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CarlMcCoy

Erfahrungsbericht IBEAM Taktilschallwandler

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Wer von Euch die newsletters hier von der diesjährigen High End bekommt, hat es womöglich mitbekommen:

 

Die Fa. TIDAL Audio GmbH, selbst Hersteller feinster Transistor-Elektronik und fantastischer Lautsprecher, siehe auch: www.tidal-audio.de hat mit dem IBEAM ein sensationelles „Accessoir“ sowohl für den anspruchsvollen Musikhörer, wie auch für alle Anderen, die gerne Musik hören, auf dem deutschen Markt eingeführt. Sogar beim ‚Zocken’ sollte sich das Teil prima einfügen…

 

Offizielle Infos gibt es unter www.ibeam.de,

 

doch ich habe das relativ kleine Ding, es misst etwa 17 x 11 x7 cm, schon in meine Wiedergabekette zuhause eingeschliffen, und bin überwältigt!:9

Gaaaaanz wichtig: der IBEAM wird nicht auf Spikes, Keramikfüße oder dergleichen, für die Einige, ohne zu zucken, mehr ausgeben, im Rack oder Tonbase aufgestellt, sondern am Besten ganz fest vermittels mindestens 6 Schrauben am Hörthron befestigt. Besser, man verwendet alle 10 Schraubenbohrungen - Schrauben sind bei unserem Hobby sicher das Billigste :-)

 

Jetzt brauchen wir noch ein freies Paar Lautsprecherklemmen am Verstärker und mindestens 80 Watt bei Vollaussteuerung. Mit der Herstellerempfehlung von etwa 300 Watt an 4 Ohm geht es natürlich auch. Ach ja, ein paar Meter gewöhnliches Lautsprecherkabel brauchen wir noch. Selbstredend kann man hier alternativ auch LS – Kabel jeder Preisklasse und gewaltige Querschnitte verwenden, doch Meterware mit 1,5 mm² Querschnitt tut es auch.

Ich rüste eher aus optischen Gründen demnächst um.

 

Zurück zum IBEAM VT300 und der korrekten Befestigung:

Die ist besonders wichtig, da der IBEAM ein Taktilschallwandler ist. Taktil- oder auch Trittschall ist das, was wir im Flugzeug etwa, aber auch bei einem Konzertbesuch jedweder Art fühlen. Die Atmosphäre, das Atmen der Luft, wenn sie durch die spielenden Musiker angeregt wird.

Anders als konventionelle Tieftonchassis spielt hier der kräftige Magnet nicht auf eine Membrane, sondern auf die Bodenplatte bzw. eine Platte innerhalb des Gehäuses, die fest damit verbunden ist. Deshalb muss er fest, die Angelsachsen würden es „propper“ bezeichnen, an den Hörsessel geschraubt werden.

Der IBEAM ist kein Shaker, wie er schon länger im Autozubehörvertrieb oder von Restpostenhändlern für umme 10 ¤ angeboten wird. Er fügt nichts künstlich hinzu, sondern wandelt maximal den Bereich von 20 – 800 Hz die Lautsprecher unterstützend in Vibrationen um.

 

Den Hörsessel wieder ordentlich an seinen Platz stellen, die Anlage hochfahren, und nach der Aufwärmphase einfach die Lieblingsmusik spielen…

Was jetzt passiert, ließe sich nur ohngefähr mit Ortophonie beschreiben. Es ist wie das fehlende Puzzleteil aus einem Bild der Erinnerung wieder zu finden, das fehlende Element vom Konzertbesuch der Lieblingsband plötzlich wieder zu erinnern.

Nicht, dass uns jemand im Gedränge auf die Füße getreten ist, die Vorband besser war, sondern eine schöne Erinnerung.

Wer von Euch in Berlin oder Umgebung wohnt, kann gerne mal vorbei kommen, denn besser als jede Beschreibung sind eigene Erlebnisse.

Wem von Euch es gefallen hat, der kann auch so ein IBEAM oder mehrere bei mir kaufen, ich versuche in der Zukunft, mir so ein kleines Standbein aufzubauen.

