man nicht sprechen.

Der Klangfortschritt ist entscheidend.

 

"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."

M. GORBATSCHOW

 

 

Gruß

 

Twin

 

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...aber auch Deinen eigenen Beitrag, alter Langweiler!

 

Viele Grüße,

Michael

P.S. LA ist schon länger komplett hier, vielen Dank!

 

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Hi Ulf,

 

>Mein Fazit:

>

>1. Consumer-Geräte werden in der Entwicklung

>nicht klanglich ausgereizt, sondern so

>hingebogen, daß sie in die

>hauseigene Klang-Preis-Hierarchie passen.

>

>2. Daraus folgernd: Optimalen Klang fürs

>Geld bekommt man grundsätzlich nur

>bei den Spitzenmodellen jedes Herstellers,

>die sich ja nur mit

>Konkurrenzprodukten messen lassen müssen.

>Viele / die meisten / alle?

>Geräte unterhalb des jeweiligen Flaggschiffes

>sind dagegen aus modellpolitischen Gründen

>mehr oder weniger klang-kastriert :-(

 

Richtig, den Aspekt der Modellpolitik sollte man nicht unterschätzen. Ich glaube, das spielt durchaus eine große Bedeutung.

 

Viele Grüße,

Michael

 

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Hi Klaus,

 

>Hingegen geniessen die symmetrischen XLR-Ein-

>und Ausgänge in der Welt

>der scheuen Audiophilen spassigerweise einen

>hervorragenden Ruf,

 

was ist denn daran spaßig ?

 

fragt sich

 

Michael

 

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Hi

 

>Die Kleinen und auch Tuner oder

>besser OPTMIERER nutzen DAS Potential

>aus, welches das jeweilige Medium

>bietet.

>Von Abzockern kann man nicht sprechen.

 

IMO kann man von Abzockern sprechen, sobald für einen bestimmten /angepeilten Klanggewinn deutlich mehr gewinnträchtiger Aufwand verkauft wird als eigentlich nötig.

 

Es sei denn, die Firmen werben hauptsächlich mit den implantierten Edelteilen, und nicht mit Klanggewinn :7

 

Kennst Du solche Werbung?

 

Gruß Ulf

 

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Hallo Michael

 

>2. Naja, Auch das untere Preissegment

>muß sich mit Konkurrenzprodukten messen

>lassen.

>Insofern wird man es natürlich nicht

>übertreiben wollen um verkaufsfähig zu

>bleiben!

 

Grundsätzlich sicher richtig.

Aber: die Notwendigkeit zur klanglichen Abgrenzung gegen die eigenen Spitzenmodelle besteht bei jedem Hersteller, der mehr als 1 Gerät einer Gattung produziert.

Daraus entsteht praktisch zwangsläufig eine herstellerübergreifende Klang-Preishierarchie.

 

Die "Feinabstimmung" in diesen Prozessen wird dagegen dem gemeinen HiFi-Volk wohl niemals offenbart werden - ähnlich wie bei einem anderen der letzten großen Rätsel der Menschheit :7:

 

Warum ändern sich die Spritpreise immer innerhalb von wenigen Stunden völlig deckungsgleich an allen

Tankstellen einer Region , obwohl

a) meist 5 große und einige regionale Anbieter beteiligt sind

B) zwischen denen natürlich keinerlei Preisabsprachen erfolgen und

c) die Spritpreise aber je nach Region dauerhaft(!) um 5 Cent oder noch mehr differieren ?

 

Gruß Ulf

 

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Tja mein lieber Ulf,

 

ich denke der Spaß an der Musik und das Erleben von Emotionen, kurz der Spaß an der Sache selbst ist das, was ein Tuning rechtfertigt. Habe es selbst bei meinem PreCD 2000AC und einem MDX 9 durch.

Beim MDX waren es die rauschenden Analogeingänge, die durch meinen Magen- und Leibhändler www.hifi-hallmarkt.de durch entsprechenden Austausch der IC's zu sehr ordentlich klingenden und nicht mehr rauschenden Eingängen optimiert wurden bis zum ZAP-Filter nach dem Ashai-Kasei D/A-Wandler. Seit dem mir jetzt rauschfrei richtig tolle Aufnahmen gelingen bin ich sehr zufrieden, zudem auch der D/A-Wandler an Klangpotential gewonnen hat, lange bevor STEREO dies erkannt hat (hihihihihihi!!!!!!!!!!).

