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Rahmenantenne

Frage zu den Raumknotenpunkten

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Hallo,

 

in einem älteren Beitrag habe ich hier einmal gelesen, das es günstig ist, wenn die Boxen auf sogenannten Raumkonotenpunkten mit geradzahligen Nenner stehen.

 

Wie das funktioniert weiß ich mittlerweile: Man teilt die Raumlänge und -breite z. B. in Achtel ein, was dann ein gleichmäßiges Raster ergibt. Auf einer solchen Linie stehen dann die Boxen und zwar genau dort, wo sich Schnittpunkte mit den sich kreuzenden Linien ergeben.

 

Müssen es aber unbedingt die gleichen Werte für Raumlänge und -breite sein? Beispiel: Die Boxen stehen auf der Linie 2/8 der Raumlänge. Müssen sie dann auch auf dem Schnittpunkt mit der Linie 2/8 der Raumbreite stehen? Oder geht dann auch ein anderer Schnittpunkt, z. B. bei 4/8 der Raumbreite?

 

In sehr kleinen Räumen ist Achtel aber noch ein wenig zu grob; könnte man hier auch in 16tel einteilen?

 

 

Schöne Grüsse

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Hi,

 

Nach meiner Einschätzung gibt es eine maßgebliche Randbedingung. Der Wandabstand eines LS soll für gute Wiedergabe mindestens 1mtr betragen. 1mrt hin und 1mrt zurück ergibt eine ausreichende Laufzeitverzögerung, dass das Hirn Direktschallimpuls und Reflektion trennen kann und nicht einen Sumpf hört. Geht man auf unter 1mtr, wummert es immer irgendwie, so war es jedenfalls bisher bei mir in allen Räumen. Damit relativiert sich die 1/8-Position: Raumlänge größer 8mtr, wohl eher die Ausnahme. Da Du von einem kleinen Raum sprichst, dürfte es schwierig werden.

 

Alternative (hat bisher bei einigen Bekannten und auch in meinem jetzigen Wohnzimmer geklappt und die Lösung gebracht): stelle die LS total brutal in die längs-Raummitte. Etwa die Knotenpunkte 1/8 seitlich und 1/2 längs. Dann drehe sie direkt auf den vor der Wand bei 0/0 längs und 1/2 quer liegenden Hörpunkt. Man verletzt zwar den Wandabstand >1mtr seitlich, aber es stört nicht so stark. Die LS müssen nur eben einen kurzen Hörabstand vertragen, dann klappt das oft. Die Räumlichkeit wird oft extrem tief und weit. Bei mir steht der Sänger etwa 1mrt hinter der Boxenachse, der Raum ist extrem offen und gestaffelt dahinter. Rechts große Palme neben LS, links fast vor Fenster auch Blume und nette Kerzenständer, und schon sieht das bei schnuckeligen LS gar nicht mehr schlimm aus. Nur die langen Kabellängen sind doof – aber dafür gibt es ja Monoblöcke...

 

Rücke mal Möbel...

 

Gruß

 

Klaus

 

 

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Hallo

 

Das ist natürlich alles Theorie und als Richtlinie zu verstehen.

Die sich real ausbildenden stehenden Wellen im Raum hängen von vielen anderen Dingen ebenso ab. zB Dachschrägen, Raumhöhe, Raumteiler, Regale, Möbel im weitesten Sinne.

 

Fazit: Du kannst Dich grob an solchen Faustregeln orientieren, die endgültige Position der Lautsprecher sollte man dann aber per Hören und stetigem Verschieben finden.

 

 

gruß

Andi

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Hallo,

 

Deine Ausführung ist recht interessant, läßt sich aber bei mir leider nicht so verwirklichen....

 

Mein Hörplatz ist auch nicht direkt vor einer Wand, sondern ca. 0.6 bis 1 Meter vor offenen Regalen. Gegenüber der vorigen Einrichtung (alles nue jetzte) klingt es um Klassen besser.

 

Allerdings habe ich Deinen Tip mit dem großen Rückwandabstand doch teilweise verwirklichen können: Immerhin habe ich die LS nachdem ein großer Schrank rausgekommen ist (stand an der linken Seitenwand) deutlich vorziehen können (ging vorher nicht, da ich sonst die Schranktüren nicht aufbekommen hätte). Immerhin habe ich den Rückwandabstand auf gut 75 cm erhöhen können, was auch schon das Maximum ist.

 

Trotzdem klingt es um Welten besser, ich habe jetzt einen richtigen virtuellen Raum nach hinten. Der Bass klingt aber häufig schon sehr dünn (Regalboxen), dies besonders bei Pop Aufnahmen der 80er. Aber wenn ich mal ne neue CD mit richtig Bass einlege (Madonna Ray of Light oder diverse von Klaus Schulze) dann habe ich plötzlich druckvollen knackigen Bass, der mich eher an große Standboxen erinnert! Der Bass ist also nicht wirklich dünn, das ganze Gewummer und Gedröhne zwischen 100 und 300 Hz vorher hat eben den Tiefbass total zugedeckt. Man hört jetzt auch vielmehr was auf den Aufnahmen drauf ist!

 

Vielleicht kann ich den Abstand noch etwas vergrößern - muß mal sehen.

 

Seitenwandabstand ist bei mir auch nur 60 cm, aber durch die sich deutlich vor dem Hörplatz kreuzenden Abstrahlachsen habe ich trotzdem eine schöne Mittenortung erreicht.

