HiFi Heimkino Forum: Netzteispannung Reith Digi-Amp - HiFi Heimkino Forum

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Netzteispannung Reith Digi-Amp Thema bewerten: -----

#1 Mitglied ist offline   AW 

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Geschrieben 09 April 2006 - 13:16

Ich muss mir morgen noch ein paar Teile besorgen und dann habe ich den Amp fertig.

Eine Frage hätte ich bez. der Spannung des Trafos: Hat hier jemand Erfahrung in der Verwendung geringerer Spannung als den von Hr. Reith empfohlenen ca. 2x42 Volt für den Amp? Eigentlich benötige ich soviel Ausgangsleistung nicht, zudem habe ich hier noch ein paar Schnittbandkerntrafos mit 2x33 und Ringkerntrafos mit 2x24 Volt rumfliegen, die ich verwenden könnte. Sind klanglich Nachteile zu erwarten?


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#2 Mitglied ist offline   h_reith 

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Geschrieben 09 April 2006 - 21:10

Hallo AW,

mir sind nur ganz wenige Kunden bekannt, die den AMP mit weniger als 2x40V betreiben. Für einen Vergleich könnte ich dir mal einen von meinen Trafos leihen (würde dich halt die Versandkosten kosten). Dann kannst du selbst testen, ob es große Unterschiede zwischen 2x33V und 2x40V gibt.
2x24V würde ich als Untergrenze betrachten. Da sollte man für einen dauerhaften Betrieb eine kleine Anpassung am Modul vornehmen.


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#3 Mitglied ist offline   AW 

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Geschrieben 10 April 2006 - 15:07

Danke für das Angebot. Werde gerne darauf zurückkommen, falls sich hier keiner mit Erfahrungen meldet.
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#4 Mitglied ist offline   FuManChu 

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Geschrieben 11 April 2006 - 19:57

Hallo,

ein Kumpel von mir hat die 180er UCD von Hypex "mal eben" mit einem kleinen Trafo, geringer(er) Spannung angeklemmt, das war wohl eine herbe Entäuschung. Ist vieleicht nicht unbedingt 1:1 übertragbar, aber nachdem was man so liest reagieren die geswitchten alle, auch die Class T, recht empfindlich auf das Netzteil.

Ich würde die 40V unbedingt testen, so betrieben wirst du nichts mehr vermissen, mal gelinde gesprochen.

Der Amp kennt keinen "optimalen" Arbeitspunkt, meine Tannoy haben 96db und es ist auch leise alles voll da, das ist "anders" als bei den Transitoren die ich bisher kannte. Ich schätze das liegt an der linearen Kennlinie der Fet's bei dieser Arbeitsweise.


Gruß

Peter
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#5 Mitglied ist offline   AW 

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Geschrieben 17 April 2006 - 18:02

So, ich habe jetzt den Schnittbandkerntrafo, der übrigens 2x36 und nicht 2x33 hat, probegehört. Dann fiel mir ein, dass ich in meinem Netzgerät noch zwei 2x40V-Ringkerntrafos mit 380VA drin habe, schöne vergossene Teile, die ich in dem Netzgerät parallel geschaltet laufen hatte. Jedenfalls habe ich die nun ausprobiert und ich bin wirklich erstaunt über den Klangunterschied zu dem Schnittbandkerntrafo. Es tönt direkter, sauberer, klarer ortbar mit einer wesentlich weiteren Bühne. Der Bass ist eine Klasse besser. Und das Klangbild ist eine Spur heller. Da ich nicht direkt im Vergleich hören kann, mag ich mir das Letzte auch ein wenig einbilden. Da ja nun mit höherer Spannung auch die Taktfrequenz gestiegen ist, liegt es vielleicht daran? Muss die Glimmer-Kondensatoren noch anpassen.

