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Vorstufe Creek 5250 SE

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Hallo,

 

hab mir eben mal genauer meinen Creek 5250 SE Vollverstärker angesehen und denke, dass da noch Klangpotential drinsteckt.

 

Wollte zunächst die Vorstufe aufwerten. Mir fielen da zwei Elkos auf: einer mit 22µF (40V) und einer mit 10µF (63V). Beides völlige No-Name Elkos.

Ich dachte daran Panasonic FC's zu nehmen oder Black Gates.

 

Was denkt Ihr dazu; seht Ihr noch andere sinnvolle Möglichkeiten die Vorstufe zu verbessern (Schaltplan ist als Anhang beigefügt)?

 

Liebe Grüße

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Hi,

 

den C4,5 würde ich vielleicht durch einen guten, aber nicht so teuren Elko größeren Wertes (bis 100µF, BCs, Pana FCs, Rubicon ZL) ersetzen, evtl. mit einem 100nF-1µF MKT-Folie parallel (dann sollte der ESR des Elkos nicht extrem niedrig sein!). C9 und C10 sind schon mit Folien-Cs bestückt. Ein extrem low ESR-Elko wäre an dieser Stelle nicht unbedingt eine Verbesserung. Eine leichte Vergrößerung auf 47µF ist auch hier sicherlich nicht schädlich.

Falls die Stufe stabil bleibt würde ich R4 rauswerfen.

 

jauu

Calvin

 

 

 

getting more and more amused :-)

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Hi Calvin,

 

erstmal Danke, für Deine schnelle und informative Antwort!

 

Hab allerdings noch paar Fragen: ist es nicht zu krass C4,5 von 10µF auf (bis zu) 100µF zu erhöhen; "verkraftet" das die Schaltung? Was ist mit C7,8; macht es da auch Sinn was zu verbessern?

 

Welche BCs empfiehlst Du? Welche von den drei vorgeschlagenen (BC, Panasonic FC, Rubycon ZL bzw. die noch besseren ZLH) wären denn klanglich am besten?

 

Falls die Stufe stabil bleibt (wie finde ich das heraus, messen?) kann ich wirklich bedenkenlos R4 rausschmeissen und durch ein Stück Kabel ersetzen, oder wie seh ich das?

 

So, nun genug gelöchert mit Fragen. Schönen Sonntag noch! :-)

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Servus,

 

Grundsätzlich für Elko-Experimente empfehle ich folgenden Trick: um rauszubekommen, ob an einer Stelle "was geht" lötet man erst mal eine 0.1µ Folie oder noch besser gleich einen BG NX 0.1µ parallel. Verändert sich der Klang, lohnt Experimentieren. Wenn nicht, dann lieber woanders weitersuchen.

 

Die interessantesten Elkos sind aber nicht auf dem Bild: die Siebelkos vom Netzteil. Hier kann ich die schwarzen vom Thel empfehlen. Für eine Vorstufe reichen 2200µ locker aus. Dazu noch die Dioden durch passende BYV Typen ersetzen (--> Conrad) , dann geht's sicher schon mal vorwärts.

 

Weiterhin bei einer Vorstufe klangprägend: das Poti. Da kein Foto beiligt, seh ich nicht, was in den Creek reinpasst. Sehr gute Erfahrungen hab ich mit dem schwarzen vom Thel gemacht.

 

Grüße

Hermann

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Guten Abend,

ich bin ja erst mal baff, daß creek einen meiner wirklich allerliebsten Op´s verbaut, den guten alten OP275 von Analog Devices.

Den auf alle Fälle drin lasen !

Dann würde ich auch die beiden Elkos an dem OP vergrößern, was halt reinpasst, bis 4700uF müßte schon was gehen...

Ich löte auch gerne oben direkt auf den OP einen kleinen KP-Kondensator, der bringt einen Sprung nach vorne... mehr als ein BG es kann, nach meiner Erfahrung. Aber hier hat ja jeder seine Vorlieben und Favoriten...

