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Filmindustrie klagt gegen 200 Tauschbörsennutzer

8 November 2004

Der Verband der amerikanischen Filmstudios MPAA (Motion Picture Association of America) bereitet offenbar Klagen gegen Nutzer von P2P-Diensten (Peer to Peer) vor. Nach dem Vorbild der Musikindustrie sollen über 200 Anwender von Online-Tauschbörsen verklagt werden, berichtet das “Wall Street Journal” unter Berufung auf informierte Kreise.

Nach Angaben der Filmstudios betragen die Umsatzverluste durch Piraterie jährlich drei Milliarden Dollar. Allerdings werden die meisten Raubkopien über klassische Medien wie Videokassetten und DVDs vertrieben. Nur bei zwei Prozent der über P2P-Dienste getauschten Dateien handelt es sich um Filme, sagen die Marktforscher von Big Champagne. Zum vergleich: 60 Prozent der getauschten Files sind Musikstücke.

Angst macht der MPAA den Insidern zufolge die wachsende Zahl der Breitbandverbindungen. Die schnellen Internet-Verbindungen machen den Download von meist mehreren hundert Megabyte großen Filmen in relativ kurzer Zeit möglich und damit attraktiv. Mit den Klagen wolle man rechtzeitig verhindern, dass Filme im gleichen Ausmaß via Internet getauscht werden wie Musik, heißt es aus dem Umfeld von Fox (Twentieth Century Fox).

Bereits im Juli dieses Jahres hat die MPAA eine Studie über die Konsumgewohnheiten von Internet-Nutzern in Auftrag gegeben. 17 Prozent der Befragten gaben an, aufgrund der aus dem Netz kopierten Filme weniger ins Kino zu gehen. 26 Prozent sparen sich den Kauf von Film-DVDs


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