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Welchen Sinn machen Steckdosenleisten mit Filterfunktion?

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Hallo,

 

mich beschäftigt dieses Thema schon seit Jahren. Welchen Sinn machen diese unglaublich teuren Super-HighEnd-Edel-Steckdosenleisten mit integrietem Filter gegen jegliche "Schweinereien" im Stromnetz? Wenn man das ganze aus der rein technischen Sicht mal genauer beleuchtet, kommt dabei zutage, dass die Filter die Aufgabe haben sollen, irgendwelche HF-Anteile aus der Stromleitung heraus zu filtern, damit die angeschlossenen Geräte danach "besser, ruhiger, souveräner, ausgewogener, räumlicher usw." klingen. :Talking Ear Off:

 

Alles schöne Worte, aber ist das wirklich nötig? Warum werden diese Teile unbedingt gebraucht bzw. eingesetzt? Nun, in erster Linie soll damit ja eine klangliche Verbesserung der Anlage erreicht werden. Sehr edle Ziele. Absolut berechtigt, wenn man mit dem Klang seiner Anlage nicht zufrieden ist.

 

Aber da stellt sich mir auch die ebenso berechtigte Frage, was ist da vorher falsch gelaufen? Jeder, der sich vor dem Kauf seiner Anlagenteile entschieden hat, genau das Teil zu kaufen, was nun in seinem Besitz hat, hatte sicher auch einen triftigen Grund, genau das Gerät und nicht irgend ein anderes zu kaufen. Richtig? Ja! So ist er vermutlich mit allen seinen Geräten umgegangen, damit auch ja das Optimum für ihn am Ende rauskommt. Das ist ein edler Gedanke. Soweit, so gut.

 

Aber nun werden plötzlich Steckdosenleisten zum Einsatz gebracht, die den Klang verbessern sollen. Da kommt jetzt aber die Frage: waren die Geräte doch nicht so ganz die richtigen? :Thinking: Warum brauchen die doch vorher so empierisch ausgewählten Geräte plötzlich solche vorgeschalteten Filtersteckdosen? Ist das jweweilige Gerät nun doch nicht so optimal? Hat der Hersteller am Ende seine Hausaufgaben etwa nicht gemacht?

 

Das sollte jeden Betreiber seiner Geräte an einer Super-Steckdosenleiste zumindest mal stutzig machen und zum Nachdenken anregen :Thinking: . Und kommt mir jetzt nicht mit den Spezialnetzkabeln mir dreifacher Abschirmung, Supersteckdosen, HighEndSicherungen usw. daher. :Shame On You:

 

Das alles macht in meinen Augen absolut keinen Sinn! Ich habe selbst keines dieser Kabel, Steckdosen, Sicherungen oder sonstigen Edel-Voodoo! Meine Anlage läuft - jetzt dürft Ihr mich steinigen - über dies ganz teuren 2,95 € Steckdosen. Und dennoch klingt meine Anlage ausgezeichnet! Wie kann das jetzt sein? Ganz einfach: Meine Geräte stammen von Herstellern, die offensichtlich ihre Hausaufgaben gemacht haben. :Whistle:

 

Jetzt seid Ihr dran und dürft mich gerne vom Gegenteil überzeugen. Überzeugen heißt hier BEWEISEN! Nicht blabla. :Shame On You:

 

Klausi

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... dass die Filter die Aufgabe haben sollen, irgendwelche HF-Anteile aus der Stromleitung heraus zu filtern, damit die angeschlossenen Geräte danach "besser, ruhiger, souveräner, ausgewogener, räumlicher usw." klingen.

 

Ja - genau, das erreichen gute Netzfilter, aber...

 

 

 

Moin Klaus,

 

erstmal nachträglich alles Gute zu deinem Geburtstag… prost.gif

 

 

…Netzfilter sind eigentlich nur was für Leute, die in der Lage sind, Stromverunreinigen auch zu hören. D.h sie hören z.B am Sonn-& Feiertagen und/oder nach ca.21.00Uhr besser Musik als an einem normalen Wochentag. Wer da schon keine Unterschiede hört, bei dem ist ein (guter) Netzfilter meistens schon von vornherein sinnlos…

 

 

… ich selber habe lange Zeit ein MFE NF2 Netzfilter benutzt – ist demnächst zum Verkauf freigegeben - bin jetzt auf Bada-Netzfilter umgestiegen; hauptsächlich wegen der „netteren“ Optik. Bilder folgen später…

 

…beste Grüße Fidi

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Hi Klausi,

 

also da gibt es noch viel mehr Geschichten zu erzählen. Wie z.b. Trenntrafo und einiges mehr.

 

Es gibt da verschiedene Sichtweisen und Erklärungsansätze. Und pauschale Aussagen kann man sowieso nicht treffen.

