Alte Kabel-Klassiker
#121
Geschrieben 13 Januar 2003 - 09:34
>>Besser als Pop allemal. Dennoch haben die Aufnahmen auch aus dem Bereich jede einzelne einen eigenen Klangcharakter.
Ja, einen "Labelcharakter" kann man oftmals ausmachen (ECM etc.) - aber ist das schlecht? Die Künstler überlegen sich vorher, ob das ein für sie gutes Label ist...
>>Aha, jetzt wird mir einiges klar. Viele vielleicht, aber noch lange nicht alle (mich eingeschlossen). Du solltest ggf. einem "Opfer" vorher die Frage stellen, ob er einen "musikalischen" und "weichen" Klang mag. Beantwortet er das mit ja, kannst du von mir aus über ihn herfallen
Darum geht es mir - erstaunlicherweise ;-) - überhaupt nicht; ich fordere nur eine gewisse Ehrlichkeit, was die Wiedergabekultur vieler Highender angeht... High Fidelity ist das eben nicht, auch, wenn es angenehm klingt...
>>Jein. Die Technik wär schon recht, jedoch wird sie des öfteren misbraucht, schlampig bzw. falsch dosiert oder schlichtweg ignoriert. Kennst du "Californication" von den Chili Peppers? Warum um alles in der Welt hat es diese Band nötig, so eine grottenschlechte Aufnahme abzuliefern. Praktisch mono und total übersteuert. Soll das etwa Absicht gewesen sein?
Bei Shakira nutzt selbst eine Mega-Equipment nix, harrharr. Zumindest bei meinen Ohren
Hm, solange Du gucken kannst :-)! Tja, im "populären" Bereich gibt es einiges seltsames Zeugs - ob gewollt oder nicht gekonnt, vermag ich nicht zu entscheiden; der Qualitätsmesser ist die Kasse, und sowohl die RHCP (die mir mit ihren ersten 4 Platten gut gefielen) als auch Sh. verkaufen sich bestens...
#122
Geschrieben 13 Januar 2003 - 11:08
>Niemand MUSS etwas in diesem Forum.
Klar, aber es gibt Problemstellen bei der Kommunikation, da treibt es mich.
>Ich verhalte mich zwar anders, aber meine Ansichten sind die
>gleichen. Aber das differenzierte Verhalten wird allein
>dadurch hervorgerufen, daß ich bei einem persönlichen
>Gespräch einen Menschen samt seiner Persönlichkeit vor mir
>sitzen habe. Allein diese Tatsache lenkt eine Konversation
>auf andere Ebenen.
Gut erkannt. Das sollte man bei Diskussionen in elektronischer Form stets beachten, dann gibt es meist keine Ausrutscher.
>Woher glaubst du zu wissen, daß ich Diskussionen massiv
>ablehne? Bislang hat mir niemand in diesem Forum die
>Gelegenheit gegeben, den Gegenbeweis zu liefern.
Ähh, das entnimmt der geneigte Betrachter aus Deiner Art, mit von Dir nicht gewünschten Antworten umzugehen. Du willst keine Widerworte, sondern Bestätigung, das nennt die Mehrheit der Anwesenden eben nicht Diskussion.
>Was genau sind diese "Hilfsmittel", von denen du sprichst?
>Zählt meine Musikanlage zu Hause zu den Hilfsmitteln oder
>verstehst du unter diesen "Hilfsmitteln" diverse
>Meßapparaturen? Denn wenn du mit "Hilfsmitteln" besagte
>Meßapparaturen meinst, kann ich nur sagen, daß ich darauf
>verzichten kann. Ich habe mir meine Anlage mit Hilfe meines
>Gehörs und meines Hörgeschmackes zusammengestellt - also
>nach rein subjektiven Aspekten.
Das war IMHO eindeutig, es geht um die Musikanlage. Und die funktioniert streng nach den Regeln der Physik.
>Wobei ich NICHT behaupte,
>daß meine jetzige Anlagenkonfiguration nach
>wissenschaftlichen Erkenntnissen "richtig klingt". Aber sie
>klingt so, daß ich behaupten kann, daß mir die gehörte Musik
>wirklich gefällt und mich emotional anspricht. Alles
>natürlich rein subjektiv! Die emotionale Komponente durfte
>ich erst gestern Abend wieder erleben, als ich mir
>"Live-Evil" von Miles Davis angehört habe. Aber das nur
>nebenbei.
Das ist für keinen hier irgendein Problem.
