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Tuvok

Filmkritik: Sky High - Die Highschule hebt ab

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Inhalt:

 

WILL STRONGHOLD ist ein ganz normales Kind, er hat keine Superkräfte, obwohl er welche haben müßte. Denn sein Vater ist der berühmte STEVE „The Commander „ STRONGHOLD (Kurt Russell) und seine Mutter ist die berühmte JOSIE „Jetstream“ STRONGHOLD (Kelly Preston) die im Nicht super Helden Leben Immobilienmakler sind. Und sie werden immer dann gerufen wenn die Kacke am Dampfen ist. Die größte Schwierigkeit aber für die Eltern ist Erziehung des einzigen Sohnes.

 

Eines Tages muß er die High School besuchen, seine beste Freundin LAYLA geht mit, und er landet unverhofft auf der schwebenden Plattform Sky High, auf der Schule wo schon sein Vater damals hingegangen ist. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen.

 

Leider kann er beim Eignungstest in der Schule keinen guten Platz gewinnen, und zeigt so das er absolut keine Superkräfte hat was es bisher noch nie gegeben hat, denn Eltern haben immer Kinder mit Superkräften, bis auf einen, den Busfahrer RON WILSON.

 

Doch in der Schule hat er 2 Probleme. GWEN GRAYSON die Technopathin interessiert sich für ihn. Technik ist für sie wie tägliche Luft, und sie verliebt sich in ihn. Er weiß nicht das aber seine beste Freundin LAYLA mehr für ihn hegt, und er hat sofort einen Erzfeind.

 

WARREN PEACE, dessen Mutter von seinem Vater getötet wurde, und der haßt ihn. Seine Fähigkeit als Held ist, er kann Feuer werfen. Es gibt nämlich auf der Schule Helden und Antihelden, Looser, also Heldenhelfer, denn die Schule ist nicht rassistisch.

 

Sein 2. Feind ist LASH, der sich dehnen kann wie er will, und SPEE der schnell läuft und sich bewegt wie ein Blitz. Dafür hat er neue Freunde, alles Looser. MAGENTA die sich in ein Meerschweinchen verwandeln kann, sie ist Formwandlerin, dann ZACH der in der Nacht leuchtet, ETHAN der zu einer Pfütze werden kann, und eben LAYLA, die die Natur beherrschen kann, die aber Ihre Fähigkeit nicht zeigen will.

 

Und da tauchen dann die Probleme auf. Er ist ein Held nach einiger Zeit und muß entscheiden, seine Liebe GWEN oder seine Familie und alte Freunde.

 

Infos:

 

Walt Disney, der Konzern, der den Film auch produzierte, sehr gut übrigens, hat einen Drehbuchautor engagiert, Paul Hernandez, der sich einfach fragte, was ist wenn Superhelden Kinder haben. Und vor allem was ist wenn sie erwachsen werden. Und irgendwer im Team hat sich dann „Ferris macht blau“ angesehen und ein paar Ideen gestohlen und sie für den Film genommen.

 

Bald wurde die Suche nach dem Regisseur begonnen, Herr Mitchell, und der wollte dann eine Familienkomödie starten. Dann fand man für den Sohn, Michael Angarano, aus dem Film „Dogtown Boys“ als Söhnchen mit viel Humor und Grips, der passte dann sehr gut, der hat als Teenager ohne Schauspielschule genügend Erfahrung, ein Naturtalent eben.

 

PAPA Russell der schon Erfahrung mit Disney Filmen hatte in den 60 er Jahren, und Superheldenfilme hat sich hier nicht mehr besonders anstrengen müssen, hat er doch sowieso auch schon lange Kinder. Sein letzter Disney Film war 1975 – „Der stärkste Mann der Welt“.

 

Das Mädchen Penny im Film übrigens, die sich so vervielfältigen konnte war in Wirklichkeit ein eineiiger Zwilling. Malika und Khadijah heißen die witzigen Mädchen. Die Dame die Schuldirektorin Power spielt ist übrigens die gleiche Schauspielerin aus der TV Serie – „Wonder Woman“ aus den 70 er Jahren, die eher langweilig war. Aber wie man sieht haben viele schon Erfahrungen mit Comic oder Superheldenfilmen gemacht.

