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agentlost

Objektive Lautstärke vs. subjektive Lautheit

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Hallo Forum,

 

angeregt durch einen Beitrag über die gehörmässigen Auswirkungen verschiedener Ausgangspegel von CD-Playern im Direktvergleich möchte ich zu dem Thema "Livehaftigkeit" eines Schallereignisses mal eine neue Runde eröffnen.

 

Und zwar ist es der Bastler- und Tuninggemeinde ja hinreichend bekannt, dass die subjektiv empfundene "Geschmeidigkeit" eines eine Audioschaltung durchlaufenden Musiksignales unter anderem mit der Qualität der Verorgungsspannung steht oder fällt. Anhand des Beispieles einer fiktiven, sozusagen perfekten Verstärkerschaltung möchte ich hiermit einmal die Auswirkungen und möglicherweise verwendeten klanglichen Beurteilungen bewusst ausgewählter, extrem gegensätzlicher Betriebsspannungsversorgungen zur Diskussion stellen.

 

Vorweg ist dazu zu sagen, dass keine Wiedergabekette der Welt in der Lage ist, anhand eines abgespielten Tonträgers eine live eingespielte Studio- oder Bühnensituation, die sich vor der Aufnahmetechnik ergibt, zu rekonstruieren. Verlustig gegangene Schallereignisse sind ein für alle mal weg. Produktionen der U-Musik aus hintereinander eingespielten und nachträglich abgemischten, mit Effekten versehenen Einzeltracks sind eh ein Kunstprodukt und sollen hier nicht zur Debatte stehen. Mit steigender Perfektion der Kette gelingt es lediglich, das auf dem Tonträger verewigte Ereignis immer verlustärmer zu Gehör zu bringen. Hörraumeinflüsse und Abhängigkeiten sind eine andere Baustelle und bleiben jetzt ebenfalls mal ausser Acht. Also...

 

Fall 1, Versorgungsspannung aus 78/79xx- Reglern, keine nennenswerte Pufferung oder HF-Entkoppelung hinter den Reglern:

 

-> Der Befürworter schwärmt von einer dynamischen, anspringenden, analythischen, schnellen, zupackenden und lebhaften Wiedergabe. Crashbecken explodieren förmlich neben dem Kopf, das Blech schwirrt metallisch authentisch durch die Bude, der Interpret sitzt dem geneigten Auditorium auf dem Schoss. Das ist live, man ist mittendrin.

-> Der Gegner spricht von nerviger, drahtiger und aufdringlicher Gangart. Die Hochtonwiedergabe tendiert zum Zischeligen, S-Laute erscheinen spitzig. Diesem Hörer wird es schnell zuviel.

Die Wiedergabe erscheint viel zu laut.

 

Fall 2, ungeregelte Versorgungsspannung direkt aus dem Akku, mehr als grosszügige Pufferung, kaskadierte Folien:

 

-> Der Befürworter spricht von ausgeprägt gelassener Wiedergabe voller innerer Ruhe. Er beobachtet fasziniert das punktuelle, strahlende Aufleuchten einzelner Schallereignisse vor absolut schwarzem Hintergrund. Feinste Schwebungen mäandrieren hauchartig durch den Raum. Alles ist so klar, offensichtlich und ohne die geringste Anstrengung nachvollziehbar.

-> Der Gegner spricht von lahmer, müder, lebloser und wenig mitreissender Wiedergabe und bemängelt fehlende Bässe und Höhen. Der Zuhörer kämpft mit dem Schlaf. Die Wiedergabe erscheint viel zu leise.

 

 

Was ist passiert? Beide Schaltungen messen sich doch linealglatt und pegelgleich...

 

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Hallo Jörch,

 

>Was ist passiert? Beide Schaltungen messen sich doch

>linealglatt und pegelgleich...

 

Nicht ist passiert, gar nichts! Die Erklärung lieferst du schon eingangs selbst ab: "Anhand des Beispieles einer fiktiven, sozusagen perfekten Verstärkerschaltung möchte ich hiermit einmal die Auswirkungen und möglicherweise verwendeten klanglichen Beurteilungen bewusst ausgewählter, extrem gegensätzlicher Betriebsspannungsversorgungen zur Diskussion stellen."

