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HiFi Heimkino Forum
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Thomas D

CD vs. MP3

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Hallo Leute!

 

Hab grad die neue "PC-Welt", Ausgabe 10/2000 aufgeschlagen. Da gibt's einen ganz interessanten Testbericht. Und zwar Hörvergleich zwischen CD und MP3!

Die haben das offensichtlich ganz gründlich durchgezogen was die Testverfahren und die Testanlage betrifft.

Anlage:

CD-Laufwerk: Mark Levinson No.37

D/A Wandler: Mark Levinson No.360s

VorVS: Mark Levinson No. 380s

Endstufe: Mark Levinson No. 336

LS: Sonus Faber Amati Hommage.

(Horst: deine Rondas sind man zwar im Bild, gehört haben sie damit aber leider nicht. Der Bericht ist trotzdem interessant.)

 

Hab jetzt grad nicht so viel Zeit, sonst würde ich das Ergebnis hier verkürzt beschreiben. Bitte um Info, wer die Zeitschrift nicht hat, dann schreib ich am Montag noch einen kleinen Bericht. Ansonsten: Der Bericht ist lesenswert.

 

Schöne Grüße

Thomas

 

 

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Hallo thomas,

noch habe ich pläne auf mp3 zu archivieren.

so ist dieser bericht auch interessant für mich.

vielleicht bleibt mein dvd-mp3-player irgendwann

länger als 3 tage ganz, um nicht nur auf meine soundblaster live mp3 zu hören....

mfg ralf

 

 

 

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Servus Ralf,

 

also, ich versuche das Ganze mal kurz zusammenzufassen:

 

Den Hörtest von PC-Welt machten 3 Personengruppen:

1 x Personen, die eher selten Musik hören

1 x Personen, die gerne und häufig Musik hören

1 x HiFi-Puristen (High-Ender)

 

Ergebnisse:

1. Die Testhörer konnten insgesamt nur 50 % der vorgegebenen Lieder korrekt zuordnen.

2. Die geübten Ohren der HiFi-Puristen konnten MP3-Songs und Orig.-CD-Lieder mit einer Trefferquote von 68 % deutlich besser identifizieren als die "normalen" Hörer.

3. Bei eher dumpf klingenden Musikstücken arbeitet die MP3-Komprimierung sehr gut. Bei ruhigen Musikstücken mit geringem Hochton- oder Impulsanteil ist MP3 eine klangliche Alternative.

4. Bei klassischer Musik vernichtet die MP3-Kompression wohl zu viele musikalische Feinheiten: 57% der normalen Hörer und 75% der HiFi-Fans fischten die MP3-codierten Stücke heraus.

 

Noch ein paar Zitate aus dem Bericht:

"MP3 ist überraschend gut. 1.Beobachtung: Die Erkennungsrate war nicht höher, wenn wir vorab das CD-Original präsentierten. Es spielte auch keine Rolle, ob der CD-Player oder der PC das Testsignal lieferte. Die Erkennungsrate hing vielmehr von den Musikstücken ab. Beispielsweise war die Fehlerquote beim sehr dumpf aufgenommenen "A small victory" der Gruppe Faith no More hoch. ... Bei Musikstücken mit kräftigen Impulsen, die grundsätzlich hochtonreich sind, konnten die Testpersonen ausgesprochen gut zwischen MP3 und CD unterscheiden. Beispiele dafür waren "Paranoimia" von Art of Noise und "Water of love" von Dire Straits."

 

"Die MP3-Kompression kommt also mit Schlaginstrumenten, die ja prinzipiell hochtonreiche Impulse erzeugen, nicht so gut zurecht."

 

"Musikkenner hören besser. Diese Fraktion war im Schnitt klar treffsicherer als die normalen Musikliebhaber. Und gestattet man einem Puristen, die eigene Anlage zu nutzen, wird es eindeutig: bis zu 90% Erkennungsrate sprechen klar gegen MP3."

 

 

Ist das für dich soweit aufschlussreich?