:-)

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Hi,

 

das jemand versucht ein Zubehörteil, das mit HiFi nix zu tun hat an den Mann zu bringen ist ja noch ok. Das mit Brimborium und diffuser Sprache das Blaue vom Himmel versprochen wird ist dabei wohl unvermeidlich. Das allerdings bis auf folgenden Satz aus deren FAQ hauptsächlich Unsinn hoch 3 verzapft wird bedarf der aufklärenden Erwähnung ;-)

 

Hier nun der entlarvende Satz:

" Das klingt sicherlich furchtbar kompliziert, und weil Worte billig sind und Werbung meistens schwindelt ;-)"

 

Ohh, wie wahr!!!

In diesem Fall schwindelt sie besonders arg :-((

 

Natürlich ist das Dingens ein Körperschallwandler und als solcher weit entfernt irgend etwas präzise wiederzugeben, solange nicht die Montagebedingungen eindeutig und wiederholbar sind!! Sinnigerweise bemüht man sich nicht einmal Phantasie-Diagramme zu malen, sondern belässt es bei Schwafelei.

Entgegen der Prospektbehauptungen funzt dieser Shaker genauso wie die billigen Shaker auch. Der einzig markante Unterschied liegt scheints in der höheren Masse und dem kräftigeren Antrieb.

Funktion und Wirkprinzip sind dagegen gleich auch wenn der Prospekt uns glauben machen will, es sei etwas total anderes.

 

jauu

Calvin

 

 

getting more and more amused :-)

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Tach Calvin,

 

hat dein historischer Namensgeber nicht eine Art radikale Sekte gegründet?

zumindest einen Orden mit sehr rigiden Ansichten, so weit ich weiß.

 

ein anderer Forumsteilnehmer hier hat mir dich schon mal wegen deines fundierten Fachwissens empfohlen. Jetz weiß nicht mehr genau, worum es damals ging, denn ich arbeite synchron an einem 2t-Plattenspieler ebenso, wie an einer inzwischen fast fertig montierten SRPP Vorstufe aus dem Elektorbuch, so wie einem Sub, der (hm, sicher lachst du dich jetzt fast tot) auch so ein Flugzeugventil- gehäuse hat, also auch gebogene Seitenwände, und kein Dämmmaterial.

 

der entlarvende Satz ist nicht von mir, wenngleich diese Art der Formulierung aus verkaufspsychologischen Gründen von vielen, darunter auch Polizisten in Spielfilmen angewandt wird.

 

Etwas, einen Missstand zunächst einzugestehen, um dann in die gleiche Kerbe zu schlagen - hui, sogar unsere gewählten Volksvertreter machen es so. Es funktioniert ja auch, oder wann war der letzte große Aufstand? Finanzdienstleister lernen diese Art der Kommunikation auch.

 

Dafür zitier ich dich jetzt mal: "Natürlich ist das Dingens ein Körperschallwandler und als solcher weit entfernt irgend etwas präzise wiederzugeben, solange nicht die Montagebedingungen eindeutig und wiederholbar sind!!"

 

Taktil heißt übrigens Tritt- und nicht Körperschall - glaub mir halt, oder schlag 's nach.

 

Du traust dir also nicht zu, das Ding mit 6 - 10 adäquaten Schrauben fest an deinen Hörsessel zu montieren?

Das könnte man beinahe als Polemik einstufen - das grieschische Wort für Krieg lautet Polemou.

Dann würde ich mein KFZ auch zum Felgen Wechseln in die Werkstatt bringen.

 

Ich amüsier mich auch n bisschen, und schau mal, was demnächst die anderen noch so schreiben.

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Liebe Leute,

 

über Calvins Stil mag man streiten können - das ändert an der Aussage nichts: Ob Du das Dingens nun Trittschallwandler (das wäre genau falsch herum gedacht; ist ja wohl kein Grenzflächenmikrophon, oder?) nennst oder nicht, das Konstruktionsprinzip gleicht genau dem anderer "Körperschallwandler" und teilt somit auch zwingend deren inhärente Schwächen. Auf Lautsprecher übertragen würde das bedeuten, ein Chassis zu loben, ohne über die Einbaubedingungen zu reden...

