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chrthauer

Kann der PC den CD-Player ersetzen

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Hallo zusammen,

 

in den lezten Wochen habe ich mich mit der Nutzung des PC als Wiedergabemedium fuer Musik beschaeftigt und fand das sehr aufschlussreich. Grund war meine wachsene Faulheit und zunehmende Unuebersichtlichkeit meiner CD-Sammlung. Folglich habe ich angefangen, meine CD's zu rippen und versuchsweise ueber Laptop und externe USB-Festplatte sowie USB-Soundkarte abzuspielen. Die Wahl fiel auf die M-Audio Audiophile USB, nicht des Audiophilen Nmaens wegen, sondern weil der CHipsatz bei SPDIF-Ausgabe kein Resampling durchfuehrt und die Karte bezahlbar ist.

 

Anfaenglich waren die Ergebnisse sehr ernuechternd. Ich hatte iTunes installiert, das laesst keine Wahl bei der Verwendung der Treiber. (kein ASIO Support) Betriebssystem XP.

 

Der Klang war scheusslich hart, fast verzerrt, kaum Raeumlichkeit, ich wollte schon fast aufgeben. Ich habe dann in etlichen Foren nachgelesen und beschlossen, das Betriebssystem neu aufzusetzen (diesmal Vista home). Danach habe ich alle nicht benoetigten Systemprozesse gestoppt und keinen Virenscanner installiert.

 

Nach laengerer Suche installierte ich dann Foobar als Playersoftware, das biete auch ASIO Support und laesst sich von der Oberflaeche so anpassen, wie es mir gefaellt.

 

Nach anfaenglichen Problemen bei der Installation der ASIO Treiber hat es dann im 3. Versuch geklappt und siehe da, das klang schon viel besser. Plug and Play ist jedenfalls was anderes und Erfahrung im Installieren und Anpassen von Betriebssystemen sind sehr hilfreich.

 

Ich moechte mich jetzt bewusst nicht in audiophilen Klangbeschreibungen verlieren, ich habe die PC-Loesung mit meinem CDP (Sony X77ES als Laufwerk ueber externen DAC) verglichen (ja, Lautstaerke war abgeglichen). Ein direkter Vergleich ohne umstoepseln war leider nicht moeglich, da mein DAC nur einen digitalen Eingang hat. Allerdings kenne ich die Stuecke, die ich fuer Vergleiche verwende, ziemlich gut.

 

Der Unterschied war schon erstaunlich. Die leichte Belegtheit, insbesondere von Frauenstimmen, war ueber Laptop verschwunden, ohne das ein Anflug von Haerte auftrat. Auch die Raeumlichkeit stand nicht hinter dem CDP zurueck, die Laptoploesung schien mir jedoch bei der Feinaufloesung eindeutig besser. Der CDP wird wohl zu eBay gehen.

 

Ich habe dann verschieden Progamme zum Rippen getestet (EAC, iTunes, Foobar), die Dateien waren alle gleich gross und so klangen sie auch: gleich (zumindest fuer mich) Format immer wav. Einen Bitvergleich habe ich nicht durchgefuehrt, werde ich aber noch machen.

 

Wie sich der analoge Ausgang der M-Audio verhaelt, habe ich nicht getestet, Moeglicherweise sind da Produkte von Apogee (Mini Dac) oder RME ueberlegen. Vielleicht bringt auch eine FireWire Karte Verbesserung, habe ich auch noch nicht ausprobiert.

 

Die Anschaffungskosten sind jetzt nicht gerade extrem gering, aber verglichen mit dem, was fuer solide CDP's aufgerufen wird, ueberschaubar. Ich habe ca 1000€ incl. Laptop (Dell Inspiron 1525), externe 1,5TB Festplatte und Soundkarte ausgegeben.

 

Dafuer habe ich jetzt eine gut klingende, vor allem saubequeme Loesung.

 

Fazit: Wer braucht noch CD-Player?