 

Gruß

Thomas

 

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Hi Thomas,

 

Mit welcher Datenrate und welchem Encoder wurden denn die Stücke komprimiert? Das ist eigentlich das Ah und Oh jedes Hörtests.

 

Denn Ranas Test hat ebenso wie der in der ct gezeigt, daß bei 256 kBit/s und einem guten Encoder meist Feierabend für jegliche "Klangunterschiede" ist.

 

Ich würde auch gerne nochmal was zur Auswertung wissen, ich werde mir den Test nachher mal kaufen.

 

mfG

 

Malte

 

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Hallo Thomas,

 

ich glaube, es gibt wenig Disput darüber, dass niedrige Bitraten bis 64 kbps es relativ problemlos erlauben, Unterschiede auszumachen. Ebenso hat die c't vor Längerem in einem guten Testsetting schon sehr schön gezeigt, dass ab 256 kbps zwar einige Edelohren (nein, keine HaiEnten, sondern Tonmeister) durchaus noch teilweise feine Unterschiede heraushören im direkten Vergleich, dass aber eine Zuordnung zur Quelle (CD vs. mpeg) nicht mehr möglich ist. Nach meiner Erfahrung ist bei einem guten Encoder (Fraunhofer modified) ab 192 kbps auch bei klassischer Musik eine hervorragende Qualität möglich.

Was für Bitraten wurden in dem PC-Welt Test verwendet, und welcher Encoder/Decoder?

Beste Grüsse

 

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Hey Malte :D

 

Ohne groß auf die Sache ansich einzugehen:

 

Kannst Du Dir bei Downloads denn auch immer aussuchen in welcher Bitratte (nehme wohlwollend zur Kenntnis das tatsächlich nun öfter mal was in 160KBits komprimiert wird) und mit welchem Coder in welcher Einstellung komprimiert wurde?

Wo sind wir denn inzwischen - Bei VeryXtraSpecialHigh²?

 

Sicher geht man natürlich mit 1,5MBits....das ist garantiert :D

 

 

Belustigter Gruß

 

      Michael

 

http://www.centric-project.de/forum/centric.gif

 

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Mann, ich und Technik. OK.

Hab noch mal nachgeguckt:

Die Datenrate betrug, Zitat: "die im Internet üblichen 128 Kbit/s"

Encoder: Zitat: "Die Musikauswahl konvertierten wir zunächst mit MusicMatch Jukebox direkt von Musik-CD ins MP3-Format. Musikmatch Jukebox setzt ab dieser Version den anerkannt besten MP3-Encoder ein, entwickelt vom Fraunhofer-Institut...."

 

Deiner Frage genügend Rechnung getragen?

 

Gruß

Thomas

 

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Hallo Rob :D

 

Wir beiden haben über das Thema ja noch nicht diskutiert.

Da Du unter all´ den Neueinsteiger mein erklärter Favorit bist,

werde ich mal leidenschaftlich einen mit Dir ausklönen, wenns recht ist :D

 

Was hältst Du denn von Deinem persönlichen Praxistest (alles andere ist eh Wurst)?

Einfach mal 50 Stücke vom Netz ziehen und sich mal ein wenig von der Realität überzeugen lassen.

Die theoretischen Möglichkeiten würde ich insbesondere Fraunhofer nicht absprechen.

Die Wirklichkeit zeigt aber, daß konkret moderne Musikstücke vom Netz gezogen oftmals zum Plombenziehen klingen.

Hier hilft mir doch (Ausnahme wäre ralf beim Archivieren) die theoretische Möglichkeit brauchbare Stücke herzustellen einfach garnix!

Ich finde übrigens nichtmal das Klassik besonders schlimm ist....wie der Vorredner schon so schön gesagt hat, bricht MP3 (auch bei höheren Auflösungen) bei Drums zum erbrechen ein.

Einige Downloads klingen so, als ob der Anbieter auf der Flucht vor dem Teufel mit dem miesesten Müll ultraschnell komprimiert hat.

Bringt uns da sinieren über 320KBits denn wirklich weiter?