 

Der Ansatz ist halt, daß der Strom aus der Steckdose nicht "rein" ist und durch hochfrequente Störungen und Spitzen verunreinigt ist. Das ist normalerweise für Geräte kein Problem, da diese in den Netzteilen entsprechende Filter und Vorkehrungen vorgesehen haben. Und da genau unterscheiden sich die einen von den anderen.

Netzfilter packen das Problem direkt am Schopf, haben aber möglicherweise wieder das Problem, dass die Leistung möglicherweise beschränkt wird.

 

Fakt ist aber, daß ein "sauberer" Strom es einem HiFi-Gerät leichter macht. ;-)

Ob man das hört oder nicht, das ist absolut unterschiedlich und ich persönlich würde da niemals eine pauschale Aussage treffen.

 

Mein Tipp an dieser Stelle gilt wie immer:

 

Einfach zu Hause an der eigenen Anlage im gewohnten Hörraum mit der gewohnten Musik bzw. Scheiben in Ruhe testen und A/B Vergleiche durchführen.

Das ist meiner Meinung nach generell der beste Tipp den man einen ernsthaft interessierten HiFi- und Musik-Liebhaber geben kann.

 

Ich war ja früher öfter auf Messen auch selbst als Aussteller und habe auch mal einen Schweizer kennengelernt der da sogar noch einen Schritt weiter ging.

Der hat erst gar keinen Strom aus der Steckdose bezogen sondern hat seine Geräte auf Akkubetrieb umgebaut!

Dies hat sogar mehrere Vorteile.

Auf dieser Messe damals konnte man auch zwischen Netzteil und Akkubetrieb umschalten und das waren durchaus Welten Unterschied.

Aber wie gesagt, sollte man immer selbst ausprobieren und eine eigene Meinung mittels Erfahrung bilden.

 

Wenn man nämlich zu dem Schluß kommt: "ich hör da gar nichts"

dann spart man sich auch ein paar Eumel.

;-)

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Hi Chris,

 

egal, wie man das sieht. Ich habe mich für Geräte entschieden, die all diesen Schnickschnack nicht brauchen. Und soll ich Dir was sagen, ich habe das bis heute nicht bereut. Ich kann mich immer nur darüber amüsieren, wieviel Kohle so Mancher nachträglich in seine Anlage investiert, nur damit er den Klang bekommt, den ich von vorne herein hatte. Und das auch noch ohne all dieses z.T. sauteure Zubehör.

 

Aus dem Grunde habe ich hier mal das Thema eröffnet, um den Leuten mal "versuchsweise" den Kopf zu waschen bzw. sie darauf hin zu weisen, dass es mit sorgfältiger Vorauswahl auch einfacher geht. Ich weiß, nicht jeder findet meine Einstellung gut, aber was kann ich dafür, dass ich eine Konstellation zusammen getragen habe, die eben das Zeug nicht braucht und dennoch gut klingt?

 

Wer aber in der Lage ist, mir für meine Ohren das Gegenteil beweisen kann, der darf mich gerne davon überzeugen. Bisher ist das noch niemandem gelungen. Nicht, dass ich generell alles abwiegele, aber es hat mich bisher noch keiner überzeugen können. An dieser Stelle möchte ich auch darauf hinweisen, dass ich durch meine inzwischen sehr langjährigen Erfahrungen und sehr frühen Schulungen meines Gehörs durchaus in der Lage bin, solche Dinge heraus zu hören. Ich bin nicht Gott, aber ich habe meine Ohren gewaschen und nutze das erlernte aus den frühen Jahren auch heute noch.

 

Klausi

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Hallo,

mich beschäftigt dieses Thema schon seit Jahren. Welchen Sinn machen diese unglaublich teuren Super-HighEnd-Edel-Steckdosenleisten mit integrietem Filter gegen jegliche "Schweinereien" im Stromnetz? Wenn man das ganze aus der rein technischen Sicht mal genauer beleuchtet, kommt dabei zutage, dass die Filter die Aufgabe haben sollen, irgendwelche HF-Anteile aus der Stromleitung heraus zu filtern, damit die angeschlossenen Geräte danach "besser, ruhiger, souveräner, ausgewogener, räumlicher usw." klingen. :Talking Ear Off:

Klausi

 

IMHO - Beide Themen Filter und abgeschirmte Netzkabeln sind gemeinsam zu betrachten und machen nur gemeinsam Sinn. Meine Antwort findest Du hier.