>Zugegebenermaßen ist das Wort "Diskussion" vollkommen
>unpassend gewählt. Ich suche eigentlich mehr einen Austausch
>von Hörerfahrungen und Hörerlebnissen. Grundsätzlich bin ich
>natürlich jeder sachlichen Diskussion aufgeschlossen,
>solange ich sachlich-fachlich mitreden kann. Da ich aber auf
>der technischen Ebene dieses Themas nicht allzu bewandert
>bin - was mir ja auch schon mehrfach vorgeworfen wurde -,
>muß ich mich halt zurückhalten.
Aha, also wirklich keine Diskussion. Dann wird der Erkenntnisgewinn aber in der Regel auch Bescheiden ausfallen.
>Zu den Margen kann ich dir nur beipflichten. Ich würde auch
>nie und nimmer auf die Idee kommen, mir ein Kabel zuzulegen
>und den vollen Preis zu bezahlen. Das wäre finanzieller
>Selbstmord. Das die Margen bei hochpreisigen Produkten
>landläufig IMMER höher sind, als bei "Billigprodukten" ist
>dir doch hoffentlich bewußt. Das hat - objektiv gesehen -
>nichts mit besser oder schlechter zu tun, daß hat etwas mit
>Marketing zu tun, wie du richtig erkannt hast. Allerdings
>ist diese Tatsache nicht nur im Bereich der
>Unterhaltungselektronik zu finden, sondern zieht sich quer
>durch sämtliche Produktarten. Ob sich jemand nun für einen
>Opel oder einen Mercedes entscheidet hat wenig damit zu tun,
>wie sich das Auto fährt, sondern mit dem Geldbeutel. Muß
>jemand sparen, greift er zum Opel. Hat jemand das Geld
>übrig, dann greift er zum Mercedes und erhält obendrein noch
>ein besseres Image, aber auch einen höheren
>Wiederverkaufswert, eine bessere Verarbeitung und evtl.
>macht das Autofahren mit dem Porsche auch mehr Spaß - löst
>Emotionen aus. Nüchternheit gegen Emotionen! Wobei der
>Porsche natürlich nicht dadurch mehr Fahrspaß bereitet, weil
>er teurer ist, sondern weil die Technik einfach ausgereifter
>und professionller ist und sich dadurch mehr
>emotionsfördernde Feinheiten auf den Fahrer übertragen
>lassen.
Diese Vergleiche von z.B. Kabeln mit deutlich unterscheidbaren, real völlig differenten Gütern sind nicht wirklich hilfreich. Diese Produkte sind deutlich unterscheidbar, auch mit Methoden, die dann zu geringsten oder keinen Unterschieden bei Kabeln führen.
>Was nützen mir objektive Ratschläge von Mitgliedern, wenn
>ich subjektiven Erfahrungsaustausch (s.o.) mit
>Gleichgesinnten suche. Das ist dann zwar nett gemeint und
>ich weiß das auch zu schätzen, aber es bringt mich in
>besagter Situation nicht weiter.
Naja, wir helfen eben gern. Dass Du keine Hilfe wolltest, haben wir bisher nicht erkennen können. Nur ist dann der Sinn der Frage noch offen.
>Da muß ich dir wiederum widersprechen. Die hohe Kunst der
>Wissenschaft besteht für mich in der Forschung und nicht in
>der Allgemeinverständlichkeit. Was habe ich in meinem Fall
>davon, wenn ich zwar weiß, wie ein bestimmter Verstärker
>aufgebaut ist und funktioniert, aber der Klang dieses
>Verstärkers mir nicht gefällt.
Fundamentales Missverständnis, IMHO. Natürlich kann auch jeder ohne Kenntnis der Funktion entscheiden, ob ihm ein Produkt zusagt oder nicht. Die objektive Bewertung setzt aber meist zum einen ein objektivierbares Vergleichsverfahren und Kenntnis der möglichen Einflussgrößen voraus. Das objektivierbare Vergleichverfahren bei hörbaren Differenzen kann nur ein DBT sein, die Gefahr von Sugegstion ist hier extrem groß, da das Gehör eben nicht objektiv "misst"
>Ich setze halt andere
>Prioritäten bei meinen Interessen, was mir aber nicht
>vorgeworfen werden sollte. Sonst könnte ich nämlich genau
>diese Leute in ein wirtschaftswissenschaftliches Forum
>einladen, wo wir mal darüber diskutieren könnten, auf welche
>Art und Weise der reelle Wert einer Währung zustande kommt.