Ich halte diese Dinger in einer Homecinema-Umgebung dann für teilweise sinnvoll, wenn 1) die Zimmergrösse letztlich gar keinen Tiefbass zulässt (lambda/4) und/oder 2) die notwendigen Tiefbasspegel nicht nachbarkompatibel sind. Es gibt übrigens zwischen denen von Dir zitierten Billigteilen und den von Dir gelobten Systemen durchaus auch bezahlbare Lösungen ordentlicher technischer Qualität. Für High Fidelity sind ALLE "Körperschallwandler" Schrott!

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Tach Karl Klaus,

 

auch dich muss ich jetzt fragen: ist es zu viel, zu kompliziert, 6 - 10 Schrauben an durch die Bohrlöcher fest vorgegebenen Stellen durch den IBEAM / Rüttler und das zu rüttelnde Möbelstück zu schrauben?

Darüber hinaus gibt es nix zu beachten

 

und mein Sub? Der ist auch noch dran - der Antrieb für den Sub hat ja 1 Satz mehr LS-Klemmen.

 

Womöglich hast Du Recht, und ich werde das gute Stück bald abschalten und verkaufen, doch dann schreib ich, oder tauche unter der Rubrik "crazy eBay auctions vs. Hi-Fi" wieder auf, und sorge nochmals für Gespött.

 

Wer war das noch, der gesagt hat, man solle über nichts urteilen, das man nicht selbst probiert hat? Huxley, Burroughs oder wer ganz anders?

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wer es auch war: er hat nur teilweise Recht! Ich muss nicht selbst von einer Brücke gestürzt sein um zu beurteilen, daß das nicht bekömmlich ist, gell.

 

Bei Lautsprechern ist das ähnlich: es gibt Prinzipien, die man nicht selbst gehört haben muß um ihre Tauglichkeit bzw. Untauglichkeit zu erkennen und die dazu gemachten Aussagen einzuschätzen.

 

Ich hab mir mal die Aussagen auf der Internetseite durchgelesen . . . . . überflüssig, dazu was zu sagen.

 

Außer daß ich unwillkürlich frage, welcher Zielgruppe die das eigentlich alles erzählen wollen? Manta-Fahrern?

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Lieber Carl McCoy!

 

Ich gehe jetzt mal nicht darauf ein, daß mir Dein Argumentations-Stil in seiner Manifestation irgendwie bekannt vorkommt . . allerdings:

 

 

vielleicht solltest Du mal selbst nachschlagen:

 

"Als taktile Wahrnehmung (auch Oberflächensensibilität) bezeichnet man eine Komponente der haptischen Wahrnehmung von Lebewesen, durch die das Erkennen von Druck, Berührung und Vibrationen auf der Haut ermöglicht wird. Man bezeichnet diese Komponente der haptischen Wahrnehmung auch als Feinwahrnehmung oder epikritische Sensibilität."

Quelle: Wiki (nicht, daß es nötig gewesen wäre dort nachzuschauen, aber das ist irgendwie offizieller als wenn ich´s aus dem Gedächtnis wiedergebe . . )

 

Das bezieht sich selbstverständlich ebenso auf Tritt- wie auf Körperschall. Ich nehme an, daß Du vielleicht auch nachschlagen solltest, was mit "Körperschall" gemeint ist . .

 

Das Ding macht sicherlich mächtigen Rumor - vielleicht gar Tremor ;-) in ganz erklecklichem Maße und erstaunenswürdiger Amplitude . . . . "es rüttelt sich und schüttelt sich" usw.

 

Daran zweifelt hier sicher niemand.

 

Was allerdings die wundersamen Fähigkeiten als Unterstützung oder gar Ersatz für Subwoofer betrifft, die "kristallklare Wiedergabe", der "ultrapräzise Bassbereich" oder gar die "Maßstabsetzende Impulswiedergabe" - selbstverständlich "Extrem druckvoll und pegelfest", klar, . . . .

