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kliem

Backloaded Hörner

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Hallo da draussen,

 

mal ne Fachfrage an die Spezialisten unter Euch.

 

Einerseits liest man viel über "zeitrichtige" Boxen, man sieht nach hinten versetzte Hoch und Mitteltöner, geneigte Schallwände etc.

Angeblich sind hier bereits Versätze im mm - Bereich klangentscheidend.

 

 

Andererseits trifft man auf backloaded Breitband - Hörner, bei denen der Grundton und Bass durch - teilweise meterlange - Hornführungen geschickt werden.

 

Beide Varianten haben aber durchaus hervorragend klingende Vertreter in Ihren Reihen, was ja eigentlich nicht sein dürfte oder?

 

Wer weiß was?

 

Euer Uwe

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Hallo

 

In wieweit Zeitrichtigkeit/Impulsrichtigkeit hörbar ist, darüber scheiden sich die Geister......

Ich persönlich halte es für nicht unwichtig. Ein Bestandteil der Information, die übertragen wird, ist die zeitliche Komponente. Und das sollte nicht vernachlässigt werden. Ist teilweise verblüffend, wie filigran selbst ein billiger Breitbänder zB einfaches Klatschen darstellen kann.

Aber da gibts viele Meinungen. Soweit die meinige zur Zeitrichtigkeit.....

 

Wenige mm können den Klang beeinflussen, das ist richtig, hat aber mehr mit korrekter Summierung der einzelnen Chassis zu tun. Am Chassis schieben bedeutet Phase verschieben, und das beeinflußt letztlich den Frequenzgang.

 

Zeitrichtigkeit beachtet man meist bewußt im Bereich von Mittelton und Hochton, wo das Ohr empfindlich für das zeitliche Gefüge ist, im Bass deutlich weniger. Deshalb macht es auch nicht so viel, wenn das Signal aus dem Horn eines Backloaders etwas verzögert beim Hörer ankommt. Die Ein und Ausschwingvorgänge verhindern sowieso, daß man ein solches bandpassgefiltertes (!) Signal zeitlich >exakt< einordnet. Die großen Wellenlängen tun ihr Übriges. Bei zB 50Hz hat man fast 7m Wellenlänge, da kommts auf 1,5m Hornlänge nicht an....

 

 

 

gruß

Andi

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Hi,

 

mein Mist dazu:

ich kippe meine LS nach hinten, so dass HT und TT exakt einen gleichzeitigen Impuls abstrahlen. Da die Phase der Chassis natürlich sowieso mit der Frequenz wandert, erreicht man so ja nicht eine gleiche Phase für alle Frequenzen, sondern für den Übergang zwischen zwei Wandlern. Wenn die LS "normal" stehen, haben sie exakt den gleichen Frequenzgang, bei Winkeln dazwischen ergeben sich Auslöschungen. Der Unterschied ist ziemlich klar hörbar, quasi wie weniger verzerrt.

Wenn ein LS steile Filter verwendet wird der Effekt vielleicht weniger hörbar sein, da hier weniger Schall von zwei Chassis gemeinsam abgestrahlt wird. Ist aber nur eine Vermutung, ich hab ja keine steilen Filter..

Dagegen höre ich keinen Unterschied im Klang, wenn der Subwoofer 1m vor oder neben oder hinter den LS steht, pegelbereinigt natürlich.

Bei Hörnern die hohe Frequenzen wiedergeben sieht man aber auch meist, dass die Zentren in einer Ebene sind.

 

Grüsse

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Hi,

 

ich habe vor ein paar Wochen mal ein Klipschhorn mit DCX2496 aktiviert (wie so etwas geht steht z.B. hier http://www.hifi-selbstbau.de/text.php?id=50&s=read).

 

Beim Anhören von Pulsen (128 Samples on, 8064 Samples off) konnte man sehr gut hören, wie die einzelnen Antworten "auseinanderfielen". Durch ein Delay von ca. 60cm zwischen MT und HT sowie 240cm zwischen TT und MT kamen die Pulse wesentlich besser auf den Punkt.

 

Bei Backloaded-Hörnern passiert etwas anderes:

Für die Ortung und das Timing ist die 1. Wellenfront wichtig. Und die kommt vom Chassis. Auch wenn innerhalb von 10-20ms (= 3.4-6.8m) ein bis zu 10 dB höherer Pegel am Ohr ankommt, dann wird der nicht als isoliertes Ereignis wahrgenommen sondern erhöht nur den Lautstärkeeindruck der 1. Wellenfront. Erst bei größeren Verzögerungen ergibt sich ein Echo-Effekt.

 

Gruß Pico

 

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Hallo Pico,

 

danke für Deine fundierte Antwort!

 

Wenn ich am BL-Mund höre oder zwischen Treiber und Mund meinen Kopf habe zerfällt natürlich alles. Aber in 2-3m Entfernung von einem BL-Horn sind Treiber und Hornmund eine einzige Schallquelle. Meine Erfahrung.

 

MfG

Peter

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eigentlich nicht wirklich . . . . ;-)

 

 

z. B. deshalb, weil "Klang" aus zeitlichen Abläufen besteht.

 

Gruß, Klaus

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Hallo Grz,

 

Du hast ja eine hochinteressante Website!

 

Besonders der Artikel über den Breitbänder aus den 40er Jahren - wow!

 

Unsere Altvorderen hatten schon was drauf. Besonders interessant war daß die Burschen schon von Stereoübertragungen geredet haebn, dachte immer das gab erst seit Mitte 1950.

 

Hast Du eine guten Link für Hornbaupläne mit Fostex Fe103?

 

Ansonsten schönes Wochenende

 

Uwe

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Hallo Klaus

 

"Zeitrichtigkeit" ist nach wie vor ein Diskussionsthema, das steht außer Frage.

Ich wollte nur damit andeuten, daß es Menschen gibt, die davon überzeugt sind, die "Zeit-Impulsrichtigkeit" wäre zu vernachlässigen.

Ich denke nicht. Das ist alles.

 

 

 

gruß

Andi

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