 

Gruss

 

Christoph

 

 

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Die gleichen positiven Erfahrungen bei Klang und Bequemlichkeit der Bedienung mit einem PC als Wiedergabemedium habe auch ich gemacht. Der PC muß für Audioanwendungen auch nicht besonders potent sein: CPU Pentium IV 1,6GHz, Windows XP und 1 GB RAM genügen vollauf. Tja, wenn man foobar2000 einsetzt. foobar2000 ist ein sehr ressourcenschonendes Programm was CPU und RAM betrifft. Unter audiophilen Gesichtspunkten ist foobar jedoch voll auf der Höhe der Zeit: Unterstützt ASIO, DirectSound, Kernel Stream und das bei 16, 24 oder 32Bit Auflösung. http://www.foobar2000.org

 

foobar2000 ist nach seiner Installation von der Bedienoberfläche her sehr einfach und schlicht gehalten, aber eben funktional bestens. Ich habe meine Wunschlösung einer optisch ansprechenden und funktionalen foobar2000-Bedienoberfläche in FofR gefunden. Das sieht dann so z.B. aus:

 

 

fofrscreenshot1hz4.jpg

 

 

fofrscreenshot24jk.jpg

 

 

Wie man so etwas am Rechner einrichtet, habe ich hier beschrieben: http://foobar-users.de/index.php?topic=1128.0

 

Mein Arbeitsweg, neudeutsch Workflow, sieht beim CD-Archivieren auf Festplatte so aus:

 

1. Mit Hilfe von Exact Audio Copy (EAC) CD rippen auf Festplatte und gleichzeitig umwandeln des wav-Formats in das verlustlose flac-Format. flac benötigt nur etwa halbsoviel Speicherplatz wie eine wav-Datei, wie sie auf CD vorliegt. In EAC läßt sich auch eine Abfrage der CD-Musiktitel in der freedb-Musikdatenbank durchführen, was das spätere Taggen ungemein erleichert. http://www.exactaudiocopy.de Forum: http://www.digital-inn.de/forum144 Auch wenn dort Frage kommen "Mein EAC friert ein.", mein EAC läuft seit Monaten stabil. :)

 

2. Taggen der Musiktitel (systematisches Abspeichern von Albumtitel, Interpret, Musiktitel, Musiktitellänge usw.) mittels MP3TAG http://www.mp3tag.de

 

3. Scannen der CD-Covers und Ablegen der jpg-Dateien im Audiodatenbereich der Festplatte.

 

4. Scannen der Musiktitel mit FofR und fertig ist die Musikdatenbank.

 

Schritte 1 und 2 lassen sich auch mit foobar2000 erledigen. Welcher Weg gewählt wird, entscheidet der persönliche Geschmack.

 

Alle von mir genannte Software ist Freeware bzw. Donationsware, d.h. wenn man mit der Software zufrieden ist, spendet man dem Programmentwickler ein paar Euros.

 

Nun zur PC-Hardware, insbesondere die Soundkarte, die ein entscheidendes Glied in der Klangkette im PC ist. Die von Dir, Christoph, genannte M-Audio Audiophile 2496 ist sicher eine gute und inzwischen recht günstige Stereo-Soundkarte, die bereits seit dem Jahr 2002 auf dem Markt ist. Habe selber auch eine M-Audio Audiophile 2496 in meinem Zweitrechner im Einsatz. Noch etwas besser schätze ich die ESI Juli@ ein, die recht gute Kommentare in den Foren bekommen hat, wie z.B. hier: http://www.hifi-forum.de/viewthread-54-4764.html

 

Zur preislichen Einordnung: http://www.soundkartenkatalog.de/oxid.php/...057800.35982408

 

Wenn die interne Verarbeitung der Audiodaten in 24Bit- oder sogar 32Bit-Auflösung erfolgt, kann problemlos der Lautstärkeregler der Soundkarte genutzt werden. Nur uralte Soundkarten, die nur 16Bit unterstützen, liefern bei Lautstärkeverringerung einen hörbaren Klangverlust durch eine Veringerung der Bit-Tiefe. Moderne Soundkarten bieten 24Bit- oder 32Bit-interne Datenverarbeitung im Soundmixer.

 

Rüdiger

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Hallo Ruediger,

 

sieht echt cool aus, dein layout. Soweit bin ich noch nicht, bin erstmal am rippen, damit ich was zu hoeren habe.

 

Ich mache es aber sonst genau wie du, EAC, umwandeln in FLAC und dann taggen. Wenn man dann sieht, wie schoen geordnet das alles ist und wie bequem man Alben oder Interpreten auswaehlen kann, kann das schon begeistern.

