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Arne

kleine Qualitätsendstufe von Elektor

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Hallo,

 

ich spiele mit der Überlegung mir die kleine Qualitätsendstufe von Elektor nachzubauen. Was kann man an der Schaltung/Bestückung noch verbessern? Wie ist die Endstufe im Vergleich zu Fertiggeräten und anderen Bausatzendstufen (LC-Audio, Thel, etc) einzustufen?

 

Grüsse

Arne

 

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Hi Arne,

 

die "Kleine" ist nach meinem Geschmack ein absolut lohnendes DIY-Projekt. Durch die Stromgegenkopplung und nach dem Schaltbild ist sie echt durchdacht. Die IGBT in der Ausgangsstufe würde ich durch gute MOSFET (Beispiel IRFP 240/9240) ersetzen. Noch ein Verbesserungsvorschlag: Mehr Relais parallel und die Spannungsregler genau justieren. Interessant wäre eine Class-A-Alternative.

 

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Hi,

 

wenn andere Leistungstransistoren eingesetzt werden, ist doch bestimmt auch eine Anpassung der Schaltung notwendig. Ne Idee was gemacht werden muß?

 

Arne

 

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hallo,

 

es gibt ein neues update zum Zen-Amp von nelson pass auf http://www.passdiy.com. damit kann die endstufe jetzt bis zu 30W machen, falls ich richtig gelesen habe..

-wäre sicher auch überlegenswert.

 

gruss

denjo

 

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Ich habe die Kleine Qualitätsendstufe mit IRF(9)540 gebaut. Es mußten die zwei Z-Dioden, die die Gates schützen sollen entfernt werden, da sonst Probleme mit der Aussteuerung auftreten. Auch so wird allerdings auf Grund des hohen Rdson und der ohnehin schon geringen Betriebsspannung die so schon geringe Leistung der Endstufe nicht erreicht. Die Verwendung der IRFP(9)240 ist noch problematischer, da sie einen noch höheren Rdson haben. Weiterhin haben die IGBTs eine wesentlich größeren SOA, sind allerdings in der kleinen Qualitätsendstufe auch fast schon unterfordert.

Positiv an der Verwendung der IRFs ist die stabilere Ruhestromeinstellung und der niedrigere Preis.

 

Lutz

 

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Hallo Lutz und Co.

 

Ich betreibe nun seit gut drei Jahren die Kleine Qualitätsendstufe.

Als sinnvolle Verbesserung kann ich als Langzeitbenutzer dieses Verstärkers (Betriebsstunden ca. 10 - 20 pro Woche) folgendes festhalten:

Die Bauteile die man so, z.B. bei der Fa. Geist bekommt, sind teils sehr hochwertig, teils ein Schmarrn. Dies betrifft insbesondere die Koppelkondensatoren, die überhaupt nicht nach High-End-Spezifikationen gebaut sind. Die habe ich allesamt in den Müllkübel geworfen und durch hochwertige ELMA-MKP-Typen (die "roten") mit dem gleichen Rastermaß ersetzt.

Weiters ein neuralgischer Punkt ist die Spannungseinstellung über die Kombination LM317/LM337. Die gelingt mit Standardwiderständen nur bedingt exakt genau. Habe hier zur Symmetrierung einen hochwertigen Spindeltrimmer eingesetzt, der wandert aber auch ein bischen im Laufe der Zeit.... werde als nächstes die Betriebsspannungen nach mehreren Stunden Betrieb exakt justieren, die Widerstände ausmessen und durch 0.1%-Welwyn ersetzen....

Ebenso sehr kritisch ist die Ruhestromeinstellung über das Standardpoti. Damit lässt sich eigentlich kein vernünftiger Arbeitspunkt finden. Hier gilt gleiches wie im letzten Absatz, nur setze ich hier ebenfalls einen hochwertigen 10-Gang- Spindeltrimmer ein und fahrs so seit Jahren mit einem relativ konstanten (hohen) Ruhestrom. Meine Kühlkörper (Rth = 0.15K/W) verkraften einen grösseren Class-A-Bereich mit links....

Weiters kritisch sind die in der Eingangsstufe verwendeten BC550C-BC560C Transsistor-Päärchen. Die sollte man im kg-Pack kaufen und paarweise selektieren. Das bringt eingiges an Arbeiserleicherung vür den OP77 und der Offsetkorrektur am Ausgang...

Meine Endstufe läuft nach dem Einschalten mit ca. 100mV offset (immer noch sehr viel), was man an den Bassmembranen gut sehen kann (Bewegung aus der Ruhelage). Dieser Offset geht allerdings nach ein paar Minuten gegen 0V (will meine, pendelt um ein paar uV um den Nullpunkt, also typisches Relgelverhalten mit Polstelle auf der jw-Achse....*g*) und da die OP77 da noch im grünen Bereich arbeiten, ist soweit alles OK.