>Selbst bei einem so - realtiv einfachen - Thema wie diesem,
>würde wahrscheinlich kaum einer mithalten können. Aber in
>erster Linie deswegen, weil sie andere Interessengebiete
>haben und sie nicht daran interessiert sind, den Wert einer
>Währung zu bestimmen, sondern nur daran interessiert sind,
>was bzw. wieviel sie letztendlich für ihr Geld bekommen. Und
>genauso geht es mir mit dem Klang(!) meiner Musikanlage: ich
>muß nicht wissen, wie sie funktioniert, ich muß nur wissen,
>was mir gefällt!
Wieder ein Widerspruch von mir. Ein Fachmann sollte eben doch in der Lage sein, einem breiteren Publikum die Basics seines Fachgebiets näherzubringen. Natürlich darf das nicht zu Vereinfachungen führen, die dann falsch sind, aber wenn man seinen Kindern erklären kann, was Papa so macht, ist man schon einen Schritt weiter. Mit etwas weiterer Vereinfachung kann es dann auch ein Vorstand verstehen :-).
>Und natürlich kann ein Maurer auch die Grundlagen (oder auch
>mehr) der Quantenphysik verstehen, aber in erster Linie
>dann, wenn er es auch WILL. Ob er allerdings daran
>interessiert ist, ist eine vollkommen andere Frage. Ich
>wollte damit auch lediglich ausdrücken, daß ein Maurer ein
>fakisch anderes berufliches Interessengebiet verfolgt, als
>ein Quantenphysiker.
Das ist zwar richtig, hier aber eben völlig unbedeutend. Der Maurer ist in der Tat nur ein Beispiel, das eine recht große Fachfremdheit aufweist. Und natürlich kann man nur jemandem mit Erklärungen helfen, wenn dieser daran interessiert ist. Da bildest gerade Du offenbar keine Ausnahme.
Wilm
#123
Geschrieben 13 Januar 2003 - 12:09
>Erkenntnisgewinn aber in der Regel auch Bescheiden
>ausfallen.
Bei einer einer Diskussion müssen nicht zwangläufig neue Erkenntnisse gewonnen werden. Allerdings wäre dann der Zweck einer Diskussion verfehlt.
>Naja, wir helfen eben gern. Dass Du keine Hilfe wolltest,
>haben wir bisher nicht erkennen können. Nur ist dann der
>Sinn der Frage noch offen.
Ich suche Austausch von Hörerfahrungen (=verschiedene Apfelsorten), aber ihr bietet mir fundiertes, technisches KnowHow (=verschiedene Birnensorten) an. Das bedeutet, daß ich mit euren - nett gemeinten - Birnen nichts anfangen kann, da ich auf der Suche nach Äpfeln bin. Auch wenn das hier kein Obst- und Gemüseforum ist. ;-)
Viele Grüße.
**Patrick**
#124
Geschrieben 13 Januar 2003 - 12:12
die Beispiele für die groben Schnitzer habe ich nicht alle im Kopf, aber zwei Exemplare sind mir sofort eingefallen - warscheinlich nicht unbedingt Deine Richtung, da alles Jazz ist.
Diese in den USA gekaufte CD hat vom ersten bis zum letzten Stück ein permanentes Pfeifen auf irgendeiner Tonspur gehabt, mal lauter, mal leiser, aber bei fast jedem Stück. Ich glaube da waren einige recht Taub im Studio. Leider konnte ich sie nicht umtauschen, da zu weit.
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B000...0066737-7355705
Diese eigentlich recht bekannte und ansonsten sehr dynamisch aufgenommene neue CD von Marcus Miller hat auch bei dem einen oder anderen Stück einen sehr hohen Pfeifton, wenn eine bestimmte Tonspur dazugemischt wird. Vielleicht etwa um 15Kh - die halbtauben Studiosos haben es jedenfalls mit auf CD gebannt.
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B000...0066737-7355705
Und hier zwei excellente Beispiele die ich als Maßstab für den guten Klang halte. Als erstes Ruben Gonzalez als Maßstab einer traumhaften räumlichen und natürlichen Einspielung der akustischen Instrumente, direkt in alten Studios von Cuba.