Panasonic Fc sind recht tadellos finde ich. Ganz universell und doch gut.

Etwas seltsam ist - finde ich jedenfalls - ein 920 Ohm Widerstand in der Zuleitung der -+ UB. Da ist dann ja ein großer Trafo wenig hörbar, wenn man hier einen gewollte Bremse einbaut. Oder soll das entkoppeln ?

Ich würde ja auch die Elkos direkt im Netzteil stärken, da müßte man evtl. das kpl. Schema sehen... wäre zumindest interesannt...

Oder halt die Entkopplung so annehmen, sich denken, die werden sich schon was dabei gedacht haben... und die Elkos vor dem LM317/337 vergrößern und einen MKP dazu gönnen...

hier bin ich der Meinung - viel hilft viel - bei diesen Vorstufennetzteilen...

Also dann ruhig bis 10000uF nachdenken...

ich habe hier immer eine gesteigerte Präzision wahrgenommen oder soll man bei einer Vostufe sagen, es war kraftvoller ?

Ich bin schon mal gespannt, wie die Verbesserungen dann ausfallen...

Dann bis dann,

viele Grüße, Manfred.

 

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Hi nochmal,

 

ich habe in dem anderen Beitrag ja schon meine Meinung zu der Größe von Elkos gesagt, höchtens könnte man, wenn man die Vorteile der kleinen Elkos nutzen möchte, eine Abstufung machen...

z.B. 10000uF + 1000uF + 100uF + 10uF + 470nF MKP (z.B. von ERO) + 10nF KP (z.B. vom EMZ). Das sollte noch besser sein, aber ich habe hier keine Unterschiede zu z.B. einem 10000uF + 470uF MKP + 10nF KP gehört. Die Größe sollte für die Regler keine Gefahr bedeuten. Noch dazu ist hier ja der ominöse 920 Ohm in der Zuleitung...

Zum R4: der schützt im Kurzschlußfall den OP, ich würde den nicht kpl. weglassen, mal kleiner machen. Ein 100Ohm Metalloxidwiederstand oder besser sollte da ganz gut passen...

Man kann auch mal 68 Ohm testen, aber ich würde den nicht zu klangentscheidend sehen...

 

Dann viel Spaß, viele Grüße,

Manfred.

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Servus Manfred,

 

was die Größe der Elkos angeht: wer keine Kompromisse bei der Qualität macht, der kann natürlich auch 10000 anstatt 2200 nehmen - falls Platz ist. Ich hab bisher keine rein auf die Größe bezogenen Klangvorteile bei Elkos festgestellt, es kam mehr drauf an, welcher Typ verbaut wurde. Ich muss allerdings zugeben, dass sich das auf CD-Player bezieht, mit Vorstufen habe ich noch nicht gearbeitet. Ich bin so frei und übertrage das einfach :-)

 

Bei meinem Vollverstärker kam es mir so vor, dass er ab einer bestimmten Kapazität einfach "satt" ist. Ist kein Class A und hat vermutlich auch eine starke Rückkopplung.

 

Versuch macht kluch und gelegentlich auch Spaß...

 

Grüße

Hermann

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Hallo Hermann,

da gebe ich Dir auch uneingeschränkt recht, ich habe diese Werte auch nur als Hausnummern genommen, es ist wohl wirklich so, daß man bei Vorstufen oder CD-Playern wohl bei einem bestimmten Wert (ich denke 2200uF sind ja hier auch schon ein Haufen Holz) satt sind. Guter Ausdruck. Die Qualität oder der Typ des Elkos bestimmt den Klang, ich habe aber z.B. auch schon mit recht unscheinbaren Philips Elkos sehr gute Ergebnisse erzielt. Die hier vorgeschlagenen BG oder FC sind ja eh´ gute Wahl, ich denke hier ist auch der persönliche Geschmack richtungsgebend. Ich habe mich persönlich bis jetzt nicht recht mit den BG anfreunden können, ich probiere es immer wieder. Nur habe ich oft - bis jetzt nur in CD-Playern - den Drang gehabt, den Player auszuschalten, er war mir einfach zu anstrengend und in meinen Ohren passte alles nicht mehr zusammen, war irgendwie zwar extrem vordergründi, aber etwas zerfallen. Dies kann ja aber einem anderen gerade gut gefallen, oder in seine Anlage passen...

