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HIGH END 2006 - Der Messebericht |
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Die Hochtechnologie machte auf dieser Messe vor den Lautsprechern nicht Halt: So überraschten gleich mehrere Hersteller mit Air-Motion-Transformern nach Dr. Oskar Heil. So überraschte der Berliner Studiolautsprecherhersteller ADAM Audio mit der High End Lautsprecherserie Tensor und führte das Modell Tensor B mit neuer AMT-Mittelhochtoneinheit vor.
Seit langem fertigen die Berliner AMT-Chassis selbst. Elac stellte gleich mehrere Neuheiten mit dem Elac Jet Hochtöner nach gleichem Prinzip vor, ebenfalls aus eigener Fertigung in Deutschland. Air-Motion-Transformer fanden sich unter anderem auch bei Raimund Mundorf als Einzelchassis für Selbstbauten und sogar in einem Kopfhörer von Ergo. Auch Abseits der Messe fanden sich Air-Motion-Transformer der Firma Ecouton in der mit modularen Bassmodulen ausgestatteten Transar, ausgestellt vom Klangmeister-Team im ASZ Begegnungszentrum Freimann.
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Apropos Abseits der Messe: Auch Trivox gehörte zu denjenigen Herstellern, deren Neuheiten so kurz vor der Messe fertig wurden, dass die brandneuen Lautsprecher lediglich in einem der Messe nahegelegenen Wohnraumstudio vorgeführt wurden - nicht ohne Charme, aber zu weit ab vom Messegeschehen.
Die weite Reise in die Innenstadt lohnte dagegen das Konzert von Friend&Fellow im Jazzkeller des Edelhotels "Bayrischer Hof" - dem Publikum nähergebracht über zwei HiFi-Lautsprecher von Focal, die Ihre Aufgabe dank professioneller Subwooferunterstützung hervorragend meisterten. Ob die Stimmung nur aufgrund des hervorragenden Gesangs von Constanze Friend sowie des unglaublichen Gitarrenspiels von Thomas Fellow loderte? HiFi- und Musik-Vertrieb (der einzige in der Branche) in-akustik entschied sich jedenfalls dafür, den beiden Künstlern die Focal Lautsprecher kurzerhand mit auf Tournee zu geben, die Feuertaufe der Zusammenarbeit haben sie ja bestanden.
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Doch es gab auch andere Hochtechnologielautsprecher: Cabasse aus Frankreich präsentierte eine ausgeklügelte Vierwege-Koaxialkonstruktion, Schieferboxen-Spezialist Fischer und Fischer aus dem Sauerland zeigte eine offene Schallwand mit Glaserweiterungen an den Seiten, audiodata aus Aachen zeigte mit der Jolie einen kleine Standbox mit phänomenaler Räumlichkeit dank Breitbandprinzip im Mittelhochtonbereich.
Für Einsteiger zeigte KEF home theatre 3000 Serie, doch Publikumsmagnet waren die Entwicklungsmuster im abgedunkelten Vorführraum - Hochtechnologie aus dem Entwicklungslabor, inkognito mit Stoff verpackt, da beispielsweise die in der Abstimmung befindlichen hochkomplexen Frequenzweichen noch nicht ihren Weg in die Boxen gefunden hatten. Eine ultimative Box der anderen Art zeigte Acapella auf seinem Stand: Die Zweiwegebox LaCampanella, bei der ein Mittelhochtonhorn den Frequenzumfang von fünf Oktaven bewältigt - von 700 Hz bis über den Hörbereich hinaus. |


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Fazit:
Abschließend sei mir die persönliche Bemerkung gestattet, dass mir diese HIGH END bei weitem am besten gefallen hat: Schönere Präsentationen und besser abgestimmte Anlagen machten den Messebesuch zum Hörvergnügen. Und auch wer der zweikanaligen Wiedergabe zwischenzeitlich entsagt hat, kam mehrkanalig mit exzellenter Klangqualität auf seine Kosten. Schön war auch, dass die High End Society zusammen mit der Zeitschrift Audio den Marken Sherwood und Monitor Audio den HIGH END 2006 Award für das beste Preis-/Leistungsverhältnis verliehen hat - gute Musik daheim muss also nicht unbedingt teuer sein oder andersherum: Gute Musik sowie eine gute Filmdarbietung daheim kann viel mehr Spaß vermitteln, als sich in Geldbeträgen messen lässt.
René Roland Katterwe für audiomap.de |

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