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IFA 2006 in Berlin



Flachbild-Messe in Berlin

Das viele (vor allem preiswerte) Flachbildschirme insbesondere bei der Fußball-WM enttäuschten, weiß nicht nur der Spiegel. Spätestens bei der neusten Gerätegenerationen der Premium-Hersteller ist das Problem passé. So bewies beispielsweise Panasonic mit Kamera und Roulette-Kugel, dass der Ball mit 90 Hz-Technologie endlich ohne Schweif über den Flachbildschirm rollt. Auf den Messeständen entdeckten wir dieses Jahr allerdings auch eine Menge Neuheiten abseits der flachen Bilder. Die Trends neben Flat-TV sind und bleiben MP3 und Navigation.

Heimkino von Konserve ist angesagter als Pay TV oder Werbung auf allen Kanälen. Sogar HDTV-Recorder wurden nicht nur bei Premium-Marken wie JVC gesichtet, sondern auch bei Newcomern wie m3electronic. Weitere Highlights waren Media Center, Multiroom-Vernetzung und HDTV auch von HD DVD oder Blue Ray Disc, welche von der Filmindustrie bevorzugt unterstützt wird. Müssen es wirklich wieder zwei Standards sein?

Ob Raumklang aus nur einem Lautsprecher von Yamaha oder dem 261 cm-Plasma von Panasonic: Möglich ist fast alles und preiswert werden neue Technologien schnell. So stellte m3electronic einen technologisch deutlich simplifizierten Multikanallautsprecher in einem Gehäuse vor, der wie das Yamaha Vorbild unter dem Flachbildschirm platziert wird und keinen externe Subwoofer benötigt.

Der 2.1 Boom beispielsweise bei Denon und Kenwood bringt wohnraumkompatible Minianlagen hervor, akustisch sinnvoller ist vollendeter Kinoton in Mehrkanaltontechnik. Hier gab es trotz geringer Messebeteiligung der Audiobranche echte Highlights: So zeigte KEF beispielsweise das durchdesignte Sub-Sat-System KHT3005 mit Center, Surroundspeaker und Aktivsubwoofer. Und wer Kabel nicht mag, konnte auf Wireless-Technologie diverser Anbieter zurückgreifen.

Viele Aussteller hatten statt SACD und DVD-Audio MP3-Files und die passenden Geräte im Gepäck. Verkommt die Musikkultur zur Datenschlacht? Der Jugend scheint es gleich zu sein: 70% der unter 30-Jährigen besitzen einer aktuellen Studie zur Folge bereits einen MP3-Player, allen voran der Apple iPod, für den auf der Messe Zubehör in allen Preisklassen angeboten wurde.

Domino Design präsentierte mit Advance Acoustic eine High End Geräteserie, welche die wieder moderne Röhrentechnik nicht nur in der iPod-Dockingstation, sondern auch in der Ausgangsstufe des CD- und auch des DVD-Spielers einsetzt, sowie natürlich in interessanten Verstärkerkonzepten.

Fazit: Wer eine Flachbildschirmmesse veranstaltet, braucht sich nicht zu wundern, wenn diese abgesehen von guter Presse verglichen mit dem Vorjahr flacher verläuft. Wir wünschen der IFA in den folgenden Jahren deutlich mehr Besucher auch aus dem Handel, die abseits flacher Bilder präsentierten Neuheiten hätten auch dieses Jahr steigende statt fallende Besucherzahlen verdient.

 



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Fotos mit knapp 200 Fotoeindrücken der Messe

Messefotos weiterer Messen



René Roland Katterwe  
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