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CarlMcCoy

Tellerlager Rega - Verbesserung möglich?

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Liebe Mitaudiophile,

 

das Thema Rega Tellerlager kam hier bisher eher am Rande vor.

 

Zur Einführung

Wer keinen Rega P3 o. ä. zum Schallplatten Abspielen verwendet, stelle sich das bitte mal vor:

 

Eine ca. 25 mm dicke Zarge aus HDF, bei den älteren Regas MDF, hat eine gebohrte Aussparung von d = 18 mm, darin befindet sich eine Lagerbuchse aus Bronze mit Außen(fein-)gewinde M 18 x 1,00, die als oberen Abschluß etwas wie einen Schraubenkopf hat, damit sie auf der Unterseite mit einer passenden Mutter in der Zarge "fest" verschraubt werden kann.

 

Während meiner Ausbildung zum Werkzeugmacher lernte ich, Feststellgewinde, also theoretisch so eins wie das am Rega, sollten als Faustregel so viele haltende, stabilisierende Gewindegänge haben, wie die Zahl hinter dem M. Demnach sollte die Mutter auf der Unterseite der Zarge wenigstens 10, besser 18 statt lediglich 2 - 3 tragende Gewindegänge aufweisen. Auch Architekten anderer LWs legen sehr viel Wert auf ein Tellerlager, und außer bei Subchassis-Drehern, bei denen es darum geht, die federnde Masse eher gering zu halten, werden Tellerlager, soweit ich das mitbekommen habe, wackelfrei und fest mit einer Grundplatte o. ä. verbunden, um es 'auf Kurs' zum vertikalen Tonarmachse und zum Pulley zu halten.

 

Mittelfristig plane ich die Anschaffung eines TR ZET 1, bis dahin scheint mir das unbedingt REVERSIBLE Umbauen meines Rega-Drehers ein lohnenswertes Unterfangen.

 

Apropos: ich las hier die Meinung, Regas können keinen echten Bass, oder nur mit wandnah aufgestellten Rega-Kettenboxen - was habe ich bloß bis jetzt schon mit meinem angestellt? :D Meine Stand-LS stehen > 80 cm von der Rück- und 75 cm von der Seitenwand entfernt, ich habe deren Standort mittels gerader und ungerader Raster, wie nach J. Gerhard im hifi tunes LS-Buch beschrieben, aufgestellt, es hatte jemand sehr beeindruckt , der von weit her kam, nur um etwas zu kaufen.

 

Als Rega vor ca 9 J zum Vollsortimenter avancierte, überzeugte mich die eigentlich lobende Darstellung von Kabeln, Boxen etc. eigentlich nicht so recht. <_<

 

Mein Ziel also: entsprechendes Material besorgen, und eine Mutter mit größerer Auflagefläche an der Unterseite de Zarge, mit mehr tragenden Gewindegängen zu drehen / zu schneiden. Die seriell verwendete Mutter bietet eine Auflagefläche an der Unterseite, wie sie von 2 konzentrischen Kreisen mit d1 = 20 mm und d2 = 22 mm eingeschlossen wird, also von ca. 128,4 mm². :o Ein entsprechender Gewindebohrer M 18 kostet max. 40 €

 

Hier könnte, theoretisch zumindest, schon eine entsprechende Unterlegscheibe abhelfen, aber nicht gegen die wenigen tragenden Gänge.

 

Eine selbst angefertigte 'Spezialmutter' könnte, ohne weitere bauliche Veränderungen am Spieler, mühelos beide Werte so verändern, daß sie den ideellen, uns als Wz-machern vermittelten Allgemeinwerten für langzeitstabile technische Konstruktionen, oder auch nur langzeitstabile Befestigungen entspricht.

 

Um zu prüfen, was alles REVERSIBEL mit/an einem Rega (zu verbessern) geht, werde ich morgen die Gummifüße, auf denen ein Rega steht, durch selbst gedrehte Bronzefüße mit Spikes ersetzen, die ich mit den O-Schrauben in den O-Bohrungen der Zarge befestigen kann, um, falls das Ergebnis nicht wie gewünscht ausfällt, die Gummifüße wieder montieren zu können.

 

Was dabei an Klanggewinn zu erzielen ist, werde ich, subjektiv durch mir vertraute Platten, ermitteln und hier posten.

 

Was schätzt ihr - werde ich mehr Präzision, mehr Auflösung damit erzielen?

 

Jemand schrieb schon, daß ein Plattenspieler in sich ein System ist, was einleuchtet.