 

Was die Endtransistoren anbelangt, kommts mir fast so vor, als ob sich manche vor den IGBT´s fürchten. Warum sollte man diese excellenten Transistoren gegen billige MOS_FET austauschen? Naja, MOS-FET lassen sich besser parallelschalten, aber wozu soll das gut sein? Ein Päärchen dieser IGBT´s leistet schließlich für den Hausgebrauch mehr als genug und bringen meine Dynaudios bzw. meine Black Joes wirklich auf den Punkt :-)

 

Übrigens: Beim Netzteil gilt folgendes : Nicht kleckern, sondern klotzen :-) Bei mir werkelt folgendes: Dual-Mono-Aufbau mit folngenden Komponenten: (Angaben für einen Kanal)

20A - Schaffner Netzfilter, gefolgt von

250VA Ringkerntrafo,

Superschnelle Gleichrichterdioden

2*2 Parallele 0.1 Ohm Ladewiderstände (induktionsfrei) zu den Elkos (reduziert den Einschaltstromstoss, bzw. leichte Filterwirkung mit den Elkos)

2 * 22000 uF BMC - Elko

2 * 10000 uF Slit-Foil

2 * 2.5 uF Mundorf MKP

 

usw. usw...

 

also man kann eigentlich nichts falsch machen bei diesem Verstärkertyp, und vom Klang her einfach erste Sahne :-9

 

mfG

 

Serious

 

 

 

 

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Hi Chris & Co.,

 

hier einen definitiven Preis anzugeben ist relativ schwierig, da das Konzept mit dieser Endstufe über Jahre gewachsen ist, d.h. habe mehrere Netzteile ausprobiert, andere Transistoren, Widerstände etc. etc.

 

Der Grundpreis für den Geist-Bausatz (kompl. Elektronik, Platinen, ohne Netzteil) lag damals irgendwo bei ca. 800DM

Dazu kommt das Netzteil, für einen Trafo ca. 40DM, die Gleichrichter, Elkos etc. nochmals 50 DM (pro Kanal)

 

Und schließlich das Gehäuse, das ja kostenmäßig sehr viel Spielraum lässt. Ich verwende ein Kühlkörpergehäuse von Monacor (mit 3 HE) das kostete auch so um die 350 DM, wobei ich die Standard-Frontplatte gegen einen aus massiven, 8mm starken und poliertem Messing ausgetauscht habe :-)

 

Weiters habe ich sauteure WBT-Boxenklemmen eingebaut, die kosten auch so um die 120DM (ja ich weiss, es gibt günstigere..*g*)

 

Alles in allem ein Kostenpunkt in der Gegen um die geschätzten 1500DM, also keine Billigendstufe. Kann aber mit Fertiggeräten dieser Preisklasse locker mithalten bzw. bisher hat noch kein mir bekannter preisklassengleicher Verstärker hier was zu melden gehabt (SONY Vollverstärker, NAD- Endstufen, Rotel Endstufen, Fidelity Zirkon Vollverstärker, etc.)

 

mfG

 

Serious

 

p.s. was mich auch sehr begeistert an dieser Endstufe ist die (fast) absolute Rauschfreiheit. Der angegebene Störabstand von 104 dbA scheint nicht übertrieben. Nur mit Fledermausohren direkt am Hochtöner ist ein ganz leises Rauschen wahrzunehmen!

 

Publiziert wurde der Bausatz übrigens in der Ausgabe April, 1998 (soweit ich mich erinnern kann) habe das Heft noch bei mir im Archiv.

 

 

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Ausgabe war 5/97. Über den Sinn und Zweck der genannten "Tuning"-Maßnahmen kann man sicher streiten. Auch mit den Standardkomponenten sollte sich ein hervorragender Klang einstellen zu einem wesentlich geringerem Preis.

 

Zu den IGBTs: Wie gesagt ist nach meinen Erfahrungen nach sowohl mit der kleinen Qualitätsendstufe als auch mit dem IGBT-Verstärker die Ruhestromeinstellung insofern kritisch, als daß er im Einschaltmoment sehr hoch ist und dann beim warmlaufen stark sinkt. Ich finde das unschön und das ist in meinen Augen eine Schwäche des Konzeptes, die weit schwerer wiegt als die Verwendung nur eines MKS-Koppelkondensators... Einziger Vorteil der IGBTs ist die niedrige Verlustleistung in Kombination mit einfacher Ansteuerbarkeit. Ansonsten bin ich der Meinung, daß nach wie vor Bipolar-Ausgangsstufen zu bevorzugen wären. In meinen Augen hat die kleine Qualitätsendstufe ein interessantes (Stromgegenkopplung) aber auch sehr kompromißbehaftetes Konzept. Wenn man z.B. schon eine Stabilisierung für die Einganststufe vorsieht, sollte man auch einen kleinen Extratrafo mit höherer Spannung spendieren (welcher eventuell günstiger als WBT-Boxenklemmen ist.....). Man kann sich so die Spannungsverstärkung in der Endstufe schenken und erhält ein schöneres Schaltungskonzept ;-).

Empfehlenswerter scheint mir weiterhin der UltiAmp oder der Gigant2000, von dem ich schon seit langem auf eine etwas kleinere Variante warte.

 

Auch möchte ich darauf hinweisen, daß 2*50W sehr wenig sind, wenn man gerne etwas Headroom hat. Ich empfehle da jedem mal nachzumessen, wieviel Spitzenpegel er braucht, und zwar so: Lautstärkerregler so einstellen wie man ihn maximal beim Musikhören einstellt. Dann Test-CD mit Sinuston einlegen und Ausgangspegel messen mit Multimeter messen (Lautsprecher eventuell abklemmen ;-)). Ich habe gestaunt ;-). Auch möchte ich alle, die bisher nur kleine japanische Vollverstärker hatten, warnen: Mit einem schönen Verstärker hört man sehr viel lieber laut ;-) Jedenfalls meine Erfahrung.....

 

Lutz

 

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