Ich habe jedenfalls nicht das Gefühl einer Abzocke gehabt!!

Ebenso bei meinem PreCD 2000AC. Als ich die Standardkondensatoren gesehen habe, die gegen deutlich bessere getauscht wurden wurde mir eins klar, Mechanik (sprich Frontplatte und Lauferk)sehr gut jedoch sonst Standard. Gott sei dank habe ich dafür nie den vollen Preis bezahlt (hhihihihihi!!!).

 

Vielleicht kannst Du es auch nicht akzeptieren das es Leute gibt die halt solche Verbesserungen finden. Aus meiner Sicht sind die Geräte nie ausgereizt. Laßt doch den Leuten die Freude sich klanglich weiterzubringen.

Spielt Euch doch nicht als Richter über Gut und Böse auf!!!!

 

Übrigens, den Aufwand kann man doch selber festlegen!!!!!!!

 

Gruß

 

Twin

 

"Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben."

M. Gorbatschow

 

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Hi Twin

 

ich bezweifle nicht, daß Profi-Tuning hörbare Erfolge bringt.

Mir geht’s aber ums Preis-Klang-Verhältnis. Dazu 2 Beispiele aus meiner Bastelpraxis am Marantz CD 63:

 

1.

Tausch der OP’s gegen hochwertige Teile (OPA 2137 oder so ähnlich –keine OPA 2604- , Stückpreis damals um 35 DM). Standardprogramm der Tuningfirmen, ist am geöffneten Gerät in ca. 2 Minuten erledigt.

Klanggewinn: enttäuschend, die minimal bessere Auflösung solle mal mit 1 Klangpunkt bewertet sein.

 

Meine Methode: Umbau der Analogfilter auf ein anderes Konzept (LCR) mit zeitrichtiger Charakteristik unter Beibehaltung der Original-IC’s. Materialkosten in der Größenordnung von 10 DM, Zeitaufwand ca. 20 Minuten.

Höreindruck: neben besserer Auflösung auch intensivere Klangfarben, mehr Dynamik, sattere Bässe, größere Raumabbildung usw. Im Vergleich zum OP-Tausch etwa 4 Klangpunkte.

 

2.

Ergänzendes Tuning am Taktoszillator: Austausch des Serienquarzes gegen eine LC-Clock für rund 200 DM. Zeitaufwand: um 3 Minuten.

Klanggewinn: etwas bessere Höhenauflösung, allerdings traten die Höhen gehörmäßig in den Vordergrund, was das Klangbild etwas „dünn“ und penibel machte. Analytikfans mögen dafür wiederum 1 Klangpunkt vergeben.

 

Meine Methode: Aufwendige LC-Siebung der Versorgung des Serienozillators und Bleimantel für den Serienquarz gegen Mikrofonie. Materialkosten: ca. 5 DM, Zeitaufwand: ca. 30 Minuten.

Klanggewinn: tendenziell ähnlich wie bei den LCR-Filtern, subjektive Bewertung mit ca. 3 Klangpunkten.

 

 

Vielleicht verstehst Du jetzt, warum ich die gängigen Angebote der Tuningfirmen zumindest in puncto CDP-Tuning nicht als klangoptimiert, sondern eher als profitoptimiert einschätze ?

Gemessen an dem, was sich für mich als machbar herausgestellt hat, erscheint die Bezeichnung „Abzockerei“ zumindest für ein Teil der Angebote also nicht als völlig daneben.

 

Aber vielleicht muß das so sein, sobald jemand mit sowas zuverlässig Geld verdienen will. Begünstigt wird das Ganze natürlich durch die potentielle Abneigung der meisten Leute, einen erheblichen Teil des Gesamtpreises für „sauteure“ Arbeitszeit abzudrücken.

Wenns statt viel Arbeit viel edle Bauteile fürs Geld gibt, ist das Ganze wohl (auf unterbewußter Ebene) ein „besseres“ Angebot, das auch bereitwilliger angenommen wird: die Edelteile sind ja was handfestes, das man auch nachher noch im Gerät sehen kann, während Arbeitszeit eher als notwendiges Begleit-Übel gilt, das sich der (späteren) optischen Überprüfung entzieht und daher immer den Beigeschmack hat „hier kann ich relativ leicht über den Tisch gezogen werden“.

 

Womit wir wieder bei einer schon genannten Einsicht wären, hier mal anders ausgedrückt: Verkaufe den Leuten das was sie haben (und sehen!!) wollen – dafür kannst Du ihnen bedeutend leichter das Geld aus der Tasche ziehen, als für sachbezogen optimale Lösungen.