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B000...0066737-7355705
Als nächstes eine von 4 super CDs von Jeff Hamilton (Schlagzeug) vom kleinen Mons Label. Die Dynamik setzt Maßstäbe, kaum eine andere CD kommt hier klanglich ran. Rob, das sind die CDs an denen man die besseren von den durchschnittlichen Anlagen leicht auseinanderhalten kann. ;-)
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B000...0066737-7355705
Grüße, Amin
#125
Geschrieben 13 Januar 2003 - 13:21
>Ich suche Austausch von Hörerfahrungen (=verschiedene
>Apfelsorten), aber ihr bietet mir fundiertes, technisches
>KnowHow (=verschiedene Birnensorten) an. Das bedeutet, daß
>ich mit euren - nett gemeinten - Birnen nichts anfangen
>kann, da ich auf der Suche nach Äpfeln bin. Auch wenn das
>hier kein Obst- und Gemüseforum ist. ;-)
Das stimmt so nicht: Du suchst nach Äpfeln, deren Existenz von technisch bewanderten in Frage gestellt wird. Wie Du hier deutlich sehen kannst, ist die Kunst der Vereinfachung wirklich schwierig. :-)
Denn die Essenz der Diskussionsbeiträge ist doch: Die vermeintlich unterschiedlichen Höreindrücke sind häufig nicht wirklich unterscheidbar, sondern beruhen auf der Täuschung von Sinnesorganen, bedingt durch die Versuchsbedingungen. Das ist die Botschaft, die Dich nicht interessiert, wenn ich das recht interpretiere.
Ich habe das auch selbst mehrfach probiert, und meine auch, dass es Nuancen geben kann. Daher habe ich auch eher hochwertige Kabel an meinen Musikwiedergabegeräten. Aber ob ich das wirklich im Blindtest zuordnen könnte, wage ich nicht zu sagen.
Jedenfalls hat man bei massiven, verschraubbaren Steckern das gute Gefühl, alles erdenkliche gegen Übergangswiderstände und Wackelkontakte unternommen zu haben.
Wilm
#126
Geschrieben 13 Januar 2003 - 14:01
>Das stimmt so nicht: Du suchst nach Äpfeln, deren Existenz
>von technisch bewanderten in Frage gestellt wird. Wie Du
>hier deutlich sehen kannst, ist die Kunst der Vereinfachung
>wirklich schwierig. :-)
Da ich ein Freund von Äpfeln bin, möchte ich mich mit anderen Apfel-Freunden unterhalten - nicht mit Birnen-Freunden. Nur weil ein Birnen-Freund mir sagt, daß Äpfel nicht schmecken, laße ich mich noch lange nicht von leckeren Äpfeln abbringen. Erst wenn die Zeit dafür reif ist und ich Interna über Birnen erfahren möchte, halte ich mich an die Birnen-Kenner! :-)
>Ich habe das auch selbst mehrfach probiert, und meine auch,
>dass es Nuancen geben kann. Daher habe ich auch eher
>hochwertige Kabel an meinen Musikwiedergabegeräten. Aber ob
>ich das wirklich im Blindtest zuordnen könnte, wage ich
>nicht zu sagen.
Es geht mir auch garnicht darum, bestimmte Unterschiede in einem Blindtest verschiedenen Komponenten zuzuordnen. Mich interessiert das Ergebnis! Und das Ergebnis kommt in meinem Kopf zustande. Und um zu einem subjektiv zufriedenstellenden Ergebnis zu kommen, heißt es für mich: Hören!!! Selbstverständlich richte ich mich bei meinen Hörexperimenten auch nach Gesetzten der Raumakustik (z.B. Boxenpositionierung), aber ich versuche auch MANCHEN Voodoo - beim demagnetisieren von CDs bin ich allerdings noch nicht angelangt. :-)
>Jedenfalls hat man bei massiven, verschraubbaren Steckern
>das gute Gefühl, alles erdenkliche gegen
>Übergangswiderstände und Wackelkontakte unternommen zu
>haben.
Siehst du! Du schreibst hier von Gefühl und bei mir ist es lediglich so, daß mein Gefühl noch einen Schritt weiter geht.
Letzendlich sieht es aber so aus, daß mein Kopf mir sagen muß, was ihm gefällt oder nicht. Und danach richte ich mich. Mag sein, daß ich mir einige Klangunterschiede nur einbilde, aber selbst WENN dem so sein sollte, sagt mir mein Kopf, daß es ihm gefällt. Und DAS zählt für mich, wenn ich Musik aus der Konserve erleben will!
**Patrick**
#127
Geschrieben 13 Januar 2003 - 17:32
die M2 von Marcus Miller kann ich mir besorgen; ich werde dann berichten... Die Rubens Gonzalez gefällt mir auch sehr gut ;-). Wo Du das mit dem "Pfeifen" erwähnt hast - bei alten Kraftwerk-Scheiben konnte man auch sehr schön hören, wenn bestimmte Spuren wieder aufgezogen wurden - erst das Rauschen, dann der Sound :-). Das hat wohl damals, da es eh' im Rillenrauschen unterging, niemanden gestört...