 

Mit anderen Worten: Die Schaltungen wurde so nicht aufgebaut und auch nicht tatsächlich objektiv miteinander verglichen. Die Klangbeschreibungen sind frei erfunden. Ob es tatsächlich einen Unterschied gibt, ist durch nichts belegt.

 

Was möchtest du denn diskutiert haben? Es ist nun wirklich schon schwer genug über reelle Vergleiche einen Konsens zu finden, müssen wir uns jetzt auch noch über Fantasieprodukte streiten?

 

Grüße,

 

Uwe

 

 

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Tag Jörch,

 

wie die Situation ist: A erkennt ein Etwas (x) in der Sprache L als Y. Untersucht man die Sprecherrelation, dann also: was beabsichtigt der Sprecher A mit dem Gebrauch des Wortes 'W' gegenüber dem Hörer H?

 

So möchtest Du den Sprachgebrauch untersucht/diskutiert haben?

 

Das Etwas (x) führst Du vorstellend ein (alsob-ideale Verstärker), die Sprecher in den Fällen läßt Du reden.

 

In diesen Fällen handelt es sich um atmosphärisches Sprechen. Mehr nicht. Du möchtest Fälle von atmosphärischem Sprechen diskutieren?

 

MfG

Albus

 

 

 

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Hallo Leute,

 

quatsch, niemand sucht Streit, alles wird gut...

 

 

@ Uwe,

 

in der Tat sind diese fiktiven Schaltungen leider noch nicht erfunden worden. Aber der Witz bei der Sache ist, dass der Vergleich nicht mit Fantasieprodukten, sondern sogar mit den eigenen real existierenden Brocken in den eigenen vier Wänden für den aufgeschlossenen Tester nachvollziehbar sein können. Man muss sich halt nur einmal die Mühe machen, sich beide Netzteilvarianten zu beschaffen und bereit sein, die Spannungsversorgung still und heimlich so lange umzuklemmen, bis man einen Unterschied gemerkt hat. Man muss ja niemandem von seinem süssen Geheimnis erzählen...

 

 

@ Albus,

 

man (m) könnte, wenn man wollte, auch mit übersetzen. Vielen Dank für den freundlichen Hinweis (H). Ich wollte Dich wirklich nicht mit meinem Posting (P) belästigen.

 

Zur Diskussion stellen wollte ich die zugegebenermassen nicht neue Problematik, dass gewonnene Eindrücke je nach Gusto des Betrachters so oder so gedeutet werden können. Als Beispiel dafür wählte ich den bewussten Vergleich einer schlechten mit einer echten Gleichspannungsversorgung bei ansonsten unveränderter Peripherie. Akkuhörer wissen, wovon ich rede. Heraus kommen sollte zwischen den Zeilen die Erkenntnis, dass man durch gezielt hereinkonstruierte Unzulänglichkeiten genau das klangliche Ereignis präsentieren kann, das ein bestimmter Hörertyp schon immer gesucht hat.

 

Also einen schönen Tach noch...

 

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Hi Jörg,

 

du merkst, daß die Diskussion nicht fruchtet. Der falsche Boden für die Saat.

 

Aber worüber soll man sprechen? Du hast implizit gesagt, daß je nach Netzteil ein Amp anders klingen könne, obwohl er klassisch nach F-Gang und Pegel beurteilt ja "gleich" bliebe.

 

Da kann man zustimmen oder widersprechen. Ich stimme Dir voll zu. Schon bei kleineren Änderungen, etwa nur einem Zusatz-Impuls-C, ändert sich der Klang tlw. nachhaltig. Mit Akku&Co. noch viel stärker, wenn auch in eine andere Richtung.

 

Und wie könnte man das erklären? Nun, dynamische = real bei Musik auftretende Vorgänge im Amp, mit den klassischen Messungen nicht vollständig erfaßt, müssen offensichtlich anders sein und Klangveränderungen verursachen. Was DAS auch immer sein mag. IMHO gibt es kein Meßgerät hierfür, um gut oder schlecht zu bewerten. Außer dem Ohr...

 

Gruß

 

Klaus

 

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Morgen Jörch,

 

die "Erkenntnis" ist doch trivial. - Nicht trivial ist dem Marketingmann das Problem, die "Befürworter" haben nicht das nötige Kleingeld für derartige Preziosen oder es gibt - da Trivialität - zu viele, die an den Säcken der Befürworter reissen wollen. Merke: "Ick bünn all dor!"

 

MfG

Albus

 

 

 

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