Ich habe gerade einen Player im Bau, bei dem ich viele Stellen mit BG besetzen werde, ich möchte mich den Teilen ja immer noch doch mal nähern und sie für mich einschätzen können.

Die FC oder auch BC oder manche Elna oder Nichicon sind da meiner Ansicht nach pflegeleichter, unproblematischer, und mir gefällt die dann oft gefälligere, langzeittauglichere Abstimmung einfach besser... aber wie gesagt, meine persönliche Meinung, bitte nicht gleich auf mich einschlagen...

Bei Endstufen finde ich, kann man fast nie genug Kapazität haben...

Aber das ist ja hier nicht direkt Thema...

Wie siehst Du den 910 Ohm in der -+ UB ?

Schon eine seltsame Stragegie oder ?

Dann bis dann,

mal sehen, wie der Creek am Ende werden wird...

Ich hoffe wir werden hier auf dem Laufenden gehalten...

Schönen Abend, bis dann,

Manfred.

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Hallo,

 

wow! Bin ja echt beeindruckt,ob der Resonanz hier! :-)

 

Bin jetzt etwas verwirrt, bei all den guten Vorschlägen; weiss garnicht wo ich anfangen soll! *lach*

 

Ich hänge ja sehr an meinem Creek, aber seit ner Weile zickt er halt etwas rum: manchmal kratzige Geräusche aus den Boxen, also wahrscheinlich verstaubtes Poti, wobei das "nur" am Eingangswahlpoti so ist.

Dann ist seit ner Weile der rechte Kanal etwas leiser als der linke. Ist wohl ein bekanntes Problem unter Creek-"Usern". (http://www.eposandcreek.com/showthread.php?p=984#post984)

 

Wollte also das Angenehme (klanglich aufwerten durch tunen) mit dem Nützlichen (Fehlerbehebung) verbinden. Und da dachte ich, ich fang bei der Vorstufe an und arbeite mich weiter nach hinten vor.

Das mit dem Austausch des Potis reizt mich schon sehr, da ich davon las und hörte (Telefonat mit nen Herrn von clockwork), dass Potis doch nicht unerheblichen Einfluss auf das Klangerlebnis haben! Würde also schon gerne das Volume UND das Eingangswahlschalterpoti austauschen.

 

Auf jeden Fall denk ich, dass momentan der Creek das "schwächste" Glied meiner Kette ist und er eine kleine "Frischzellenkur" gebrauchen könnte. Wenn ich viel Geld locker hätte, würd ich wahrscheinlich zum Hifi Akademie Vollverstärker greifen, aber so will ich erstmal meinen Creek aufwerten, um noch paar weitere Jährchen Spaß mit ihm haben. :-)

 

Ich häng einfach mal alle Schaltpläne, die ich vom 5250 SE hab, an.

 

Das bzw. die Poti/s hat/haben nen Durchmesser von ca. 20 mm, passen aber auch größere hinein.

 

Manual gibt's hier, falls es jemand interessiert: http://www.creekaudio.co.uk/old_products/5250.pdf

 

Schon mal vielen Dank, für Eure weiteren hilfreichen und praktischen Ratschläge!

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Hallo,

 

wenn Du ein Poti oder Schalter-Problem hast, nimm WD-40 aus dem Baumarkt oder KFZ Zubehör. Tolles Zeug...

Poti evtl. ausbauen, etwas einlegen, spülen, und der ist wie neu.

Oder eingebaut abdecken, sauber arbeiten, damit nicht alles mit diesem Spray bedeckt ist, wie man es oft in Bastelgeräten sieht... das sollte schon überlegt gemacht werden, finde ich...

