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Boleuth

Klappernde Chassis

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Hallo Leute!

 

Ich hab da ein Problem (und das ist echt das einzige Problem was ich mit ihm habe) mit meinem Subwoofer.

 

Nach Wochen schweißtreibender Arbeit erblickte er Ende März das Deckenlicht meiner Kemenate um es fortan mit Schockwellen bassartiger Natur zum vibrieren zu bringen.

Damals fiel mir seine bisher einzige Schwäche bereits auf, nur geht sie mir erst in letzter Zeit so richtig auf die Nerven:

 

Die Chassis klappern!

Es sind zwei GDN75 von AAA (hab sie mal bei ebay ersteigert).

Das Problem äussert sich darin daß bei Bassattacken vor allem im Tiefbassbereich, die mit großen Membranauslenkungen einhergehen ein Klappern zu vernehmen ist. Und dies ist nicht grade leise.

 

Das hört sich in etwa so an als würde man mit einem Stift oder ähnlichem auf die Membran klopfen.

 

Meine Vermutung ist, daß die Ursache dafür die Litzen zur Schwingspule auf der Rückseite der Membran sind. Die sind bei den Chassis recht lang geraten und klopfen möglicherweise immer gegen die Membran?

 

Oder ist hat das Geräusch andere Ursachen? Bei höheren Frequenzen (jenseits der 80 Hz) tritt das nicht mehr auf.

 

Weiss jmd abhilfe? Vielleicht die Litzen in irgendetwas einhüllen wie Watte? Oder ....

 

mit freundlichen Grüßen der Dinge harrend:

Bo

 

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Wenn tatsächlich die Litzen an der Membran anschlagen,

hilft ein kleiner Streifen Tesamoll Wunder.

Wiegt fast nichts und bringt die Membran nicht aus der

Zentrierung.

Falls du ein Reflexgehäuse gebaut hast, könntest du auch

Subsonicstörungen( Gleichspannungsreste ) von der Endstufe

bekommen.

D.H. bei tiefen Frequenzen wirkt der Port einfach nur als Loch und der Schwinspulenträger schlägt an der Polplatte an.

Hier hilft dann nur ein Subsonicfilter vor dem Bass,

Bei Berechnung der Bauteile bin ich gerne behilflich.

 

 

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Danke für die Antwort!

 

Also probier ich das mal aus mit mechanischer Dämmung.

Wenn das nichts hilft ist´s womöglich wirklich das Anschlagen an der Polplatte, obwohl ich mir das kaum vorstellen kann, da das dann schon recht früh bei verhältnissmäßig geringer Lautstärke wäre.

 

Der Sub ist geschlossen, 104 Liter netto, 2 der Chassis GDN75 (8 Ohm) in gemeinsamen Volumen angetrieben von einem Thommessen 1.6; parallel geschaltet.

 

Was musst du jetzt wissen um einen Subsonicfilter zu berechnen?

 

Gruß, Bo

 

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Hi,

 

das mit dem anschlagen der VC auf die hintere Polplatte halte ich für unwahrscheinlich. Xmax soll +/- 6,5mm betragen, die Membran lässt sich ca. 20mm nach hinten drücken, ohne dass etwas anschlägt, nur die Sicke begrenzt dabei den Weg.

 

 

 

[fontsize=4]Joohoo[/font]

 

 

 

 

 

 

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Hi Bo,

 

wenn ich das so höre, glaube ich es sind wirklich Deine Chassis.

Geht ganz einfach zu testen (ist auch ein guter Tipp beim Kauf):

 

Baue das Chassis aus, nehme einen _PLASTIK_hammer und schlage mit diesem von hinten auf das Magnetsystem. Variiere dabei Deine Schlagrichtung sowie die Position. Wenn die Vernietung nicht 100% ist, dann hörst Du an einer gewissen Position ein klackendes Geräusch.

 

Alternativ geht es auch mit dem Fußboden. Chassis am Korbrand in die Hand nehmen und mit der Magnetsystem aus ca. 1-2cm Höhe leicht schräg auf den Boden aufschlagen. Dabei das Chassis immer ein paar Grad weiterdrehen, so daß der gesamte Umfang getestet werden kann. Ob Lenoleum, Teppich oder Betonboden ist egal.

 

Beim 'Fußbodentest' darfst Du nix außer einem dumpfen Bumm vom Fußboden hören!