 

Aber ich sagte ja schon an anderer Stelle....ich scheine nicht Durchschnittskompatibel zu sein ;-)

 

 

 

 

Musikalischer Gruß

 

      Michael

 

http://www.centric-project.de/forum/centric.gif

 

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Hi Tranci,

 

bin leider im Moment sehr in Eile, deshalb fasse ich mich kurz:

Die mpegs aus dem Netz sind oftmals lausig; schlechter Encoder, Pegel zu niedrig oder übersteuert, teilweise fehlen einige Nulldurchgänge einfach usw. Es scheint mir aber einen Trend zum Besseren zu geben...

Für mich ist es interessant, zu wissen, welche Bitraten unter optimalen Bedingungen vertretbar sind. Habe momentan MiniDisc im Auto und würde gerne auf eine mpeg-System wechseln. Fürs Auto erscheinen mir schon 128 kbps absolut ausreichend (es sei denn, man hört oft auf einem ruhigen Parkplatz :-)), daheim habe ich mir für meinen DVD-Player mit Decoder mpegs mit variablen bitraten zwischen 160-320 kbps gebrannt, die für mich gut klingen. Einen konkreten A/B-Vergleich habe ich bisher nur mit einem Stück gemacht, da war ab mind. 128 kbps bei variabler bitrate und 192 kbps bei fixer bitrate allles o.k.... Hast Du mir ein Beispiel, wo mpeg versagt? Kannst Du mir vielleicht eine kurze .wav davon schicken?

Bei ATRAC ist bekannt, dass bestimmte Recorder reproduzierbare Artefakte machen, die aber bei anderen nicht auftauchen und für die Praxis nicht allzu relevant erscheinen - CD im Auto ist für mich wie HighEnd auf dem Klo...

Beste Grüsse

 

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Hallo Rob :o)

 

Dafür das Du in Eile bist und Dich kurz gefasst hast kann man ganz zufrieden sein *grins*.

 

Freut mich das Du auch erkannt hast, das die übl(ich)en Downloads kaum zu ertragen sind.

Tatsächlich wäre zum archivieren natürlich die Möglichkeit brauchbarer Wandlung interessant.

Sehe ich das richtig das Du auch einen Yamakawa hast?

Damit wäre dann gleich die Frage nach RGB geklärt....die alten Modelle (713/715) haben kein RGB, nur Composite und S-Video.

Allerdings ist damit auch die Frage nach der höchstmöglichen Qualität geklärt *grins*.

Variable Bitraten können alte Yamakawas übrigens Fehlerlos erst nach ROM-Update - wurde das bei Dir schon gemacht?

 

Ich benutze seit ewigen Jahren CD im Auto...die Geräte sind saugünstig und eine CD ist in weniger als 10min gebrannt :D

MD kam da für mich demzufolge nicht infrage, zumal ich es nicht wiederbeschreibbar brauche.

Bei -,99 Pfennig ist es mir schon zuviel Mühe die CD-R wieder aus dem Auto zum Brenner zu tragen *g*

Wenn Du mal ein paar Stücke gegrabbed und dann in brauchbarer Qualität gewandelt hast, dann wirst Du wissen was echtes Leid ist.

Selbst auf einem 600er finde ich das wandeln unerträglich langsam!

Nunja...muß jeder selbst wissen...

 

Es gab mal einen Versuch von Rainer ein Stück meiner Wahl zu wandeln (allerdings in den üblichen 128KBits).

Aus meiner Sicht fiel er erwartungsgemäß aus.

Ein .wav möchte ich nicht bereitstellen...macht vielleicht ein anderer für Dich?

Das Resultat zu besagtem Stück kannst Du aber von meiner Hompegage downloaden:

http://www.centric-project.de/sounds/drumit.mp3

 

Musikalischer Gruß

 

      Michael

 

http://www.centric-project.de/forum/centric.gif

 

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Hi Tranci,

 

Yamakawa - nie gehört! Als echter HaiEnter höre ich mit Roadstar, feinste Ostasienqualität - die gab es wohl nur in der Schweiz. Ist übrigens intern ein IDE-DVD-ROM mit kleinen Netzteil und einer Dekoderplatine (mpeg, Dolby Digital usw... - deshalb ist dem Kerlchen auch das Länderbit herzlich egal).