 

Meine Hardware bin ich gerade am Aendern. Habe mir ein schickes Gehaeuse zugelegt, da soll dann noch ne RME HDSP 9632 rein, scheint mir nicht schlecht, das Teil. Das Ganze im RAID5 Array, wg. Datensicherheit.

 

Laut RME bieten die internen Regler eine Lautstaerkeregelung ohne Klangeinbussen. Bin mal gespannt und werde berichten.

 

Gruss

 

Christoph

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Hallo Christoph,

 

richtig das FofR-Layout sieht super aus und ist sehr gut bedienbar. Die FofR-Screenshots habe ich etwas verkleinert, damit der Thread leichter gelesen werden kann. Man merkt, daß der Entwickler von FofR einiges an Überlegung und Erfahrung in dieses GUI (Graphic User Interface) gesteckt hat. Das fängt bei der Wahl der speziellen Schrifttypen und -größen und endet beim Verstecken von selten genutzten Funktionen, die einen sonst nur in der Oberfläche stören würden, wenn sie dauernd präsent sein würden. Wenn Du mein FofR-Manual durchliest, wird dies klar.

 

Für meinen Audio-HTPC habe ich mir ein elegantes, optisch zurückhaltendes PC-Gehäuse zugelegt, das auch in einem Wohnzimmer nicht sofort sofort als üblicher Office-PC auffällt. Das gewählte Antec P182 ist akustisch gedämmt (da klingelt und dröhnt nichts), die Festplatten sitzen schwingungsentkoppelt in den Festplattenkäfigen. Die Käfige lassen sich leicht seitlich herausziehen, wenn mal eine Festplattte getauscht werden muß. Das Gehäuse besitzt vorne eine gedämmte Gehäuseklappe, sodaß die Laufwerke nicht sichtbar sind. Das Besondere am Antec P182 ist die Art der Anordnung des Netzteils unten im Gehäuse und die Lüftungsführung im Gehäuse. Im Ergebnis ist das Gehäuse im Inneren weniger aufgeheizt als bei anderen Anbietern. http://www.antec.com/ec/de/productDetails.php?ProdID=09182

http://www.caseking.de/shop/catalog/Gehaeu...lack::6615.html

 

Bei der Wahl der PC-Komponenten wie Netzteil, Lüfter und Festplatten habe ich nach Komponenten gesucht, die möglichst leise sind und bezahlbar bleiben.

 

120er-Lüfter sind tendenziell leiser als 90er oder kleiner, da sie langsamer laufen können. Gute Erfahrungen habe ich mit Lüftern von NoiseBlocker gemacht. http://www.blacknoise.de/shop/de_DE/Index

 

Das von Dir angesprochene Raid5 Array zum Datensichern ist natürlich die ultimative Lösung. Setzt Du dafür drei Festplatten ein, die Raid5 Array benötigt? Bin selber nicht der große Raid-Experte. Das mit den drei Festplatten konnte ich folgendem Link entnehmen: http://www.zdnet.de/enterprise/server/0,39...119381-4,00.htm

 

Eine Datensicherung ist absolut notwendig, da ansonsten die Zeit für die Erstellung der Musikdatenbank verloren gehen würde. Bei mir löse ich die Datensicherung über eine separate USB2.0-Festplatte, die nur wenn neues Musikmaterial gesichert werden muß angeworfen wird. Es gibt Software wie SyncBackSE, die bei einer Spiegelung der Audiopartitition auf eine zweite Festplatte nur die neuen bzw. geänderten Dateien überspielt. Das drückt natürlich gewaltig den Zeitaufwand beim Durchführen der Sicherung. http://www.2brightsparks.com/syncback/sbse.html

 

Die von Dir ausgewählte RME HDSP 9632 gehört klangmäßig und von den Features her zur Oberliga der Soundkarten. Die HDSP 9632 läßt sich später mit einer Erweiterungseinschub ("Expansion Board") von Stereo auf 6-Kanal aufrüsten. Von daher relativ zukunftssicher! :)

 