 

Die Stunts zu machen waren nicht einfach, aber man hat einfach auf Computer verzichten wollen und so gut wie möglich aller Flug Sequenzen machen wollen. Und die Lösung hat dann die Firma Go Stunts geboten. Die gehört dem Filmemacher Scott Rogers. Der hat so Hochgeschwindigkeits Effekte erfunden. Bei Spiderman 2 hat er sie schon zum Einsatz gebracht. Seine Technologie erlaubt es einem Schauspieler bis zu 14 Meter / Sekunde in die Höhe gezogen zu werden. Wenn der Schauspieler dann fliegt, kann er ihn steuern wohin er fliegt, bis zu 7 Cm genau.

 

Für die Szene als Will Stronghold durch 10 Wände fliegt, hat man 3 Wochen gebraucht. Kelly Preston, die Mutter spielte war ganz begeistert von der Erfahrung in so einem Film mit zu spielen. Die meisten Szenen wurden mit Kamera Tricks gestaltet, und Kelly hatte sogar einen eigenen Brustpanzer der sie mit den Winden in der Luft herumgezogen hat, und so war gesichert das Ihr perfekt angepasster Gurt Ihr keine Verletzungen beibringen konnte.

 

Die Klassen waren alle gedreht in Burbank am Disney Studio Gelände, in Halle 5. Der Royal Pain Schurkenanzug hat 23 Teile. Das ganze besteht aus gehärtetem Schaumstoff und geschäumtes Latex. Der Anzug übrigens von Kurt war so heiß und unbequem und eng, das er ein Kühlsystem integriert hat, und trotzdem hat er pro Tag 4 – 5 Liter Flüssigkeit verloren, weil er so geschwitzt hat.

 

Die 80 er Jahre Musik ist selten hörbar, und der Themensong ist von einem 82 Köpfigen Orchester gespielt worden.

 

 

Meine Meinung:

 

Endlich kommt mal eine Comicverfilmung ins Kino. Nun der Film war ja nie vorher ein Comic, und er wurde auch nicht nach einem Comic gedreht, wie Batman oder andere ähnliche Filme, aber er wirkt als hätte er ein guter Comic sein können im früheren Leben. Es ist ja oft so das manche Comics im späteren Leben ein Film werden. Dieser hier nicht, aber er hat ähnliche Anleihen denn im Film kommen einige Comics vor und das ist ja nicht so ganz übel.

 

Aber nur ganz kurz. Viel mehr ist in dieser knapp 90 Minütigen Geschichte zu sehen wie eine Superhelden Familie lebt, wie sie überlebt. Die Story ist ungefähr so was wie die Realverfilmung von „Die Unglaublichen“. Alleine diese ganze Idee ist wirklich süß. Wie lebt eine Superheldenfamilie wenn sie Nachwuchs kriegt, und der Sohn hat keine Superkräfte und weiß nicht wie er es den Eltern erklären soll, ungefähr so wie wenn der Sohn in der Schule ist und das Erste Mal den Minnirock der geilen Deutschlehrerin gelüftet hat und die ganze Klasse lacht, und dann kriegt er einen Eintrag im all so beliebten Mitteilungsheft, und er weiß nicht wie er die Eltern da unterschreiben lassen soll.

 

Der Film ist ungefähr so ähnlich. Aber er ist auch ernst gedreht, nicht nur lustig, und zwar so ernst das es nicht langweilig wird, sondern die ganze Zeit eine gewisse Teenagerhafte Unterhaltung bietet mit einem Schuß Erwachsenenbildung. Also ein Film der eigentlich für die ganze Familie geeignet ist und das ist gut so. So was ist nämlich sowieso selten. Die Filme die nach einer Art Comic gedreht wurden, oder die einen Superhelden im Repertoire haben, sind meistens nur für Kinder geeignet, und für Leute die gerne im Kino auf einer großen Leinwand sehen wollen wie irgendwer mit vielen Muckis durch irgendwelche Wände fliegt, weil er von irgendwem irgendwann, irgendwo nach irgendwo sonst wohin gestoßen wurde, und dann freut sich jeder im Kino, weil das so schön kracht.