Tja, als ich mit MD anfing, gab es nur 2-fach Brenner, und die Rohlinge waren noch recht teuer...ich finde, eine MD lässt sich im Auto,zumindest ab 250 km/h, auch einfacher wechseln als eine CD, und ein 8x oder 10x Wechsler ist bei meinem unsteten Wesen zur Befriedigung des gerade aktuellen Musikwunsches nicht ausreichend :-). (Jaja, von Panasonic gab es einmal ein 50x - dann würde aber bei mir gar nichts mehr in den Kofferraum passen...)

Von dem Fraunhofer Codec gibt es eine gecrackte Version, deren Maschinencode wohl noch etwas optimiert wurde; damit geht das kodieren noch etwas schneller. Ich lasse so etwas bei mir einfach im Hintergrund laufen (400er mit 256 MB RAM und SCSI für alle Massenspeicher), dann ist das kein Problem :-)...

MD hat noch einen Vorteil: bei SwissAir war bis vor kurzem CD verboten, ich hatte halt immer einen "Walkman" in der Hosentasche :-)

Beste Grüsse

 

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Reh Rob :D

 

Roadstar ist wohl ebenso wie Yamakawa ein "Raid" :D

Zumindest via Internet gabe es den auch hier...wie auch SEC und wie das Zeug so heißt!

Rohlinge waren damals tatsächlich noch ein wenig teuer, zu der Zeit habe ich hauptsächlich DAT benutzt.

Auch den Fraunhofer kann man in mehreren Geschwindigleiten zum berechnen einstellen...dann wird da Lage aber natürlich noch schlimmer..das meinte ich an anderer Stelle mit:

"Wo sind wir denn inzwischen - Bei VeryXtraSpecialHigh²?"".

Wenn man es im Hintergrund macht ist das aber tatsächlich erträglicher...allerdings könnte man dann auch 4x soviele CDs im Hintergrund brennen *grinsDiabolisch*

Ich hatte MD hauptsächlich für Vocals und schnellen Zugriff auf Samples zum Vorhören genutzt.

Hat schon seine Vorteile...keine Frage.

 

Leider muß ich Dir rückblickend sagen, daß Du die Gelegenheit ungenutzt verstreichen liesst mich zu demütigen und sämtliche meiner Aussagen als Quatsch abzutun :D

 

Hat schon seinen Grund warum ich gerne mit Dir klöne!

 

 

Musikalischer Gruß

 

      Michael

 

http://www.centric-project.de/forum/centric.gif

 

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Hi Michael,

 

ja, es stimmt, eine einmalige Chance zum Treten und verbalen Demütigen verpasst... Ich habe meinen Spass allerdings heute schon im thread "Dämpfung" gehabt :-); nachdem ich kürzlich dem bunten Harlekin schon einen bösen Kommentar wg. Bose Livestyle zugemutet habe, konnte ich mehr Gemeinheiten vor meinem zarten Gewissen nicht verantworten.

"Roadstar" hat noch den Vorteil, dass das Gerät relativ schwer ist und somit ein hervorragendes Wurfgeschoss abgibt (war neulich kurz davor, als die Mühle es nicht geschafft hat, "Ronin" abzunudeln). Ausserdem hat garantiert keine All-in-one Fernbedienung die Codes an Bord; habe das Bürschen mühsam anlernen müssen - dafür war der Preis für so einen konservativen Sack, der eigentlich von DVD nix wissen wollte, unwiderstehlich...

Also, wenn ich behaupte, mpeg ist ab 192 kbps ein gutes Verfahren, dann meine ich natürlich die Kodierung in der höchstmöglichen Qualität -das ist dann nur als batch run praktikabel, führt aber zu für mich ausreichenden Ergebnissen.

Freut mich auch, mit Dir zu schnacken!

Beste Grüsse

 

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Hi Rob :D

 

Nun da habe ich ja Schwein das Du mich nciht geschlachtet hast!