 

Falls die Litzen an die Membran anschlagen, kannst Du auch das testen. Chassis ausbauen und flach auf eine Schaumstoff oder Gummimatte auf den Tisch legen.

Einen Sinusgenerator an einen Verstärker anschließen und langsam bei ordentlich Pegel durchwobbeln. Der Membranhub sollte leicht in die mechanische Begrenzung gehen.

Dann siehst Du die Litze mitschwingen und in Abhängigkeit der Frequenz auch heftige Auslenkungen.

Abhilfe schafft etwa Pattex oder Silikon, indem Du die Litze in einer unkritischen Position festklebst.

 

die aixmaus

 

 

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Hi,

 

im Prinzip ist das mit dem Test der klappernden Litzen richtig.

Allerdings gibt es auch noch eine ganz gemeine, aber gar nicht so seltene Sonderform dieses Fehlers zu pruefen.

Der Sinus darf in der Frequenz nicht nur linear rauf oder runter gefahren werden.

Bei komplexen Musiksignalen kommt es zu "Aufschaukelungen" der Litzen, die dann im Zusammenhang mit den entsprechenden Resonanzstellen zum Anschlagen der Litzen an der Membran fuehren koennen, wo man dieses Stoergeraeusch mit einem Gleitsinus selbst bei groessten Membranamplituden nicht herstellen kann.

Diesen Fehler findet man tatsaechlich nur mit Musiksignalen oder Sinusgeneratoren mit Stellrad fuer die Frequenz, bei denen man durch ruckartiges Hin- und Herdrehen der Frequenz das tendenziell chaotische Schwingungsverhalten bei Musik so einigermassen simulieren kann. Dann taucht die Stoerung teilweise auch schon bei sehr kleinen Pegeln auf.

 

Viel Glueck bei der Fehlersuche,

mit lautsprechertechnischen Gruessen,

 

Thorsten Guenther, Entwicklungsleiter Akustik, MONACOR International

 

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Hm. Also mittlerweile bin ich völlig verunsichert.

 

Zum einen ist da die Sache daß ich nicht glauben will daß das Problem im Magnetsystem liegt, denn das Klappern klingt pappig (eben wie die Membran) und ist bestimmt nicht ursächlich im Magnetsystem zu finden.

Aber dafür verwette ich keine müde Mark ;)

 

Das mit den Litzen, wie es Th Guenther beschrieben hat klingt recht plausibel, da die Pegel bei denen es klappert wirklich nicht sehr gewaltig sind!

 

Bloß Murphy, du hast doch die Dinger auch in deinem URPS verbaut und gleich sechs Stück!

Da gibts sowas nicht?

*g*

 

Achso, noch etwas zu den Litzen, die sind recht lang und sind längenverstellbar. Allerdings hat das alles nichts gebracht. Ich werd das mal mit der Watte testen! Jetzt gleich!

 

Bis später!

Bo

 

PS.: Kennt jmd einen Lautsprechertechnikus in Berlin und Umgebung? Jmd der die gegebenenfalls mal unter die Lupe nehmen könnte?

 

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Ja gerne! Hab diese Woche noch Urlaub! Wann hätteste Zeit?

 

Und noch viel dringender: Was hast vor? Dir die Treiber mal genau anschauen?

 

Aber Danke schonmal fürs Angebot!

 

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Ich hab ein Chassis mal ausgebaut und ordentlich Watt durchgejagt und mir mal angesehn was da genau passiert:

Ich kann mit Gewissheit sagen daß es die Litzen nicht sind!

Das klappern kommt vielmehr von innen.

Vielleicht irgendetwas innerhalb des riesigen Domes.

 

Na ja. Immernoch ratlos:

Bo

 

Wenn jmd Lust hat sich die Chassis mal anzusehen bitte per Mail melden ( Boleuth@gmx.de)! THX

 

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Hi,

 

Nieten besitzt der GDN nicht. Das Magnetsystem ist durch beide Polplatten mit M6 durchgehend verschraubt, diese könnten locker sein, ist mir bei allen, die ich bisher in den Fingern hatte, aber noch nie vorgekommen.

Allerdings solche Sachen wie fehlerhafte Zentrierung zwischen VC und Magnetsystem.