Zwar ist der Poti / Schalter dann nicht besser als neu, oder als ein neuer teurerer anderer, aber eben wieder 100% funktionsfähig.

Und ob ein teurerer Poti der erste Ansatzpunkt in einer Optimierung ist, kann man so oder so sehen...

Wenn die Kosten nur wenig Rolle spielen, bei der Optimierung, dann ruhig den auch mit austauschen.

Ansonsten eher vorher ins Netzteil / gute Elkos / Kondensatoren investieren...

 

Viel Erfolg beim Aufmotzen und ich bin gespannt auf die Erfolge !

Viele Grüße, bis dann, Manfred.

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Servus Manfred,

 

ich bin weit davon entfernt, dich zu missionieren oder gar zu schlagen :-) Jeder soll das machen, worauf er Bock hat und fertig. Die BGs brauchen etwas, bis man ein Gefühl dafür bekommt, wieviel man von ihnen verwenden kann und welche Typen wo hinpassen. Die klingen teils sehr unterschiedlich. Und man muss geduldig wenigstens 2h nach dem Löten warten bis sie in Form kommen.

 

Die 910R in der Stromversorgung sind ziemlich exotisch und mir fällt erst mal kein geläufiger Grund dafür ein. Wahrscheinlich schadet's überhaupt nicht, sie zu überbrücken :-)

 

Viele Grüße

Hermann

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Hi,

 

muss Euch (und mich) leider enttäuschen. Beim Creek ist nix (ohne weitere größere Aktionen) zu machen. Ist mehr oder weniger alles eine einzige Platine. Nix mit abnehmbaren Bodenblech oder so. Müsst ich erst den Infrarotempfänger und paar andere Dinge ablöten, um die Platine entnehmen zu können. Nicht sehr wartungsfreundlich das Teil! Naja, is ja auch nix zu warten; sehr zuverlässiges Teil.

 

Übrigens wer Interesse hat, ich werde den Creek verkaufen. Hab ihn Ende 1997 neu für 1900 DM gekauft. Ist ohne Phono. Guter Zustand. Potis gehen auch wieder ohne Knackser, nachdem sie gereinigt wurden. Mit Fernbedienung.

 

Könnt ja einfach paar faire Angebote per Privatmessage machen.

 

Lieber Gruß

 

Basiem.

 

P.S.: Infos zum Creek 5250 SE: http://www.creekaudio.co.uk/old_products/5250.pdf

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Hi!

 

"Die 910R in der Stromversorgung sind ziemlich exotisch und mir fällt erst mal kein geläufiger Grund dafür ein. Wahrscheinlich schadet's überhaupt nicht, sie zu überbrücken"

 

Meinst du das ernst?? Mir fallen gleich zwei triftige Gründe für diese Widerstände ein. Ich benutze selbst meistens diese Art von Netzteilanordnung. Der Eine nennt sich RC-Tiefpass (und darum sind die Netzteilelkos hier aber sowas von total blubb) und der andere ist simpler thermischer Natur - sind ja schliesslich 1W-Typen. Ein Überbrücken ist definitv ein Fehler, der die Anlage nur verschlimmern und evtl. sogar zerstören kann.

Auf Basis welcher Grundlagen macht Ihr eigentlich Eure Ver(-schlimm-)besserungen?. Exessive Kapazitätsvergrösserungen beliebiges Brücken irgendwelcher Widerstände... Das klingt mir alles nicht sehr berechnet und durchdacht.

 

lg

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Servus,

 

wo soll denn hier was zerstört werden, wenn man am Eingang vom Spannungsregler keinen Widerstand hat, so wie es sonst überall in den Datenblättern steht?

Die 1W braucht er natürlich, weil er etwas an Strom wegstecken muss.

 

RC-Glied, ok, das stimmt und ist wahrscheinlich auch der einzige Zweck.