Als ich hier mal anfing war MP3 das Reizwort und wurde Gruppendynamisch heilig gesprochen :D

Inzwischen bröckelt da ein wenig die Fassade...ist mir eigentlich auch egal.

 

Der Yamakawa hasst in der Ursprungsversion auch Matrix und enhanced weiterhin zB Johanna von Orleans und einige andere Filme...

 

Aber wie Du schon sagst: Zu dem Preis...Code- und Macrovisionfree & MP3.

Was will man da klagen???

 

Vielleicht können wir uns mal bei anderer Gelegenheit die Köpfe einschlagen?

Melde Dich, wenn Du mal so richtig schlecht drauf bist *grins*

 

 

 

 

Total herzlicher Gruß

 

      Michael

 

http://www.centric-project.de/forum/centric.gif

 

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Als jemand, der bisher rund 6000 Songs mp3-codiert hat, denke ich, dass ich bei dem Thema ein wenig mitreden kann :-)

Wohlgemerkt: Ich bin NICHT bei Napster aktiv ;-) Mich hat einfach nur die mp3-Technik gereizt und tut es immer noch und ich betrachte es als Herausforderung, mit so geringer Bitrate wie möglich ein möglichst gutes Kodierergebnis zu bekommen. Ich versuche es daher erst immer bei 128 Kbps, bevor ich höher gehe.

Ich fühle mich derzeit in der Lage, bei 128 kbps fast jede MP3-Kodierung klanglich zu erkennen. Es gibt keinen Song, den man bei 128 perfekt kodieren kann, irgendwie merkt man es immer. Man kann nur sortieren in "akzeptabel" und "nicht akzeptabel".

 

Ich habe bisher 7 verschiedene Encoder ausprobiert. Da es nur 3 verschiedene Kodiermethoden gibt, war besonders interessant, wie verschieden die Encoder arbeiteten, die mit dem gleichen Codec zu Werke gehen. Fraunhofer ist zum Beispiel nicht gleich Fraunhofer.

Den von der oben genannten Computerzeitschrift verwendeten Encoder "Musicmatch Jukebox" zum Beispiel habe ich auch schon mal angetestet und ich ziehe nach wie vor den original Fraunhofer "MP3 Producer" vor - er liefert ganz einfach bessere Resultate (und ich habe das Gefühl, dass es mit dem Batch-Processing noch besser geht, kann ich mir aber auch einbilden). Es scheint nicht nur am Codec an sich zu liegen, sondern auch an der Kodierungssoftware, in die es eingebunden ist. Dabei habe ich eine Erfahrung gemacht: Je schneller die Kodierung ist, desto schlechter ist auch das Ergebnis.

Einzige Ausnahme: bei der absolut höchsten Qualitätseinstellung (Stufe 9) des mp3-Plugins von Cool Edit pro (ebenfalls Fraunhofer) schlägt das Ergebnis wieder um und es entstehen starke Ringing-Geräusche. Allerdings: Wenn das Lied mit dem "normalen" Fraunhofer nicht befriedigend kodierbar war, dann geht es merkwürdigerweise mit dem CE-Plugin meistens sehr viel besser...

 

Kodierresultate mit anderen Codecs, wie z.B. Xing, sind bei 128 so grausam schlecht, dass ich sie sogar im Auto in meinem Diesel bei 160 auf der Autobahn mit offenem Dachfenster und über die Werkslautsprecher von VW noch als mp3 erkenne... Das ist dann auch die von Michael erwähnte "Internetqualität" - nur Hörbehinderte können da eigentlich nix dran aussetzen.

Mit variabler Bitrate ist der Xing zu gebrauchen - allerdings auch nur ab der Stufe normal/high. Allerdings nehme ich VBR nur, wenn wirklich alles andere versagt hat.

 

Oldies und mp3 ist auch so ein Thema. Alles, was rauscht, bringt mp3 gehörig aus dem Tritt. Bestimmte Halleffekte ebenfalls, außerdem habe ich das Gefühl, dass die Kodierqualität schlechter ist, wenn ein Song irgendwie digital nachbearbeitet wurde. Der Hochtonbereich und die Impulse wurden ja schon angesprochen.