Abgeschirmte Netzkabeln

 

Bei der Beurteilung solcher Tunings ist IMHO der größte Faktor »die Einbildung / Selbsttäuschung« B)

Einzig ein ABX Test mit mehreren Personen und statistischer Auswertung + Messungen könnten überzeugen - das scheuen aber die meisten Hersteller von Tuning Produkten. Bei diesen Thema zählen IMHO die Erfahrungen aus dem Industrie Elektrik/Elektronik/Messtechnik/Studiotechnik Bereich mehr. AFAIK werden im Studiobetrieb zwei Masseleitungen verwendet, eine für den Schutz = Schutzleiter = "verschmutzt" und eine getrennte »saubere« Masse für die Abschirmungen der »Tonleitungen« - und auch getrennt von »Analog» und »Digital»

 

Der korrekte Aufbau für eine Aufnahme in einen Konzerthaus ist eine Wissenschaft für sich - hier kommt es auch auf jahrelange Erfahrung an.

Denke mal an die Technik die beim Neujahrskonzert der Wiener Phiharmoniker dahintersteckt, wo Bild und Ton + eine CD Aufnahme in höchster Güte parallel passieren. Da hat VooDoo keinen Platz.

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Hi Fritz,

im Grunde hast Du recht, wenn Du sagst, dass diese beiden Themen gemeinsam zu sehen sind. Dennoch kann man auch jedes für sich betrachten und daraus seine Schlüsse ziehen. Genau das habe ich mit den getrennten Threads beabsichtigt.

 

Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, hast Du zu den "Voodoo"-Leisten die gleiche Einstellung wie ich, da Du mit Deinen Aussagen keine gegenteilge Meinung von Dir gibst.

 

Das Thema ist ein ganz heißes Eisen, da viele Leute ja fest davon überzeugt sind, oder eben tatsächlich auf solche Dinge angewiesen sind. Das soll es ja wirklich geben. Dann aber scheinen eben diese Leute mit der nich toptimalen Elektronik zu arbeiten. Sonst hätten sie den Schnickschnack auch nicht nötig.

 

Mal sehen, was dazu noch an Kommentaren kommt.

 

Klausi

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Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, hast Du zu den "Voodoo"-Leisten die gleiche Einstellung wie ich, da Du mit Deinen Aussagen keine gegenteilge Meinung von Dir gibst.

Klausi

 

Ich würde nicht unbedingt bei Verstärkern die kräftig Strom ziehen eine Leise um 2,99 kaufen, sondern eine Industrieausführung die locker 16A Dauerbelastung wegsteckt! Die kostet dann um die 10 bis 30 EURonen - dies hat aber ganz und gar nichts mit VooDoo zu tun sondern nur mit Ausführungsqualität!

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also, ich habe ja auch ewig gedacht, dass es Unsinn sei, soviel Geld für ne vernünftige Netzleiste auszugeben, aber ich bin dank eines glücklichen Umstandes äusserst günstig zu einer HMS-Netzleiste gekommen und ich höre definitv den Unterschied zu Standardleisten.

Es gibt ja dann auch wieder Leute, die mehrere tausend Euro für sogenannte Netzequalizer ausgeben, wo ich mich dann frage, wozu das gut sein soll...ich habe schon einmal so eine mit gereinigtem Netzstrom versorgte Anlage gehört, allerdings blieb mangels der Zeit ein A/B-Vergleich aus...

Beim nächsten Besuch bei demjenigen wäre ich aber sehr dankbar für diesen Vergleich.

Ehrlich gesagt kann ich diese horrende Ausgabe für mich (noch) nicht rechtfertigenThinking.gif

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also, ich habe ja auch ewig gedacht, dass es Unsinn sei, soviel Geld für ne vernünftige Netzleiste auszugeben, aber ich bin dank eines glücklichen Umstandes äusserst günstig zu einer HMS-Netzleiste gekommen und ich höre definitv den Unterschied zu Standardleisten.

Es gibt ja dann auch wieder Leute, die mehrere tausend Euro für sogenannte Netzequalizer ausgeben, wo ich mich dann frage, wozu das gut sein soll...ich habe schon einmal so eine mit gereinigtem Netzstrom versorgte Anlage gehört, allerdings blieb mangels der Zeit ein A/B-Vergleich aus...

Beim nächsten Besuch bei demjenigen wäre ich aber sehr dankbar für diesen Vergleich.

Ehrlich gesagt kann ich diese horrende Ausgabe für mich (noch) nicht rechtfertigenThinking.gif

 

Eine gute Steckerleiste mit Filter von Brennenstuhl oder APC würde es auch tun und die sind wesentlich günstiger - IMHO Du würdest bei einen ABX Test keinen Unterschied bemerken :D

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ich gebe dir absolut recht...allerdings habe ich für die Energia nicht mehr bezahlt als für eine gute BrennenstuhlWhistle.gif

ein Bekannter hat sich die Brennenstuhl geholt, und ich muss sagen, dass die Leisten wirklich hervorragend verarbeitet sind. Wenn ich wieder eine benötige, dann wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit so eine werdensmile.gif

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