 

Die Netzteileklos sind außerdem überhaupt nie blubb. Ob mit oder ohne Widerstand. Wenn das nur so einfach wär!

 

Grüße

Hermann

 

 

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Hallo Martin R.

zuerst mal nochmal willkommen im Forum...

ich bin ja etwas irritiert, daß Du immer wieder mal geballt hier Deine Meinungen verteilst, dann wieder einfach nicht mehr da bist, für länger man nichts mehr hört und liest...

Ein Ingenieur auf Dienstreise oder wie ???

Die meisten der Tipps sind erprobt, gut gemeint und bringen auch oft einen hörbar klanglichen Vorteil.

So auch die Elkos, die Du so als blubb abtust...

Aber das ist immer der Unterschied von Theorie und Praxis.

Nicht daß ich was gegen Theorie hätte, nur oft gehen hier Leute einen etwas anderen Weg, mit Erfolg, was das Ergebnis eines Klanggewinnes angeht. Laufen tun alle anderen Teile auch, keine Frage.

Aber das Stadium, eine lauffähige auf den Papier und real laufende Schaltung zu bekommen, sind viele hier schon weg, da wird auch mal mehr probiert, und manches ist doch wirkungsvoller als man theoretisch meinen möchte...

Die 910R sind gut als RC-Filter, stimmt, aber oft bringen direktere Netzteile einen hörbaren Vorteil.

Laufen tun die - durchaus ja auch immer noch machbaren - RC-Netzteile aus den 60´er Jahren ja auch, wenn es auch bessere Lösungen geben mag...

Hier im Forum wirst Du immer wieder interesannte Ideen und Erfahrungen lesen, wenn Du bereit bist, Dein Fachwissen mal nicht als das einzige zu sehen, sondern mal zuzulassen, daß es manche Varaianten und Lösungen gibt, die zwar seltsam aussehen, aber gut klingen...

Ich denke wenn Du das Forum hier von dieser Seite auch mal 5ve gerade sein zu lassen siehst, wird es Dir gefallen, wie einigen anderen hier ja auch...

Auch sind hier auch einige fachfremde Leute, die halt nach Ihrem besten Wissen und Ihren Erfahrungen Ihre Ideen einbringen, ich denke man sollte diese Dinge nicht zu schnell abfertigen...

Schönen Abend,

viele Grüße, bis dann, Manfred.

 

 

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Hi!

 

Rechnen wir doch einfach mal durch... Wahrscheinlich wurde der Betriebsstrom der Schaltung ermittelt und ungefähr 10mA festgestellt. Da fallen am R gute 10V der 30V Betriebsspannung ab und es werden 100mW verbraten. Dem Regler bleiben dann noch genügende 5V und er wird nur noch mit 50mW belastet. Wenn du jetzt den R wegcancelst, kriegt der LM317 die vollen 15V Spannungsdrop und die Verlustleistung steigt um 200% auf 150mW. Du kannst nicht erwarten, dass die da immer TO220-Packages verbauen! Wahrscheinlich sitzt nur ein TO92 da drin und irgendein deppiger Praktikant hat die Bestückungsmaschine so eingestellt, dass der arme Dreibeiner bis zum Anschlag in die Platine mit 20 mil Leiterbahnen reingerammt wurde. Das kann zwar funktionieren aber ich würd mich nicht wundern, wenn das schon jahrelang klaglos laufende Gerät nach wenigen Wochen mehr oder weniger unspektakulär abdankt.

 

Zusätzlich macht der Widerstand die Spanungsversorgung für ziemlich lange bis dauerhaft kurzschlussfest. -> Grund #3.

 

lg

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Servus,

 

ich habe stillschweigend vorausgesetzt, dass man den Spannungsabfall an dem Widerstand sich vorher anschaut, bevor man ihn evtl. überbrückt. Das ist ja quasi Pflicht. Wenn deine Berechnungen zutreffen, dann sind da tatsächlich die thermischen Gegebenheiten zu beachten.