 

Ab 256 Kbps sind die Unterschiede zum Original in den meisten Fällen vernachlässigbar. Nur ein direkter Vergleich zwischen Original und Kodierung offenbart da meistens geringe Nuancen. Interessant übrigens in diesem Zusammenhang und nice to know, dass mp3 erst ab 256 Kbit im "Vollstereo" kodiert, vorher macht es aus gleichlauten Signalanteilen aus beiden Kanälen ein Monosignal. Das erklärt meines Erachtens auch, warum man bei 192 kbps oft noch mp3-typische Schwächen (Ringing-Noise) mitkriegt, ab 256 aber nicht mehr.

320 kbps sind nur noch was für Leute mit absolutem Gehör oder so... Oder man hat ein Musikstück gefunden, das derartig fies und gemein ist, dass es selbst bei 320 noch nicht kodierbar ist.

 

Die Masse der bei 128 kbps mit dem Fraunhofer-Encoder produzieten mp3's kann man aber problemlos auf normalen HiFi-Boxen anhören, ohne zu merken, dass es sich um mp3 handelt. Nur wenn man es wirklich bewußt drauf anlegt und mit Hilfe eines Kopfhörers bewußt lauscht, fallen einem die Unterschiede oft erst auf.

Das ist sozusagen das Fazit aus 3 Jahren aktiver Kodiertätigkeit...

Nochmal für die Statistik-Freaks ein paar Zahlen, die einen meines Erachtens repräsentativen Querschnitt bilden dafür, wie es um die generelle Kodierfähigkeit von Musikstücken bestellt ist:

 

Derzeit befinden sich auf meinem Rechner 2334 mp3-Dateien.

 

Davon sind kodiert in:

 

96 kbps: 3

112 kbps: 3

128 kbps: 2013

160 kbps: 77

192 kbps: 23

256 kbps: 76

320 kbps: 5

Variabel: 134

 

http://www.sandranet.com/~laserman/DerFrankie.jpg Der Frankie

 

P.S.: Die simpelste aber auch härteste Methode, um die meisten Probleme mit mp3 zu vermeiden, ist ein rigoroser Cut bei 15 KHz.

 

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Guten Abend Frankie,

deinen bericht habe ich geradezu verschlungen!

Ich habe, mit Trancemeisters Hilfe und Rainer

Halstenbach' Hilfe, den Encoder Musicmatch

genauer unter die Lupe genommen.

Da ist es möglich beim Fraunhofer-Encoder 3 Stufen

einzustellen. Die mittlere ist die klanglich beste. 'very high' verursacht erstaunlicherweise ringung oder ähnliches.

is auch gut so, das encoden auf der höchsten stufe dauert ewig...

 

noch eins: klanglich konnte ich kein zugewinn

bei 320kbit im vergleich 256kbit heraushören.

waren bei beiden einstellungen noch rest-artefakte auszumachen. wobei ich betonen muß:

nur bei trancemeisters 'drum it' habe ich die artefakte herausgehört, leicht und sicher bei

entsprechender lautstärke...}>

 

die anfälligkeit für rauschen muss ich noch

untersuchen. aber im moment interessieren

mich eher 'magische Augen'.....:*

mfg ralf

 

 

 

 

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Eines habe ich noch vergessen: Wenn der Toning. auf die Idee gekommen ist, mitten im Lied die Phase zu drehen oder die Phasen der Kanäle gegeneinander arbeiten zu lassen, tilt der Fraunhofer bei allen Bitraten unter 256 kbps vollständig ab, dann bricht er total zusammen.

 

Einen schönen Effekt dieser Art gibt es in dem letzten Stück auf dem Album "Dancing with the Lion" von Andreas Vollenweider, genannt "Ascent from the Circle". Kurz bevor das Stück ausklingt, werden die Phasen verdreht, so dass die Musik plötzlich hohl, leer und diffus klingt. An dem Punkt kollabiert die ansonsten problemlose Kodierung.