Na ja, wirklich schlechte Klassik-CD's kenne ich nach wie vor nicht - kann aber auch an meiner Auswahl liegen ;-).
#128
Geschrieben 14 Januar 2003 - 00:03
Hat Dein Vater inzwischen mal auf dem Bösendörfer gespielt?
Klaus
#130
Geschrieben 14 Januar 2003 - 07:02
>Hat Dein Vater inzwischen mal auf dem Bösendörfer gespielt?
Nein, natürlich nicht! Ehrlich gesagt habe ich noch NIE einen Pianisten gesehen, der auf seinem Flügel spielte. Du etwa? Flügel sind doch nur dazu da, damit man ein Wenig vor anderen Musikliebhabern protzen kann und um große Blumenvasen darauf abzustellen - sieht halt schöner aus.
Du siehst: Dies war eine einfache Antwort auf eine einfache Frage!
**Patrick**
#131
Geschrieben 14 Januar 2003 - 09:37
wir haben in den 80ern auf Parties mit einer Röhrenstereoendstufe über die LS unseres Bassisten (EV Eliminator - allein schon der Name ist ein Gedicht ;-) und einen Selbstbau-BR) gehört - hat Spass gemacht, war aber wohl ziemlich weit von High Fidelity entfernt...
Ohne die Diskussion aufwärmen zu wollen: Ja, ich weiss, dass man mit Röhren extrem klirr- und rauscharme Konstruktionen bauen kann, ja, ich weiss, dass theoretisch sogar mit Röhren rauschärmere Designs möglich sind, ja, ich weiss, dass nicht nur Klirr-, sondern auch Rauschspektrum von Röhrenamps typischerweise als angenehmer empfunden werden (hat Luxmann in den 80ern 'mal untersucht...), ja, ich spiele Gitarre über einen Mesa Boogie und einen Marshall - ändert nix daran, dass High Fidelity im Wortsinne mit Halbleitern einfacher und preiswerter zu erreichen ist. Dass Breitbänder verfärben, ist wohl unbestritten und trivial, oder ;-)? Man mag damit enormen Spass beim Musikhören haben, aber, wie gesagt, high fidelity ist das nicht...
#132
Geschrieben 15 Januar 2003 - 00:24
Ich weiß, ich bin ´n bisschen spät dran mit meiner Antwort.
Aber ich hab gerade noch ein paar Meter altes Netzkabel mit Stoffummantelung an meine Nachttischlampe geschraubt - irgendwie leuchtet die jetzt wie früher . . . . .
Aber beleuchtet sie das Gestern? Fragen über Fragen (seufz)!
Und dabei zieht das Leben an einem vorbei (2xseufz!) und kümmert sich eine Dreck drum (um die Kabel). Und zu recht!!
Grüße, Klaus
#133
Geschrieben 01 März 2003 - 21:55
ich danke Euch für "tolle" Antworten.
Abgesehen von wenigen Autoren macht der Rest einen traurigen Eindruck.
Dilletantismus weit und breit.
Das Forum sollte anders heissen :
"Forum für Besserwisser und Klugscheisser ".
Mac.
#134
Geschrieben 05 März 2003 - 16:04
um auf deine anfängliche Frage zurückzukommen: Pink Floyd und Co. haben ihre legendären Aufnahmen ganz sicher nur mit einfachstem symmetrischem Studiokabel abgehört.
Den ganzen Kabelhokuspokus gab´s nämlich damals noch nicht und die Mär um die riesigen Unterschiede bei Kabeln ist erst aufgetaucht, als die HiFi-Zeitschriften aufgehört haben, Blindtests zu machen. Vorher haben sie nämlich energisch bestritten, dass es so was gibt! Einstimmig!
Logischerweise sind die ganzen Highendkabelhersteller erst danach, Ende der 70er (Monster Cable 1979) / Anfang der 80er entstanden (Straight Wire 1983), als man begriffen hat, dass man mit ein bisschen Kupferdraht mit wenig Aufwand unglaublich viel Kohle machen kann (Noel Lee, der Chef von Monster sammelt Rolls Royce!)
Wenn ich nun diesen letzten Beitrag von dir lese, dann empfinde ich "Besserwisser" gerne im wörtlichen Sinne, also als Kompliment.
Gfrüße,
Uwe

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