 

 

Gruß Ulf

 

 

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LETZTE BEARBEITUNG AM 20-Jan-2002 UM 12:03 (GMT)[p]Halo Ulf!

 

ich denke die Zeiten die Du da so toll hingeschrieben hast sind utopisch. In 2 Minuten ist es sicherlich noch keinem gelungen ein Gerät wie den Marantz CD 63 aufzuschrauben, Hauptplatine abzuschrauben, IC`s auszulöten, IC`s einzulöten, Hauptplatine wieder festschrauben und Gehäusedeckel wieder festzuschrauben.

Auch eine L-clock XO ist nicht in 3Minuten montiert wenn es ordentlich gemacht wird. da fallen mindestens ebeso viele Arbeitsscritte wie oben gezeigt an, zusätzlich sollte die

L-clockXO noch ordentlich montiert sein. Selbst dann Anreißen von2 Bohrungen brauch eine gewisse Zeit ebenso das Bohren selbst. Aber vielleicht hast Du den Laserblick und alles ist in Null Komma nichts passiert.

Soll`s ja auch geben.

Übrigens 2137 hat es nie gegeben. Übrigens würde ich Dir eine andere OP Bestückung empfehlen.

 

Nimm`s nicht so schwer, aber trotzdem denke ich, wenn jemand ordentliche Arbeit leistet und dafür eine entsprechende Garantie gibt, dann ist es legitim diese Arbeit auch zu bezahlen.

iesen Anspruch hat wohl auch jeder in seiner Arbeitswelt, es sei denn Ihn interessiert seine Arbeit nicht.

Denn es geht ja um den Spaß an der besseren Musikwiedergabe.

 

Übrigens der Quarz in Deinem CD 63 hat eine Genauigkeit von 650ppm und der in einer L-clock von 2ppm.

 

gruß

 

Twin

 

 

 

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Hi

 

>ich denke die Zeiten die Du

>da so toll hingeschrieben hast

>sind utopisch. In 2 Minuten . . .

 

Schon klar, aber ich schrieb "am geöffneten Gerät". Damit war jeweils die Netto-Lötzeit an der Platine gemeint.

CDP zerlegen und wieder zusammenschrauben fällt ja immer an (und kann statt vom Löter himself ggf. auch von "billigen" Hilfskräften erledigt werden, was die Lohnkosten pro OP-getuntem getuntem Gerät in einer Firma erheblich drücken würde).

 

 

>Übrigens 2137 hat es nie gegeben.

>Übrigens würde ich Dir eine

>andere OP Bestückung empfehlen.

 

Ich weiß die Nummer nicht mehr genau. Hab aber auch mehrere andere Typen bis etwa 10 DM/Stück probiert - klanglich alles Peanuts gegenüber dem anderen Filterprinzip.

 

>Nimm`s nicht so schwer, aber trotzdem

>denke ich, wenn jemand ordentliche

>Arbeit leistet und dafür eine

>entsprechende Garantie gibt, dann ist

>es legitim diese Arbeit auch

>zu bezahlen.

>iesen Anspruch hat wohl auch jeder

>in seiner Arbeitswelt, es sei

>denn Ihn interessiert seine Arbeit

>nicht.

>Denn es geht ja um den

>Spaß an der besseren Musikwiedergabe.

 

Einverstanden.

Aber trotzdem: Über andere "unübliche" Wege sind IMO (zumindest teilweise) erheblich bessere Klangergebnisse bei geringeren Materialkosten zu erreichen.

 

 

>Übrigens der Quarz in Deinem CD

>63 hat eine Genauigkeit von

>650ppm und der in einer

>L-clock von 2ppm.

 

Meinst Du damit den (IMO hörbaren) Jitter oder die (IMO in dieser Größenordnung völlig unerhebliche) permanente Abweichung zwischen mittlerer Soll- und Istfrequenz?

 

Das Jitterproblem glaube ich durch meine Billiglösung nämlich deutlich hörbar entschärft zu haben - und zwar offenbar wirksamer als mit der L-Clock.

 

Gruß Ulf

 

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Beste Grüsse

 

Viele Menschen würden eher sterben, als damit anfangen, zu denken.

BERTRAND RUSSELL

 

Es gibt Dinge, die sind so falsch, daß noch nicht einmal das absolute Gegenteil richtig ist.

KARL KRAUS

 

 

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