 

http://www.sandranet.com/~laserman/DerFrankie.jpg Der Frankie

 

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Hi Frankie,

 

stimme Deinen Ausführungen grundsätzlich zu, allerdings: "nur Hörbehinderte können da eigentlich nix dran aussetzen." - eben genau das nicht!!! Für den theoretischen Fall, dass jemand einfach eine linear höhere Hörschwelle hat, muss er seine Anlage nur weiter aufdrehen. Die meisten Menschen haben aber typischerweise eine Hochton- oder Präsenzschwäche, oftmals auch nur auf einem Ohr, mit dem witzigen Effekt, dass sie Anteile eine hochfrequenten Nutzsignales (Crashbecken etc.) nicht hören, wohl aber das herauf- und dann wieder herunterstimmen der Filterbänke (ähnelt einem flanging). mpeg-Kodierung wurde eben definitiv unter Nutzung von Eigenschaften des normalen Gehöres entwickelt und taugt - im Gegensatz zu verlustfreien Kompressionen und linear PCM - nicht für Menschen mit starken Hörschäden.

Am Anfang der CD-Aera hatte ich das Gefühl, es entsteht ein neuer Typ Hörer, der CD-verwöhnt hochsensibel auf Rillenrauschen und Knackser reagiert, sich aber an grottenolmschlechten Mischungen nicht stört - vielleicht ist das mit mpeg bei niedrigen bitraten ähnlich: solange einigermasse rauschfrei, ist der Rest wurscht?

Ich persönlich finde eigentlich ab 192 kbps oder variablen bitraten in hoher Qualität keine signifikanten Unterschiede...

Beste Grüsse

 

 

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Hi Rob

 

Besagtes zu MP3 finde ich sogar ziemlich einleuchtend.

Natürlich meinte Frankie damit nicht "wirklich" Hörbehinderte...würde ich zumindest denken :D

 

Die CD-Ära hat sicherlich für viele Puristen einen starken Einschnitt in die Hörgewohnheiten gebracht.

Erstaunlicherweise aber eher umgekehrt: Röhren und Vinyl-Fans lebten auf.

Im Studiobereich wurde Digital natürlich dankend angenommen, weil hier die Referenz direkt vergleichbar war.

Allerdings gab es zum Beginn des Digitaleinzugs im Studio auch drastische Probleme mit den neuen Möglichkeiten.

Sämtliche Angewohnheiten zur Kompensierung von prinzipbedingten Problemen der Analoggeräte mußten strikt abgelegt werden (nein, eine LP wird nicht unkomprimiert, mit linearem Frequenzgang und ohne Kanalschummeleien premastered) und das "vorhalten" mit zB Effektgeräten fiel weg, wie auch einige Grundregeln für die Dynamikmischung.

Hieraus resultierten hunderte wirklich mies gemischter CDs - insbesondere, wenn sie von den speziell angefertigten Vinylmastern zurückgebogen wurden!

Es gab damals übrigens nicht wenig Leute, die die höhere Dynamik der CD als "nervig" beschrieben.

 

 

Musikalischer Gruß

 

      Michael

 

http://www.centric-project.de/forum/centric.gif

 

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Hi Tranci,

 

ja, Röhrengeräte sind wohl momentan sehr angesagt im Studiobereich. Wenn man dann die Schaltungen anschaut, merkt man oft, dass diese höchst seltsam betrieben werden, ein Hochspannungsnetzteil fehlt, und die eigentliche Signalverstärkung findet im Wesentlichen mit Transistoren/OpAmps statt. Ich bin ein grosser Röhrenfan für Gitarrenamps; im Studiobereich kriegt man m.E. hervorragende Ergebnisse mit röhrenfreien Geräten hin... Natürlich bedingte die Umstellung auf digitale Aufnahme- und Wiedergabemedien eine gewaltige Umstellung, im übrigen auch für Musiker (z.B. Anblas- und Klappengeräusche bei Querflöte, Saitenqietschen bei Guitarre usw. gingen früher meist gnädig im Rillenrauschen unter...)

Die hohe Dynamik der CD wird ja nur bei Klassik, z.T. Jazz genutzt, und da finde ich es nicht nervig, aber es macht z.B. fürs Auto durchaus Sinn, das Zeugs etwas zu komprimieren, damit die leisen Passagen nicht im Grundlärm untergehen...