Einzig einen Punkt solltest Du noch abklären. Manche Soundboard-Hersteller halten es nicht für notwendig ein zeitverzögertes Freischalten der Line-Ausgänge vorzusehen. So ein Premiumhersteller ist die Fa. Lynx. Vor kurzem wollte ich mir noch die Lynx Two B (2 Eingänge + 6 Ausgänge) zulegen. Erst durch einen Mailkontakt mit einem Lynx Two B Nutzer in den USA wurde ich auf dieses Problem aufmerksam. Eine Lynx 2B hatte dort durch starke Spannungsspitzen beim PC-Anschalten bzw. PC-Abschalten Hochtöner ins Jenseits geschickt. Dies gilt verstärkt für aktive Lautsprecher mit direkter Ansteuerung der Endstufen durch die Soundkarte, wie ich es in meinem Projekt vorhabe.

 

Auszug aus seiner Mail: "I must pass along a warning regarding the Lynx 2B. When I turn my PC on and shut it down, a spike is sent through the analog outputs of the Lynx card. This isn't a problem if you have an active or passive crossover on your speakers, but is you are using the Thuneau Allocator for crossover duties and you leave your amps on, the spike can easily fry a tweeter. ... Last year when I was experimenting with the digital crossover's my son shut down the computer and destroyed a $200.00 pair of tweeters." Daß das Problem kein Einzelfall ist, zeigt folgender Thread: http://www.lynxstudio.com/forum/forum_posts.asp?TID=198&PN=1

 

Bei "Thuneau Allocator" spricht er von der Software Frequency Allocator von Jan Thuneau, die auch einsetze. Dahinter verbirgt sich ein VST-Plugin zur Abbildung einer 4-Wege-Frequenzweiche samt Möglichkeiten zur Entzerrung, Filterung zur F-Gang-Begradigung und Verschieben der Signale auf der Zeitachse. http://www.thuneau.com/allocator.htm

 

Als Soundkarte setze ich bei mir eine M-Audio Delta 1010 ein, mit 8 Ein- und Ausgängen plus SPDIF Ein- und Ausgang. Mehr dazu hier, wo ich stolz berichte, daß das Routing innerhalb der Soundkarte klappt und somit foobar und Allocator wie gewünscht zusammenarbeiten: http://www.thuneau.com/forum/viewtopic.php?t=157

 

Das interne Routing ist nämlich nicht bei allen Soundkarten im ersten Anlauf erfolgreich. foobar2000 unterstützt zwar ASIO-Treiber, jedoch nur für Stereo-Anwendungen. Frequency Allocator ist jedoch ein Multikanal-Plugin, das eigentlich nur in einer ASIO-Umgebung arbeitet. Also foobar und Multikanal-Plugin beißen sich. Vielleicht gibt es bei einem foobar-Update eine Zusatzkomponente zum Einbinden von Multikanal-Plugins in einer ASIO-Umgebung.

 

Ich habe es jedoch über die Monitorfunktion der Delta 1010 erreicht, daß das Stereo-Signal der CD als DirectSound an den "Frequncy Allocator" weitergegeben wird. Dort wird das Signal frequenzweichenmäßig aufgeteilt und dann an die Ausgänge der Soundkarte geroutet. Und das Ganze arbeitet ohne zusätzliche Software wie dem Tool Console (s.u.).

 

Der Entwickler von "Frequncy Allocator" Jan Thuneau nutzt selber eine RME HDSP 9652. Zum Verknüpfen auf digitaler Ebene von foobar und Allocator setzt er die Software Console ein. http://console.jp/en/

 

Wie man sieht, ist auch die digitale Frequenzweichenentwicklung nicht ganz so einfach. ;) Aber man beißt sich durch.

 

Grüße

 

Rüdiger

 

 

 

 

 

 

 

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Hallo Ruediger,

 

du hast da ja schon jede Menge Arbeit geleistet. Ich finde es auch toll, dass du deine Erkenntnisse teilst.

 

Geeignete Gehaeuse gibt's schon einige, je nach Geschmack. Ich habe mich, da es wie ein CDP aussehen soll, fuer folgendes entscheieden:

 

http://pegasus-htpc.com/

 

Fuer die RME Soundkarte habe ich mich auf grund des guten Rufes des Herstellers in der Studio-Szene entschieden. Karte sollte morgen kommen. Das Prob mit den Spannunsspitzen ist dort beseitigt.

