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mm2

Subwoofer jetzt mit Laufzeitverzögerung ?

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Hallo,

 

ist Euch schon unter den Audiomap News das Thema

"Subwoofer jetzt mit Laufzeitverzögerung"

 

aufgefallen ?

 

http://audiomap.de/news/item/3812/b15a3fde...327ff0cec0c3a02

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Damit wird der Aufbau sogenannter DBA-bzw. Mehrfacharrays möglich: Raumresonanzen im Tiefbass-Bereich können so weitestgehend kompensiert werden.

DBA/Mehrfacharrays bestehen aus zumindest zwei Subwoofern, wobei ein Subwoofer wie üblich im Bereich der Hauptlautsprecher/Satelliten steht. Das zweite Sub-Modul wird etwa an der Raum-Rückwand positioniert. Dessen Impulsantwort kann u.a. mit Hilfe der digitalen Laufzeitkorrektur und Phasenlage so eingestellt werden, dass es die Tiefbass-Problemfrequenzen sozusagen ?verschluckt?.

Störende Raumresonanzen werden ausgeblendet und am Hörplatz ergibt sich ein überragend trockener, impulsiver Bass.

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Wie soll das funktionieren ? "Raumresonanzen kompensieren"

 

Wird dort eine Reflexion an der Rückwand versucht zu verhindern ?

( also Auslöschung an Rückwand )

oder

eine Auslöschung an bestimmten Raumpunkten ?

 

Wie sehr Ihr das ?

 

Grüße

mm²

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Hi mm2,

 

schaue doch mal bei nubert vorbei

http://nubert.de/ts_basswiedergabe.htm

da gibt es einen Beitrag zum Thema.

Ganz grob basiert das Ganze darauf, dass die Schallwelle von nach hinten laufen soll und dort auf eine verzögerte, phasengedrehte Schallwelle trifft. Die Summe ist dort dann 0.

Es läuft also nur der Direktschall ein mal durch den Raum und soll dann kompensiert werden, so dass nichts mehr da ist, was reflektiert werden könnte.

In der Praxis funktioniert das natürlich nur näherungsweise und umso besser, je mehr Subs verwendet werden.

 

Ach ja, natürlich wäre es auch denkbar, das ganze etwas abzuspecken, die erste Reflexion zuzulassen und dann den normalen Sub zur Kompensation zu verwenden. Dazu würde man nur einen passenden Controller benötigen. Das wirkt dann zwar nicht so gut, kostet aber auch nicht so viel.

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Hallo Hubert,

 

Danke für den Link,

eigentlich eine tolle Idee, es wird qausi die Reflexion an der

Wand durch gegenphasigen Schall ( Auslösung ) verhindert.

 

Das muss ich direkt mal mit meinem Behringer DCX2496

ausprobieren, Delay und Phasendrehung ist kein Problem,

der Pegel muss wohl auch noch abgesenkt werden.

 

Trotzdem ist es schwierig sich die Wirkungsweise

am Hörplatz vorzustellen.

 

Ich sitzt z.B. relativ nah an der Rückwand,

wie kann man sich jetzt vorstellen das nur die

Reflexion ausgelöscht wird, aber nichts vom Direktschall ?

 

Viele Grüße

mm²

 

 

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Hi mm2,

 

eine Pegelabsenkung muss nur ganz Minimal vorgenommen werden.

Im Bass geht ja kaum Energie verlohren - das ist ja gerade das Problem :)

 

Der hintere Sub läuft ja voll synchron zum Hauptsub. Es ist wie das Umfüllen einer Flüssigkeit von der Flasche in das Glas. Der Zuhörer sitzt dann Mitten in der Strömung. Solange die Strömung schön gerichtet werden kann, funktioniert es theoretisch ganz gut. In der Praxis dürfte es wohl auch fast immer zu einer Verbesserung führen.

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Hallo Hubert,

 

schöner Vergleich mit dem Umfüllen ;-)

 

denkst Du es ist der Praxis tatsächlich unabhängig von der

Hörposition ( also Abstand Hörplatz zur Rückwand ) ?

 

Hat hier im Forum schon mal jemand eine Vorführung

von "Nuberth" oder "mains" erleben dürfen ?

Wie waren die Eindrücke ?

 

Es müsse ja so gefühlt werden als ob der Raum wesentlich größer

ist, also keine Rückwand da ist, man ist also qausi im Freien ;-)

 

Bis zu welcher Frequenz funktioniert das System ?

 

Viele Grüße

Mm²

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Hi mm2,

 

das "Auslöschen" der Rückwand wird damit ja nur im Bass, also unter sagen wir mal 100Hz, gemacht. Alle Bereiche darüber bleiben unberührt, so dass von einem Raumeindruck wir im Freien wohl keine Rede sein kann.

 

Ganz unabhängig von der Position ist es nicht. Die Einschränkungen werden mit kürzerer Wellenlänge, also mit steigender Frequenz, immer größer.

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Hallo

 

Würde sagen, daß sowas nur sauber funktioniert für Wellenlängen größer als die Raummaße.

 

 

 

gruß Andi

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Hallo Hubert,

 

in unserer alten Wohnung hatte ich alle Grundraummoden

mit Helmholtzresonatoren entzerrt die in Raumecken standen.

 

Der Effekt war sehr erstaunlich und lag ganz nah an dem

Eindruck man hört im Freien, vermutlich kommt der Effekt

dadurch zu stande dass die Nachhallzeit durch die

Helmholtzresonatoren stark reduziert wird.

 

Eine sehr häufige sehr ausgeprägte Raummode ist jedoch die

zwischen Boden Decke.

Und die liegt je nach Raumhöhe meist über 100Hz,

zudem dürfte die Anordnung der Subwoofer an der Rückwand

bei dieser Raummode wenig ausrichten ?

 

Viele Grüße

mm²

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Hy Andi,

 

das wären dann alle Frequenzen unterhalb der Grundraummode !

 

Um Raumresonanzen zu bekämpfen zu können müßte

die Anordnung aber bei der Grundraummode und Vielfachen

davon funktionieren.

 

Ich vermute das Problem liegt in der exakten Phasenlage

zwischen Front- und Rear-Subs.

Diese bleibt nur auf der Verbindungslinie zwischen

Front- und Rear-Sub erhalten.

 

Sitzt man seitlich davon ergibt sich ein Fehler der

um so größer wir je höher die Frequenz ist.

Abhilfe wäre mehre Subs auf der Rückseite zu verwenden

oder sich exakt in die Mitte zwischen Front- und Rear-Sub

zu setzten.

 

Bin ja gespannt ob sich jemand meldet der die Anordnung

schon mal gehört hat.

 

Viele Grüße

mm²

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Hallo

 

Der reinen Theorie nach sollte es genügen, wenn man vorne eine Reihe von Subs hat. zB 4 Stück entlang der Wand. Und hinten entsprechend genauso viele. In derselben Art aufgestellt.

Phasenlage: es muß (idealerweise) genau das selbe Signal abgestrahlt werden. Um genau die Laufzeit von vorne nach hinten verzögert und zusätzlich verpolt (-180°).

Wäre äußerst interessant, so eine Anordnung mal auszuprobieren!

 

 

 

gruß Andi

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