Noch lasse ich das Teil aber eher gemach laufen, da ich dem Braten nicht ganz traue. Nachdem ich die BS108 gehimmelt hatte, indem ich den Amp am Netzgerät hängend langsam hochgefahren habe, lasse ich ihn 'probelaufen': Der Kühlkörper wird nach einger Zeit sehr heiß. Ich habe alles durchgemessen, alles ist so, wie es sein soll und denoch finde ich, dass er zu heiß wird. Ich muss wohl noch mal Herrn Reith anmailen, der mir bisher tapfer alle meine Mails prompt beantwortete und nebenbei noch ein wenig Nachhilfeunterricht erteilt. Top Service.
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#6 Mitglied ist offline   meldano 

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Geschrieben 18 April 2006 - 13:54

Hi,

"Der Kühlkörper wird nach einger Zeit sehr heiß. Ich habe alles durchgemessen, alles ist so, wie es sein soll und denoch finde ich, dass er zu heiß wird. Ich muss wohl noch mal Herrn Reith anmailen, der mir bisher tapfer alle meine Mails prompt beantwortete und nebenbei noch ein wenig Nachhilfeunterricht erteilt. Top Service."


Mein Digi Amp läuft quasi seit Wochen zur Probe, weil ich mein Gehäuse noch nicht fertig habe....
Ich habe auch mal öfter nachgefühlt wie heiss der KK wird. Auch bei extremen Pegel }( und verschiedensten Lautsprechern wird der Kühli nur Handwarm.

"Noch lasse ich das Teil aber eher gemach laufen, da ich dem Braten nicht ganz traue. Nachdem ich die BS108 gehimmelt hatte, indem ich den Amp am Netzgerät hängend langsam hochgefahren habe, lasse ich ihn 'probelaufen"


Hast du die Teile gehimmelt indem du die Spannung langsam hochgefahren hast?


Gruß
Daniel
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#7 Mitglied ist offline   AW 

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Geschrieben 18 April 2006 - 16:56

Weshalb der Kühlkörper so heiß wird, ist mittlerweile dank Hr. Reith geklärt: die BBM-Zeit ist zu kurz, dh. dass der Ruhestrom steigt und somit der Kühlkörper heiß wird. Ein kleiner Trick sorgt jetzt für einen etwas geringeren Ruhestrom. Eigentlich müssten ein paar Widerstände angepasst werden (die, die in der Stückliste mit * gekennzeichnet sind). Jedoch steigt auch mit der längeren BBM-Zeit der Klirr, so dass ich mich frage, ob ich nicht einen etwas größeren Kühlkörper einbaue, denn der Klang des Amp ist mit der kurzen BBM-Zeit eigentlich schon atemberaubend. So etwas von klar und frei habe ich noch bei keinem Verstärker gehört.

Dass ich die BS108 gehimmelt habe? Ich zitiere Hr. Reith: '...gerade der -5V-Regler macht beim Einschalten extrem den Rachen auf. Sie sollten die Eingangsspannung eher schnell kommen lassen. Als min. Eingangsspannung habe ich ja 24V~ also etwa +-32V vorgesehen. Je schneller die Spannung hochfährt, umso schneller ist auch der Regler zufrieden.

Die -5V werden ja aus einer positiven Spannung über den Regler als Inverter erzeugt. ist die Eingangsspannung gering, dann fließt heir durch die Spule ein extrem großer Strom. Im Extremfall bis zum Ansprechen der internen Begrenzung. Dieser Strom muss beim langsamen Hochfahren der Eingangsspannung sehr lange Zeit durch den BS108 und den Sicherungswiderstand. Das halten diese Bauteile nicht auf Dauer aus. Zumal ein hoher Strom auch einen entsprechenden Spannungs-Abfall an diesen Bauteilen produziert. Das kann dazu führen, dass die Eingangsspannung am Regler selbst kaum hochkommen kann...'

Und ich habe schön langsam die Spannung hochgedreht... Ja, so erfahre ich wieder mal etwas Neues. Manchmal sollte man sich wirklich etwas mehr Zeit nehmen und versuchen, soviel wie möglich zu verstehen. Allerdings hat die Fehlersuche dazu geführt, dass ich mich mehr mit der Materie befasst habe, was auch ganz interessant ist.

