HiFi Heimkino Forum: Filmkritik: Prisoners - HiFi Heimkino Forum

Jump to content

Seite 1 von 1
  • Du kannst kein neues Thema starten
  • Du kannst auf dieses Thema nicht antworten
  • Bookmark

Filmkritik: Prisoners Thema bewerten: -----

#1 Mitglied ist offline   Tuvok. 

  • Stamm-Mitglied
  • PIPPIPPIP
  • Gruppe: Mitglieder
  • Beiträge: 645
  • Registriert: 16-April 06

Geschrieben 16 November 2013 - 23:32

150 Minuten Prisoners habe ich überstanden, ich bin während des Filmes fast in Ohnmacht gefallen, der Film war mir fast zu viel, er ist irre spannend, mir wurde fast übel bei dem Film, die Aufregung, die Gewalt, die Brutalität, und ich meine nicht so ein Dreck wie ein Zombie Film sondern so was wie „Irreversibel“, Bilder die man nie mehr aus dem Kopf bekommt, spannend wie „Das Experiment“ wo ich damals fast da Kino verlassen mußte, oder damals bei „Das Schweigen der Lämmer“ wo ich nur mit geschlossenen Augen und einem nahenden Herzinfarkt fast hatte. Oder damals bei „Se7en“, oh Mann das war ein Horror.

Nun habe ich diesen Film überstanden, oh Mann so viel Spannung hatte ich schon lange nicht mehr, und ich glaube wenn ich mir den Film noch mal ansehen müsste, würde mir echt übel werden. Sicher kaufe ich ihn mir auf Blu Ray, und nicht das ich übertreibe, es ist der spannendste Film der letzten Jahre, definitiv, zumindestens kann ich mich an keinen Psychothriller erinnern der so gut war, aber mal der Reihe nach.

Der sehr düstere Film fängt an so um 2012, Thanksgiving wird gefeiert. Die Familie DOVER und BIRCH feiern gemeinsam das Fest. KELLER DOVER (Hugh Jackman) hat ein Bauunternehmen, und freut sich auf den Tag schon seit geraumer Zeit. Seinen Freund FRANKLIN BIRCH (Terence Howard) hat er schon lange nicht mehr gesehen. Man spaßt zusammen man lacht und freut sich das jeder gesund ist.

Kurz nachdem Essen als GRACE DOVER (Maria Bello) die Tochter ANNA sucht, beginnt der größte Horror den man sich als Elternteil vorstellen kann.

Ein paar Stunden später ist ein ganzes Aufgebot bestellt, Polizei, Bewohner der Kleinstadt, alles sucht nach den Kindern, niemand kann sich nur im geringsten vorstellen was passiert sein könnte, nur RALPH der Sohn von GRACE hat die Idee, das vor kurzer Zeit ein Wohnmobil gestanden ist, dass jetzt weg ist.

Die Beschreibung der Polizei gegeben, kurz daraufhin findet sie den Wohnwagen auf einem Rastplatz bei einem Gasthaus, Detektiv LOKI (Jake Gyllenhaal) wird gerade vom Mittagessen zu einem Fall gerufen, zu einem wie er ihn noch nie erlebt hat.

Der Fahrer auf der Flucht erleidet einen Unfall, ALEX JONES (Paul Dano) wird kurz daraufhin in Gewahrsam genommen doch beim Verhör konnte die Polizei keinen einzigen Hinweis auf irgendeine Straftat finden, und er wird freigelassen. KELLER daraufhin glaubt nicht an dessen Unschuld und versucht dem Polizist zu sagen dass ALEX etwas über das Verschwinden der beiden Mädchen weiß. ANNA und JOY. Beide sind schon seit einigen Tagen weg, es wird immer schlimmer, GRACE kann nicht mehr schlafen, FRANKLIN und NANCY (Viola Davis) sind fast dem Nervenzusammenbruch nahe.

Kurz nachdem ALEX, dem ein IQ eines 10 Jährigen bescheinigt wird, freigelassen wird, entführt ihn KELLER. In der Zwischenzeit macht LOKI auf seiner Entdeckungstour eine Bekanntschaft mit einem Flüchtigen der daraufhin bald von ihm gefunden wird, über viele Umwege, die zu lange dauern dieses zu erklären. Er stellt sich als BOB TAYLOR raus, der in seiner Wohnung viele Kisten mit blutigen Wäschestücken und Schlangen hat.

LOKI glaubt dass ALEX mit dem Verschwinden der Mädchen was zu tun hat, doch bevor es bei dem Verhör weitergehen kann, begeht ALEX Selbstmord.

DOVER der in der Zwischenzeit mit FRANKLIN seinem besten Freund versucht ALEX JONES weiter gefangen zu halten, ihn zu foltern und eingesperrt in einem kleinen Raum fest hält, fängt nach 10 Jahren Abstinenz wieder zu trinken an.