 

Raid5 braucht mindestens 3 Festplatten, wobei dei Kapazitaet dann jeweils n-1 ist, bei 3 500GB-Platten also 1TB. Es setzt allerdings einen RAID-Controller vorraus. Es gibt Mobo's, wie z.Bsp. das von mir eingestzte Abit AN-M2HD. Das Raid Array laesst sich einfach einrichten. Beim booten wird der Zustand des Arrays geprueft und eventl. Fehler angezeigt. Dann kann 1 Platte ausfallen, ohne das die Daten im Eimer sind. Ein 100%-iger Schutz ist das nicht, deshalb habe ich nochmal auf externer USB-Platte gesichert. Ich moechte wirklich meine ca. 1200 CD's nicht nochmal rippen muessen.

 

Da, wie du schon sagtest, die Performace-Ansprueche recht gering sind, habe ich eine moeglichst stromsparende CPU ausgewaehlt, AMD Sockel AM2, Dual core Brisbane 1900MHz, brucht nut max. 45Watt. Der 120mm-Luefter des CPU-Kuehlers ist ueber das Mobo geregelt und springt erst an, wenn die CPU waermer als 60Grad, kam bisher nicht vor.

 

Sehr interessant finde ich die digitale Frequenzweiche, zumal ich die Parametersaetze fuer meine Manger 109 kenne, dann brauchs echt nur noch den PC und die Endstufen, sehr kompakt.

 

Ich sehe, die naechste Zeit wird mir garantiert nicht langweilig.

 

Nochmals Danke fuer deine Infos und Tipps

 

Gruss

 

Christoph

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Hallo Christoph,

 

die von Dir gewählte AMD-CPU ist völlig ausreichend für unsere Zwecke. Genügend Leistung bei geringer Leistungsaufnahme und Wärmelast. Selber habe ich auch zu einem AMD gegriffen, ebenfalls Dual Core Brisbane, den X2 5000+. Die CPU nutze ich bei Audio nur zu 5..10% aus, wenn der Thuneau Allocator arbeitet. Ich erwarte später beim Ausnutzen aller Eingriffsmöglichkeiten der digitalen Frequenzweiche, wie F-Gangoptimierung und Zeitversatz der Chassis zueinander, etwas mehr CPU-Auslastung. Aber auch dann habe ich genügend Wasser unter dem Kiel. :)

 

foobar2000 alleine lastet meine CPU nur zu 2% aus. Etwas mehr gefordert wird die CPU erst, wenn ich DVDs abspiele oder digitale Bildbearbeitung mache.

 

Habe mir Dein HTPC-Gehäuse angesehen. Optisch macht es gut was her und ist eher als HiFi-Gerät denn als PC einzuschätzen. Zum Ruhigstellen des Gehäuses wirst Du wahrscheinlich noch etwas tun müssen, um die Blechresonanzen durch Laufwerke und insbesondere der Festplatten zu bekämpfen.

 

 

pegasus7620fz4.jpg

 

 

Durch Bitumenklebematten aus dem Lautsprecherbau oder/und Filzunterlagen zur Festplattenentkoppelung läßt sich das Blech sicher beruhigen, wenn aus dem Gehäuse noch störende Geräusche kommen sollten.

 

Was bei mir als Nächstes ansteht, ist daß ich lerne mit ARTA zu messen. Ein kalibriertes Mikro von HiFi-Selbstbau ist vorhanden und wartet auf seine ersten Einsätze. Doch zuvor muß ich mir noch die ARTA-Meßbox bauen, damit die Mikrofonsignale vom PC verstanden werden. http://www.hifi-forum.de/viewthread-104-10108.html

 

ARTA ist genauso wie foobar2000 ein Wolf im Schafspelz. Es bietet professionelle Meßtechnik für relativ kleines Geld. Ich brauche die gemessenen Frequenzgangkurven für den Import nach Frequency Allocator, um somit real die akustische Wirklichkeit abzubilden.

 

Mit welcher Meßtechnik willst Du Dein Projekt angehen?

 

Grüße

 

Rüdiger

 

 

 

 

 

 

 

 

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Hallo Ruediger,

 

also das mit dem Gehaeuse passt auch ohne bedaempfung, die Festplatten sind ueber Gummipuffer entkoppelt (schon vormontiert), ich habe die Samsung HD502IJ eingebaut, das ist eine aeusserst leise Festplatte, die auch im 3er Pack nicht laermt.