 

Der Film ist schon eine Spur weiter. Er bringt nicht nur den Schuß Erotik im Teenageralter rein, sondern auch ein bißchen Probleme im Teenageralter. Da ist der Kuss für die richtige Freundin, da ist der blöde Junge der nicht weiß das seine beste Freundin sich für ihn mehr interessiert als er dachte. Und nicht das sie sich jetzt dafür interessiert die neuesten Computerspiele des Freundes durchzuspielen, oder den ganzen Schmonzes anzuhören was der Freund sagt, weil er eben der beste Freund ist, und Frauen sowieso die besten Gesprächstherapeuten sind, sondern ein Junge der nicht kapiert, das die beste Freundin sich für dein Inhalt seiner Unterhose interessiert.

 

Dann wären noch Probleme mit Geheimhaltung, alten Kameraden, verschollenen Freunden, und fertig ist eine galante Familienunterhaltung. Was den Unterschied zu ähnlichen Filmen wie „Spy Kids“ machte, denn da ist auch eine Superheldenfamilie in Amerika am Leben, ist das der Film mit Ironie und einem Schuß Dialogwitz rüberkommt, und nie den Anspruch erhebt, den Zeigefinger auf die richtige Stelle zu rücken und den Zuseher zu einem gewissen Bild rüberrücken, wer, wie, wieso, wann, und wo er zu sein hat, zu Denken hat, und glücklich zu sein hat, weil das und dieses Jene dort und hier passiert.

 

Die Drehbuchautoren haben diese recht witzige Hommage an die Superhelden Filme recht gut gemacht und einen netten Kurt Russell ins Filmgeschehen reingestellt. Leider ist er am Hintergrund, obwohl er der stärkste Mensch der Welt ist. Schön ist auch an dem Film die Tatsache das jeder weiß, wer welcher Superheld ist und wie er wann und wo privat lebt. Also wenn man keine Geheimnisse hat, interessiert man sich auch nicht dafür und somit gibt es keine Kriminalität. So was müßte man mit der Erlaubnis von Marihuana machen.

 

Gut habe ich auch die Vater / Sohn Beziehung gefunden. Ein netter Vater der natürlich will das sein armer Sohn das beste kriegt was es zu kriegen gibt, eine gute Ausbildung, die Superkräfte, und nicht so viel Schelte, denn das macht die Mutter Jetstream sowieso, während der Commander dort abwürgt, wo Mutterherz zu viel anwürgt.

 

Der Film fällt glücklicherweise nicht in das Abseits der zu bierernsten Filmen, und fällt auch nicht ab in eine lächerliche Ironie des ganzen Geschehens, sondern fängt in kurzen Abständen die zu viel übrig gebliebenen Emotionen ab und wechselt sie wie ein Gleichstromaggregat ins Gegenteil um.

 

Bruce Campbell, bekannt aus „Tanz der Teufel“ und „Darkman“ spielt hier fast nicht erkennbar den selbstverliebten blöden Lehrer Boomer, und ich finde diese Rolle ist viel zu kurz für ihn gewesen. Leider. Aber man erkennt ihn dann wenn man die Credits am Ende des Filmes gelesen hat.

 

Was mir nicht so ganz gefallen hat, die langweilige monotone Darstellung der Lebensweise des Busfahrers, die viel zu wenig ausgeschickten Röntgenblicke der Schulärztin, ein paar nackte Titten wären da schon schön gewesen, aber wozu, ich hatte ja mein Mäuschen auf meiner Seite sitzen, und die hatte Ihre Muskeln auf Ihrer Seite sitzen, wobei ich eigentlich gar nichts dafür kann wenn meine Finger dort sind wo sie im Kino nicht sein dürfen, aber das ist wohl das Schicksals eines BH Wissenschafters.

 

Ich finde auch wenn der Film einige Schwächen hat, wenn die Eltern Stronghold zu kurz auftauchen, ist der Film eine gewaltig lustige Hommage an die Superhelden Filme und nicht übertrieben zieht er gekonnt Filme wie „X – Men“ ein bißchen durch den Kakao. Vielleicht ist dann bald noch ein 2. Teil geplant, denn diese Geschichte, die guten Special Effekte, das alles gefiel mir sehr gut.

 

Das was ich ein bißchen störend fand, ist dieses übertriebene Zweiklassensystem einer High School gewesen, und dann die Gravitationsmaschine die man nie zu Gesicht bekam, genauso wenig wie die fehlende Erklärung wieso die nationale Luftraumüberwachung die ständig schwebende und sich dahin bewegende Schule in 1 Km Höhe nicht gesehen und bisher entdeckt hat.

 

 

Ein richtiger schöner Familienfilm

 

90 von 100

 

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