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Tuvok.

Filmkritik: Snow Cake

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Ein bisschen die Handlung:

 

Tolle Schriftstellerin, der gefällt der Titel – Das blutende Kind – und sie findet es toll dass man Menschen so leicht manipulieren kann. Und das muß ALEX (Alan Rickman) über sich gehen lassen. Die setzt sich doch glatt zu ihm auf den Tisch. Er ein reicher Engländer, Teebeutel und Schnösel, und jetzt ist er im Lande der billigen Medikamente. Und er ist und bleibt einfach ruhig. Ja die Dame, um die es geht, ist die quirlige Autostopperin VIVIENNE. Die ist punkig, er fährt nach Winnipeg, und sie verspricht ihm, wenn er von Ihr genug hat, dann schmeißt er sie raus. Tja, spannend wurde es, als ALEX zu Ihr meinte, er ist vom Knast raus, er hat wem getötet. Ja da kommt wirklich Spannung auf. Wer will da wohl mitfahren?

 

Erinnert an „Hitcher – der Highwaykiller“, aber leider, leider kommt alles anders. Und da passiert es, ein LKW, so ein langes Ding mit irre viel Last oben, Holz oder so, der rammt das Auto von ALEX. VIVIENNE ist sofort tot. ALEX überlebt leicht verletzt.

 

Und jetzt erst beginnt der Film interessant zu werden, wenn man ein Künstlerhirn hat. Denn ALEX macht sich zu LINDA auf, der Mutter seiner Mitfahrerin. Und als er bei LINDA (Sigourney Weaver) ankam, tja die schien gar nicht so entrüstet, fast so als wäre sie erleichtert oder froh. LINDA ist wiederum ein Mensch die etwas an Borderline grenzt. Etwas irre, zurückgezogen und doch feminin extrovertiert, gefühllos und eiskalt, doch liebenswürdig zerbrechlich.

 

ALEX versteht die Welt nicht mehr, bis MAGGIE, die Freundin von Ihr (Catherine Ann Moss) ihm erklärt das LINDA ne Autistin ist. Er bleibt ein paar Tage bei LINDA, er fühlt sich irgendwie verantwortlich von Ihr. Und dann passiert es, er verknallt sich in sie. Wäre da nicht der blöde Bulle der in ALEX seiner Vergangenheit rumschnüffelt, alles wäre so super.

 

Meine Meinung:

 

Tja Sigi Maus spielt die Rolle sehr gut, das muß ich schon zugeben. Und da wäre wieder der Film, keine Sau kennt den Regisseur, keiner kennt die Vorlage, die Darsteller hoch motiviert und sehr gut, allen voran Frau Weaver, Rickman, einfach super, und ja, ein Film zum mitdenken und leiden, zum aufpassen und ja kein Popcorn essen, ein Film wo man wirklich wach bleiben muß. Am besten vorher Kaffee schlürfen. Nein, er ist nicht so langweilig wie es klingt, eher so einsam bedrückend, einfach und kompliziert, nachdenklich, und man muß aufpassen, es kommt hier auf viele Einzelheiten an.

 

Die Drehbuchschreiberin ist Angela Pell, die Olle hat versucht über 10 Jahre ne Komödie fürs Kino zu schreiben. Misserfolg. Und was macht die? Aufgeben? Ne, Ihr Sohn ist Autist, also schreibt sie einen Film über Autismus. Einen der ungefähr 80 % der Durchschlagskraft von „Rain Man“ hat.

 

Was kann man so über den Film sagen? - Eröffnungsfilm auf der Berlinale 2006. Der Film war im Rahmen der 6. Filmkunstmesse bereits vorab in der Schaubühne Lindenfels in Leipzig zu sehen. Der Film wurde vom Publikum auf der 6. Filmkunstmesse zum besten Film gekürt. Und hat ihn das berühmt gemacht? Ich glaube nicht, der Film lief bei uns nur in einem Kino, und das ist klar, denn er ist einfach zu langweilig. Schnee, Sonnenunter und Aufgänge vor kompliziert erotisch nachdenklicher Leinwand, eine Gegend die ungefähr so einfach und bedrückend, aber auch irgendwie innovierend wirkt wie in „Albinoi“, das ist ein isländischer Film.

 

Gedreht wurde der englische Film in Wawa, und Ontario und als dort in Wawa der Schnee schmilzt bei den Dreharbeiten muss die Crew LKW Ladungen von Kunstschnee herliefern.

 

Was interessant war an dem Film, Weaver ist wirklich geboren für den Film, Alan wirkt nur als Statist, aber je mehr ich mir Weaver ansehe, desto mehr muß ich zugeben, die wahrscheinlich momentan unerotischste, und hässlichste beste Darstellerin über 50 die es derzeit auf dem Planeten gibt.

 

Was wirklich witzig ist, Alan Rickman hat nach dem Lesen des Skriptes Sigourney überredet die Rolle von LINDA zu spielen, wer weiß wer das dann geworden wäre, vielleicht Sharon Stone?

 

Also wem anspruchsvolle und ruhige intelligente Filme gefallen über Lakritztee der wie Katzenpisse schmeckt, und Filme wie „Nell“ als viel zu Mainstream empfinden der ist bei dem Film hier 110 Minuten richtig. Die 1,81 Meter große und 56 Jahre alte Schauspielerin hat sich sehr lange mit Ros Blackburn unterhalten und sie studiert, ne Englische Autistin um die Rolle der LINDA zu perfektionieren, wieso die Rolle sehr gut war, obwohl LINDA keine Autistin ist, weiß ich nicht. Sicher die Rolle haut mich nicht vom Hocker, Linda ist auch kein so Spitzen Autist wie damals Dustin Hoffmann, aber wahrscheinlich gibt es wohl mehrere Formen von Autismus, nicht nur die Zählenden sich an die Schläfe Hämmernden Wetten Dass Klone die alles wissen.

 

Einer der schönsten Momente, und auch kraftvollsten ist, als Alan erklärt was passiert ist, aber noch mehr, als er sich in sie verliebt, und einen einfachen Einblick in die Seele von Linda bekommt. Übrigens einer der besten Autisten oder Gestörte Menschen Filme ist „Das Mercury Puzzle“ Wie das der Junge gespielt hat, so echt, keine Ahnung.

 

Ne, ne, der Film ist zu empfehlen, er ist ein Kunstwerk ein kleines, das man sich maximal 1 x ansehen kann. Warum die Szene komisch sein sollte, als Linda im Garten Schnee isst, keine Ahnung, ich fand den Film kein einziges Mal komisch, und als mich meine Alte aufklärt, wie der Film so im Geiste funktioniert, gefiel er mir noch gleich besser.

 

80 von 100

 

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