 

Die Optik war mir halt wichtig, weil's ins Rack soll.

 

Insgesamt kann man wirklich sagen, dass das Abspielen reiner Audiofiles wirklich eine sehr "traege" Angelegenheit ist, die kaum Performance erfordert. Mit Bildbearbeitung sieht es natuerlich anders aus, aber dafuer habe ich noch einen anderen Rechner, der allerdings einen Hoellenlaerm macht.

 

Die RME Karte habe ich gestern eingebaut, installation lief problemlos, macht aufs erste hinhoeren einen sehr guten Eindruck (ASIO Treiber). Hatte aber nicht viel Zeit, um das mit meinem externen DAC zu vergleichen. Insbesondere werde ich mal testen, ob man evtl. den Vorverstaerker weglassen kann und die Lautstaerke ueber die internen Regler von TotalMix (Das ist die mitgelieferte RME Software) einstellt.

 

Bisher habe ich Hubert Reiths Frequenzweiche fuer die Manger 109 in Huberts Endstufen drin. Das gefaellt mir sehr, sehr gut. Aber der Spieltrieb wird mich ueber kurz oder lang dazu bringen, mit einer PC basierten Weichenloesung anzufangen. Nochmals Danke fuer deinen link, das sieht wirklich sehr interessant aus.

 

Bisher habe ich, wenn ueberhaupt, mit Hobbybox gemessen, ARTA ist da aber wahrscheinlich etwas professioneller. Mal seh'n, ich muss erst mal die Ausgaben fuer den PC verdauen und die ueberfluessige Elektronik verscheuern, bevor's weitergehen kann

 

Insgesamt denke ich, das der PC als HIFI Geraet heftig unterschaetzt wird, zumal er viel mehr kann als ein reiner Player. Fuer mich sind die Zeiten des CDP jedenfalls endgueltig vorbei

 

Gruss

 

Christoph

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Hallo Christoph,

 

das von Dir angesprochene dspModul sieht auch sehr interessant aus. Hubert Reith - der Kopf von HIFIAkademie - weiß, wovon er er spricht und verbaut sehr gute Technik. :)

 

Das dspModul ist ein Einbaumodul für Vor- oder Endstufe aus dem HIFIAkademie-Programm. Die Programmierung des dspModuls erfolgt am PC (entspricht EPROM-Flashen). Somit kann die individuell geflashte Aktivweiche (dspModul) auch ohne direkten Kontakt zum PC in Betrieb gehen. Die Einstellmöglichkeiten sind umfassend ausgelegt :)http://hifiakademie.de/.?id=6&si=MTIwOTYyO...1MC4xNzEuODh8IA

 

Aber wir wollen ja die foobar2000-Musikbibliothek via PC abspielen. Deshalb steht der PC als Desktop oder elegant als Hifi-Komponente im Hifi-Rack direkt bei den Endstufen.

 

Christoph, hast Du das dspModul in der Vorstufe oder der Endstufe bei Dir verbaut? Sehe ich das richtig, daß pro dspModul nur zwei Kanäle versorgt werden?

 

Zur Datensicherung setze ich eine externe USB2.0-Festplatte ein. Somit läuft die Festplatte nur, wenn Datensicherung angesagt ist. Die externe Festplatte hat damit hoffentlich ein langes Leben. ;)

 

Wenn neue CDs auf der Festplatte des PCs liegen und die externe Festplatte ein Update erfahren soll, greife ich auf das Tool SyncBack zurück. Es gibt neben der sehr umfassenden Shareware SyncBack SE, auch eine abgespeckte Freeware-Version, die ich bei mir erfolgreich getestet habe. Version 3.2.18.0 liefert deutsche Bedienmenüs und eine Hilfe in Englisch. Das Programm ist sehr leicht zu bedienen. Die letzte freeware-Version bevor SyncBack zur Shareware wurde, gibts hier: http://www.2brightsparks.com/assets/softwa...ck_Setup_DE.zip

 

SyncBack sieht beim Profileinrichten so aus:

 

 

profiltypczl.gif

 

 

Hier die Erklärung der Unterschiede von Sicherung zu Synchronisation:

 

Sicherung: Kopie aller geänderten oder neuen Dateien incl. Ordnerstruktur von Laufwerk A nach Laufwerk B

 

Synchronisation: Datenabgleich zwischen zwei Laufwerken in beide Richtungen (A nach B und B nach A), damit beide Laufwerke jeweils die gleichen neuesten Datenstände besitzen.