 

 

 

[fontsize=4]Joohoo[/font]

 

 

 

 

 

 

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Genau @ Murphy

 

der Test mit dem Gummihammer ergab nichts. Kein Geräusch.

 

Ich werd die Chassis wohl mal Baerlin vorbeibringen, noch ha ich ja Urlaub.

 

Also Danke schonmal an alle die versuch(t)en mir zu helfen!

:)

 

Bo

 

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Hallo,

mir fäält erst jetzt auf das du die russenbässe hast, alte bekannte von mir.

dieses chassis hat doch ne riesige pappkalotte als staubschutz.

da kams öfter mal vor das diese nicht richtig verklebt wahr.

prüfe mal ob sich die staubschutzkalotte abheben läßt....

wenn ja, reiß das ding ganz ab, mit pattex (das gelbe

fädenziehende zeuch, anderes hält nicht) verkleben.

 

mfg ralf

 

 

 

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Genau die sind es!

 

Ich hab die Treiber gebraucht bekommen und mir scheint daß die schonmal modifiziert wurden. Die Staubschutzdeckel sind sehr fest verleimt, da wackelt nichts.

 

Allerdings befinden sich auf der Rückseite der Membran vier Löcher, alle im gleichen Abstand zueinander. Etwa in der Mitte zwischen der Sicke und der Stelle an der die Zentrierspinne sitzt. Alle Löcher wurden mit irgend einer transparenten Kunststoffolie zugeklebt.

Kann mir nicht erklären woher die stammen könnten.....

 

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Gast

dann geb ich auch mal meinen senf dazu.

 

zwar hab ich den russenbass bisher noch net selbst gehabt. aber löcher am membranhals sind normalerweise zur entlüftung. dann muss sich die komprimierte luft nicht durch den ringspalt im magnetsystem nach draussen quälen. verringert den mechanischen widerstand.

 

 

blow your speakers with rock'n'roll

 

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Hi,

das stimmt genau....aberrrrrrr....

was hat das mit der losen kalotte zu tun ?

 

so ab 1,5 cm hub zischt es ganz gut durch die löcher, stören aber wenig wenn in normales box eingebaut wird.

mfg ralf

 

 

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Hi battle,

daher is deine antwort richtig.

und ich weiß wie du auf die löcher kommst :-)

 

die transparente kunststofffolie ist ein gitter das luft durchläßt. das is original so gebaut.

mfg ralf

 

 

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nach Prüfung des Chassis habe wir herausgefunden das die Zentrierspinne schnarrt.

 

was man dagegen machen kann weis ich auch nicht so recht.

 

 

baerlin

 

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Gast

das zeug soll ja für alles gut sein *g*

 

spass beiseite. wo kömmtn das schnarren her? ist die irgendwo lose? dann klar ankleben. wenn aber die einzelnen falten so steif sind, dass sie aneinander reiben, müsste man das material etwas weicher machen (ui, da wird Cms schön in die knie gehn). also fön raus und dem ding ne schöne fönfrisur verpassen

 

 

blow your speakers with rock'n'roll

 

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Wie gesagt, man könnte die Zentrierspinne leicht mit Einreiben von Klebstoff versteifen, aber ob des was bringt ist wirklich zweifelhaft.

Wahrscheinlich kommt das Geschnarre eher durch eine zu steife Zentrierspinne.

 

Ich werd vorerst nix dran machen. Ohne Plan.

 

Ratlos...

 

 

THX to all

 

Bo

 

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Wenn das Chassis in eingebautem Zustand schnarrt, kann die Ursache (Verzerrung) nicht von Eigengeräuschen der Zentrierspinne stammen, denn die würden im Gesamtschall "untergehen". Ich nehme mal an, dass die Membran/Schwingspule bei hohen Pegeln etwas taumelt und daher die Schwingspule leicht anschlägt. Gebe mal 10 Hz mit ordentlicher Leistung auf Dein Chassis, nehme Dein Zeigefingerchen und drücke damit an verschiedenen Stellen auf die sich bewegende Zentrierspinne. Vielleicht ist an einer Druckstelle das Geräusch verschwunden, und kommt wieder wenn Du losläßt. Wenn dem so ist, sehe ich schwarz für Deinen Woofer. Bevor Du Dich schwarz ärgerst, empfehle ich den Kauf eines neuen. Und checke ihn gleich beim Händler.

 

 

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