 

Von daher spricht sehr viel dafür, einen Player so zu lassen, wie er ist, und gerade Händler, etwa in Berlin, rieten mir schon eher zu einem Unter- Untersteller, also zwischen Rega und Rackboden, der mühelos > 50 % des spielfertigen Gesamtspielers übersteigt, als direkt an der Zarge andere Füße zu montieren, dann noch ein Terminal, um ab dort NF-Kabel mit unterschiedlichen Kapazitäten und Induktivitäten verwenden zu können, die eine eher mollig oder hart klingende Kette wieder "gerade biegen" zu können-

es sind also gut 2 weit voneinander entfernte Haltungen zu 1 Thema auszumachen, von denen mind. eine handfeste Gründe hat, wie die Notwendigkeit eines Ladeninhabers, jeden Monat einem Mindestumsatz einzufahren. :rolleyes:

 

Ich bin gespannt auf Eure Meinungen und Tipps

 

LG Carl

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Hallo

 

wie die Notwendigkeit eines Ladeninhabers, jeden Monat einem Mindestumsatz einzufahren.

 

richtig erkannt! Mehr ist dazu eigentich nicht zu sagen ;)

 

Was die Schraube angeht, verstehe ich die Bedenken keineswegs.

Eine 18x1 Schraube mit 10 Gewindegängen halte ich für praktisch unmöglich. Und wenn doch realisierbar, denke ich ist der Zugewinn an Festigkeit höchstens akademischer Natur. Die Zahl der Gewindegänge hat nicht wirklich was mit der Stabilität oder Kippfestigkeit oder was auch immer zu tun. Selbst ein einzelner Gewindegang läßt den Gewindegang der aufgeschraubten Mutter vollumlaufend greifen, und zwar auf ganzer Länge der Mutter. Ich weiß nicht, was daran durch mehr Gewindegänge verbessert werden könnte.

Eine Schraube ist eine Schraube ist eine Schraube :rolleyes: . Wenn die jetzige das Lager ordentlich und fest mit der Zarge verbindet, dann solltest Du daran nichts ändern.

 

Die Bronzefüße könnten eine akustische Veränderung bewirken. Ob es besser oder nur anders ist, muß man testen.

 

 

Gruß Andi

 

 

 

 

 

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Tach Andi,

 

vielen Dank für Deinen Rat!

 

Habe über Muttern, Feststellgewinde mit 1 nicht audiophilen Kumpel von ca. 55 J gesprochen, der in einer Muttern- und Schraubenfabrik seine Lehre machte, lange, bevor er dann Partei- und Betriesratskarriere machte, der erinnerte sich an das, was man mir auch vor ca. 20 J beibrachte.

 

Ganz sicher ist, selbst, wenn ich den Gewindebohrer selbst kaufen müßte, bekäme ich für den Preis noch nicht mal Sorbotane- SSC- oder gar Cerabal-Füße, geschweige denn, ich käme, das Geld anders verplant, schneller an mein Traumobjekt, den ZET 1. Drehmomentschlüssel bekäme man sicher geborgt, um am Tellerlager auch die O-Mutter wieder so wie vorher anzuziehen.

 

Anders gesehen könnte ich auch erst mal 2-3 als Kleinserie machen und bei ibää feilbieten. Über ibää sagte mir mal n Kumpel, 'jeden Morgen steht einer auf, bereit, genau das zu dem Kurs zu kaufen, was du loswerden willst, wobei ich das noch nie schamlos ausgenutzt habe :rolleyes:

 

Der Bau der Füße verlagert sich auf Mittwoch, erfolgt dann aber wirklich. Derzeit kann ich mangels Vorstufe eh nur CDs über KH hören.

Letzte Woche fand ein Wechsel statt, der bei mir noch nicht ganz abgeschlossen ist. :D<_<

 

Etwas schade, daß sich hier so wenige bis jetzt beteilgten. Wenn ich mir ganz unsicher bei etwas bin, hole ich i. d. R. vorher 3-4 Meinungen ein. Hoffentlich machen noch mehr Audiophile mit... :o:huh:

Ich bekomm ein Gerät in Kundenauftrag von austrian analogue audio mit exzellenter MC-Vorstufe.

 

Bei der Gelegenheit möcht ich auch fragen, wie ihr es mit Basen für Endstufen haltet.

Meine bekommen nämlich auch endlich gekonterte Spikes in beide Richtungen. Foto kann ich heute nicht machen, wird nachgereicht, aber beschreiben: 20 mm Schiefer auf der Auslegware, mit Quarzsand gefüllte + versiegelte 40 mm - Aluvierkantprofile festo / Item Nossen, noch je 3 Gewinde-show-spikes ausm Fach-Einzelhandel, darauf 23 mm Buche-Leimholz-Platte mit eingesägtem Dreieck gegen Resonanzen des Buchenholzes.

 

Anderes Bsp:

 

Ich will jetzt nicht angeben, wo, weil der Händler sehr nett ist, aber einmal wurde dort ein exzellenter Röhrenvollv. an exzellenten (Leise-)sprechern (um die 90 dB/W/m) betrieben, der von seiner Grundfläche her in oder auf kein Standard-Rack paßte, also erstmal auf dem Kokosläufer seinen Dienst tat. Alles jenseits von dem, was ich mir kaufen könnte, klang dennoch ganz neidlos imposant.

 

Bezüglich der räumlichen Auflösung verblieb der Verdacht, auf einem anständigen Rack oder wenigstens einer fetten Schieferplatte wäre mehr gegangen.

 

LG Carl

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