Wobei, wenn der LM tatsächlich so deppert dimensioniert und eingesetzt wurde, kann er auch keinen längeren Kurschluss verkraften, trotz Vorwiderstand, denn da wird's bei 150mW nicht bleiben.

Ist der LM nicht sowieso thermisch gesichert bzw. strombegrenzt?? Hab jetzt grad keine Lust, das Datenblatt zu studieren.

 

Grüße

Hermann

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Grüss Dich!

 

AD hat sich mal sooo grosse Mühe gegeben, ein Datenblatt für den OPV anzulegen. Warum nutzt das keiner? Da steht doch ganz deutlich drin, dass das Teil gegen Masse unbegrenzt kurzschlussfest ist. Also können R4/R104 ganz weg. Ja, es sei denn irgendjemand legt den Ausgang auf +/-Ub. Dann bieten bei gegebenen 15V genau 332R genügend Schutz. Will man aber diesen Fall berücksichtigen, dann muss man auch die Verbindung zu +/-30V berücksichtigen - liegen ja schliesslich auch irgendwo auf der gleichen Platine. Also steigen R4/R104 proportional auf 664R. Ach, R4/R104 haben irgendwas in die 600R??? Was für ein Zufall. Allerdings könnte man diesen Schutzwiderstand, wenn er denn nur diese Aufgabe hätte, auch super VOR die Rückkopplung packen - so wie es im Datenblatt unter den Application Hints gemacht wurde. Dann ist er für das Signal fast völlig blind. Aber ich befürchte, der R sorgt zusätzlich dafür, dass der OPV nicht die reine Leitungs- und Eingangskapazität der Folgestufe sieht. Das führt zur Regelkreisverschlechterung bis hin zur Instabilität. Vergleicht mal im Datenblatt das Small Signal Overshoot vs. Load Capacitance!!!

Und jetzt mal im Ernst - wenn es wirklich hoch kommt, sind das 1nF bis zum Eingang der Folgestufe (diese Load Capacitance ist im Datenblatt schon gar nicht mehr aufgeführt). Das macht eine Grenzfrequenz von >250kHz. Allein der Eingangsfilter begrenzt aber das Signal schon auf <160kHz. Also WARUM??

 

Warum ist der 970R immer noch ominös? Er dämpft die Störungen vom Netzteil bei >100kHz um über 100dB. Jenseits von 200kHz hat der lm317 keine 40dB mehr! wollt ihr etwa, dass jede Netzunsauberkeit oder Radio Jerewan fast ungebremst auf die Ub des OPV knallt? Vergleicht mal dazu die Power Supply Rejection vs. Frequency im Datenblatt des OPV und die Ripple Rejection vs. Frequency im DB des LM317!!! Die sinken gen 1MHz jeweils auf bis zu 20dB runter!

 

lg

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Hi wieder!

 

Ja, die guten haben einen thermischen und einen Überstromschutz drinnen. Aber auf dessen korrekte Funktion würde ich mich nicht verlassen. Vielleicht ist ja auch in Billignachbau aus Fernost da drinnen, wo der Teil eingespart wurde.

 

Der Kurzschlussfall fliessen dort maximal 30mA. Im Kurzschlussfall fallen über dem LM317 nur die 2V und ein paar Zerquetschte Minimaldropspannung ab. Dessen Verlustleistung ist im Kurzschlussfall 60mW. Die komplette Kurzschlussleistung von fast 1W bleibt im Widerstand hängen - das könnte der ne ganze Weile aushalten... irgendwann vielleicht etwas braun werden und stinken :), je nach Umständen.

 

lg

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Grüss dich wieder!