Beste Grüsse

 

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Hallo Rob

 

Ich sehe wir reden über die gleiche Sache.

Auf CD Produktionen hört man auch weit problemlematischer ob ein Gate/Xpander schlecht eingestellt ist, Fader nicht zurückgenommen werden, Mutes knacken, minderwertige Hallgeräte shattern und und und.

Die tatsächlich realistischeren Anblaßgeräusche, Seitenschlirfen, atmen oder typischer Oxyknacks bei Hammond, wie auch bei schnellen Hüllkurven bei Synths halten einige für störend bzw fehlerhaft :D

 

Von Röhren halte ich auch nicht sonderlich viel, wobei ich nichts dagegen habe.

Inzwischen leben ja Bandsättigungseffekte, Röhrensimulationen oder gar -Kompressoren als PlugIns mit Vintage Sound richtig auf.

Hier haben wir es aber mE klar mit künsterischer Bearbeitung zu tun, die für mich völlig in Ordnung ist.

Der lustigeste Punkt ist mit dem Grungelizer-PlugIn erreicht, bei dem man lässig an der Plattenspielerqualität nebst Kratzern in 45 oder 33 und 50 oder 60Hz-Brummen drehen kann ;-)

 

Auch verteufele ich keine Psychoakustikprozessoren vom Schlage SPL aufwärts.

Wer mal einen dbx-kompressor gehört hat wird den typischen Sound auf vielen Rockproduktionen wiedererkennen :D

 

Ich kann jedem Musikfreund nur raten mal in den Produktionsbereich zu schnuppern.

Einigen wird es dann wie Schuppen aus den Haaren fallen!

 

 

 

 

 

Musikalischer Gruß

 

      Michael

 

http://www.centric-project.de/forum/centric.gif

 

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Ich habe ja Hannilein gerade zwei in dieser Hinsicht für dich sicherlich interessante CD's geschickt - vielleicht bringt er die ja mal mit, wenn ihr euch trefft.

 

Mich würde mal vor allem deine Meinung im Vergleich zwischen CD und Schallplatte interessieren, Hannilein wird wissen, was ich meine ;-)

 

Übrigens, um den Kreis zu schließen: Dass das Wort "Remastering" heute in aller Munde ist und dass es sogar von den großen Plattenfirmen betrieben wird, ist auf nichts anderes zurückzuführen, als auf die Pionier-Arbeit der Freaks von MFSL, die dieses Wort im Prinzip 1977 geprägt und als Qualitätsbegriff eingeführt haben.

Ohne MFSL wäre vermutlich niemals jemand von den Plattenfirmen auf die Idee gekommen, nochmal die Bänder rauszukramen und mißlungene Pressungen neu aufzulegen. MFSL hat gezeigt, dass es dafür einen Markt gibt - auch wenn sie letztendlich ironischerweise gerade darum am Ende gescheitert sind. Denn wenn man sein größtes Gut, die Einzigartigkeit, verliert, hat man selber verloren.

 

http://www.sandranet.com/~laserman/DerFrankie.jpg Der Frankie

 

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Hallo Frankie :D

 

Ich kann mir schon denken das Hannilein mir davon berichtet oder das wir eine Session machen.

Das (Re)mastering in aller Munde liegt ist mE ganz sicherlich nicht den MFSL Proodukten zu verdanken, sondern schlicht der relativ günstigen Verfügbarkeit von HDR und allen möglichen Masteringtools in herausragender Qualität.

Aus heutiger Sicht kann man über das Remastering früher Zeiten nur unbefangen lächeln.

Natürlich will ich damit die Arbeit und Erfolge von MSFL nicht schmälern!

 

Das Dich meine Meinung zu dem Thema interessiert finde ich allerdings erfreulich!

Ich werde dann gegebenenfalls ein Wort dazu sagen, falls mir etwas sinnvolles einfällt ;-)

 

 

 

 

Musikalischer Gruß

 

      Michael

 

http://www.centric-project.de/forum/centric.gif

 

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