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#8 Mitglied ist offline   AW 

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Geschrieben 18 April 2006 - 17:17

Tja, man löst sich nur schwer von alten Dingen. Natürlich ist nicht der Ruhestrom gemeint, sondern die Leerlaufverluste. Den 'Ruhestrom' gibt es ja in der Form beim Digi-Amp nicht mehr. Gibt aber wohl Parallelen in der Wirkung... Vielleicht sollte man es aber doch Ruhestrom nennen, weil man sich damit mehr 'zu Hause' fühlt.smile.gif
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#9 Mitglied ist offline   h_reith 

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Geschrieben 18 April 2006 - 20:55

Einen Ruhestrom an sich gibt es bei class d nicht, jedoch 2 Ströme, die es zu berücksichtigen gibt (nur für Insider).
Querstrom:
Das ist der Strom, der beim Umschalten von einem auf den anderen FET quer durch die PowerBridge fließt. In der Praxis muss man die Schaltgeschwindigkeiten der FETs auf 1..5V/ns begrenzen, da es sonst erhebliche Probleme gibt. Nach dem Abschalten des einen FET fließt ja der Strom durch die "Freilauf-Diode". Schaltet jetzt der 2te FET deutlich schneller ein, also die Diode sperrend werden kann, dann raucht es gewaltig. Da können Stromspitzen bis zu einigen 10A auftreten, was erhebliche Verluste und erhebliche EMV-Probleme erzeugt.
Auf der anderen Seite sind die Schaltverzerrungen bei class d in der Regel die dominante Größe für die Gesammtverzerrungen - und zwar fast unabhängig vom Konzept. Je genauer man die Schaltflanken definieren kann, umso besser. Eine lange BBM lässt den Ausgang lange undefiniert und ist damit einem geringen Klirr wenig zuträglich.

Filterstrom:
Durch den quasi Rechteck am AusgangsFilter fließt ein quasi Dreieck-Strom durch Netzteil, PowerBridge und Filter. Der ist Abhängig von der Taktrate, der Versorgungsspannung und der Filterdimensionierung. Solange der Ausgangsstrom kleiner oder gleich diesem "Ruhestrom" ist, hat man noch symmetrische Verhältnisse. Wird der Ausgangs-Strom größer, dann kommt es zu unsymmetrischen Verhältnissen. Man kann bei fast allen class d Konzepten diesen Bereich an einem leichten Buckel im Klirrverlauf über der Leistung erkennen. Bei Konzepten mit gleichbleibender Versorgung hat man etwa 1..2A und damit deutlich mehr, als man zum üblichen Musikhören benötigt. Bei Lösungen mit variabler Versorgung liegt man auch bei kleinen Pegeln über oder im Bereich des Buckels, was weniger günstig ist. Hinzu kommt bei diesen Konzepten noch, dass durch die geringere Versorgungsspannung auch die BBM eigentlich zu lange ist, wodurch der Klirr nochmals höher wird, als eigentlich notwendig.

Bei meinem Amp ist schon einigen Kunden aufgefallen, dass er doch wärmer als erwartet wird. Manche Kunden setzen Schaltbetrieb gleich mit gar keinen Verlusten und gar keiner Erwärmung. Aus obigem kann man erkennen, dass dies damit zusammenhängt, dass ich den Amp eher nach klanglichen Kriterien ausgelegt habe und nicht auf das letzte % an Wirkungsgrad.
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#10 Mitglied ist offline   AW 

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Geschrieben 19 April 2006 - 11:11

Also ich finde den Wirkungsgrad immer noch hervorragend, auch wenn mein Kühlkörper heißer als erwartet wird. Ich wollte nur sicher sein, dass alles in Ordnung ist.
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#11 Mitglied ist offline   meldano 

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Geschrieben 19 April 2006 - 14:02

Mit Wirkungsgrad ist wohl eher Pab/Pzu gemeint. Pzu > Netzteilleistung ; Pab Leistung an den Lautsprecherklemmen.
Großer Wirkungsgrad also möglichst keine Verluste in Form von Wärme.
Das ist ja gerade ein Vorteil von D Amps, keine Monsterkühlkörper/Monsternetzteile trotzdem Leistung satt.
Wollte nicht wie ein "Besserwisser" klingen ;-)
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#12 Mitglied ist offline   AW 

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Geschrieben 19 April 2006 - 18:51

Sorry, ich kann dem Verlauf des Threats nicht mehr folgen. Habe ich etwas Verkehrtes gesagt, dass Du Dich erklären musst. Bin jetzt etwas verwirrrt.
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