Als LOKI in der Polizeistation einen Nervenzusammenbruch hat, entdeckt er auf einem Foto eines Falles den er kurz zuvor gelöst hat, ein seltsames Symbol, ein Labyrinth, und zwar genau dasselbe, was er bei BOB TAYLOR gefunden hat.

Tja was soll ich sagen, der 48 Millionen US $ teure Film der weltweit 110 Millionen US $ eingespielt hat, ist wohl der spannendste Film der letzten Jahr und das ist gewiss. Die gesamte Kritik er US Filmbehörde, oder der Großteils nahm den Film überwiegend positiv auf, selbst die größten Kritiker waren von dem Film gewissermaßen begeistert.

Die Komplexe Zusammenstellung der Geschichte die aus 5 oder 6 Teilen besteht, die dem Zuseher Angst und Grauen einjagen soll und das auch fantastisch gut macht, verstört so ziemlichen jeden der den Film durchhaltet. Die Kinozuseher im Saal waren am Ende ruhig, keiner konnte sich bewegen, und ich glaube es haben sich 3 oder 4 Leute angekotzt.

Der Film spielt wunderbar mit den Gefühlen des Zusehers, wenn man unter Klaustrophobie leidet oder unter Agoraphobie ist der Film glaube ich nicht sehr geeignet. Der Film ist so was von furchtbar spannend, er ist so was von sehr gut gespielt, er ist nicht unnötig grausam, er ist hart und brutal, Bello als Mutter spielt echt überzeugend, schade dass ihr im Film so wenig Rolle eingeräumt wurde

Der Film lässt tief in die Obsession einiger Irrer blicken, er räumt viel Mysteriöses um die Filmfiguren ein und versteht es dennoch ohne die Auflösung einzelner Charaktere zu verraten, den Zuseher mit positivem Gefühl zurückzulassen ohne 100 Fragen zu stellen.

Das was Denis Villeneuve, der Regisseur vom Film hier mit grandioser beispielloser Wucht gezeichnet hat, lässt einem auf die tiefsten Abgründe der Seele blicken ohne Lust und Freude zu verlieren, Lust weil der Film furchtbar spannend ist, und Freude, weil der Film eine so gute Darstellung einzelner Figuren hat, weil Kamera Genie Roger Deakins es einfach versteht die wichtigsten Momente des seelischen Leides und der spannendsten Momente wunderbar eingefangen hat. Schätze der Kamera Mann hat bei „James Bond 007: Skyfall“ viel dazu gelernt, und der Regisseur der absolut unbekannt ist für mich, hat genauso viel Lob verdient wie Drehbuchschreiber Aaron Guzikowski der gerade mal erst mit „Contraband“ aufgefallen ist.

Der Film ist nicht nur sehr mysteriös, er ist fantastisch gespielt, er ist optisch sehr schön, er hat eine gute Musik, er ist grausam ohne viel Blut zu zeigen, er spielt mit den Gefühlen und Gedanken der Menschen und einem Thema das keine so schnell verdaut, denn Kindesentführungen – naja was soll ich sagen, ich möchte nicht darüber nachdenken, und ich glaube, jeder kann man zur Selbstjustiz greifen, fast jeder sagen wir mal, denn wir Menschen haben alle oder fast alle etwas gefährliches und brutales in uns.

Viele natürlich und mit Recht sind dagegen wenn Hugh Jackman einen jungen Mann foltert der den IQ eines Kindes hat und liebenswürdig wirkt, doch er hat einen Grund. Ich finde Jackman spielt hervorragend, ein wunderbarer Darsteller, unglaublich dass so ein Typ so wandlungsfähig ist, und dann noch Gyllenhaal, als Polizist, einfach überragend kann man sagen. Der Mann hat Talent wirklich, er hat eine eigene Art zu spielen und ich finde das macht er hervorragend. Der Film hat mich echt dauerbelastet, alles was so an Emotionen vorher da waren, oder mein Nervenkostüm, so ziemlich alles ist kaputt, in dem Film muss man weinen selten lachen und dauernd Angst haben, mein Herz hat gekribbelt und ich mußte auf die Toilette gehen, ja gut das ich 'ne Flasche dabei hatte die leer war.

Der Film ist der perfekte Thriller, auch Terence Howard als geschockter Vater, als Freund von Hugh Jackman, der einen Menschen foltert, der dabei ist, auch er spielt hervorragend, einfach gut. Sicher hätte ich mehr gerne gesehen, von ihm von seiner Frau, ja einfach wunderbar.

Ich kann bei dem Film außer der Länge nicht viel negatives finden, vielleicht noch einige Dinge die sonst viel zu viel verraten würden über den Film, ich finde ihn nahezu perfekt, 95 von 100 Punkten definitiv verdient er.
0

Share this topic:


Seite 1 von 1
  • Du kannst kein neues Thema starten
  • Du kannst auf dieses Thema nicht antworten
  • Bookmark