 

Danke nochmals fürs Willkommen :)! Ich bin noch Student aber oft recht eingespannt, wenn da wieder wichtige Dinge anstehen - Dienstreise war tatsächlich auch dabei. Da müsst ihr irgendwie durch, genauso wie durch mein Gemecker. Ich lerne gern dazu und bin auch gerne bereit, mich tiefer in Materien einzuarbeiten, soweit es meine Zeit zulässt (Audio ist schliesslich nur ein Hobby). Deswegen bin ich ja hier. Aber ich erhebe Anspruch auf eine schlüssige und nachvollziehbare Theorie hinter jeder Behauptung. Eine Aussage "Das hat bei mir in einer anderen Anwendung irgendetwas bewirkt. Ich weiss nicht was und ich weiss nicht warum." bringt mir persönlich gar nichts, weil es zum einen nicht feststeht, ob es sich um eine Verbesserung handelt (Verbesserung in welchem Bereich, in welchem Maße usw.), und weil ohne Theorie und Wissen dazu eine Adaption auf andere Applikationen schon fast grob fahrlässig ist (finanziell und effektiv). Wenn es schon nicht theoretisch erklärbar ist, muss es wenigstens messtechnisch ansatzweise nachweisbar sein. Alles, was erhört wurde und zu minimal für Messtechnik ist, ist Murx! Genausogut könnte der Effekt durch ein Staubkorn auf der Hochtonkalotte zu Stande kommen. Auch den kann man nicht mit einfach Messmitteln nachweisen aber ein Einfluss dessen wäre nicht auszuschliessen.

Und wenn ich lese, dass hier Widerstände gebrückt werden, weil man den Sinn nicht versteht oder weil man ihn nicht verstehen will, weil man nichtmal einen kleinen Blick ins Datenblatt geworfen hat, dann ist das irgendwie vergleichbar mit der Hexenverbrennung im Mittelalter :). Zumal wenn diese Veränderungen offensichtlich eine Verschlechterung der Systemeigenschaften hervorrufen müssen. Wenn schon die reinen Zahlen schlechter werden, dann kann doch der Klang nicht besser werden - anders wird er vielleicht - aber sicher nicht besser.

 

Das, was ich hier verbreite ist nicht "MEINE Meinung" sondern die allgemeine Lehrmeinung (Grundlagen ET erstes bis drittes Semester, URI und Co) und Datenblatt-geschriebsel, Application Notes der Hersteller usw. .

 

lg, Martin

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I=U/R? :)

30mA=30V/1K in erster Näherung. Eigentlich gehen von den 30V nochmal 2V weg für den Sannungsdrop über den LM317, dann noch etwas, weil man selten einen idealen Kurzschluss hat und dann gehen vielleicht noch ein paar Volt im Innenwiderstand des Netzteiles flöten. Die 30mA werden real sicher nicht erreicht.

 

lg

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Ich Hirsch. Der Widerstand hat 910 Ohm. Ich hab mich dauernd verlesen und 91 Ohm gesehen. :-/

Vom Prinzip her war's mir schon klar.

 

Ich find's aber schon ziemlich krass, ein Netzteil mit 1k quasi hochomig zu machen. Bringt's das wirklich?

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Wo liegt das Problem? Ich sehe nur Vorteile im R10, solange man nicht viel mehr als 13mA rauszieht und den Regler des 317 nicht in den Anschlag treibt.

Allein die Filterwirkung - schon mit den 10µ Eingangselko ergibt sich eine Dämpfung der 100Hz Grundwelle von zusätzlichen 18dB. Wenn man die 22µ hinter dem 317 dazunimmt, kommt man auf über 24dB. Oberwellen und Netzstörungen entsprechend mehr. Wie ich oben schon schrieb, ist der 317 für Frequenzen oberhalb 200kHz fast transparent!

Anderweitig sucht man nach alternativen für rauschende general purpose Vregs und hier werden nützliche Filterelemente verteufelt. Das passt doch nicht zusammen.

 

Der Stromverbrauch dürfte gerade so zu den 970R passen (wir wissen ja nicht, wie hart und exakt die 30V da anliegen). Der Spannungsteiler des 317 nimmt 5mA, die beiden OPVs zusammen 8mA.

 

lg, Martin

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