 

 

profileinrichtenvsp.gif

 

 

... und im Betrieb:

 

 

ergebnisvqv.gif

 

 

Für den Abgleich meiner Musikbibliothek von PC-Festplatte zu externer Festplatte für 6 neue CDs bei einer Gesamtmenge von 300 CDs habe ich zwei Minuten benötigt. Nicht schlecht. :)

 

Das Erstanlegen einer Sicherung auf USB2.0-Festplatte hat ca. 100 Minuten für 120GB gedauert.

 

Hier noch Tipps zum Scannen der CD-Cover, die in FofR ja ihren großen Auftritt haben. Ursprünglich hatte ich einen in die Jahre gekommenen Epson Perfection 1250 im Einsatz. Aber mit der "Perfection" wars bald vorbei. Der Epson nervte mich zusehens mit fehlerhaften Scans. Das sah dann so aus:

 

 

epsonperfection1250seme.gif

 

 

Das CD-Cover wurde "per Zufallsgenerator" gescant: Mal stimmte das Ergebnis und mal wurde nur ein Teil gescant. :(

 

Auf den Tipp von Forenuser grimes habe ich mir den CanoScan LiDE 90 geholt. Dies ist ein Scanner mit LED-Technik, der hier seine Vorteile ausspielt: Gerätaufwärmen in extrem kurzer Zeit und ein deutlich schnellerer Scanvorgang als bein alten Epson. Das Beste kommt noch: Der Canon unterstützt Multiscan, d.h. ich kann zwei CD-Covers auf einmal scannen. CD-Covers werden vom Programm automatisch in der Größe erkannt und paßgenau zugeschnitten. Nacharbeit ist nur bei dicken Papp-CD-Covern notwendig. Die CD-Covers werden automatisch ausgerichtet. Ein Ausrichten via Hilfslineal wie beim Epson noch notwendig ist beim Canon nicht mehr notwendig. :)

 

Der kleinere CanoScan LiDE 25 beitzt den gleichen Komfort wie der 90er und kostet aktuell etwa 52 Euro gegenüber 65 Euro für den 90er. Der 90er-CanoScan besitzt eine höhere maximale Auflösung und arbeitet schneller als der 25er. Jeder möge selber entscheiden, was für ihn wichtig ist.

 

 

cd-covervs.cd-hardcodew.gif

 

 

Das von Canon mitgelieferte Scan-Tool MP Navigator hat jedoch Einschränkungen bei der Länge des Dateinamens. Ich wollte halt gern per "Copy and Paste" den kompletten Dateinamen aus der foobar-Musikbibliothek übernehmen ohne Kürzungen vornehmen zu müssen. Dies läßt sich durch das Freeware-Tool XnView schaffen, indem ich den Scanner als Twain-Quelle einbinde bei gleichzeitiger Nutzung des ScanGear Tools von Canon. Das Arbeiten mit XnView als Scan-Tool ist geht gut gut von der Hand und bietet alle notwendigen Funktionen.

 

XnView in Aktion:

 

 

xnviewundscangear2a00.jpg

 

 

Man kann beliebig viele CD-Covers in einem Aufwasch scannen und dann den Dateinamen mit "Copy and Paste" vergeben und abspeichern. :) Und nebenbei ist XnView ein sehr gutes Bildbetrachter-Programm. http://xnview.de Ich denke, XnView arbeitet auch mit vielen anderen Scanner-Herstellern zusammen. Das Multiscan-Feature mit dem automatischen Ausrichten und Zuschneiden beherrschen die Canon-Scanner erst seit der aktuellen Modellgeneration. Dies hat der Mailkontakt mit grimes gezeigt, den ich aus dem foobar2000-Forum http://foobar-users.de kenne.

 

 

 

 

 

 

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Hallo Christoph,

 

na wie klingts mit Deiner RME-Karte?