 

Das einzigste Problem ist, das die Seitenwände etwas unsymmetrisch sind, d. h. Fenster mit Heizung darunter auf der rechten Seite, offene Regale auf der linken. Allerdings ist das Fenster abends mit einer sehr dicken Gardine (Vorhang) zugezogen.

 

Klanglich kann ich aber wirklich nicht klagen. Daher versuche ich jetzt eben noch - da die Grundeinrichtung des Raumes so bleiben soll - kleinere Optimierung zu machen, gewissermaßen etwas Feintuning.

 

 

Schöne Grüsse

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Hallo,

 

ja da hast Du auch recht - ich habe auch mehr gehört. Wie ich schon geschrieben haben es die 75 cm Rückwandabstand wirklich gebracht.

 

Schrägen hab ich nicht, aber der Raum ist (was für den Mittel-Hochtonbereich eher ungünstig ist) auch nicht streng symmetrisch eingerichtet.

 

Besonders an der linken Seitenwand stehen offene Regale, die recht hoch sind. Folglich liegen auch der Hörplatz und die Boxenebene nicht genau auf der Raummitte, sondern etwas nach rechts verschoben; genauer gesagt mittig zwischen der rechten Seitenwand und der Vorderfront der Regale der linken Wand.

 

Die Ecken der Wand hinter dem Hörplatz sind auch zugestellt (Eckregale). Ich finde seitdem ist auch der Bass etwas klarer geworden.

 

Natürlich sind mir in dem kleinen 11 qm-Zimmer Grenzen gesetzt, aber ich finde das was ich da bis jetzt klanglich hinbekommen schon sehr beachtlich. Soviel Klang hatte ich in dem Zimmer noch nie gehabt. Leider kenne ich keine weiteren Hobby-HiFi'isten, wo man auch mal vergleichhören kann.

 

 

Schöne Grüsse

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Hi,

 

Du wirst evtl. das Problem bekommen, daß der Bass sauber - aber zu dünn ist. Regalboxen sind da hilflos. Ohne Raumunterstützung mit leider nachteiligen Wummereffekten wirst Du wohl auch nicht glücklich. Wie Andreas schreib, rücken, rücken, rücken...

 

Auch ein Subwoofer hilft nicht - es bleibt ein Loch. Nur Membranfläche! Und besser, noch mehr Membranfläche...

 

Gruß

 

Klaus

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Hallo,

 

naja für sehr kleine Räume sind Regalboxen doch bestimmt besser! Mich würde der zu dünne Bass gar nicht so stören, ich habe die Boxen ja schon absichtlich so weit von der Wand weggezogen da mir die Bühnenabbildung eben wichtiger ist als Baß.

 

Ich schau mal nach wie weit ich noch zurückgehen kann, ohne das man beim Öffnen der Vorhänge vor dem Fenster gleich über eine Box fällt - denn dann hab vom besseren Klang auch nichts mehr, weil die Box dann hin ist....

 

Ich bin auch noch ein wenig experimentieren, denn mein Vorbild ist immer eine perfekte Monomitte. Gewiß die kriegt man sowieso nicht perfekt hin, aber ich habs schon ganz gut soweit hinbekommen, nur kommen eben einige Hochtonanteile (z. B. die ganz hohen über 10 KHz) mehr vom rechten, die tieferen Zischer (so um 4 KHz) mehr aus dem linken LS während die Mitten wieder aus der Mitte kommen.

 

Unter einer perfekten Monomitte verstehe ich daher z. B., das es nicht mehr von dem unterscheidbar wäre, als wenn man einen LS genau in die Mitte stellt und nur diesen dort betreibt. Vielleicht sind diese Ansprüche auch etwas zu hoch bzw. ist sowas gar nicht möglich. Aber wenn, ist sowas bestimmt auch nur in schalltoten Studioräumen möglich, somit bin ich jetzt schon recht zufrieden, aber für kleine Verbesserungen natürlich immer zu haben.

 

 

Schöne Grüsse

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Hi,

 

das mit der Monomitte sehe ich genau so - es ist das wichtigste für räumliche Abbildung. Wenn die Seitenwandreflektionen klein genug oder gleichmäßig sind, bekommt man das gut hin. Am einfachsten ist Reindrehen bei geringem Abstand = viel Direktschall. Aber der LS muß dafür ausgelegt sein.

 

Frohes Testen!

 

Klaus

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Hallo,

 

ja das stimmt, daher höre ich zum Testen meist auch Mono. Oder einen Radiosprecher, der auch aus der Mitte kommen muß. Natürlich gibt es immer wieder Frequenzen die mal aus dem oder anderen LS kommen, wie gesagt es ist eben im Wohnzimmer nicht perfekt möglich. Aber ich versuche eben das beste draus zu machen.

 

Die Seitenwandreflexionen müssen wirklich gleichmäßig sein; besonders auch zeitlich, d. h. eben gleichen Abstände jedes LS zur linken und rechten Seitenwand. Schon 5 cm Abweichung höre ich, weil das Klangbild dann zu der Seite mit größerem Seitenwandabstand breiter wird!

 

Bei mir ist es nicht so ganz einfach weil links eben ein offenes Regal steht (keine glatte Seitenwand) und rechts das Fenster ist, das auch nicht mit der Wand abschließt, sondern eben 15 cm in die Wand rein versetzt ist.

 

 

Schöne Grüsse

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