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HDMI über dünnes 30-Meter-Glasfaserkabel

10 Oktober 2007

0,9 mm dünnes Kabel erleichtert verstecktes Verlegen im Wohnzimmer

Mitunter ist es nicht leicht, den hochauflösenden Fernseher oder Projektor mit der restlichen Unterhaltungselektronik zu verkabeln: Mal kann die benötigte Kabellänge und mal das unauffällige Verlegen – oder beides zusammen – zum Problem werden. Helfen können hier z.B. OWLinks glasfaserbasierte Übertragungssysteme, die zwar recht hochpreisig sind, aber dafür HDMI-Signale über ein einzelnes 30 Metern langes und nur 0,9 mm dünnes Glasfaserkabel senden.

Bereits auf der CES 2007 im Januar und zuletzt auf der Heimkinomesse CEDIA Expo 2007 Anfang September zeigte OWLink seine Digital Light Link getaufte Kabellösung. Die Modelle FO2800 und FO2850 übertragen ein HDMI-Signal über das beigelegte 30-Meter-Glasfaserkabel. Mit Verlängerungen können bis zu 400 Meter überbrückt werden.

Das Besondere an der OWLink-Lösung ist, dass nur ein einzelnes Glasfaserkabel benötigt wird und dass dieses nur 0,9 mm dünn ist. Damit kann es auch unter Teppichen oder in Silikonfugen versteckt werden, in letzterem Fall etwa an Fußleisten oder um Türzargen herum. Alternativ kann das transparente Kabel auch einfach mit der Wandfarbe übermalt werden, wenn kein Kabelkanal bzw. Leerrohr vorhanden ist.

Die Verlegung in Ecken und an Kanten soll keine Probleme machen, solange das Kabel nicht auf kleinem Raum um mehr als 120 Grad gekrümmt wird, da es sonst brechen kann. Auf das Kabel sollte besser auch niemand treten, um eine Beschädigung zu vermeiden. Nägel und scharfe Kanten müssen vermieden werden, allerdings ist das bei Kabeln nichts Ungewöhnliches.

Das FO2800 und das FO2850 unterscheiden sich im Funktionsumfang: Während Ersteres HDMI/DVI sowie gleichzeitig Infrarotsignale übertragen kann, leitet das teurere Modell FO2850 zusätzlich auch USB-Signale zwischen Sender- (FO28×0 TX) und Empfänger-Modul (FO28×0 RX) weiter. Dabei werden derzeit nur Eingabegeräte wie Mäuse und Tastaturen – auch gleichzeitig – unterstützt.

Die über die Glasfaserverbindung mögliche HDMI-Auflösung liegt bei maximal 1080p mit 24 oder 30 Bildern/s bzw. Hertz (Hz). Werden PCs per DVI-nach-HDMI-Adapter oder -Kabel angeschlossen, werden maximal 1.366 x 768 Bildpunkte bei 60 Hz ausgegeben. DVI-Signale mit HDCP werden ebenfalls durchgeleitet.

Im US-Handel kostet das FO2800-System inkl. des dünnen 30-Meter-Glasfaserkabels 599,- US-Dollar, das FO2850 liegt bei 799,- US-Dollar – zzgl. Steuer. Die Preisempfehlung des Herstellers ist jeweils 200,- US-Dollar höher.

In Deutschland bietet ab sofort auch der Zubehöranbieter Spatz das FO2800-System von OWLink an, verlangt dafür aber 1.190,- Euro. Auch hier werden von Hause aus 30 Meter Kabel mitgeliefert. Mit weiteren 30-Meter-Kabeln lässt sich das dann auf die oben genannten maximal 400 Meter verlängern. Das ist für die Versorgung mehrerer Räume interessant.

Wer nicht so viel Geld für die Verkabelung ausgeben will, kann auch auf flache HDMI-Kabel ausweichen, wenn die runden Standardkabel zu dick sind. Allerdings sind auch die flachen kupferbasierten HDMI-Kabel in der Regel noch unter Teppichen auszumachen und nicht viel einfacher in Kabelkanälen zu verlegen. Auf Dielen oder Parkett oder an der Wand – beispielsweise zu einem Projektor hoch – lassen sich die Kupferkabel auf Grund ihres Umfangs ebenfalls nicht leicht und selten ohne Bastelarbeit verbergen.


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