 

Beim Surfen im Mega-Forum für Recording Freaks http://www.gearslutz.com/board/ bin ich über positive Erfahrungen zu externen Word Clocks (Master Clock) gestolpert, die klanglich Erstaunliches vollbringen: Mehr Raumtiefe, natürlicher Klang, weniger Harschheiten im Klang. http://www.gearslutz.com/board/2041541-post47.html

 

Die genutzte Word Clock ist hier eine Lucid GENx192. http://www.lucidaudio.com/index.php?Show=216&Show1=406

 

Mit einer Word Clock kann ich den Systemtakt verschiedener Digitalgeräte synchronisieren und eben auch den eingesetzten Wandler auf minimalen Jitter drücken. Das Topmodell der externen Word Clocks kommt von Apogee und nennt sich „Big Ben“. http://www.apogeedigital.com/products/bigben.php

 

Für uns Home-Digitalos sind diese Geräte IMO zu teuer (1000..1200 €) und mit zu vielen Schnittstellen ausgerüstet. Eine interessante Alternative kommt von Black Lion in Form der MicroClock. http://www.blacklionaudio.com/microclock.html

Das Teil kostet 425 $ oder 263 Euro nach aktuellem Wechselkurs. Dazu kommen i.allg. Mwst. und Zoll. Hier der Bericht eines Users, der eine MicroClock zusammen mit einer RME-Karte betreibt: http://www.gearslutz.com/board/1910718-post29.html

 

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Hallo Ruediger,

 

die RME Karte ist eingebaut und ich bin sehr zufrieden. Ich habe sie mit meiner modifizierten Behringer DCX2496 verglichen (lief nur noch als D/A-Wandler) und finde sie zumindest nicht schlechter. Auch der Behringer hatte ich eine neue Clock verpasst.

 

Allerdings braucht die Karte einiges an Einspielzeit, heatte ich vorher nicht geglaubt, klang aber nach 1 Woche deutlich raeumlicher und softer.

 

Ich von Hubert noch die analoge Weiche in seinen Endstufen und sehe derzeit keine notwendigkeit, sie gegen das DSP-Modul zu tauschen. Es waere halt mal interessant, eine rein PC-basierte Loesung aufzubauen. Vielleicht mache ich das ja mal irgendwann mit der Thuneau-Software.

 

Ich habe keine Grund, den Angaben von RME zu misstrauen, die dort eingesetzte Clock liefert Jitter kleiner 2ns

 

http://www.rme-audio.de/support_techinfo.p...nfo_steadyclock

 

Klar kann man meinen, dass das mit einer externen Clock noch besser klingt, diese Behauptung muesste aber erst mal verifiziert werden. Bei Blacklionaudio gibt es nicht mal ein Datenblatt zur Clock, Grund fuer mich, an solchen Aussagen zu zweifeln.

 

Interessant faende ich mal, so einen Rechner gegen hochpreisige CDP's antreten zu lassen, ich glaube, da gaebe es manche Ueberraschung.

 

Im Elektronik-Selbstbauforum geistern ja derzeit die abenteuerlichsten Vorschlaege zur verschlimmbesserung von Hubert's Pre rum. Nix gegen basteln, aber was da vorgeschlagen wird, ist teilweise von tiefer Ahnungslosigkeit gezeichnet. IMHO wirken sich OP- und Kondensatortausch nur marginal auf ein gut konstruiertes Geraet aus, ich habe es selbst ausprobiert und hoere nicht wirklich einen Unterschied.

 

Jetzt muss ich mich mal dransetzen und Foobar optisch etwas aufhuebschen, das hat aber keine Prioritaet. Ich glaube auch, dass ich zum Scannen der CD-Cover wirklich zu faul bin.

 

Es gibt ein paar nette plug-ins fuer Foobar, die ich ganz nuetzlich finde, z.Bsp die zwei folgenden:

 

http://www.aixcoustic.com/index.php/Electr...osihfopit/30/0/

 

Kostenlos falls nur parametrischer EQ gebraucht wird.

 

Benoetigt folgendes plug-in:

 

http://www.yohng.com/foobarvst.zip

 

Ebenfalls kostenlos. Ich habe damit die (massvollen) EQ Einstellung aus der Behringer uebernommen. Klingt prima.

 

Gruss

 

Christoph

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