 

Möglicherweise ist ja der Gedanke garnicht schlecht, ein Bisschen Körperschall zu erzeugen um Tieffrequentes auch spürbar zu machen - die Kirche macht das bereits seit jahrhunderten so mit der 32Fuß-Pfeife, die so tieffrequent schwingt, daß man sie nicht als Ton (16Hz) sondern als Druck wahrnimmt (untere Hörgrenze, zwei Oktaven tiefer als notiert). Sie legt sich auf´s allzufrohe Gemüt und wird wegen ihrer eindrücklichen (im Wortsinn) Schwere auch als "Herrgottspfeife" bezeichnet. Es gibt auch eine (eher seltene) 64Fuß-Pfeife . . . das ist dann schon echt Infraschall .

 

Und im Home-Cinema-Bereich ist das sicher ganz doll krass, wenn man ein Erdbeben nicht nur sieht, sondern auch fühlt . . das kenn ich allerdings auch bereits aus meiner Jugend:. in Düsseldorf hatten sie extra für den Film "Earthquake" unter die Sitzreihen

dicke Subwoofer installiert, die echt das Polster in Wallung brachten. War in den 60ern . .

 

Wie gesagt - kein Problem . . . wenn da bloß nicht die ganzen Versprechungen im Musikbereich wären . . die "maßstabseztende Impulswiedergabe", der "ultrapräzise Bassbereich" und so weiter . . . ohne das zu präzisieren.

 

Echt wahr. Da kommen dann - gelinde gesagt - Fragen auf . .

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Hi Carl,

 

Deine Antwort zeigt einige Missverständnisse, die ich kurz bereinigen möchte.

 

Ich habe nicht Deine Begeisterung über das Teil in Frage gestellt, ebensowenig Deine Motivation dafür.

Ich schrieb imo klar: "...aus deren FAQ hauptsächlich Unsinn....!"

Als gestandener DIYer ist es mir natürlich möglich so ein Teil mit 6-10 Schrauben irgendwo an zu tackern...aber auch darum ging es nicht.

Es ging um deren Behauptungen bezgl. des akustischen Verhaltens des Teils.

Da die Einbau-/Montagebedingungen bei jedem User andere sind, sind die akustischen Ergebnisse jedesmal andere und nicht generell und pauschaliert zu bestimmen. Selbst wenn der Ibeam -wie behauptet- mit unglaublicher Präzision anregt, so ist er doch fest mit irgendeiner und unbestimmten Fläche und Masse verkoppelt, die ihren Teil dazu beiträgt, daß von der unglaublichen präzisen Anregung nichts mehr übrig bleibt.

 

Zur Frage Taktil- oder Körperschall lass ich mal die Websch sprechen:"©2006 IBEAM® IBEAM - Weltstandard in Körperschalltechnologie."..und noch genauer:" Der IBEAM ist ein neuer Standard in Sachen Präzision, Geschwindigkeit, Bandbreite und Verzerrungsarmut unter Körperschallwandlern."

 

jauu

Calvin

 

ps: übrigens spricht sich mein Calvin "Kälwin" und nicht "Kalwin". Damit sollte klar sein, daß Little Jo Calvin nicht der Namensgeber ist

anicalvmt7.gif

calvinanpe0.gif

 

 

 

getting more and more amused :-)

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Guten Tag Calvin,

 

ok, Missverständnis ausgeräumt,

ich warte halt noch n bisschen, bis ich ein anderes, weniger umstrittenes Produkt unter 's Volk zu bringen versuch.

 

hab mir allerdings nicht träumen lassen, dass etwas für soo viel Wirbel sorgt.

 

erfinderisch muss man ein wenig sein - hatte schon mal für n Kumpel dessen Inzahlungnahmen verkauft, und man versucht natürlich, alles in seinem besten Licht darzustellen.

 

jetzt muss ich halt mal mit den Anbietern reden, und ihnen sagen, dass alles ganz anders kam.

 

Ob es an meinem Sessel durchweg präzise, also zeitrichtig wackelt? hm, scheint erst mal so, doch deine argumente sind auch nachvollziehbar, gerade, da mein jetziger Sessel wohl älter als ich ist - mein nächster 'Hörthron' wird zentral einen Schalensitz haben.

 

LG

Carl

 

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