taxidriver, on 27 April 2011 - 07:33 , said:
Ob meine Methode die richtige ist weiß ich auch nicht. Ich hab jedoch für mich herausgefunden, das ich dadurch Unterschiede am deutlichsten ausmachen kann.
Nach wie vor bin ich der Meinung, das beide VV keine wirklichen Schwächen im Vergleich zueinander haben. Der eine gibt die Musik etwas genauer, ehrlicher wieder. Der andere einen Tick ungenauer, rauer, nicht ganz so warm.
Deswegen von Schwächen zu reden wäre, meines Erachtens falsch. Die Reaktionen auf den Test haben ja auch gezeigt, das die einen den Ref 5 und die anderen den Director besser fanden. In etwa 50:50 waren die Lager.
Also von daher eine klare Patt Situation.
Hi Volker,
Sorry, dass ich erst jetzt antworte, aber gestern konnte ich einfach keine Zeit finden.
Oje, die Beschreibung für ARC ist nur ein einzelner Minus Punkt. Kalt, Rau jetzt fehlt nur noch Spitz und man kann die bei eBay reinstellen. Da stellt sich die Frage, was die Leute überhaupt gegessen haben, denen das gefiel. :Big Grin: :Big Grin: (als Witz gemeint...)
Naja, ich finde die haben beide ungemein viele "Schwächen". Das geht einfach nicht anders...
Ich meine es kommt immer irgendetwas, was eine oder andere Sache einfach anders macht und was einem dann besser zusagt. Die rauszufinden ist aber dann ganz andere Geschichte. Eigentlich auch nicht wirklich möglich. Weswegen ich nur im Vergleich zueinander meinte. Und ich habe eigentlich für mich ein paar Punkte gefunden und grob, allgemein erwähnt.
Ich beschreibe einfach wie, was ich eigentlich erlebt habe.
Wie ich schon sagte, sprach mich die ARC von erstem Eindruck einfach mehr an. Was da raus kam war keine Musik, es war Musik. Es kam einfach mit mehr Spannung, runder rüber. Beim Kabelvergleich, wo man sich auf bestimmte Sachen konzentrieren musste, kam erstmal zu kleiner Verwirrung, aber gleichzeitig klärte das auch alles auf. Wenn man sich egal auf welches Instrument konzentrierte, wurde er vom Director klanglich deutlicher umrissen. Jeder einzelner Ton bekam gewisse zusätzliche Glasklarheit. Und im Gegensatz dazu pumpte ARC unglaublich viel Luft in die Wiedergabe ein. Was im Endeffekt plastischer, weicher rüber kam. Allerdings meine ich weiche Abbildung in dem Zusammenhang nicht unbedingt als plus Punkt, zumindest nach meinem Empfinden. Denn z.B. beim Klavier, wo Director mit exakter Klarheit jeden Tasteneinschlag rausbrachte, und sowas hat für mich den Director zu dem Zeitpunkt favorisiert. Oder besonders im Grundton, wo z.B. beim Kontrabass nicht nur sein Körper im Vordergrund stand, sondern auch seine Saiten eine Rolle spielten. Was mit einem bestimmten eisernen, glänzenderem Ton untermauert wurde. Und im Gegensatz dazu passierte bei ARC etwas noch zusätzliches abseits des Hauptklanges von Instrumenten, ein gewisser Ausklingen. Natürlich war es nicht so, dass eine oder andere Sache nur bei einem oder anderem VV rauskamen. Sondern einer oder anderer brachte einen oder anderen Punkt deutlicher rüber. Und wo man sich auf bestimmte Sachen konzentriert hat, sagte mir die Eigenschaft vom Director einfach mehr zu. Denn er brachte bei jedem, wirklich bei jedem, einzelnem Ton gewisse zusätzliche Brillanz mit. Allerdings, zurück blickend, war genau diese Exaktheit die dem Director zum Verhängnis wurde, was meine Entscheidung betrifft.
Als dann nächster Stück (You Look Good to Me) abgespielt wurde, und ich mich nicht mehr auf einzelne Sachen konzentriert habe, wurde für mich alles aufgeklärt. Mit ARC wurden die Augen einfach größer und größer. Wie ich schon sagte, die Sonne ging einfach auf, genauso wie ganz am Anfang und bei jedem Stück. Z.B. bei der Stelle wo "gemurmelt" (oder wie man das nennt...) wurde, da wollte ich aufspringen und schreien: "Hurra, der Typ lebt, er atmet". Das ganze Geschehen bekam realistischere Züge und Interpreten Gesichtsausdrücke. In die Wiedergabe kam zusätzliche Spannung, die vermittelte eine Geschichte mit dazugehörigem Charme. Und das war eigentlich auch die ausschlaggebende für mich...
Ich meine ich möchte auch nicht z.B. aus Bolschoi Theater rauskommen und sagen: "Wau, war das schön, wau, haben die sauber gespielt". Als ob sich ein Haufen Streber, die nie zusammen gespielt haben, aus benachbarten Musikschulen versammelt haben, und einfach nur die Noten fehlerfrei abspielten. Neee, da muss man schon Musik nicht nur anhören, sondern auch erleben. Eine Geschichte muss erzählt werden...
Und durch zusätzliche Luftmassen bei ARC, Nachklang bekam das ganze Geschehen harmonischere Züge und Spannung in der Wiedergabe, war einfach runder. Was insgesamt zu einer holografischen, analogeren Wiedergabe führte und das technische verschwand weit im Hintergrund.
Dass das besser geht, steht für mich aber außerfrage. Es muss einfach... Aber das waren für mich die markantesten Unterschiede. Die zwei VV sind für mich einerseits grundverschieden, aber gleichzeitig auch ziemlich ähnlich. Die sind beide in Richtung "hell" gezüchtet. Was bleibt denn auch übrig, wenn man Details, höchstmögliche Auflösung möchte. Und bezüglich der Balance zwischen Exaktheit, Brillanz und Luftigkeit, Wärme unterscheiden die sich etwas. Naja, man kann halt nicht alles haben...
Allerdings muss ich da noch erwähnen, dass ich bezüglich Beschreibungen maßlos übertrieben habe. Aber nur um die zu verdeutlichen. Ich meine es heißt natürlich nicht, dass z.B. ARC absolut keine Brillanz in der Wiedergabe hat. Und genau so wenig, dass Director einfach nur steril, langweilig klingt. Es ging nur um minimale Unterschiede und zwar nur zu einander.
Gruß Alex

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