|  | HIFI MUSIC WORLD 2005 - Der Messebericht |   | | |
Die HiFi-Selbstbau-Messe Vom 27. bis 29. Mai fand in Gelsenkirchen im Tagungshotel Lichthof die HiFi-Music-World 2005 statt, die nunmehr dritte Jahresmesse der HiFi-Selbstbauszene. Die ersten beiden Veranstaltungen starteten in 2002 in Berlin und 2004 in Wetzlar. |  | Die Erfahrungen aus den Vorjahren haben dem Veranstalter gezeigt, wo er anknüpfen musste und so gelang es diesmal, sogar die Fachzeitschrift KLANG+TON für die Ausstellung zu gewinnen - für das in Duisburg ansässige Team des Brieden-Verlages beinahe ein Heimspiel. Laut Veranstalter sollte die Messe vor allem den engagierten Musikliebhaber ansprechen, für den Musikwiedergabe nicht im Kauf von Testsieger-Geräten besteht, sondern ein fortdauerndes Hobby ist. So war das Publikum ausgesucht und interessiert, die entspannte Atmosphäre erinnerte ein klein wenig an die alte High End im Kempinski Hotel bei Frankfurt. |  | Eine freundliche, helle Atmosphäre, guter Klang in sehr vielen Räumen und fast durchweg kompetentes Standpersonal lud zum Lauschen, Fachsimpeln und Verweilen ein. Interessante und erstaunlicherweise meist voll besetzte Workshops vermittelten den Besuchern Hintergrundwissen und gaben neue Anregungen für das Hobby Lautsprecherselbstbau. Am Rande fanden sich auch Röhrenbausätze und unkonventionelle CD-Digitaltechnik, doch dazu später mehr, nun erst einmal zum Kernthema Lautsprecher.
| 
| In unserer Foto-Galerie für Messen finden Sie in über 40 Fotos Messe-Eindrücke! | | | |    | Unübersehbar in der Eingangshalle war Klangmeister Dieter Fricke mit dem von ihm betreuten Unternehmen MT-HiFi-Handels-GmbH, hinter der sich der Klangmeister-Service, ein Reparatur-Service sowie ein Update-Service verbirgt. Praktisch jeden Lautsprecher jeden Alters restauriert das Klangmeister-Team und liefert in praktisch wieder im Neuzustand ab. Ob verrottete Sicken, ausgeleierte Zentrierspinnen, durchgebrannte Schwingspulen oder zerbrochene Magnetringe - Dieter Fricke zeigte uns Reparaturen, die der Laie gemeinhin nicht für möglich hält. Ebenso verhält es sich mit dem Update-Service: Die Klangmeister kümmern sich um liebgewordene legendäre Konstruktionen und bringen Sie auf den neusten Stand der Technik.
|  | In den Räumen selbst fand man die Fortführung Bastelns am Objekt. Schon im ersten Raum, in dem wir landeten - Cantare Audiosysteme - fand sich ein Computer am Boden, mit dem Andreas Guhde die Arbeit eines Lautsprecherentwicklers verdeutlichen konnte. Die Ergebnisse, insbesondere die kleine Luna, galten als Preis-Leistungs-Hammer unter den Besuchern - so macht Selbstbau spaß: Jede Menge Geld gespart gegenüber fertigen Konsumprodukten.
Doch Lautsprecherselbstbau ist noch mehr, das wurde bei vielen Ausstellern deutlich: Primär geht es ja gar nicht darum, Geld zu sparen - da ist der Musikliebhaber ja zwangsläufig auf einen vorgefertigten Bausatz angewiesen - sondern darum, der Kreativität freien Lauf zu lassen, um einen besseren Klang - oder bei den ersten Versuchen - zumindest ein individuelles Design zu verwirklichen. So wurden nicht nur fertige Lautsprecher, sondern auch eine Menge (nicht nur defekte bzw. restaurierte...) Lautsprecherchassis präsentiert - von Allerweltschassis bis Exoten. Das der Lautsprecherselbstbau aus den Kinderschuhen erwachsen ist, zeigte nicht nur die präsentierte PC- und Messtechnik, sondern auch die kompetenten Vortragsreihen. Cantare Audiosysteme | 
| Herr Hausdorf, altgedienter Entwicklungschef des Lautsprecher-Selbstbauspezialisten Visaton aus Haan präsentierte neben einem Auszug seines umfangreichen Chassisprogramms die 1,23 m hohe Solitude - ein Vollbereichslautsprecher mit Bassunterstützung: Das mittlere Chassis der 20 cm-Breitbänder B 200, wird unterstützt von zwei 20 cm Tieftönern GF 200. Interessant, aktuell, unkonventionell und so weit wir das nach kürzestem Hineinhören feststellen konnten, klanglich ganz sicher eine genauere Auseinandersetzung mit diesem Konzept wert. Visaton
| 
 | Bei Fostex, seit einigen Jahren vertrieben von Mega Audio aus Bingen, wurde es noch exotischer. Dort standen drei japanische Selbstbauboxen, die gemeinhin so nicht anzutreffen sind. Ein ausgefaltet 2,30 m langes Horn mit 10 cm Treiber (natürlich für die Basswiedergabe!) ist ganz sicher eine Seltenheit. Ein weiteres mit 13 cm Chassis bestücktes Horn war schon deutlich handlicher und wurde lediglich durch einen integrierten Standfuß zur Standbox. Hier wurde interessanterweise der Bass durch eine in der Hornöffnung liegende Bassreflexöffnung aufgepeppt bzw. fülliger gestaltet, da man Verzerrungen im untersten Bassbereich am ehesten verkraften kann. Der mittlere Bassbereich profitiert von der verzerrungsfreien Hornwiedergabe. Dieses Horn lief übrigens als Vollbereichslautsprecher ohne Hochtöner. Ein weiterer Breitbänder, der aktuelle Fostex 20er, wurde wie auch der kleine 10er mit einem Hornhochtöner kombiniert - eine Weiche mit Pegelabsenkung erhielt jeweils nur der Hochtöner. Mega Audio Fostex |
|  |
| | | | | |
|  | |